TBB Trier empfängt Deutschen Meister

TBB Trier vor schwierigem Heimspiel gegen die Brose Baskets aus Bamberg, Donnerstag, 17. April, 20:00 Uhr – “Wir brauchen unser bestes Spiel!” – Liveübertragung ab 19:30 Uhr auf www.tbb-trier.de/livestream. – Ticketpaket “B GREEN” gilt noch bis Donnerstag! 

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„Serienmeister“ ist ein Attribut, das nicht genau definiert ist – landläufig sollte die „Serie“ wohl erst bei drei Meisterschaften anfangen (zwei sind „nur“ eine Titelverteidigung). Und Meisterschaftsserien sind in der Liga nicht mehr ganz so extrem wie damals, als der Meister von 1990 bis 2003 entweder Bayer Leverkusen (insgesamt 14 Meisterschaften, von 1990 bis 1996 sieben in Serie) oder ALBA BERLIN hieß (acht Mal insgesamt, davon sieben in Serie von 1997 bis 2003, alle mit Henrik Rödl).

Danach schien es sich ganz oben zunächst etwas ausgeglichener zu verteilen – bis 2010 die Brose Baskets ihre Serie begannen. Vier Meisterschaften am Stück von 2010 bis 2013 bringen die Franken in die Rechnung mit ein, in den ersten drei Jahren gelang dazu noch das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Die Brose Baskets aus Bamberg sind so in den letzten Jahren zum Maß der Dinge im deutschen Basketball geworden – ein Prädikat, das ihnen zum Beispiel der FC Bayern München mittelfristig gerne streitig machen würde.

Einen wichtigen Schritt dahin haben die Bayern am vergangenen Samstag getan: Mit 75:76 gewannen sie in der Bamberger Brose Arena und sicherten so die Tabellenführung gegen den Deutschen Meister, der damit weiter auf Platz zwei liegt – das Prestigeduell mitten im Playoff-Rennen ging an den Herausforderer.

Doch das sind Randerscheinungen, die Chancen auf die fünfte Bamberger Meisterschaft in Folge stehen so schlecht nicht: Die Brose Baskets haben bisher erst fünf Niederlagen kassiert (darunter zweimal gegen München) und zeigen sich im Saisonverlauf gewohnt stabil; eine Serie von zehn Siegen wurde Mitte März erst von ex-Serienmeister ALBA BERLIN gestoppt.

Baskets-Coach Chris Fleming bedient sich dabei eines Kaders, mit dem die „Große Fünf“ ohne weiteres möglich scheint: Tief, athletisch, international erfahren – und über die Saison mit einigen Neuzugängen angereichert. Topscorer und Publikumsliebling ist nach wie vor Anton Gavel, der aktuell 12.8 Punkte und 3.7 Assists markiert. Dicht auf Gavels Fersen ist der erste Anwärter für den „Transfer des Jahres“: Elias Harris, deutscher Nationalspieler und Absolvent des renommierten Gonzaga College, kam Mitte Dezember von der absoluten Topadresse Los Angeles Lakers an die Regnitz, wo er im Moment mit einer Dreierquote von 44,4% und 11.4 Punkten im Schnitt überzeugt.

Getoppt wird der Harris-Wechsel allerdings noch von einem Transfer innerhalb der Liga: Nach der Trennung von Point Guard Zack Wright verpflichteten die Brose Baskets niemand Geringeren als Jared Jordan von den Telekom Baskets Bonn – nicht nur in den Augen von TBB-Coach Henrik Rödl ist er der beste Point Guard der Beko BBL, sieben Assists im Schnitt belegen das auch bei Jordans neuem Arbeitgeber überdeutlich. Gegen die Artland Dragons waren es gar 13, allerdings blieb er gegen ALBA BERLIN für seine Verhältnisse blass. Auch Center D’Or Fischer ist ein Neuzugang, der international erfahrene Routinier ist mit 67,2% aus dem Feld, 6.3 Rebounds und knapp 11 Punkten der effizienteste Bamberger (16.9). Ihm zur Seite steht am Brett ein alter Bekannter: Maik Zirbes, der Mann von der Mosel, der in Trier unter Josip Bosnjak und Henrik Rödl erst vom NBBL-Talent zum Nationalspieler reifte, um dann zum Deutschen Meister und Euroleague-Teilnehmer Bamberg zu wechseln – mit 17:48 Minuten und immerhin 8.6 Punkten im Schnitt.

Neben vielen Neu-Bambergern gehören John Goldsberry, Casey Jacobsen und Karsten Tadda an der Regnitz mittlerweile zum Inventar, vor allem Jacobsen ist bekannt dafür, die „big points“ zu machen.

Im Hinspiel Ende November verkaufte die TBB sich teuer, war damals zum ersten Mal seit der Vorbereitung fast komplett und unterlag am Ende nach großem Kampf nur knapp mit 94:88. Jermaine Bucknor mit 16 und Laurynas Samenas mit 17 Punkten trugen die TBB in der Brose Arena.

Es wird für die Gastgeber am Gründonnerstag vieles richtig laufen müssen, um gegen den Meister zu bestehen, der auf gutem Weg ist, die fünfte Meisterschaft in Folge einzufahren – unmöglich ist es nach zwei wichtigen Trierer Siegen aber nicht. Henrik Rödl ist, wie so oft, Realist: “Bamberg ist Serienmeister, hat nach wie vor einen unglaublichen Kader. Für uns ist das eine schwere Aufgabe, das weiß hier auch jeder. Aber eben auch eine besondere Gelegenheit, wir spielen im Moment ganz anständig. Und wir müssen ein ganz besonderes Spiel abrufen, mit Unterstützung unserer Fans, damit hier was möglich ist.” Rödl kann für dieses besondere Spiel aus dem Vollen schöpfen, Jermaine Bucknor ist nach muskulären Problemen im Oberschenkel seit Montag wieder im Training.

basketball-stream.de überträgt die Partie live auf www.tbb-trier.de/livestream (Sendebeginn 19:30 Uhr). Es kommentieren Tom Rüdell (TBB Trier) und Thorsten Vogt (Brose Baskets TV).

