TBB II erwartet den Tabellenführer

Der Tabellenführer ist zu Gast – die TBB Trier II trifft am Samstagnachmittag auf die ScanPlus Baskets Elchingen. Die Trierer sind heiß und wollen den Favoriten ärgern. Josip Bosnjak hofft auf Unterstützung von den Rängen. Sprungball in der AVG/MPG-Halle ist um 16:00 Uhr.

TBB_Regio_590

Die TBB Trier II fiebert nach dem Sieg in Crailsheim einem besonders spannenden Heimspiel entgegen. Am Samstag ist der Tabellenführer der Regionalliga Südwest zu Gast in der AVG/MPG-Halle, die ScanPlus Baskets Elchingen.

Elchingen ist erst vor dieser Saison in die Regionalliga aufgestiegen, verfolgt aber mit dem neuen Namenssponsor ScanPlus hohe Ziele. Schon jetzt laufen die Planungen für die ProB. Nur zwei Niederlagen haben die Baskets bisher kassiert, eine am zweiten Spieltag gegen Aufstiegskonkurrenten Schwenningen, sowie am achten Spieltag etwas überraschend in Konstanz. Seitdem läuft es ohne Ausrutscher, die Siegesserie dauert nun schon neun Spiele an.

Fünf Spieler der „Elche“ punkten zweistellig, ein Grund für den Erfolg des Teams. US-Amerikaner Edward Williams erzielt im Schnitt 13,9 Punkte und 8,5 Rebounds, der ungarische Aufbauspieler Peter Surmann kommt auf 12,5 Punkte und 4,6 Assists. Der Ungar Tamas Halmai (12,3 Punkte) und die beiden Kroaten Igor Salamun (10,8) und Milan Kolovrat (10,5) sind ebenfalls zu beachten. Bester Deutscher ist Markus Bretz mit 9,4 Zählern.

Die TBB II ist nach dem Auswärtssieg am Mittwoch auf den achten Tabellenplatz vorgerückt. Für die Trierer stehen jetzt drei schwere Spiele an; neben Elchingen trifft man auf Tübingen und Schwenningen, die dritt- und viertplatzierten der Liga. Schon ein Sieg aus diesen Begegnungen wäre ein großer Erfolg. Am liebsten soll es schon am Samstag mit der Unterstützung des Heimpublikums so weit sein. Dass das Trierer Regionalligateam die Favoriten ärgern kann, hat es in den vergangen Jahren immer wieder bewiesen, mehrfach gab es Überraschungssiege gegen den späteren Aufsteiger.

Josip Bosnjak: „Wir spielen gegen den Tabellenführer, es ist immer schön sich mit den Besten zu messen. Elchingen hat eine sehr erfahrene Mannschaft mit Ungarn, Kroaten, Amerikanern und auch einigen guten Deutschen. Wir wollen sie dazu zwingen, nicht das zu machen, was sie gewöhnt sind. Wenn uns das gelingt, werden wir sehen, ob wir eine Siegeschance haben. Wir sind gut drauf im neuen Jahr, mal sehen was geht. Wir haben zwölf Leute die spielen können. Wir wollen unseren Basketball spielen, dann bin ich gespannt, wie am Ende das Ergebnis lautet. Ich hoffe dass die Halle voll wird, die Jungs haben es sich verdient.“

Der Eintritt ist wie immer frei, außerdem gibt es GRATIS Sandwiches und Cookies von Subway Trier, Spenden sind natürlich gerne gesehen. Parkplätze stehen im Alleencenter zur Verfügung.

Regio Tabelle 150130


Freitag: TBB gastiert in Ludwigsburg

TBB Trier fährt zum Rückspiel zu den MHP RIESEN Ludwigsburg – “Wir müssen in der Verteidigung besser stehen.” – Tip Off Freitag, 20:00 Uhr – Liveübertragung auf www.telekombasketball.de und Telekom Entertain ab 19:45 Uhr.

MHP_RIESEN_Ludwigsburg_590

Die TBB Trier steht vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe: Am Freitag ab 20:00 Uhr kommt es in der Ludwigsburger MHP Arena zum Duell gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Gastgeber belegen derzeit Tabellenplatz 13, das Hinspiel am 3 Januar in Trier entschieden die Ludwigsburger mit 60:75 für sich. Hauptverantwortlich für den Sieg in Trier: die (damalige) Neuverpflichtung DJ Kennedy. Kennedy, zugleich Topscorer der Beko BBL mit 22.2 Punkten im Schnitt, war von der Trierer Verteidigung nicht zu halten und legte seine durchschnittlichen 22 Punkte auf. Mit Kerron Johnson (15.5) und Jon Brockman (11.1) punkten zwei weitere RIESEN über die bisherige Saison zweistellig, Brockman ist zudem noch der Top-Rebounder der Liga, er greift sich 10.2 Abpraller pro Spiel.

