Heiße Phase: Die letzten zehn!

Für die TBB Trier stehen die letzten zehn Saisonspiele an. Fünfmal noch dürfen die Trierer in der heimischen Arena ran, das erste Mal bereits am Samstagabend im immens wichtigen Spiel gegen Tübingen. Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme. Wie ist die Ausgangslage? Wie ist die Stimmung im Team? Was ist rund um das Spiel geplant?

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Es wird heiß: Noch zehn Saisonspiele warten auf die Trierer Bundesliga-Basketballer, am Ende steht das große Ziel Klassenerhalt. Und die Reise beginnt mit dem Spiel gegen die WALTER Tigers Tübingen, wohl eines der wichtigsten Heimspiele der letzten Jahre. Schon jetzt ist die Spannung deutlich zu spüren. Auch wenn die Saison noch knapp zwei Monate dauert: Dieses Spiel sollte gewonnen werden. Der Druck ist hoch, keine Frage – aber letztlich sind das die Spiele, die den Reiz des Sports ausmachen.

Wir haben gesammelt, was es sonst noch zum Spiel zu sagen gibt:

Die Ausgangslage
Die TBB hat eine ordentliche Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt: Wie schon in der gesamten Saison haben die Trierer einen Tabellenplatz inne, der am Ende des Saison den Verbleib in der Beko BBL bedeuten würde. In den letzten zehn Spielen warten sechs Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Besonders die Heimspiele werden entscheidend sein: Die TBB trifft auf Tübingen, Göttingen, Frankfurt, Ulm und Weißenfels. Hier gilt es, die Heimstärke unter Beweis zu stellen: Bisher wurde die Hälfte der Spiele vor eigenem Publikum gewonnen. Tickets für die entscheidenden Spiele gibt es unter www.tbb-trier.de/tickets

Der Trainer
TBB-Headcoach Henrik Rödl zeigt sich vor dem wichtigen Spiel gegen Tübingen kämpferisch: „Alle sind sich der angespannten Lage bewusst. Aber wir haben schon in vielen Situationen bewiesen, dass wir unter Druck gute Spiele machen können. Wir setzen auf den Heimvorteil, gerade zuhause können wir sehr gute Spiele machen. Wir wollen angreifen!“

Der Captain
Ein wichtiger Faktor wird Jermaine Bucknor sein. Der Kapitän ist aktuell in Hochform. Seine Erfahrung gepaart mit seinem eiskalten Dreier machen ihn zum Anführer, der die jungen Spieler mitreißt.
„Buck“ richtet das Wort an die Fans: „Ich möchte mich bei all den Fans bedanken, die uns in den letzten Wochen unterstützt haben. Ich weiß, dass es eine schwere Zeit für sie war, trotzdem waren sie bei jedem Spiel und haben uns angefeuert. Für sie spielen wir.
Wir wollen das Spiel am Samstag gewinnen, wir wissen alle wie wichtig es ist. Wir tun alles, was in unserer Macht steht. Die Stimmung ist sehr wichtig für uns. Je mehr Unterstützung wir kriegen, desto besser.“

Ticketaktion „High Five“
Fünf Freunde sollt ihr sein – auch wenn mancher den Spruch vielleicht anders kennt, dieses Motto gilt für das Spiel am Samstag. Die TBB Trier bietet für das Spiel gegen Tübingen ein Sonderangebot für Gruppen von fünf Personen an. Fünf zusammenhängende Tickets sind zum Preis von vier erhältlich (aus organisatorischen Gründen nur gültig in den Kategorien IV und V).
Also ladet eure Freunde, Verwandten, Kollegen ein, am Samstag kann die Mannschaft jeden Unterstützer in der Arena gebrauchen!
Das Angebot gilt nur im Vorverkauf am Donnerstag und Freitag im Fanshop der TBB (Cläre-Prem-Straße), Reservierung auch telefonisch unter 0651/3000440 zu den Öffnungszeiten des Fanshops.

Fans
Die TBB-Fans planen für Samstag einige Aktionen im Fanblock P. Wer sich beteiligen möchte und die Mannschaft mit vollem Einsatz im lautesten Block der Halle unterstützen will, sollte sich Tickets für Block P sichern.

Parkplatzsituation
Wegen der Neueröffnung des Baumarktes neben der Arena Trier ist das Parkdeck am Samstag nur von der Herzogenbuscher Straße über den Vorplatz der Arena zu erreichen.


TBB II besiegt 1.FCK mit 70:65

Die TBB Trier II hat ihr Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 70:65 gewonnen. Zur Halbzeit hatte man schon deutlich vorne gelegen, am Ende wurde es aber nochmal spannend. Bester Trierer war Sebastian Herrera mit 16 Punkten.

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Ein zerfahrener Start von beiden Teams in die Partie: Die TBB und der FCK in den ersten Minuten mit jeder Menge Ballverlusten und Fehlwürfen, erst nach zwei Minuten begann ein richtiges Basketballspiel. Tim Leonhardt erzielte von der Dreierlinie die erste Trierer Führung (3:2). Basketball ist ein Spiel der Runs, diese alte Weisheit wurde im ersten Viertel eindrucksvoll bestätigt: Erst zog Kaiserslautern, angeführt von Ronny Weihmann auf 5:11 davon, dann drehten die Gastgeber auf: Herrera und Dahlem für drei, zweimal Dietz unter dem Korb, zum Viertelende dann noch ein Dreier von Nicolas Ensch, 19:12 für die TBB.