Die Arena öffnet um 18:00 Uhr, Tickets gibt es unter der Hotline 0651-9790777, online unter tbb.trier.de/tickets sowie bei allen VVK-Stellen von Ticket Regional. Bitte beachten: Der Ticketverkauf der TBB Trier befindet sich noch wie gehabt am Fort-Worth-Platz 1! Vergünstigte Tickets im Paketpreis enthält das Ticketpaket “B GREEN – Sei grün” – alle Infos dazu auf www.mirsinntrier.de!

 


“B GREEN! – Sei grün!” geht in die Verlängerung!

Das “B GREEN” Fanpaket für die drei letzten Heimspiele: Wer seine Tickets für die Spiele gegen Bamberg, Berlin und Ulm auf einmal kauft, spart richtig Geld  - und bekommt noch einen Schal dazu!

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Die Saison neigt sich dem Ende zu, ganz vorbei ist sie aber noch nicht: Drei Heimspiele stehen für die TBB Trier noch auf dem Plan, und die haben es durchaus in sich: Am 17.April, ausgerechnet dem “Gründonnerstag”, gastiert mit den Brose Baskets der amtierende Deutsche Meister in der Arena; mit dabei natürlich auch der Ex-Trierer Maik Zirbes. Schon eine Woche später, am 25.April, kommt ein weiterer Publikumsmagnet an die Mosel: ALBA BERLIN. Und zum guten Schluss gibt am 1. Mai, dem letzten Spieltag der Hauptrunde, ratiopharm ulm seine Visitenkarte ab.

Für die letzten drei Heimspiele geht die Ticket-Rabattaktion “B GREEN – Sei grün!” in die Verlängerung. Wer seine Eintrittskarten für alle drei Spiele zusammen kauft, spart bares Geld und erhält obendrauf noch einen Fanschal dazu – mit insgesamt über 30% Rabatt gegenüber dem Gesamtpaket. Die Aktion gilt für Tickets in der Kategorie 4 und ist kombinierbar mit allen Rabattstufen, auch Familientickets.

Konkret bedeutet das zum Beispiel:
Drei Einzeltickets ohne Ermäßigungen als “B GREEN”-Paket  inkl. Schal kosten nur 49 Euro statt einzeln 70,40 Euro.
Drei Einzeltickets ermäßigt als ”B GREEN”-Paket  inkl. Schal kosten nur 39 Euro statt einzeln 57,40 Euro.
Drei Tickets “Jugendliche” als ”B GREEN”-Paket  inkl. Schal kosten nur 29 Euro statt einzeln 48,40 Euro.

Familienticket: 2 Erwachsene und 2 Kinder als “B GREEN”-Paket inkl. 4 Schals kosten nur 139 Euro statt regulär 212,40 Euro.
(Auch die anderen Familienpakete sind buchbar!)

Das Fanpaket “B GREEN – die zweite” ist bis zum 17. April (Gründonnerstag!)  in der Geschäftsstelle der TBB Trier erhältlich.


MBC vs. TBB: Presseschau vom 14.04

Mit 80:84 gewinnt das Team von Henrik Rödl sein Auswärtsspiel beim Tabellenachten Mitteldeutscher BC. Damit schlägt die TBB nach Bonn den zweiten Playoff-Kandidaten in Folge. Hier kommt die Presseschau zum Spiel inklusive den Highlights von basketball-stream.de und Twitter-Rückblick.

 

Der Trierische Volksfreund schreibt: Dickes Polster, dünner Sieg “TBB-Coach Henrik Rödl hatte nach dem mit viel Schweiß und Adrenalin verbundenen Arbeitstag am Samstag allen Grund, beide Mannschaften zu loben: Denn immerhin hatte seine Truppe die “Mannschaft des Jahres” in deren Heimstatt bezwungen. Drei Komponenten waren entscheidend dafür, dass die Gäste lange Zeit dominierten und sogar mit einer 14-Punkte-Führung (68:54) ins letzte Viertel starteten: Ein umsichtiger und nie auszurechnender Anderson, eine hundertprozentige Freiwurf-Ausbeute (18 von 18) und ein starker Beginn mit Dreiern von Samenas, Mönninghoff und Hughes, die die Gastgeber offensichtlich so nicht erwartet hatten.”

16vor.de zitiert den Headchoach des MBC, Silvano Poropat: Trier ist ein beschissener Gegner für uns “Trier startete gut, legte im ersten Viertel eine 18:10-Führung vor (7. Minute). Doch dann drehte der MBC plötzlich auf und sorgte mit einem 12:0-Lauf für das Zwischenresultat von 22:18 zur ersten kurzen Pause (10.). Das brachte Trier allerdings nicht aus der Ruhe. “Das ist Basketball, das ist wie Swing, das geht immer auf und ab”, kommentierte Anderson diese Schwächephase gelassen. Bis auf 32:23 enteilten die Wölfe aus Sachsen-Anhalt Mitte des zweiten Durchgangs. Doch weiter sollten sie nicht kommen. Denn kurz darauf gelang Trier selbst eine 12:0-Serie zum 38:34 (17.). Zwei Punkte Vorsprung nahmen die Gäste schließlich mit in die zweite Halbzeit (43:45).”

 

lokalo.de gibt sich optimistisch für die anstehende Partie am Donnerstag: Sieg in Weißenfels – Der Meister kann kommen “Die Gäste von der Mosel waren es dann auch, die besser aus der Kabine kamen. Trier blieb die spielbestimmende Mannschaft und konnte sich erstmals zweistellig absetzen. Keineswegs eine Vorentscheidung, wie der bisherige Spielverlauf schon verriet. Trier war im dritten Viertel einfach wacher und ein toller Alley-Oop von Hughes auf Chikoko zeigte die Spielfreude auf Seiten der Trierer. Auch von der Freiwurflinie gaben sich Anderson und Co. keine Blöße – bis in die entscheidende Phase sollte man sogar fehlerlos vom sogenannten “Charity Stripe” bleiben.”

5vier.de berichtet: TBB zähmt die Wölfe aus Weißenfels “Jetzt wurde es dramatisch: zuerst wurde Stefan Schmidt beim Stand von 80:82 gefoult. Der TBB-Center schritt zur Freiwurflinie und vergab beide Versuche, doch Hughes war zur Stelle, sammelte den Rebound, wurde dabei gefoult, ging zur Linie und verwandelte beide Würfe zum 80:84, noch vier Sekunden auf der Uhr. Jermaine Anderson präsentierte sich hellwach und ergatterte den Ball und damit stand die Entscheidung fest: Trier hat das zweite Spiel in Folge gegen einen Playoff-Anwärter gewonnen.Nach der Rückreise an die Mosel trifft die TBB am kommenden Donnerstag in der Arena auf den amtierenden Meister Baskets Bamberg. Ein weiterer Playoff-Kandidat…”


Nix für schwache Nerven: 80:84 beim MBC!