Im Hinspiel konnte sich Ludwigsburgs Coach John Patrick außerdem auf die Qualitäten von Shawn Huff und John Little verlassen.

Henrik Rödl will die Hinspielniederlage denn auch nicht an DJ Kennedy alleine fest machen: “Er war ohne Zweifel stark. Aber im Hinspiel haben auch viele andere gut gespielt. Die Mannschaft hat den Ball gut bewegt und hochprozentig gegen unsere Zone getroffen. Da müssen wir morgen in der Verteidigung besser stehen. Das Spiel gegen Ludwigsburg war eines der Spiele, in denen wir eine Chance auf den Sieg hatten, auch wenn es sicher keines unserer besseren Spiele war.”

Ludwigsburg hat seit dem Spiel in Trier zwei Spiele bestritten, zu Buche stehen ein deutlicher 70:53-Sieg gegen den MBC sowie eine 83:76-Niederlage im Schwabenderby bei den Walter Tigers Tübingen. Und nach Trier kommt ein hartes Restprogramm: Oldenburg, München und Berlin heißen die übernächsten Gegner der Ludwigsburger. Entsprechend motiviert dürften die RIESEN zu Werke gehen.

An Motivation sollte es auch den Gästen nicht mangeln – ein Zittersieg gegen die Eisbären Bremerhaven mit Buzzer Beater von Jermaine Bucknor sorgte in Trier zuletzt für jede Menge Emotionen. Henrik Rödl: “Es ist ein Auswärtsspiel, das ist eine Situation, in der wir diese Saison noch nicht viel Erfolg hatten. Ich hoffe, dass die Mannschaft mit viel Elan in das Spiel geht, auch mit dem wichtigen Heimsieg im Rücken, um auswärts vielleicht auch mal die Überraschung zu schaffen.”

Trier steht derzeit vor Tübingen, Bremerhaven und dem nächsten Heimspielgegner Crailsheim (6. Februar) auf Tabellenplatz 15. Ein Sieg in Ludwigsburg wäre in jedem Fall dazu geeignet, sich weitere Luft nach unten zu verschaffen.

Das Spiel wird ab 19:45 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.

 


TBB II siegt 80:88 bei Crailsheim II

Die TBB II hat ihr auf den gestrigen Mittwoch verlegtes Auswärtsspiel beim Tabellensiebten TSV Crailsheim II mit 80:88 gewonnen. Beste Trierer: Benedikt Breiling mit 27 Punkten und 10 Rebounds sowie Sebastian Herrera mit 26 Punkten und perfekten Quoten: 100% Zweier, 9/9 Freiwürfen und 62,5% Dreier!

TBB_Regio_590

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in der Crailsheimer Hakro-Arena. Die Leonhardt-Brüder erzielten die ersten sechs Punkte für die TBB, Crailsheim brachte es in derselben Zeit allerdings schon auf 15 Zähler. Tim Leonhardt und Sebastian Herrera begannen jetzt die Aufholjagd, Benedikt Breiling, der von der Bank gekommen war, traf per Dreier zum 18:14. Ex-Bundesligaspieler Christoph Tetzner erhöhte für zwei, die letzten Minuten des Viertels gehörten aber den Trierern, genauer gesagt Marian Dahlem: Der Aufbauspieler traf per Dreier, sicherte sich einen Ballgewinn und verkürzte im Fastbreak auf 20:19.