Die Gastgeber kamen jetzt ins Rollen, Herrera, Breu und Etringer trafen für Trier. Nach einem Dreier von Nils Maisel stand es 34:17 – die Vorentscheidung? Noch nicht. Bis zur Halbzeitpause blieben die Trierer aber zweistellig in Führung, auch wenn es nach einem Dreier von Mirko Damjanovic „nur“ 13 Punkte waren (36:23).

Nach der Pause begannen die Gäste aus der Pfalz, langsam aufzuschließen. Cedric Thomas und Ronny Weihmann machten die Trierer Führung einstellig, Johann Fritzen traf zum 42:31, danach verkürzten die beiden besten Lauterer weiter auf 42:37. Eric Leonhardt und nochmal Fritzen scorten für die TBB, aber der FCK kam unaufhaltsam ran und erzielte schließlich die 48:49 Führung.

Mit 26 zugelassenen Punkten in einem Viertel war Josip Bosnjak nicht zufrieden, brachte sein junges Team in der Viertelpause wieder auf Kurs. Tim Leonhardt traf von draußen zum 54:51, Luca Breu und Kilian Dietz erhöhten auf 61:53. Durch Gergely Hosszu wurde es noch einmal knapp, der Ungar erzielte vier Punkte zum 65:62. Danach blieben die Gastgeber sicher von der Freiwurflinie; obwohl Hosszu noch einen Dreier traf, brachte die TBB das Spiel mit 70:65 nach Hause.

Josip Bosnjak: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gehabt, unsere Verteidigung war sehr gut. Wir haben Kaiserslautern alle Stärken weggenommen. Cedric Thomas nimmt normalerweise 12 oder 13 Dreier pro Spiel, der hatte in der ersten Halbzeit einen Versuch. Wir wussten, dass Kaiserslautern sich in der zweiten Hälfte umstellen würde, waren dann aber etwas nachlässig. Am Ende hat die Mannschaft das Spiel aber nach Hause gebracht. Wir haben den Klassenerhalt jetzt ziemlich sicher, wollen in Gießen nächste Woche aber auf jeden Fall nachlegen.“

Breu 9, Maisel 5, Dietz 12, Dahlem 4, Herrera 16, T. Leonhardt 6, Ensch 3, Fritzen 6, Etringer 5, E. Leonhardt 4.

 


Nichts zu holen beim Meister

Die TBB Trier hat beim amtierenden Meister der Beko BBL eine 92:51-Niederlage einstecken müssen. Den Trierern gelang es nicht, die Bayern, die wo so oft in den letzten Wochen zur Höchstform aufgelaufen sind, entscheidend zu stören. Bester Trierer war Kapitän Jermaine Bucknor mit 16 Punkten (4/9 Dreier) und 9 Rebounds.

BEKO BBL,  HAUPTRUNDE , 24. SPIELTAG , FC BAYERN MUENCHEN   - TBB TRIER , SAISON 2014/2015

Foto: Hans Rauchensteiner

Auswärtsspiel im Audi Dome, das ist für jedes Team der Beko BBL wohl die schwierigste Aufgabe des Jahres. Der FC Bayern fährt den teuersten Kader der Liga auf, an der Seitenlinie wütet Trainerlegende Svetislav Pesic und auch das Publikum in der Heimhalle der Bayern ist bedrohlich laut – kein Vergleich zu den Anfangstagen des Bayern-Projekts.

Trotzdem hatte sich die TBB vorgenommen, den übermächtigen Gegner ein wenig zu ärgern. Ricky Harris wurde noch geschont, das war die wichtigste Nachricht im Vorfeld der Partie der TBB beim FC Bayern. Die Starting Five somit Anderson, Mönninghoff, Vrabac, Chikoko und Schmidt.

Mathis Mönninghoff eröffnete die Partie mit einem Korbleger, bei dem auch Stefan Schmidt noch seine Finger im Spiel hatte. Der FC Bayern konterte in Person von Dusko Savanovic, der fünf Punkte in Folge erzielte. Die TBB in der Anfangsphase mit zu vielen Ballverlusten, die Hausherren ließen den Ball von Beginn an gut laufen, John Bryant hat in der Zone leichtes Spiel und legt zum 9:2 ein. Stefan Schmidt packte jetzt den Hook Shot aus, Jermaine Anderson traf von der Dreierlinie, 12:7. Die Münchner machten schnell klar, dass sie sich für die Hinspielniederlage revanchieren und dabei keine Gefangenen machten wollten. Die Ganzfeldpresse machte der TBB das Leben schwer, auf der Gegenseite fielen nun die Dreier, sodass Bayern auf 28:12 davon zog.

Dreier waren jetzt auch bei der TBB das Mittel der Wahl, die Würfe fielen aber nicht. Erst nachdem fast drei Minuten vergangen waren und Jagla und Stimac auf 33:12 erhöht hatten, traf Jermaine Bucknor von draußen. Energizer Adin Vrabac wollte sich augenscheinlich nicht mit dem hohen Rückstand zufrieden geben und setzte ein Ausrufezeichen: Sein Dunk gegen Vasilije Micic war das Highlight der Partie. Bucknor traf von der Freiwurflinie zum 37:20, danach legten die Gastgeber einen 10:0-Lauf hin, Daniel Mayr, der sein Bundesligadebüt für den FC Bayern gab, markierte das 47:20. Vitah Chikoko erzielte nun seine ersten Punkte, Mathis Mönninghoff traf für drei, Robin Benzing stellte den 50:25-Halbzeitstand her.