Die TBB Trier behält in einem absoluten Basketballkrimi in den letzten Sekunden die Nerven und fährt am Ende die Früchte einer ganz starken Anfangsphase ein: Mit 80:84 gewinnt das Team von Henrik Rödl sein Auswärtsspiel beim Tabellenachten Mitteldeutscher BC. Damit schlägt die TBB nach Bonn den zweiten Playoff-Kandidaten in Folge. – “Dass es knapp wurde, war nicht überraschend für uns – der MBC ist für mich, wie im letzten Jahr, die Mannschaft des Jahres!” – Herausragend: Jermaine Anderson mit 23 Punkten und Trevon Hughes mit 14 Punkten, 7 Assists, 7 Rebounds und 6 Steals. 

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Silvano Poropat ist ein höflicher Mann deutlicher Worte. Und er hat einen feinen Humor. Als der Headcoach des Mitteldeutschen Basketball Clubs  in der obligatorischen Pressekonferenz sagte, dass Trier ein “beschissener Gegner für uns” sei, wusste jeder im Raum, dass das keine Beleidigung sondern höchstes Lob war – erst recht, als er hinterher schob “weil wir fast immer gegen die verlieren”. Auch sein Kollege Rödl sparte nicht mit Lob, der MBC sei für ihn “die Mannschaft des Jahres” sagte der Trierer Coach, und das sicher nicht nur wegen des heutigen Spiels – seine Männer hatten im letzten Viertel schwer arbeiten müssen, um ihren verdienten Auswärtssieg festzuhalten.

Trier startete nahezu perfekt in die Partie: Laurynas Samenas macht mit einem Dreipunktspiel aus dem Fastbreak und einem Dreier sechs schnelle Punkte in Folge zum 3:8, dann findet Trevon Hughes mit dem wunderschönen Kick-Out-Pass im letzten Moment Mathis Mönninghoff, der trifft den Dreier zum 6:11- Poropat musste zähneknirschend schon nach knapp drei Minuten seine erste Auszeit opfern. Die half erstmal nichts, der MBC agierte nervös, ließ sich von Hughes und Samenas in der Zone schwindelig spielen (5:13) und beging anschließend drei Fouls in weniger als 10 Sekunden (Pantelic, Kovacevic, Cuffee) – ausbaufähig. Jermaine Anderson, der am heutigen Abend seinem Ruf als bester Freiwurfschütze der Liga alle Ehre machte, verwandelte drei von drei, die TBB führte mit 10:18 komfortabel. Dann war, aus Sicht der Gäste, Schluss mit lustig: Ein Unsportliches Foul von Warren Ward an Marcus Hatten bedeutete beim Stand von 14:18 einen ersten Wendepunkt der Partie. Die Wölfe waren jetzt wach und legten unter unermüdlicher Führung von Marcus Hatten einen 12:0-Lauf aufs Parkett, der bis zum Viertelende anhielt und den Hausherren eine 22:18-Führung bescherte.

Es entwickelte sich der berühmte offene Schlagabtausch, Anderson wirbelte in der Weißenfelser Zone und holte die Führung zurück (22:23), die Wölfe suchten und fanden ihr Heil im Dreipunktwurf und machten aus drei Würfen von Schwarz und Pantelic insgesamt zehn Punkte (32:23). Dazwischen: viele Emotionen auf dem Parkett und unter den 2530 Zuschauern. Trier behielt die Nerven und spielte “Jetzt erst recht!” – Trevon Hughes führte die Mannschaft umsichtig zurück zu einer 35:41-Führung, gab dabei Vorlagen für Chikoko, Samenas und Anderson oder traf selbst. Die Führung hielt bis in die Halbzeit, auch wenn der MBC noch einmal aufkam, mit einem knappen 43:45 ging es in die Pause.

Die Gäste steigerten die Intensität im dritten Viertel deutlich, zeigten den Wölfen ganz klar die Richtung an und spielten dabei auch noch schönen Basketball. Andi Seiferth nutzte seine Beweglichkeit gegen Jordje Pantelic zum 45:49, Laurynas Samenas mit dem nächsten Dreier zum 45:52. Anderson und Hughes gaben sich keine Blöße an der Freiwurflinie, überhaupt blieb die Quote bis in die letzte Minute fehlerlos. Beim 52:62 schließlich eine der schönsten Aktionen des Spiels: Trevon Hughes spielt einen Traumpass von der Seite über Ringniveau auf Vitalis Chikoko, der wiederum scheint der einzige zu sein, der die Idee dahinter versteht – endlich ist die Führung zweistellig, vor dem letzten Viertel steht es 54:64.

Bis auf 14 Punkte zog die TBB Trier im letzten Viertel weg (54:68). Dann ging ein Ruck durch die Gastgeber, und die machten jetzt alles, was ein Team tun muss, um ein Spiel zu drehen: Sie trafen ihre Freiwürfe, sie machten früh Druck und erzwangen einen Acht-Sekunden-Pfiff gegen Trier, sie gewannen das vielzitierte Momentum. Trier bemüht sich nach Kräften, den Vorsprung zweistellig zu halten, muss aber schon vier Minuten vor Ende auf Mathis Mönninghoff und Andi Seiferth (jeder fünf Fouls) verzichten. Nach zwei Dreiern von Malte Schwarz und Hrvoje Kovacevic drohte den Gästen die bis dahin sicher geglaubte Partie aus der Hand zu rutschen. Die Uhr tickt unerbittlich, der MBC macht Druck, der Vorsprung schmilzt auf 76:80 bei 45 Sekunden Restzeit. Nach einem weiteren Dreier von Hatten und einem Freiwurf steht die Partie endgültig auf Messers Schneide: 80:82 und noch 5 Sekunden. Die TBB braucht Nerven – und hat sie in Gestalt von Trevon Hughes, der sich erst einen ganz wichtigen Offensivrebound schnappt und dann zwei Freiwürfe sicher verwandelt. Das reicht aus, Trier gewinnt 80:84 beim Tabellenachten MBC und klettert damit (voraussichtlich bis zum Ende des Spieltags) auf Platz 11.