Wieder traf Tetzner für zwei, Trier hatte aber die richtige Antwort parat: Sebastian Herrera, auf den die Merlins wohl nicht richtig vorbereitet gewesen waren, durfte ziemlich frei von der Dreierlinie werfen, und erzielte den 22:22-Ausgleich. Im Fastbreak traf Breiling zur ersten Trierer Führung. Die TBB blieb dank einiger Treffer aus der Distanz erstmal vorne, Breiling ließ sich auch unter den Körben nicht aufhalten. Sergej Exler erzielte jetzt sechs Punkte für die Gastgeber und stellte damit die 43:41-Führung zur Halbzeit her.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte kam Crailsheim besser ins Spiel, Michael Heck erhöhte auf 46:41. Und wieder waren es die Dreier, die Trier zurück brachte. Fritzen, Breiling und Herrera trafen von draußen, 48:51. Christoph Tetzner brachte mit eine Technischen Foul das Momentum endgültig auf die Seite der Gäste, die auf 50:57 erhöhen konnten. Leider bekamen die Trierer in den nächsten Minuten einige Fouls, vor allem in der Offense, gepfiffen. So kam Crailsheim langsam wieder ran und konnte auch ausgleichen, die Führung blieb den Merlins aber verwehrt. Max Befort erlöste die Trierer mit seinem Treffer aus der Mitteldistanz zum 57:59. Es blieb aber knapp, vor dem letzten Abschnitt stand es 62:63.

Crailsheim glich aus, Benedikt Breiling traf von der Dreierlinie. Luca Breu legte noch einen Freiwurf drauf, Heck und Tetzner erzielten aber wieder den Ausgleich für die Merlins. Jetzt zeigte sich, dass die Trierer noch einige Ausdauer-Reserven hatte, während die Gastgeber hin und wieder einen Schritt zu langsam waren. So traf Sebastian Herrera erneut aus der Distanz, Kilian Dietz legte zum 67:72 ein. Nach einem weiteren Herrera-Dreier konnte Daniel Ivanov für Crailsheim auf 75:78 verkürzen, danach versuchten die Merlins, die Uhr zu stoppen. Trier aber war perfekt von der Linie, Tim Leonhardt und Sebastian Herrera trafen je vier von vier Freiwürfen, Crailsheim gelang im Angriff nichts. So hatte die TBB auf 78:88 erhöht, die Partie endete mit 80:88.

Josip Bosnjak: „Das war ein sehr schweres Spiel, beide Mannschaften haben versucht, dem Spiel ihr Tempo zu geben. Wir waren mit zwölf Leuten da, deshalb hatten wir am Ende mehr Kraft. Entscheidend waren unsere gute Dreierquote und die Offensivrebounds. Und wir waren von der Freiwurflinie sehr gut getroffen, in der entscheidenden Phase waren wir hier nervenstark. Das war nicht unser bestes Spiel, aber ich bin zufrieden, obwohl wir nicht so gespielt haben, wie wir es können. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, die nächsten drei Spiele werden schwer.“


Nachwuchs: So war das Wochenende

Hier kommt der Wochenrückblick für unsere Nachwuchsabteilung. Mit dabei: ein kleines Fazit zur Vorrunde der TBB U16, die am Sonntag beendet wurde. Auch der Kochkurs, den unsere WG-Bewohner absolviert haben, ist uns eine kleine Story wert. Das Wochenendhighlight: der vierte Heimsieg in Serie unserer U19. Die Junior Baskets Rhein Neckar, die als Favorit in die Partie gegangen waren, wussten nicht wie ihnen geschieht, als die Trierer sie mit 91:49 besiegten.

TBB-Juniorteam: Sebastian Herrera

TBB U19

Josip Bosnjak ist Optimist. Fast immer traut er seinen Spielern mehr zu, als die sich selbst. „Wir können gegen jedes Team gewinnen“, sein Standardsatz in der Regionalliga, seit Jahren schon. Auch in der NBBL gab in den letzten Wochen öfter Sätze wie „Ich bin optimistisch, dass wir gewinnen“ zu Protokoll. Vor dem Spiel gegen Heidelberg war er etwas vorsichtiger. „Ja, wir können gewinnen“, sagte er auf Nachfrage, jedenfalls, wenn alles so klappt, wie er es geplant hat. Aber Heidelberg ist kein Fallobst, stand mit ausgeglichener Bilanz vor der TBB in der Tabelle. Ein homogenes Team, von Markus Jochum gut gecoacht.

Aber am Sonntagmittag hat alles gepasst. Höchstens fünf Minuten konnte man ein ausgeglichenes Spiel sehen, danach übernahmen die Hausherren das Ruder und ließen keinen Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Die Trierer gewannen jedes Viertel, das Rebound-, Assist- und Stealduell. Sebastian Herrera sammelte gefühlt jeden Rebound und streute eiskalt Dreier um Dreier ein („Was für ein Typ“ – Frank Baums Mantra während der Partie). Rupert Hennen (7 Assists) und Luca Breu (4 Assists) verteilten die Bälle, alle Spieler verteidigten mit vollem Einsatz – und an der Seitenlinie hüpfte, rannte und gestikulierte Josip Bosnjak wie ein Wahnsinniger. Der er ja irgendwie auch ist. Erst als seine Mannschaft mit weit über 30 Punkten führt, legte der Basketball-Verrückte seine Anspannung langsam ab. Als Ole Schetter im letzten Viertel artistisch den Tip-In zum 87:48 traf, zeigte der Trainer ein breites Grinsen.