Nach der Pause dann einige schöne Szenen auf Trierer Seite: Die TBB schaffte es jetzt immer wieder, mit dem Extra-Pass den freien Mann zu finden. Jermaine Bucknor traf gleich zweimal aus der Distanz, Vitah Chikoko netzte für zwei ein. Danach fehlte es erstmal wieder am offensiven Output, bis Jermaine Anderson mit dem Fuß auf der Dreierlinie zum 62:35 traf. Bayern dagegen fand immer wieder Lucca Staiger, der neun Punkte im dritten Viertel erzielte. Es blieb bei Dreiern auf beiden Seiten: Micic für den FCB, Chikoko und Anderson für Trier.

72:43 stand es zu Beginn des Schlussviertels, das nur wenig Spannung versprach. Zwar warfen sich die Trierer immer wieder dem Ball hinterher und machten auch beim Rebound einen wesentlich besseren Job als in der ersten Hälfte, aber im Angriff machte das Team von Henrik Rödl zu viele Fehler. Die Ballverluste wurden von den Münchner gnadenlos ausgenutzt, Bayern spielte wie eine gut geölte Maschine. Die letzten vier Trierer Punkte erzielte Mathis Mönninghoff, am Ende stand es 92:41.

Henrik Rödl: „Glückwunsch an Svetislav und seine Mannschaft, wir haben besonders in der ersten Halbzeit eine Demonstration der Stärke der Bayern gesehen. Ich bin enttäuscht, dass meine Mannschaft nicht in der Lage war, die Leistungen zu zeigen, die wir zuletzt abrufen konnten. Nur im dritten Viertel hatten wir einige gute Momente, wo wir Esprit gezeigt und uns gewehrt haben. Insgesamt war es ein deutlicher Sieg von München.“

Svetislav Pesic: „Wir haben die Woche gut genutzt, um uns zu regenerieren und zu trainieren. Für uns waren diese Tage sehr wichtig vor den anstehenden Aufgaben. Wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt. Da kann man nicht viel meckern.“

Bei der TBB geht der Blick nun nach vorne: Am Samstag kommen die WALTER Tigers Tübingen, das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten wird eines der wichtigsten der Saison. Mathis Mönninghoff nach der Partie in München: „Wir müssen uns jetzt auf Tübingen konzentrieren. Da brauchen wir jede Unterstützung!“

Lukovic (1), Schmidt (4), Mönninghoff (9), Samenas (0), Breiling (0), Chikoko (9), Vrabac (2), Bucknor (16), Kramer (0), Anderson (10).


Podiumsdiskussion: Spitzensport in Trier

Große Podiumsdiskussion am 5. März ab 18 Uhr im IHK Tagungszentrum – Gemeinschaftsveranstaltung von IHK, HWK, IRT und KJU – Vorstand Sascha Beitzel vertritt TBB Trier

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“Der Spitzensport hat eine herausragende Bedeutung für das Image einer Stadt, aber auch für die Wirtschaft in der Region Trier.” Um dies zu verdeutlichen und neue Impulse zu setzen, laden die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK), die Initiative Region Trier (IRT) und der Kreis junger Unternehmer (KJU) zu einer großen Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 5. März ab 18 Uhr im IHK Tagungszentrum ein – der Eintritt ist frei.

Hauptorganisator Ulrich Schneider stellt im Interview das Konzept und die Hintergründe vor:

TBB: Herr Schneider, wie sind Sie auf die Idee für die Podiumsdiskussion gekommen?

Ulrich Schneider: „Spitzensport hat eine wichtige Funktion für die Region und wir haben geschaut, was wir als Kammer leisten können. Als Sponsor kann die IHK nicht direkt auftreten, aber wir können eine Plattform bieten, die Unternehmer und die Spitzensportvereine an einen Tisch bringt und den Austausch zwischen beiden Seiten fördert- das ist Sinn und Zweck der Veranstaltung.“

Welche Bedeutung hat aus Ihrer Sicht als Wirtschaftsexperte der Spitzensport für die Region Trier?

„Für Fachkräfte ist der Spitzensport ein wichtiger Faktor und dadurch auch für die Wirtschaft, um die Kräfte auch an unsere Region zu binden. Die Unternehmen profitieren davon, dass die Attraktivität des Standortes gesteigert wird. Auf der anderen Seite sind die Spitzensportvereine natürlich auch auf die Unternehmen angewiesen, wo wir beim Thema Sponsoring wären, das ebenfalls bei der Veranstaltung aufgegriffen wird.“

Wer sind die Teilnehmer der Podiumsdiskussion?

„Wir haben Christian Heidel, den Manager des Fußball Bundesligisten FSV Mainz 05 als Keynote-Speaker gewinnen können, der am Beispiel seines Clubs darstellt, wie der Spitzensport sich auf die Wirtschaft einer Region auswirken kann. Am Beispiel von Trier werden wir das dann diskutieren und vertiefen mit den Entscheidungsträgern von der TBB, der Eintracht, den Miezen und den Dolphins. Wir haben mit Silvia Günther, der Inhaberin von ensch-media und Adolf Lorscheider, dem Geschäftsführer der Herres Wein- und Sektkellerei aber auch Unternehmer, die sich an der Diskussion beteiligen werden.“

Wie können sich die Clubs selbst präsentieren?