Henrik Rödl (TBB Trier) : “Ich bin natürlich froh über den Sieg, wir knüpfen an die Leistung der letzten Wochen an. Es war am Ende noch einmal knapp, aber auch das ist nichts Ungewöhnliches, dass der MBC kämpft. Für mich ist der MBC letztes und dieses Jahr die Mannschaft des Jahres, Silvano Coach des Jahres, es ist phänomenal, was sie hier machen. Für uns geht es im Moment darum, die Dinge so umzusetzen die wir machen wollen und dass wir so aussehen, wie wir aussehen wollen. Wir haben gut verteidigt, am Ende haben die Nerven an der Freiwurflinie gehalten, genug um das Spiel zu gewinnen.”

Silvano Poropat (Mitteldeutscher BC): “Glückwunsch an die Gäste, ein verdienter Sieg. Für uns ist Trier ein beschissener Gegner, weil wir fast immer gegen sie verlieren. Wir mögen es nicht zu verlieren, heute zu verlieren. Aber letztendlich hat man Trier über 40 Minuten gesehen, heute waren sie das bessere Team, das muss man anerkennen. Ich denke sie hatten nichts zu verlieren und waren befreit. Bei uns war es andersherum, Trier hatte zu Beginn deutlich mehr Intensität. Durch Riesenkampf haben wir das Spiel gedreht, aber dann kamen die Unkonzentriertheiten. Das darf nicht passieren. Trier kam wieder ins Spiel, ab der zweiten Halbzeit hatte Trier uns im Griff. Wir haben viel probiert und mit einem riesigen Aufwand wie einer Presse, am Ende haben wir damit gewisse Ergebnisse erreicht, aber das war auch zu spät und wäre unverdient.”

 


MJC/TBB: Time to say Goodbye

Die MJC/TBB beendet am Samstag die Saison 2013/2014. Für das Trierer Regionalligateam beginnt dann eine neue Ära. Sprungball im Spiel gegen die ifm Baskets Konstanz in der AVG/MPG-Halle ist um 20:00 Uhr.

Basketball Regionalliga Herren

Am Samstag endet die Saison in der Basketball-Regionalliga Südwest. Für die MJC/TBB, offiziell SG DJK/MJC – TBB Trier, endet damit auch eine Ära. Das höchste nicht-professionelle Team der Stadt, einst von Helge Patzak in die erste Regionalliga geführt, später von Josip Bosnjak zu einem der wichtigsten Teams der Nachwuchsförderung in Trier geformt, verlässt die MJC. Gleichzeitig beginnt ein neues Zeitalter, die Mannschaft wird in den TBB e.V. übergehen und ab der kommenden Saison als TBB Trier II an den Start gehen.

Man darf gespannt sein, was da kommt. Einiges steht noch in den Sternen. Die Zielsetzung aber ist klar: Die Mannschaft, die bisher als Farmteam fungiert hat, soll noch näher ran an die TBB Trier. Noch engere Zusammenarbeit, noch höhere Durchlässigkeit. Talente aus der Region sollen über die zweite Mannschaft den Sprung zu den Profis in der Beko Basketball Bundesliga schaffen. So ist klar, dass auch ein Aufstieg in die ProB als mittel- bis langfristiges Ziel ins Auge gefasst wird. Der organisatorische und finanzielle Aufwand wird größer werden, viel zu tun also für die Verantwortlichen bei der TBB.

Frank Baum, sportlicher Leiter der TBB, erklärt das weitere Vorgehen: „Nach außen hin wird sich bis auf den Namen erstmal nicht all zu viel ändern. Wir haben jetzt einige organisatorische Dinge zu erledigen, danach ist es unser Ziel, den Kader so gut es geht zusammen zu halten. Die Mannschaft hat eine erfolgreiche Saison gespielt, ohne das Verletzungspech wäre mehr drin gewesen. Wenn das im nächsten Jahr besser läuft, kann der Blick nach oben gehen.
Auch wenn sich die Spielgemeinschaft im Sommer trennt, werden wir natürlich weiterhin intensiv mit der MJC im Nachwuchsbereich zusammenarbeiten, wie auch mit den anderen Vereinen aus Trier und Umgebung.“

Die ersten Schritte wurden schon in dieser Saison gemacht, eine Saison, auf die man gerne zurückblickt. Josip Bosnjak konnte sein Team als hauptamtliche Jugendtrainer der TBB intensiv vorbereiten, den „jungen Wilden“ gelangen einige Überraschungen, fünf Siege aus sechs Spielen standen zu Beginn der Spielzeit zu Buche. Aufgrund verschiedener Verletzungen von Leistungsträgern (Luka Buntic, Andreas Wenzl, Alexander Goolsby) ging es dann leicht bergab, besonders gegen die Topteams mit Profis aus den USA hatten die Moselaner das Nachsehen. Dennoch können die Verantwortlichen zufrieden in die Sommerpause gehen.

Erstmal geht aber der Blick auf das letzte Saisonspiel, vor eigenem Publikum verabschiedet sich die MJC/TBB in die Sommerpause. Als Gäste dabei sind die ifm Baskets Konstanz, die in der Tabelle hinter den Trierern liegen, das Hinspiel aber deutlich für sich entscheiden konnten. Die Gastgeber werden also alles daran setzen, die Spielzeit 2013/2014 mit einem Sieg zu beenden. Das würde eine ausgeglichene Bilanz bedeuten, ein tolles Ergebnis für die Saison.

Topscorer der Baskets ist Miklos Fekete mit 14,5 Punkten pro Spiel. Aufbauspieler Ryan Daugherty kommt auf 11,1 Punkte und starke 5,6 Assists.

Josip Bosnjak: “Wir wollen die Niederlage aus dem Hinspiel natürlich wieder gut machen und die Saison mit einem Sieg beenden. Konstanz ist ein gutes Team, das haben wir schon zu spüren bekommen. Sie haben nach Trier eine sehr lange Fahrt vor sich, das spielt uns sicher in die Karte. Wenn wir selbstbewusst auftreten und als Team verteidigen, bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen werden.”


Umgestaltung der „Bitburger Fan-Zone“

Abstimmung auf Facebook: Wer sind die TBB-Allstars der letzten 25 Jahre?  - Drei Gewinnerporträts schmücken künftig die Fanzone zwischen den Blöcken N und O.