Zum Spielbericht
Zu den Stats

NBBL Tabelle 150125

TBB U16

Die reguläre Saison in der U16-Bundesliga, genannt Vorrunde, ist vorbei, in drei Wochen beginnt die Relegationsrunde. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.

Zwei Siege aus zehn Spielen stehen zu Buche. Gewonnen wurde jeweils gegen den Tabellenletzten aus Hanau, beide Spiele waren knapp, die TBB aber der verdiente Sieger. Interessanter dürfte da der Blick auf die Niederlagen sein. Und man kann durchaus eine positive Entwicklung feststellen. So wurden die Spiele in der Rückrunde alle weniger deutlich verloren als noch in der Hinrunde. Insgesamt kassierten die Trierer in den fünf Spielen der Rückrunde 71 Punkte weniger als in den ersten fünf Begegnungen der Saison. Aber nicht nur die Defense hat sich verbessert, auch die Ballkontrolle. Am Anfang war die Ballverluste das große Manko von Simon Freys Team, den negativen Höhepunkte bildete der zweite Spieltag, als die Trierer gegen Mainz 37 Turnovers verzeichneten. Zugegeben, in der Rückrunde war es mit 23,2 Ballverlusten pro Spiel immer noch nicht perfekt, aber eben deutlich besser (Hinrunde: 29,6).

Trainer Simon Frey: „Wir können aktuell ganz zufrieden sein. Für viele Spieler war es die erste JBBL-Saison, da ist am Anfang noch viel Nervosität da. Und von den erfahreneren Spielern waren immer einige verletzt. Jan Karges, Nicolas Fusenig und Henri Denne haben alle mindestens drei Spiele verpasst. Viele von den jüngeren wurden dann ins kalte Wasser geworfen und haben ihr Sache sehr gut gemacht. Unsere Entwicklung ist wirklich gut, besonders beim Spiel in Frankfurt hat man das gesehen. Im Hinspiel hatten wir keine Chance, haben dann im Rückspiel lange geführt und am Ende etwas unglücklich verloren, weil uns in manchen Situationen im Angriff einfach noch die Abgeklärtheit fehlt.“

Die kann aber noch kommen, schließlich stehen in der Relegationsrunde nochmal zehn Spiele an. Hier treten die drei letztplatzierten Teams der Gruppe Mitte/West gegen die aus dem Südwesten an. Namentlich also die TBB gegen Hanau, Langen (alle Mitte/West), Tübingen, Speyer und Freiburg (alle Südwest). Los geht es für die Trierer am 15.2. mit einem Heimspiel gegen Tübingen.

Auch Frank Baum, der sportliche Leiter der TBB, zeigt sich zufrieden mit den Leistungen der TBB U16: „Die Mannschaft ist stabiler geworden, der jüngere Jahrgang ist gut eingeschlagen. Die Jungs sind sehr diszipliniert und trainieren hart. Klar, wir sind noch nicht da, wo wir uns wünschen zu sein. Aber die Mannschaft entwickelt sich progressiv. Ich bin auch mit Simon Frey sehr zufrieden. Wir haben ihn in eine relativ große Verantwortung als JBBL-Trainer gebracht, er macht einen guten Job, die Mannschaft trägt schon seine Handschrift. Er geht den richtigen Weg und hat meine Unterstützung.“

Spielbericht zur Partie gegen Langen
Zu den Stats

JBBL Abschlusstabelle Vorrunde 1415

Und noch etwas weniger Sportliches:
Der Kochkurs der Nachwuchs-WG-Bewohner

Kochen Titel

Tausche Basketballtrikot gegen Kochmütze – das galt in der letzten Woche für die Bewohner der Trierer Basketball-WG. Marian Dahlem, Johann Fritzen, Florian Meier, Eric Leonhardt, Max Befort und Benedikt Breiling waren zu Gast in Georgs Restaurant und wurden von Chefkoch Georg Henke in die Geheimnisse des Kochens abseits von Nudeln und Tiefkühlpizza eingeführt. Und sie durften auch gleich beweisen, dass sie gut aufgepasst haben: Beim Jahresauftaktessen des TBB e.V. fungierten sie als Gastgeber und bedienten ihre Mannschaftskameraden.