„Ideal wäre es natürlich, wenn sich potenzielle Sponsoren an diesem Abend direkt mit den Spitzensportvereinen austauschen. Wir haben deshalb so genannte Contactpoints vorgesehen, an denen sich die TBB Trier, die Miezen, Eintracht Trier, die Goldmann Dolphins, der KSV Riol, der Ruderverein Treviris und die Leichtathletikabteilung des PST Trier präsentieren. Dort liegen alle wichtigen Informationen für die Unternehmer bereit.“

Herr Schneider, zum Abschluss – was ist Ihr Ziel, was wünschen Sie sich für diesen Abend?

„Wir wollen sensibilisieren, dass der Spitzensport wichtig für unsere Region ist und dass beide Seiten voneinander profitieren können. Wir haben deshalb über 4.000 Unternehmen aktiv angeschrieben und zu dieser Veranstaltung eingeladen. Zielgruppe sind also vor allem potenzielle Sponsoren, aber natürlich auch Leute, die sich generell für dieses Thema interessieren. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit vielen Gästen und bitten um vorherige Anmeldung, entweder per Mail an schneider@trier.ihk.de oder telefonisch 0651 9777530. Der Eintritt ist frei.“

Für die TBB Trier wird Vorstand Sascha Beitzel an der Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 5, März ab 18 Uhr im IHK Tagungszentrum teilnehmen. Am Contactpoint  liegen alle wichtigen Informationen, unter anderem zu den Themen Sponsoring und Hospitality-Leistungen bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und beantworten gerne Ihre Fragen!


Schwere Hürde – mit Mut zu den Bayern

TBB Trier tritt auswärts beim Deutschen Meister FC Bayern München Basketball  an – “Wir wollen an die Leistungen aus dem Bonn-Spiel anknüpfen und Bayern ärgern” – Tip Off am Samstag, 28. Februar um 18:30 Uhr, Liveübertragung auf telekombasketball.de bzw. Telekom Entertain ab 18:15 Uhr

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„Ja, das war ein ganz Wichtiger“, grinst TBB-Headcoach Henrik Rödl in die TV-Kameras. Wir schreiben den 7. Dezember 2014, es ist 18:50 Uhr. Rödl ist stolz auf seine Mannschaft. Mit einer großartigen Energieleistung machte die TBB sich selbst und ihren Fans verfrühte Weihnachtsgeschenke: die Trierer schickten den Deutschen Meister mit 79:74 zurück in die bayrische Landeshauptstadt.

Jermaine Bucknor steuerte 18 Punkte und 8 Rebounds bei, vier von sieben Dreiern versenkte der Kanadier. Er stach damit aus einem starken TBB- Kollektiv heraus, bei dem vier Spieler zweistellig punkteten. Unvergessen auch die Energieleistung des jungen Bosniers Adin Vrabac, der im zweiten Viertel gleich zwei Bayern-Angriffe in Folge per Steal beendete und den Fastbreak per Dunk abschloss.

Vor dem Rückspiel ist die Ausgangslage klar:  Trier ist beim Spiel in München klarer Außenseiter, auch wenn die TBB gegen den deutschen Meister eine beachtliche Bilanz aufzuweisen hat: drei von sieben Begegnungen konnte das Team von Henrik Rödl für sich entscheiden. Aus dem Audi Dome, der Heimspielstätte des FC Bayern, konnte Trier allerdings noch nie die Punkte entführen.

Aus der medizinischen Abteilung gibt es vor dem Spiel größtenteils positive Nachrichten. Das Lazarett lichtet sich, die Grippegeplagten sind wieder im Training, auch Topscorer Ricky Harris ist wahrscheinlich wieder einsatzbereit. Weiterhin fehlen wird allerdings Tony Canty, der einen Muskelfaserriss auskuriert.

Als Tabellensechzehnter zu Gast beim amtierenden Meister, man kann befreit und ohne Druck aufspielen – ist es also das leichteste Spiel des Jahres?
Natürlich nicht. „Wir versuchen zu gewinnen, die Frage stellt sich gar nicht. Also liegt ein schweres Spiel vor uns“, erklärt Henrik Rödl. „Es geht in ein Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft, die im Moment geradezu schwindelerregenden Basketball spielt. Bayern ist wirklich sehr gut drauf, sie befinden sich in einer ganz anderen Phase als noch in der Hinrunde, sie schlagen ja im Moment jede Mannschaft in der Liga deutlich. Sie sind eine Topmannschaft, die Aufgabe wird noch schwerer als im Hinspiel.“

Die Münchner leisten sich einen Kader aus 14 Profis, von denen jeder in der Lage ist, einem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Am ehesten als Nachwuchstalent könnte man wohl Paul Zipser bezeichnen, aber auch der 21-Jährige war beim Sieg in Tübingen im Januar Topscorer mit 20 Punkten und 6/6 Dreiern.

Ansonsten setzt Trainerlegende Svetislav Pesic gerne auf Spieler, die die harte Basketball-Ausbildung in den Balkanstaaten genossen haben. Topscorer ist der derzeit verletzte Bosnier Nihad Djedovic (14.5 Punkte, 3.6 Rebounds, 2.3 Assists), die Serben Dusko Savanovic (12 Punkte, 4.5 Rebounds, 2 Assists) Vasilije Micic (9.2 Punkte, 2.2 Rebounds, 4.3 Assists) und Vladimir Stimac (8.9 Punkte, 5.5 Rebounds) komplettieren das Balkan-Quartett. Unter dem Korb arbeitet der 127-Kilo-Mann „Big John“ Bryant (14,1 Punkte, 7.8 Rebounds). Kapitän des Teams ist Bryce Taylor (8.5 Punkte, 51.5% Dreier).