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Die beliebte „Fan-Zone“ in der Arena zwischen Block O und Block N wird umgestaltet. Möglich gemacht wird dies durch die Unterstützung unseres Premium-Partners Bitburger. Für das Design ist allerdings jemand anderes zuständig, nämlich IHR!

Wir haben eine Facebook-Aktion gestartet, bei der Ihr aus 15 Spielern der letzten fünfundzwanzig Jahre TBB-Geschichte Eure Lieblingsspieler wählen könnt. Die drei Spieler mit den meisten „Gefällt mir“-Angaben werden schließlich auf der Wand an der Fan-Zone in der Arena Trier zu sehen sein.

Zur Wahl stehen: Sergei Babkov (1992-1994); Frank Baum (1994-2001); Sascha Belostennyj (1991-1994); Carl Brown (1993-2003); Jermaine Bucknor (seit 2012); Chris Copeland (2008-2010); James Gillingham (2004-2010); Dru Joyce (2010-2012); BJ McKie (2003-2005); Nate Linhart (2011-2013); James Marsh (1986-1990, 1991-2006); Andi Seiferth (seit 2011); Bernard Thompson (1994-1995, 1996-2001); Maik Zirbes (2007-2012); Philip Zwiener (2010-2012). Die Aktion läuft bis Dienstag den 15. April, damit sie rechtzeitig zum Klassiker gegen ALBA BERLIN am 25.April im neuen Glanz erstrahlen kann. Also macht mit und zeigt, wer Eure TBB-Allstars sind!

HIER geht es zur Aktion.


Als Fan zu Gast bei Wölfen: TBB beim MBC

TBB Trier reist am Wochenende zum nächsten Auswärtsspiel gegen den Mitteldeutschen BC nach Weißenfels – Tip Off: Samstag, 12. April, 19:30 Uhr – “Eine leidenschaftliche Mannschaft mit einem sehr guten Trainer – das wird eine richtig schwere Auswärtsaufgabe für uns!” – Wiedersehen mit ex-Trierer Oliver Clay.

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Im April geht’s Schlag auf Schlag: drei Heimspiele und drei Auswärtsspiele hat die TBB Trier in den letzten 21 Tagen bis Saisonende noch zu bestreiten – viel Zeit zum Ausruhen bleibt da nach dem letzten knappen Heimsieg gegen Bonn (75:71) nicht. Bereits am Freitag geht die Reise ins Burgenland nach Sachsen-Anhalt – hier wartet seit dem Wiederaufstieg 2012 der Mitteldeutsche BC auf die TBB Trier. Die “Wölfe aus Weißenfels”sind traditionell ein unangenehmer Gegner, daran hat sich auch diese Saison nichts geändert. Mit sieben Siegen aus den letzten zehn Partien (darunter Braunschweig, Oldenburg und Ludwigsburg) stehen die Gastgeber aktuell auf Platz acht der Tabelle und haben im Rennen um die Playoffs ein gewichtiges Wörtchen mit zu reden – eine beeindruckende Leistung, wenn man den schmalen Etat der Wölfe bedenkt, deren Budget sicher keinem einstelligen Tabellenplatz entspricht.

MBC-Headcoach Silvano Poropat hat trotz dieser Beschränkung ein  schlagkräftiges Team geformt, aus dem vier Spieler heraus ragen: Mit Angelo Caloiaro stellt der MBC den effizientesten Spieler der Liga; der bewegliche US-Italiener (oder Italo-Amerikaner) auf der Power Forward-Position kommt auf 17.9 Effizienzpunkte – ein Traumwert, der sich unter anderem aus 14.3 Punkten, 7.1 Rebounds und einer Trefferquote von über 50% aus dem Feld zusammensetzt. Point Guard Adonte Parker, aus der ProB in die Beko BBL “hochgesprungen” kommt im Schnitt auf 14.2 Punkte, die er seiner Schnelligkeit verdankt – darunter leiden ein wenig die Assists, nur zwei Vorlagen sind wenig für einen “reinen Einser”. Sein Teamkollege Marcus Hatten kann diese Lücke füllen. Der 33jährige Routinier war im November zu den Wölfen gestoßen, verteilt starke 4.7  Assists im Schnitt und markiert 13.3 Punkte selbst. Der Vierte im  Bunde derer, die für den MBC zweistellig scoren, ist Michael Cuffee, von den Wölfe-Fans gerade erst zum “Beko BBL Top Performer” des Monats März gekürt. Die Zahlen geben ihnen recht: Cuffee verpasste wegen einer Sprunggelenksverletzung insgesamt neun Spiele, ist mittlerweile aber mit 13.5 Punkten wieder voll da.

Keinesfalls unter ferner liefen zu nennen sind Spieler wie Hrvoje Kovacevic (zweimal Meister mit Cibona Zagreb), Martins Meiers (Center des lettischen Nationalteams) und Djordje Pantelic (den das BIG-Magazin unumwunden “Balkan-Ensminger” nennt und im nächsten Satz das Wort “Drecksarbeit” verwendet). Für die TBB gibt es ein Wiedersehen mit Oli Clay. Der mittlerweile 26jährige Berliner ging 2010/11 unter Henrik Rödl in Trier seine ersten Profi-Schritte und spielte dann zwei Jahre in Würzburg, bevor er nach Weißenfels wechselte. Nach langer Verletzungspause kommt Clay mittlerweile allerdings nur auf knapp zehn Minuten.

Unterm Strich ist das, wieder einmal, eine Mannschaft ohne große Namen aber mit Biss, Talent und Disziplin. TBB-Headcoach Henrik Rödl und sein Assistent Thomas Päch outen sich, ebenfalls zum wiederholten Mal, denn auch als MBC-Fans: “Es ist mittlerweile keine Überraschung mehr, dass der MBC weiter oben mitspielen kann. Sie bauen auf dem auf, was sie sich letztes Jahr erarbeitet haben. Ich halte sehr viel von Silvano Poropat, das ist ein unglaublich guter Trainer. Die Wölfe spielen einen leidenschaftlichen Basketball, der mir sehr gut gefällt. Das wird mal wieder richtig schwer.”, so Rödl.