Hier gibt’s schon mal die Bilder, ein ausführlicherer Artikel über den Kochkurs und die Nachwuchs-WG folgt.

Georgs Restaurant am Südbad ist seit Jahren Partner der TBB Trier, so sorgt Georg Henke mit seinem Team zum Beispiel bei den Beko BBL-Heimspielen für das Catering in der TBB Business Lounge.

TBB Trier II

Bereits heute Abend geht es weiter für den Trierer Nachwuchs, dann tritt die TBB II in Crailsheim gegen die zweite Mannschaft der Merlins an.

Hier geht’s zum Vorbericht

Tabelle der Regionalliga Südwest:

Regio Tabelle 150127


Henrik Rödl bleibt A2-Bundestrainer

HenrikRödl_Appell_590

Der Bundestrainer der A2-Herren-Nationalmannschaft heißt auch in diesem Jahr Henrik Rödl. Nach seinem „Debüt“ im vergangenen Jahr gab der ehemalige Nationalspieler (178 Länderspiele) und jetzige Headcoach von Bundesligist TBB Trier seine Zusage für einen weiteren Sommer.

Und der hat es wahrlich in sich, denn als Höhepunkt steht für die A2 die Teilnahme an der Universiade in Gwangju (Südkorea, 2.-12. Juli 2015) auf dem Programm. Eng zusammen arbeiten wird Rödl dabei mit Herren-Bundestrainer Chris Fleming. Beide Teams werden nach der identischen Spielkonzeption vorgehen.

„Ich bin sehr zufrieden, dass Henrik Rödl als Headcoach bei der A2-Nationalmannschaft bleibt. Er ist ein absoluter Toptrainer und hat bewiesen, dass er junge Talente entwickeln kann. Außerdem besitzt er eine große internationale Erfahrung, das ist für die Universiade sicher ganz wichtig. Viele Spieler werden in diesem Sommer erst bei der A2 spielen, danach aber eine gute Chance haben, auch in den A-Kader zu kommen. Insofern freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Henrik“, sagt Chris Fleming.

„Ich blicke mit großer Vorfreude auf die anspruchsvolle Aufgabe mit der Universiade als Höhepunkt. Ich möchte mich ausdrücklich bei Emir Mutapcic für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanken und bin sicher, dass ich auch Chris Fleming bei seiner Arbeit sehr gut unterstützen kann. Es geht ja besonders auch um die möglichst gute Vorbereitung der A2-Spieler für den A-Kader, das halte ich für sehr wertvoll“, meint Henrik Rödl.

(Pressemitteilung: Deutscher Basketballbund, Christoph Büker.)


Crailsheim vs. TBB in der Regionalliga

Die TBB II tritt am Mittwochabend beim TSV Crailsheim II an. Im Duell der beiden Bundesligareserven gilt Crailsheim als Favorit, das Hinspiel gewannen aber die Moselaner.

TBB_Regio_590

Zu einem eher ungewöhnlichen Termin am Mittwochabend tritt die TBB II ins Crailsheim an. Das Spiel wurde, verlegt, weil es ursprünglich zeitgleich mit einem Spiel der TBB U19 terminiert war. Im Hinspiel an der Mosel konnten sich die Trierer den ersten Saisonsieg sichern, eigentlich also gute Voraussetzungen für das Aufeinandertreffen der beiden Beko BBL-Standorte.

Mittlerweile stehen die Baden-Württemberger aber auf Tabellenplatz sieben und damit zwei Plätze vor der TBB. Die beiden Teams trennt nur ein Sieg, gewinnen die Trierer am Mittwoch also, könnten sie mit den Gastgebern den Platz tauschen.

Christoph Tetzner ist der wichtigste Spieler im Team, und das mit einigem Abstand. Tetzner ist mit 20,3 Punkten bester deutscher Scorer der Liga, dazu legt er 13,3 Rebounds auf, mehr schnappt sich keiner in der Regionalliga Südwest. In der letzten Saison spielte Tetzner noch für die Crailsheim Merlins in der ProA.

Die TBB II hat mit dem Sieg gegen Mainz einen großen Schritt weg von den Abstiegsplätzen gemacht, am Mittwoch könnte sie nun nachlegen. Eine wichtige Rolle könnten dabei auch die NBBL-Spieler Sebastian Herrera, Luca Breu und Co. Spielen, die in den letzten Wochen in Topform sind.