Komplettiert wird der Bayern-Kader  von der halben deutschen Nationalmannschaft. Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan Jagla, Lucca Staiger und Yassin Idbihi sind oder waren A-Nationalspieler. Und dann ist da noch Anton Gavel (9.2 Punkte, 4.3 Assists), slowakischer Nationalspieler mit deutschem Pass, der mit 27:13 Minuten im Schnitt die meiste Einsatzzeit hat.
„Anton Gavel gehört für mich zusammen mit Bryce Taylor zu den Schlüsselspielern. Sie hatten beide am Anfang der Saison Verletzungsprobleme, sind jetzt fit und machen einen großen Unterschied“, so Rödl.

In der BBL sind die Bayern seit sechs Spielen in Folge ungeschlagen, den Einzug ins TOP FOUR des Beko BBL-Pokals verpasste die Mannschaft allerdings jüngst durch ein 74:69 bei ALBA BERLIN.
92,7 Punkte erzielt München im Schnitt und ist damit das beste Offensivteam der Liga. Dreimal in den letzten fünf Spielen wurde sogar die 100 geknackt, am härtesten erwischte es Phoenix Hagen, die 124 Punkte eingeschenkt bekamen.

Henrik Rödl: „München spielt sehr schnell, wir müssen gut zurücklaufen. Es muss alles passen um eine Chance zu haben, wir dürfen keine Fehler machen gegen die engagierte Defense, die viel Druck macht. Wir wollen an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Bonn anknüpfen und versuchen Bayern ein bisschen zu ärgern.“

Spielbeginn im Audi Dome ist um 18:30 Uhr. Das Spiel wird ab 18:15 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.


TBB II trifft auf 1. FCK

Die TBB Trier II empfängt am Samstag den 1. FC Kaiserslautern. Die Trierer haben mit den Pfälzern noch eine Rechnung offen. Sprungball ist um 17:00 Uhr in der AVG/MPG-Halle.

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Während die TBB-Profis am Samstagabend beim FC Bayern München zu Gast ist, trifft die zweite Mannschaft des Bundesligisten von der Mosel auf einen anderen Club, dessen Name eigentlich eher mit Fußball verbunden ist: Die Trierer erwarten die Basketballer des 1. FC Kaiserslautern in der AVG/MPG-Halle, die Partie beginnt um 17:00 Uhr.

Das Team der Lauterer ist traditionell mit vielen US-Amerikanern besetzt, die auch den Spielstil des Teams prägen. Topscorer ist der nur 1.78 Meter große Cedric Thomas mit 17.4 Punkte und 3.2 Assists. Der größte Mann im Team ist Aaron Ellis (2.05 Meter), der 11.1 Punkte und 6.4 Rebounds auflegt. Der Ungar Gergely Hosszu kommt auf 10.9 Punkte.

Die TBB II verfolgt weiter das Ziel, in der Rückrunde mehr Siege einzufahren als in der Hinrunde. Im Duell gegen den FCK könnte hier der nächste Schritt gemacht werden. Das Hinspiel in der Pfalz haben die Trierer nämlich verloren, Josip Bosnjak sah danach noch Verbesserungsbedarf: „Wir haben so gespielt wie Kaiserslautern wollte, nicht wie wir wollten. Das hat das Spiel entschieden.“ In eigener Halle will die TBB selbst den Rhythmus bestimmen. Das bedeutet hohes Tempo, aggressive Defense und viele Fastbreaks.

Josip Bosnjak: „Wir haben noch was gut zu machen, das Hinspiel war eines unserer schlechtesten Saisonspiele. Am Anfang haben wir eigentlich dominiert, aber dann sind wir total pomadig geworden. Wenn wir uns nicht an Kaiserslautern anpassen, haben wir eine Siegeschance. Es wird ganz wichtig sein, Cedric Thomas aus dem Spiel zu halten. Wir sind etwas geschwächt, dadurch, dass Benedikt Breiling mit den Profis in München ist. Aber wir haben den Heimvorteil.“

Der Eintritt zum Spiel ist wie immer frei, außerdem stellt Subway Trier gratis Sandwiches und Cookies zur Verfügung. Spenden sind gerne gesehen!


TBB II: Offensivspektakel in Kirchheim

Die TBB Trier II gewinnt ihr Auswärtsspiel  gegen die SG Heidelberg/Kirchheim mit 89:101. Topscorer des Spiels war Benedikt Breiling mit 32 Punkten und 8 Rebounds (5/8 Dreier) vor Kilian Dietz mit 21 Punkten und 8 Rebounds.

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Das erste Viertel startete sehr ausgeglichen, nach drei Minuten stand es 8:8, wobei Benedikt Breiling  die ersten acht Punkte für Trier erzielen konnte. In den ersten zehn Minuten des Spiels wechselte die Führung immer wieder und Trier konnte sie am Ende des ersten Viertels nach einem Dreier von Breiling davonziehen. Schon wenige Sekunden später konnte jedoch Philipp Rittinger mit einem Distanzwurf den Rückstand auf 20:22 aus Sicht der Heidelberger verkürzen.