Thomas Päch sieht das ähnlich wie sein Chef: “Mir persönlich macht der MBC großen Spaß beim Zuschauen – sie sind diszipliniert, kennen ihre Stärken, spielen physisch. Wir hatten dort immer knappe und intensive Spiele, ich denke, das wird auch dieses Jahr wieder der Fall sein. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Playoff-Rennen – aber nicht gerade am Samstag.”

Die TBB Trier fährt am Freitagmittag nach Weißenfels, Tip Off in der Stadthalle Weißenfels ist am Samstag um 19:30 Uhr.

 

 


TBB vs. Bonn: Presseschau vom 07.04.

Die TBB Trier verlängert eine Serie: Wieder können die Telekom Baskets Bonn in der Arena Trier nicht gewinnen, die TBB siegt im Derby mit 75:71. Hier kommt die Presseschau zum Spiel inklusive den Highlights von basketball-stream.de und Twitter-Rückblick.

16vor.de schreibt: Geburtstagskind sorgt für Feierlaune - ”Das Spiel verläuft, wie es im Dezember aufhörte: Nach drei Minuten unterbricht Fischer die Partie durch eine Auszeit, da seine Mannen mit 7:0 hinten liegen. Hinten langen die Trierer hart zu, aus Gästesicht deutlich zu hart. Doch auch vorne läuft es für die Hausherren bestens: In den ersten fünf Minuten werden nur zwei Versuche danebengesetzt. Einen vorläufigen Höhepunkt setzt Samenas, der durch ein Vier-Punkte-Spiel die 16:4-Führung herstellt.
Auch als Vorlagengeber zeigt er sein ganzes Können und bedient Seiferth kurz darauf. Als er ausgewechselt wird, hat der Litauer bereits neun Punkte auf dem Konto. Den Schlusspunkt setzt Jermaine Anderson, der unorthodox mit einem Buzzer Beater für die 23:15-Viertelführung sorgt.”

Der Trierische Volksfreund nennt die Fakten: Ein Derby. Ein Sieg. Ein Hughes. - “Der Tabellensechste aus Bonn ließ sich nicht abschütteln. Vor allen Dingen US-Aufbauspieler Ryan Brooks sorgte mit 14 Punkten dafür, dass der Trierer Vorsprung zur Halbzeit auf einen Punkt geschmolzen war (38:37). Nachdem die Baskets nach der Pause durch einen 6:0-Lauf kurzzeitig sogar in Führung gingen, kam Trier zurück. Die TBB ging mit einer 56:51-Führung ins letzte Viertel.”

 

lokalo.de findet: 75:71 Sieg im Derby – Hughes überragend!  – “Diese war nach der Halbzeitpause allerdings schnell dahin. Benas Veikalas brachte Bonn per Dreier sogar mit fünf Punkten in Führung (38:43). Die Antwort kam schnell und in Person von Trevon Hughes. Mit zwei Dreiern und einem tollem Assist trug er maßgeblich dazu bei, dass Trier die Führung schnell wieder zurückerobern konnte (48:47). Das Niveau des Spiels verflachte gegen Ende des dritten Abschnitts allerdings zusehends. Beide Teams ließen mehrere Chancen aus, sich weiter abzusetzen und leisteten sich teilweise haarsträubende Ballverluste. Beim Stand von 51:49 bat Coach Fischer seine Bonner Mannschaft zur Auszeit. Doch die Moselstädter waren jetzt wieder die stärkere Mannschaft und behielten das Momentum. Hughes und ein Dreier von Samenas machten die 56:51-Führung nach dem dritten Viertel perfekt.”

5vier.de schließlich schreibt: Geburtstagskind Hughes trifft zum Sieg im Derby - “Zwar schaltete Trier defensiv noch einen Gang hoch, vor allem der giftige Hughes fing einige Pässe ab. Doch vollends unnötige Ballverluste wie der von Seiferth bei vier Minuten Restspielzeit machten es Bonn möglich, weiter in Schlagdistanz zu bleiben. Ein Bogenlampen-Dreier von McCray mit der wahrscheinlich höchsten Flugkurve aller Zeiten bedeutete das 69:66, Eugene Lawrence verkürzte mit zwei Freiwürfen weiter auf 69:68. Gold wert war daher der folgende Dreier von Hughes, den aber Gaffney postwendend beantwortete – resultierend im 71:71 bei knapp über eine Minute zu spielen. Es brauchte “Cojones”; Trier bekam sie in Gestalt von Jermaine Bucknor und Trevon Hughes. Ersterer polierte die Freiwurfquote der Gastgeber gerade rechtzeitig auf, traf seine beiden Versuche von der Linie sicher. Dann machte sich Hughes mit einem Buzzerbeater aus der linken Ecke, der eigentlich eine Verzweiflungstat war, das schönste Geschenk zu seinem 27. Geburtstag – einen Gamewinner zum Heimsieg. Bonn brachte keinen erfolgreichen Angriff mehr durch, sodass die TBB das Derby schließlich mit 75:71 gewann.”


Derbysieger! 75:71 gegen Bonn!

Die TBB Trier verlängert eine Serie: Wieder können die Telekom Baskets Bonn in der Arena Trier nicht gewinnen, die TBB siegt im Derby mit 75:71. Matchwinner: Trevon Hughes, der das Spiel in den letzten Sekunden im Alleingang für Trier entschied.

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Knapp 30 Sekunden vor Schluss war es ein Kunstschuss, ein Verzweiflungswurf, den man in den USA “Hail Mary” nennt, der das Spiel entschied und 4271 Zuschauer in der Trierer Arena aus den Sitzen riss – da war das Glück mit dem Tüchtigen, und der Tüchtige hieß Trevon Hughes. Der Mann aus New York, der am Freitag 27 Jahre alt geworden war, krönte seine starke Leistung mit einem ganz besonderen Geburtstagsgeschenk an sich selbst: Beim Stand von 73:71 für die TBB Trier zieht Hughes zum Bonner Korb, wird am Abschluss gehindert, der Ball springt weit ab ins linke Eck. Hughes greift sich den Rebound, drückt ab – und trifft mit der Sirene. Direkt danach klaut er sich in der Verteidigung den Ball aus den Händen von Benas Veikalas – das reichte.