 

Tabelle Regionalliga Südwest:

Regio Tabelle 150127




Haarscharf: 85:84 gegen Bremerhaven!

TBB Tier schlägt Eisbären Bremerhaven in dramatischer Partie mit 85:84 – Jermaine Bucknor erzielt mit der Schlusssirene das 85:84 – “Der Wurf war schwer – und er hat ihn reingeeiert.” – TBB bleibt auf Tabellenplatz 15.

TBB Trier - Eisbären Bremerhaven

Jermaine Bucknor ist bescheiden, kein Lautsprecher, kein Selbstdarsteller, das weiß man in Trier. Und ein Balotelli ist er schon gar nicht. So mutet das Bild, das sich den 3811 Gästen der Arena Trier am Samstagabend nach einem hauchdünnen 85:84-Heimsieg gegen die Eisbären Bremerhaven bot, durchaus untypisch an: Bucknor steht in eindeutiger Siegerpose im Fanblock und lässt sich feiern. Doch das unwirkliche ist nur die Momentaufnahme: Sekunden später folgt ihm seine Mannschaft und feiert mit ihm und den Fans, bricht sich die Anspannung eines hochdramatischen Basketballspiels Bahn, das der kanadische Publikumsliebling für die TBB Trier mit der Schlusssirene entschieden hat. “Buck hat sein Herz in beide Hände genommen – der wollte einfach nicht verlieren” sagt Co-Trainer Thomas Päch hinterher. Headcoach Henrik Rödl sprach von einem schwierigen Wurf, den Bucknor “reingeeiert habe” – und das kam so:

Trier und Bremerhaven lieferten sich einen  Kampf bis aufs Messer. Bremerhaven hatte wie im Hinspiel von seiner starken Dreierquote profitiert, Lorenzo Williams und Typus McKee schießen die Eisbären mit 2:6 in Front. Mathis Mönninghoff, der heute mit viel Energie auftrat, setzte dem ein Dreipunktspiel zum 8:6 entgegen. Doch wieder treffen die Gäste von außen, Moses Ehambe ist zweimal erfolgreich (8:12). Am Ende des ersten Viertels steht es 23:24, die Eisbären führen knapp, die Trierer Zone Verteidigung lässt sich auf ein “high scoring game” ein.

Im zweiten Viertel ähnliche Bilder, Ricky Harris hält die TBB jetzt mit guten Aktionen im Spiel, auch Adin Vrabac macht zum Viertelende auf sich aufmerksam. Doch die Bremerhavener Dreierschützen finden immer noch zu gut die Lücke, Jusuf El-Domiaty sorgt per Dreier für den Halbzeitstand von 45:46 – unverändert knapp.

Die Halbzeit brachte eine entscheidende Veränderung: Henrik Rödl ließ ab dem dritten Viertel Mann-Mann-Verteidigung spielen – und die funktionierte nach leichten Startschwierigkeiten gut. Eine frühe Auszeit zu Beginn des dritten Viertels bringt die TBB auf diesen Kurs, Rödls Mannschaft macht aus einem 45:50 ein 54:52 und schließlich dank eines Dreipunktspiels von Vitah Chikoko sogar ein 57:52. Defensiv gelingen Ballgewinne, gegnerische Offensivfouls, der Bremerhavener Lauf ist zunächst aufgehalten. Bis auf 64:53 kann Trier die Führung erhöhen, mit 66:60 geht es in den letzten Abschnitt. Bremerhavens “big men” hatten eifrig Fouls gesammelt, es sah alles danach aus, als würde das Spiel weiter auf die Trierer Seite kippen.

Doch im letzten Abschnitt raffen sich die Gäste nochmals auf, ein überragender Tyrus McGee (am Ende hat er 27 Punkte) hatte etwas dagegen, die Partie einfach herzugeben. Der US-Amerikaner führte die Eisbären wieder Stück für Stück heran. Dazu kam das fünfte Foul gegen Vitah Chikoko, der sich bis dahin die Arbeit am Brett mit Dennis Kramer geteilt hatte – Stefan Schmidt saß mit Rückenproblemen auf der Bank. Die Eisbären drückten, Trier hielt dagegen, das Spiel war wieder am Anfang: 73:72, dann 75:75, schließlich 80:82. Die Partie war an Spannung nicht zu überbieten. Ricky Harris trifft den wichtigen Dreier zum 83:82, Auszeit Bremerhaven, noch 14 Sekunden – und Lorenzo Williams kommt drei Sekunden vor Schluss zum Korb durch, es steht 83:84. Die TBB scheint um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.