Das zweite Viertel begann mit einem erneuten Dreier von Philipp Rittinger, der eigentlich im Sommer seinen Rücktritt aus der ersten Mannschaft verkündet hatte und als Joker zur Mannschaft gestoßen war, um sie im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Nach einer Minute stand es nun 27:25 für die Heidelberger. Im Anschluss daran drehte Sebastian Herrera auf: Er konnte sein Team mit fünf Punkten in Folge zu einer Führung von drei Zählern verhelfen (31:34). Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, woraufhin Nicolas Ensch nach Assist von Rupert Hennen, der in dieser Partie volle 40 Minuten spielen musste, zu einem Halbzeitstand von 40:44  erhöhen konnte.

Im dritte Viertel konnten sich die Moselaner schon nach zwei Minuten vorentscheidend nach jeweils zwei Punkten von Kilian Dietz und Rupert Hennen, sowie sechs weiteren Zählern von Benedikt Breiling absetzen. Nun stand es 42:54 für Trier. Die Führung von zwölf Punkten blieb bis zur Hälfte des dritten Spielabschnittes weitgehend konstant, bis Sebastian Herrera per Dreier den Vorsprung auf sechzehn Zähler erhöhen konnte (52:68). Daraufhin fanden die Heidelberger wieder ins Spiel zurück und konnten durch eine starke Aufholjagd von Fuchs, Elmas, Götz und Borcharts auf sieben Punkte verkürzen (65:72).

Nach der Viertelpause konnte Fuchs durch einen Korbleger noch einmal auf fünf Punkte verkürzen und somit das Spiel spannend gestalten. Doch davon ließen sie die Trierer nicht beeindrucken und konnten durch Punkte von Hennen, Breiling und Tim Leonhardt wieder auf zehn Zähler davon ziehen (71:81). Der Abstand blieb nun bis vier Minuten vor Schluss etwa gleich, als dann Benedikt Breiling per Korbleger die Führung auf dreizehn Punkte ausbaut. Die Heidelberger allerdings hatten sich noch nicht aufgegeben und kämpften sich noch einmal auf sechs Zähler heran. Die Youngsters Sebastian Herrera und Rupert Hennen konnten jeweils durch einen Korbleger scoren und ihrem Team somit den Sieg von 89:101 sichern.

Josip Bosnjak: „Wir haben über die gesamte Spielzeit geführt und haben das Spiel kontrolliert. Was erstaunlich war, dass wir sehr gute Wurfquoten hatten, 101 Punkte sind unser Rekord in dieser Saison. Wir haben sehr gut gereboundet, mit 13 Offensivrebounds kann man zufrieden sein. Wir haben gut als Team gespielt. Am Ende wurde es etwas hektisch, da haben wir die Nerven behalten und unsere Angriffe gut zu Ende gespielt. Ich möchte noch einen Spieler loben, Rupert Hennen hat heute sehr viel gespielt und das souverän gelöst. “

Breu 11, Hennen 6, Maisel 0, Dietz 21, Herrera 12, T. Leonhardt 12, Ensch 3, Etringer 0, Breiling 32, E. Leonhardt 4.

 

Dieser Spielbericht wurde (mit wenig Hilfe) von den TBB U16-Spielern Vincent Hennen und Jan Karges verfasst. Vielen Dank!



Gekämpft und verloren: 74:80 gegen Bonn!

Die TBB Trier verliert ihr Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn am Samstag mit 74:80. Topscorer für Trier war Jermaine Bucknor, für die Gäste war Angelo Caloiaro mit 18 Punkten, darunter den entscheidenden Körben in der Schlussphase, am Erfolgreichsten. – “Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen.” – Nächstes Spiel gegen FC Bayern München.

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Das hätte er sein können, der lang ersehnte Befreiungsschlag, ein Schritt nach oben aus dem Tabellenkeller für die TBB Trier. Und über dreieinhalb Viertel war er es auch: Die TBB bot dem Tabellenvierten, den Telekom Baskets Bonn, vor 4530 Zuschauern in einem stimmungsvollen Basketball-Spiel die Stirn, führte zu jeder Viertelpause (19:15, 39:38, 62:60), hatte phasenweise sogar die Kontrolle über die Partie. Doch am Ende stand ein 12:0-Run der Gäste aus dem Rheinland, die Trier mit einer Energieleistung in der Defense effektiv am Scoren hindern konnten – und damit nichts Zählbares für die Hausherren.

Die Trierer hatten dabei den deutlich besseren Start in die Partie – die Erkältungswelle war in der Trainingswoche offensichtlich ausgeschwitzt worden. So setzte die TBB gleich zu Beginn Highlights, die die Arena aus den Sitzen rissen, wie das and1 von Mathis Mönninghoff zum 5:3 oder Adin Vrabac mit dem sehenswerten “coast-to-coast-Block: Kaum trifft der Bosnier den Dreier zum 8:5, da sprintet er auch schon quer über das ganze Feld, um einen Fastbreak von Eugene Lawrence zu verhindern, indem er dessen Ball in letzter Sekunde ans Brett drückt. Bonn wiederum hat ebenfalls sehenswerten Basketball zu bieten: Angelo Caloiaro, der viel später der Mann der Schlussphase werden sollte, verwertet einen weiten Offensivrebound per “eingeflogenem Dunking” zum 13:9. Doch Triers Zone stand gut, Bonn fand nicht wirklich ein Mittel gegen eine wache Trierer Verteidigung, das erste Viertel endete 19:15.