Vorangegangen war dem eine fast schon verrückte Partie: Die Gäste aus Bonn hatten den klassischen Fehlstart erwischt, Trier dagegen konnte nach verhaltenem Start mit 7:0 davonziehen, ehe Eugene Lawrence per Dreier die ersten Bonner Punkte markierte. Mathias Fischer verlangte in seiner frühen ersten Auszeit mehr Physis, doch seine Telekom Baskets hatten dem Elan der Gastgeber nicht viel entgegen zu setzen. Vor allem Laurynas Samenas war der Mann der ersten Minuten, ein Dreier und ein Vierpunktspiel von ihm bedeuten die zwischenzeitliche 16:4-Führung, zur Freude des Trierer Publikums. Ryan Brooks war der erste Bonner, der aus der Schockstarre erwachte, der Small Forward markierte vier Punkte in Folge und brachte die Physis ins Spiel, die Fischer sehen wollte. Das Viertel endet 23:15, Triers einzige Schwäche lag in dieser Phase an der Freiwurflinie, sonst wäre mehr drin gewesen.

Im zweiten Viertel verfolgte Trier konsequent die Taktik, die bereits im Hinspiel funktioniert hatte: Räume für die großen Positionen am Brett schaffen; Trevon Hughes agierte als Passgeber, statt Andi Seiferth war es nun Stefan Schmidt, der die Vorlagen mit starkem Einsatz verwertete – dank der erfolgreichen Trierer Dreier aus dem ersten Durchgang musste die Bonner Verteidigung ihm auch Platz lassen, Schmidt griff sich Offensivrebounds und sammelte Punkte, wie beim 27:17.

Doch Bonn  gab sich nicht auf, fand schließlich doch noch ins Spiel und profitierte vor allem von einer durchwachsenen Trierer Freiwurfquote. Ryan Brooks setzt per Dunking ein Ausrufezeichen (27:20), McCray per Dreier und noch zweimal Brooks verkürzen weiter auf 31:27. Trier wirkte beeindruckt und musste mit ansehen, wie Brooks, schon wieder, die Telekom Baskets in Führung schoss (34:35, 36:37). Zur Halbzeitpause wechselte der Vorsprung dann allerdings wieder nach Trier; Trevon Hughes besorgte mit seinen ersten beiden Punkten der Partie das knappe 38:37.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste, Lawrence und Veikalas schießen Bonn it 38:43 in Front, bevor Hughes und Chikoko die Führung wieder zurück erobern. Das Spiel wurde intensiver, Ballverluste schlichen sich auf beiden Seiten ein. Die TBB arbeitete allerdings weiter mit großer Disziplin am Brett und nahm den Gästen die Offensivrebounds weg, so dass diese sich nicht weiter absetzen konnten. Samenas markiert per Dreier den 56:52-Zwischenstand vor dem letzten Abschnitt.

Dann wäre das Momentum fast wieder gekippt; Samenas kassiert ein Technisches Foul wegen Meckerns beim Stand von 58:53, Bonn macht beide fälligen Freiwürfe, vergibt aber den Ballbesitz. Umgekehrt ahnden die Unparteiischen dann ein Foul von McLean an Ward in einer spektakulären Korbaktion als Unsportlich – Hughes hatte Ward zur Flugstunde gebeten, der macht den Korb zum 62:55 und wird dabei abgeräumt. Trier stand jetzt defensiv gut, dennoch konnte Bonn sich immer wieder heranarbeiten, eine hochspannende Schlussphase bahnte sich an. Trevon Hughes führte die Trierer, Ryan Brooks auf Bonner Seite bestrafte Nachlässigkeiten – und schließlich markiert der bis dahin farblos gebliebene NBA-Rückkehrer Tony Gaffney den 71:71-Ausgleich. Und dann schrieb Trevon Hughes die Geschichte der Trier-Bonn-Derbys weiter: Jermaine Bucknor, lange schmerzlich vermisst, sichert beim Stand von 73:71 den wichtigen Rebound, Hughes läuft, verzögert, läuft, täuscht, läuft  - und verfehlt. Fängt den eigenen Rebound – wirft aus unmöglicher Position. Trifft zum 75:71. Läuft zurück. Klaut den Ball. Gewinnt das Spiel für die TBB Trier.

Die Serie bleibt bestehen: Die Telekom Baskets Bonn verlieren zum vierten Mal in Serie gegen die TBB Trier.

Henrik Rödl (TBB Trier): “Das Spiel hatte Derbycharakter und war sehr intensiv. Alle Zuschauer sind sicher auf ihre Kosten gekommen. Es musste am Ende nun mal einen Verlierer geben. Bonn spielt auch sehr leidenschaftlich, wer ihre Spiele über die Saison beobachtet, merkt, dass sie eigentlich nur ein Tief hatten und das war das Hinspiel gegen uns. Ansonsten sind sie konstant und stehen verdient auf einem Playoff-Platz. Ich wünsche Mathias viel Glück für den Rest der Saison. Was uns angeht: Es kommt nicht so oft vor, dass wir nach einer Pause so gut und fokussiert spielen. Wir haben offensiv endlich mal ein gutes erstes Viertel gespielt. Am Ende war es ein großer Kampf der gesamten Mannschaft, aus der Trevon Hughes mit einem Riesenspiel herauszuheben ist. Außerdem mchte ich gerne Stefan Schmidt herausheben, der einen Superjob gemacht und für Entlastung gesorgt hat.

Mathias Fischer (Telekom Baskets Bonn): “Glückwunsch an Henrik und die TBB Trier. Sie haben eine leidenschaftliche und intensive Partie gespielt, die sie verdient gewonnen haben. Wir haben keinen guten Start erwischt und hatten große Probleme, haben lange gebraucht, unseren Rhythmus zu finden. Dann hatten wir ihn endlich, und beim Stand von 71:71 hatten wir sogar den Ball und die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Aber: Wir hatten auch 18 Turnovers, und die sind hart bestraft worden, mit einfachen Punkten. Mit 18 Ballverlusten und 15 abgegebenen Offfensivrebounds gewinnt man kein Spiel. Das sind die beiden wichtigen Zahlen dieses Spiels. Beides hat uns sehr weh getan.”

Zum Boxscore auf beko-bbl.de.


Der dritte Weihnachtstag? TBB vs. Bonn!

TBB Trier empfängt am Samstag (20:00 Uhr) Telekom Baskets Bonn zum Derby – “Man darf das Hinspiel nicht überbewerten – Bonn wird auch ohne Jordan gut spielen!” – webTV-Übertragung von basketball-stream.de ab 19:30 Uhr.