Es folgt die Szene des Abends. Auszeit Trier – der Ball soll zu Bucknor und von da zu Anderson, der soll den letzten Wurf kriegen. Alternativ hat Bucknor die Option, es selbst zu machen, vorausgesetzt, er bekommt den Platz. “Auf dem Weg zum Einwurf sagte Anderson zu mir, ich solle den Ball behalten – sie würden mir sicher genug Platz lassen weil sie switchen würden.”, so Bucknor hinterher. Und Anderson behält Recht: Die Bremerhavener Defense fällt auf Bucknors Finte herein, der 31-jährige geht mit langen Schritten zum Korb, der Ball verlässt die Hand Bruchteile von Sekunden vor der Schlusssirene – und fällt zum 85:-84-Endstand ins Netz. Bucknor zieht durch bis auf die Tribüne und wird dort frenetisch gefeiert. “Die Fans haben uns bisher, auch heute, so großartig unterstützt – ich wollte ihnen nach diesem Spiel etwas zurückgeben, die Euphorie zu ihnen tragen. Deshalb bin ich da hin gelaufen.”

Henrik Rödl (TBB Trier): “Es war eine sehr enge Geschichte, bis zur letzten Sekunde. Ich hatte den Eindruck, dass wir mit viel Energie aus der Pause kamen. Wir haben dann nur noch Manndeckung gespielt, unsere Mannschaft hat das mit viel Energie getan. Das hat lange gut funktioniert. Man muss immer wieder sagen, dass Bremerhaven eine sehr toughe Mannschaft ist. Sie haben mit viel Herz die Big Points gemacht – aber am Ende hatten wir glücklicherweise den Ball in unseren Händen und Bucknor hat mit einem schweren Wurf das Spiel für uns gewonnen, er hat ihn reingeeiert, anders kann man das kaum sagen. Natürlich war das ein Glückssieg, aber natürlich bin ich auch stolz auf die Mannschaft, wie sie sich zurückgekämpft hat.”

Calvin Oldham (Eisbären Bremerhaven): “Wir haben schon wieder ein knappes Spiel verloren, es scheint in dieser Saison einfach so zu sein – deshalb sind wir jetzt in dieser Situation. Aber ich möchte zuerst Henrik und seinem Team gratulieren. Sie sind am Ende cool geblieben, haben einen guten Spielzug gemacht und haben am so gewonnen. Wir hatten eine hohe Foulbelastung, das Fehlen von Myles Hessin hat uns am Korb weh getan. Trotzdem haben wir mehr Rebounds geholt und gut getroffen. Am Ende war Trier aber einen Tick besser. Wir haben gut gekämpft, aber so ist Basketball manchmal. Wenn man knapp verliert, ist das sehr ärgerlich. Aber Nächte Woche geht es weiter, wir konzentrieren und jetzt aufs nächste Spiel.”

Für Trier: Harris (21), Canty (5), Dahlem (n.e.), Lukovic (5), Mönninghoff (12), Breiling (n.e.), Chikoko (9), Vrabac (9), Leonhardt (n.e.), Bucknor (10), Kramer (2), Anderson (12).
Rebounds: 25:35.
Zuschauer: 3811 (davon 2285 in grün).


TBB empfängt Eisbären Bremerhaven

Die TBB Trier trifft am Samstag, 24. Januar (20:30 Uhr) auf den Tabellenvorletzten Eisbären Bremerhaven. – “Sie haben länger nicht gewonnen, aber sehr gut gespielt. Wir erwarten ein sehr schwieriges Spiel.” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 20:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:30 Uhr.

BHV_590

Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste – das ist eine Binsenweisheit im Profisport. Auch dass Tabellenstände nur von sekundärem Interesse sind, hat man schon oft gehört. Die Aussagekraft von Platzierungen ist sicher Auslegungssache. Spielt der nächste Gegner so, wie sein Tabellenplatz vermuten lässt? Ist er nicht eigentlich besser oder vielleicht auch schlechter? Gehört er “dort unten” oder “dort oben” wirklich hin? Falls nein, wann klettert bzw. fällt er dort raus? Fragen, die in der Spievorbereitung nicht viel wert sind, denn am Ende zählt, was auf dem Parkett passiert – so auch beim nächsten Heimspiel der TBB Trier gegen Bremerhaven. Allerdings: Wichtig, und zwar auch WEGEN des Tabellenstands ist dieses Spiel allemal. Denn die Eisbären Bremerhaven stehen mit fünf Siegen auf Platz 17 der Tabelle, dem ersten Abstiegsplatz; die TBB belegt mit nur einem Sieg mehr Platz 15. Es ist eng am unteren Ende des Tableaus – und mit einer Revanche könnte Trier einen gefährlichen Konkurrenten auf Distanz halten.