Auch in den zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber ordentlich – nämlich mit einem Dreipunktspiel des gewohnt energisch auftretenden Marko Lukovic und einem Dreier von Laurynas Samenas zum 25:15. Ein Ballgewinn von Jermaine Anderson ist Anlass für Mathias Fischer die Auszeit für Bonn zu nehmen. Marko Lukovic kann zwar noch auf 33:22 erhöhen, doch insgesamt schient Fischers Ansage zu fruchten, vor allem in der Defensive: Bonn gelingt ein 0:11-Run und schließlich der 33:33-Ausgleich durch Dirk Mädrich per Dreier. Mit der Halbzeitsirene trifft Jermaine Anderson zum 39:38, die TBB nimmt einen hauchdünnen Vorsprung mit in die Pause.

Der Beginn des dritten Viertels gehört wieder der TBB, Stefan Schmidt, der in der Anfangsphase bereits durch Präsenz im Rebound aufgefallen war, erzielt vier Punkte in Folge zum 43:42. Es kommt zum berühmten offenen Schlagabtausch, sowohl am Brett als auch an der Dreierlinie, beide Teams setzen Akzente. Jermaine Bucknor kann mit zwei Dreiern in Folge eine leichte Trierer Führung herausarbeiten (62:58), Laurynas Samenas zeigt zum Viertelende nochmals starken Einsatz, der aber nicht von Punkten gekrönt ist – mit 62:60, also immer noch eng, geht es in die letzte Pause.

Trier spielt mit viel Energie weiter, kann auch zunächst die “big points” setzen: Lukovic zum 64:60, Samenas “für drei” zum 67:60 und schließlich Vrabac mit Foul aber leider ohne Freiwurf zum 69:60. Nach etwas mehr als einer Minute im Schlussviertel nimmt Bonn die nächste Auszeit – mit Erfolg, auch die Telekom BAskets treffen jetzt ihre Dreier, drei Stück in Folge bedeuten schließlich das 74:71. Und dann waren bei den Gästen die Energiereserven größer: Bonn erlaubt Trier über die letzten gut fünf Minuten keine Punkte mehr, scort dafür selbst. Angeführt vom starken Mickey McConnell ziehen die Gäste an Trier vorbei, Angelo Caloiaro markiert bereits zwei Minuten vor Ende die 74:78-Vorentscheidung. Denn Trier kommt trotz zweier Auszeiten nicht mehr zu Abschlüssen, während Bonn geduldig die Uhr herunterspielt. Den Endstand markiert McConnell an der Freiwurflinie: Die TBB Trier verliert nach großem Kampf etwas unglücklich mit 74:80.

Dahlem (n.e.), Lukovic (11), Schmidt (6), Mönninghoff (8), Samenas (9), Chikoko (9), Vrabac (6), Bucknor (19), Kramer (0), Anderson (6).

Rebounds: 34:35.

Zuschauer: 4530.

Henrik Rödl: “Wir haben zwei sehr fokussierte Mannschaften gesehen, die unbedingt gewinnen wollten. Ich muss meine Mannschaft loben, die letzten Wochen waren nicht einfach und die nächsten werden nicht einfach. Wir wissen, wo wir stehen. Trotzdem hat die Mannschaft mit viel Ruhe und Enthusiasmus gespielt, gegen eine Mannschaft, die sich offensiv mit jeder anderen in der Liga messen kann und defensiv auch gut steht. Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen. Es geht um die Wurst, das wissen wir, und wir müssen die Energie bündeln, um aus dem Keller raus zu kommen.”

Mathias Fischer: “Wir haben eine sehr spannende Partie gesehen. Trotz der beiden Ausfälle hat Trier uns in allen Belangen gefordert, hat mit unglaublichen Quoten sehr gut gespielt. Sie hatten immer eine Antwort. Aber wir haben die Partie irgendwie gedreht, mit der Betonung auf irgendwie. Wir haben solide verteidigt und die big points gemacht. Aber es war heute nicht leicht, im Gegenteil. Henrik hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt und uns viele Optionen weg genommen. Wir haben lange nicht mehr hier gewonnen, heute war der Level sehr hoch, ich würde fast sagen es war eine Playoff-Partie. Ich bin sehr froh, dass meine Mannschaft sich nicht aufgegeben hat und das Spiel – irgendwie – nach Hause gebracht hat.”

 


Derby! Jetzt gilt’s! Trier vs. Bonn!

TBB Trier trifft am Samstag um 18:30 Uhr auf den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn – “Das ist ein besonderes Spiel – der Derbycharakter gibt Energie, die wir brauchen können.” – Canty und Harris verletzt –  Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 18:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 16:30 Uhr.

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TBB Trier gegen Telekom Baskets Bonn. Der historisch versierte Trierer Basketballfan (und das sind nach Besuch der großen TBB-Jubiläumsausstellung natürlich fast alle) denkt bei Erwähnung dieser Paarung an große Basketball-Spiele. An wahre Schlachten bei bester Stimmung, die früher in Hallen wie dem “Sportzentrum Hardtberg” und der “Halle am Mäushecker Weg” geschlagen wurden und heutzutage in der Arena Trier bzw. im Telekom Dome stattfinden.

Man erinnert sich in Trier in der jüngeren Vergangenheit an die Playoff-Serie 2004, an das Bonner 65:48-Debakel im Oktober 2010, an Maik Zirbes’ Dunking zum 71:70 Anfang 2012, natürlich an Nate Linharts unfassbaren Gamewinner nach Offensivrebound im Februar 2013. An das 66:86-Weihnachtsspiel in Bonn 2013 mit Gala-Vorstellung (27/13!) von Andi Seiferth. Und an ein hart umkämpftes 75:71 im April 2014 mit einem Zirkuswurf im Rückwärtsfallen von Trevon Hughes. Die ewige Statistik verzeichnet seit dem Bonner Aufstieg 1996 insgesamt 42 Begegnungen, 25 davon gewannen die Telekom Baskets. Allerdings ist die Trierer Heimbilanz aktuell positiv: elf Siegen stehen neun Niederlagen gegenüber – Trier ist, historisch gesehen, für die “Riesen vom Rhein” also kein allzu gutes Pflaster.

Auch in der aktuellen Saison kommen die Telekom Baskets Bonn wieder als Favorit an die Mosel. Die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer, der seit Mai 2013 an der Bonner Seitenlinie steht, belegt aktuell nach drei gewonnenen Spielen gegen Göttingen, die Artland Dragons und den Mitteldeutschen BC Platz 4 der Tabelle – und befindet sich damit auf sehr gutem Weg in Richtung sichere Playoff-Teilnahme. Das ist, mindestens, auch erklärtes Saisonziel. Coach Fischer sagte vor Saisonbeginn “In Bonn ist noch mehr möglich”, und bezog sich damit auf das Erreichen des Viertelfinales in der letzten Saison, der Frage “Wer wird Meister?” wich er geschickt aus (“Man muss im Frühjahr seinen besten Basketball spielen”).

Insgesamt 14 Siege stehen für Fischer und sein Team zu Buche. Unter anderem schlug Bonn die Brose Baskets und die Basketball Löwen Braunschweig und gewann im November auch das Hinspiel gegen Trier, zu deutlich, mit 88:71. Hauptverantwortlich für den 16. Heimsieg gegen Trier war Steve Wachalski, der der TBB ganze acht Dreier einschenkte – höchste Vorsicht ist also am “Perimeter” geboten, damit das nicht nochmal passiert.

Neben Wachalski muss die Trierer Verteidigung am Samstagabend ein scharfes Auge auf Tadas Klimavicius und Angelo Caloiaro haben. Der litauische Center-Routinier Klimavicius macht 13.2 Punkte und holt 5.8 Rebounds pro Spiel; Caloiaro, vor der Saison als effizientester Spieler der Liga aus Weißenfels nach Bonn gewechselt, kommt auf 11.8 Punkte, 4.4 Rebounds und starke 1.5 Steals. Der Vorzeigeathlet Ryan Brooks (11.2) und Benas Veikalas (10.7), der zweite Litauer im Team, punkten im Schnitt ebenfalls zweistellig. Die Fäden der Bonner Offensivmaschine zieht Point Guard Eugene Lawrence mit 5.4 Assists pro Spiel – stark! Auch Lawrence’ Back Up Mickey McConnell weiß mit 9 Punkten und 4.2 Assists durchaus zu überzeugen. Mit Dirk Mädrich und dem bereits erwähnten Steve Wachalski kommt jede Menge Erfahrung auf den großen Positionen von der Bank, Andrej Mangold ist ein starker Verteidiger, der der Mannschaft, ähnlich wie Wachalski, jederzeit einen Energieschub geben kann. Insgesamt konnten Coach Fischer und sein Assistent Carsten Pohl den Weggang von Jamel McLean (wechselte nach Berlin und gilt dort als heißer Anwärter auf den MVP-Titel 2014/15) offensichtlich sehr gut kompensieren.

Eine bemerkenswerte Statistik “aus der zweiten Reihe”: dreimal mussten die Telekom Baskets in dieser Saison bereits in die Verlängerung, so oft wie kein anderes Team der Beko BBL.

Henrik Rödl lobt die Telekom Baskets für eine “super Saison” – und die hat Gründe: “Sie sind gut zusammengestellt, und die Entscheidung, mit McConnell einen zweiten Point Guard mit diesem Format dazu zu holen, hat ihnen gut getan, damit haben sie zwei Aufbauspieler, die gerne passen, aber auch scoren können. Bonn lässt den Ball laufen wie vielleicht keine andere Mannschaft in der Liga, alle können werfen, alle können Situationen lesen. Sie stehen auf dem Feld eng zusammen, entsprechend wird unser Defensive am Samstag gefordert sein.”

Dabei hat Rödl schon wieder Kaderprobleme – nach der Erkältungswelle aus den letzten Spielen sind jetzt neue Verletzungen dazu gekommen: Ricky Harris zog sich im Spiel in Bamberg eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu und fällt für das kommende Wochenende sicher aus. Schlimmer erwischte es Tony Canty, er erlitt im Training einen Muskelfaserriss in der Leiste – Zwangspause über “einige Wochen”, so Rödl am Donnerstag.

Trotzdem freut sich der Coach auf das Aufeinandertreffen mit dem Derbygegner: “Spiele gegen Bonn sind immer besonders, die Derbystimmung bringt gute Energie. Die können wir natürlich gut brauchen. Die Mannschaft hat gut und vor allem in Ruhe trainiert, trotz der erneuten Ausfälle. Wir hoffen, dass wir an die guten Leistungen anknüpfen können, die wir während dieser Saison schon gezeigt haben. Wir werden alles geben und an die Siegchance glauben.”