Die Voraussetzungen dafür: nicht einfach. Das Hinspiel in Bremerhaven ging 86:66 verloren, die Distanzwürfe der Bremerhavener fielen nach kurzer Anlaufphase einfach zu gut. Dazu sicherte sich Devin Searcy wichtige Rebounds und nahm Trier so viele zweite Chancen weg. Wie bereits in den Jahren zuvor war Bremerhaven für Trier keine Reise wert, die Eisbären zeigten sich in heimischer Halle gegen Trier stark und selbstbewusst.

Gehört der heutige Gegner also zu Beginn der Rückrunde auf Tabellenplatz 17? Seit ihrem Heimsieg gegen die TBB Mitte Dezember steht für die Eisbären erneut eine Niederlagenserie von fünf Spielen zu Buche; zuletzt ging das Auswärtsspiel beim FC Bayern München mit 90:84 verloren, davor setzte es eine 20-Punkte-Klatsche gegen den Tabellenführer ALBA BERLIN (75:95). Besonders bitter für Calvin Oldham und sein Team sind über den Saisonverlauf aber eher die knappen Niederlagen: 83:82 in Bamberg gleich zum Auftakt, 86:88 gegen Ulm, 74:76 gegen Braunschweig und 80:84 gegen Tübingen, den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – das war ein “Vierpunktespiel”. Siege gelangen lediglich in Hagen (ebenfalls knapp: 84:85), gegen Ludwigsburg (70:64), die FRAPORT SKYLINERS (71:62), Crailsheim (76:68) und Trier.

Dabei hat Beko BBL-Legende Calvin Oldham seinen Kader komplett umgekrempelt und dabei ein Team zusammengestellt, das sich statistisch sicher nicht zu verstecken braucht: Point Guard Lorenzo Williams (kam aus Lettland von BK Ventspils) verteilt starke 6.4 Assists, ist damit zweitbester Passgeber der Liga und macht selbst auch noch 12.6 Punkte. Moses Ehambe wechselte aus der spanischen Liga an die Nordsee, der beste Dreierschütze in der Geschichte der amerikanischen D-League kommt auf 13.8 Punkte und eine fast 50%ige-Dreierquote.

Tyrus McGee (kam ebenfalls aus Spanien) und Devin Searcy (der einzige Spieler mit ausländischem Pass, der letztes Jahr schon bei den Eisbären war) überzeugen durch über 50% aus dem Feld. Searcy holt dazu noch 8.3 Rebounds, auch das reicht für Platz 2 im Liga-Ranking, mehr Abpraller greift sich nur Ludwigsburg Jon Brockman. Der 36-jährige Sven Schultze füllt die ihm auf seine “alten Tage” zugedachte Rolle als “erfahrener Energizer” von der Bank perfekt aus, mit Jake O’Brien, dem Eigengewächs Jussuf El-Domiaty und dem Center-Riesen Nick Schneiders (2,21 Meter) komplettieren solide Rollenspieler den Kader.

Henrik Rödl ist sich denn auch sicher: “Bremerhaven hat zwar seit der letzten Begegnung mit uns keine Siege eingefahren, aber sie haben sehr gut gespielt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass diese Mannschaft sehr gefährlich ist, dass sie Leute haben, die sehr gut werfen können. Wir werden defensiv alle Hände voll zu tun haben. Das wird ein schweres und spannendes Spiel, wir hoffen natürlich, dass da der Heimvorteil wieder greift und unsere Fans uns zum Sieg tragen.”

Platz 17 ist also sicher zu wenig für Bremerhaven, immerhin wollte Eisbären-Coach Oldham vor der Saison “besser abschneiden als im Vorjahr” (da wurde es am Ende Platz 12 vor Trier auf Platz 13). Vor dem Hinspiel verbreitete Oldham Zweckoptimismus und sagte “Zugzwang kann positiv sein”. Damals gab ihm der Erfolg recht.