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Der 26. Dezember ist landläufig bekannt als „zweiter Weihnachtstag“, im nordamerikanischen Sprachraum heißt er „Boxing Day“. Geschäfte haben hier an diesem Tag geöffnet, damit die Kunden entweder ihr Weihnachtgeld möglichst schnell verprassen oder, wahrscheinlicher, erhaltene Geschenke umtauschen können. Aus Sicht der TBB Trier hätte die Bescherung am 26. Dezember 2013 besser nicht laufen können, die Gastgeber Telekom Baskets Bonn dagegen wären wohl am Liebsten in den nächsten Laden gerannt, um das Trierer „Geschenk“ wieder zurück zugeben.

Doch der Umtausch war ausgeschlossen: Andi Seiferth und Co. hatten am Feiertag im Telekom Dome kräftig ausgeteilt und den Bonnern 86 Punkte dagelassen – am Ende stand ein 66:86-Auswärtssieg, Seiferth selbst markierte in einem perfekten Spiel die Traumquote von 27 Punkten und 13 Rebounds bei einer Effizienz von 34(!). Der TBB-Kapitän blieb bescheiden: “Wir haben den Ball gut laufen lassen, jeder hat nach dem Extrapass gesucht, so kamen viele leichte Situationen für mich zustande. Natürlich muss man dafür immer noch richtig stehen, aber gut die Hälfte dieser Punkte geht aufs Konto meiner Mitspieler.”

Die Bonner hatten dieser Kolletkivleistung von Beginn an wenig entgegen zu setzen, ein merklich angefressener Baskets-Coach Matthias Fischer trug seinen Umnut bis in die Pressekonferenz und sprach davon, dass er soeben in der Mannschaftskabine den Bonner Tannenbaum angezündet habe – mit einer Gesichtsfarbe, die seine Worte untermauerte.

A propos: Der Bonner Baum brannte im neuen Jahr bereits ein weiteres Mal, nämlich als mit Jared Jordan der wahrscheinlich beste Spielmacher der Liga den Verein verließ. Jordan, dem im Schnitt bisher 7.8 Assists für die Baskets gelungen waren (Karierrerekord: 18 gegen die EWE Baskets Oldenburg), war einem Angebot aus Bamberg gefolgt und spielt jetzt für die Brose Baskets. Bonn ließ ihn zwar ziehen, äußerte aber seinen Unmut über die ganze Transaktion mit großer Öffentlichkeitswirkung.

Nichtsdestotrotz: Niederlagen wie die vom 26. Dezember kann man in Bonn getrost als Ausrutscher und Abgänge wie den von Jordan als Nebenkriegsschauplätze sehen. Die Saison läuft bislang zufriedenstellend, die Telekom Baskets legten einen Traumstart mit acht Siegen aus zehn Spielen hin – der neue Coach Matthias Fischer agiert offenbar unbeeindruckt vom langen Schatten seines Vorgängers Mike Koch (mittlerweile in Bayreuth). Auch neuerdings sind die Bonner in der Spur, fünf Siege aus den letzten sechs Partien, darunter ein spektakuläres 98:106 nach zwei Verlängerungen in Bayreuth, bedeuten aktuell Tabellenplatz sechs und stabilen Playoffkurs (sechs Punkte Vorsprung auf Platz neun).

Die Telekom Baskets setzen dabei auf Kontinuität: Ryan Brooks führt mit 14.1 Punkten die Scorerliste an, danach kommt mit Jamel McLean ein absoluter Allrounder – 13.8 Punkte, 7.7. Rebounds und eine Trefferquote von 60% ergeben eine Effizienz von 16.7 im Schnitt. Benas Veikalas (13.5 Punkte) hat seinen tödlichen Distanzwurf auch schon gegen Trier gezeigt – allerdings nicht am zweiten Weihnachtstag, da stellte ihn die Trierer Defense kälter als die Außentemperatur und verurteilte den Litauer zu 0/6 Dreiern. Tony Gaffney ist mittlerweile von seinem Abstecher zu den Memphis Grizzlies in die NBA zurückgekehrt – dass die Baskets ihm seinen Platz warm gehalten hatten, dankt der 29-jährige Power Forward mit 11.6 Punkten und 5.2 Rebounds.

Erst auf Platz fünf der aktuellen Topscorer-Liste findet sich ein Neuzugang: Eugene Lawrence muss das schwere Erbe eines Jared Jordan antreten – nach bisher vier absolvierten Spielen gelingt das dem Mann mit dem lustigen Bart mit 6.8 Assists recht ordentlich. Mit David McCray, Andrej Mangold und Steve Wachalski kann Fischer zudem auf erfahrene deutsche Rollenspieler zurückgreifen.

Ob mit Jordan oder ohne: wenn die TBB Trier einen „dritten Weihnachtstag“ Anfang April einführen will, müsste sie wohl die Taktik vom zweiten wiederholen: Assists verhindern, Distanzschützen klein halten, Ball laufen lassen, Zone dominieren. Ob das nochmal klappt? Man wird sehen. Andi Seiferth spricht jedenfalls im Rückblick von einem “Sahnetag” und hofft, dass “wir wieder so ein Spiel erwischen und uns zumindest teuer verkaufen werden.”

TBB-Cotrainer Thomas Päch warnt dagegen vor all zu viel Euphorie: “Das Hinspiel sollten wir nicht überbewerten. Die Liga zeigt jede Woche, dass jedes Spiel seine eigene Dynamik hat. Wir haben gut trainiert und die Pokalpause genutzt, es geht aber am Samstag darum, wer besser zurück in den Rhythmus kommt. Bonn hatte jetzt ausreichend Zeit, den Weggang von Jared Jordan, dem Herz dieser Mannschaft, zu verkraften und Eugene Lawrence zu integrieren. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass ihnen das bisher gut gelungen ist.”

Die Arena öffnet um 18:00 Uhr, die kostenlose Live-Übertragung im webTV von basketball-stream.de startet um 19:30 Uhr mit Hintergrundinfos und Interviews auf www.tbb-trier.de/livestream. Tip Off ist um 20:00 Uhr. Tickets unter www.tbb-trier.de/tickets, der Hotline 06 51 – 97 90 777 (Luxemburg: 00352 – 20 30 10 11) und an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional.

Bis Samstag, 13:00 Uhr gilt übrigens noch die Aktion “B GREEN – Sei grün!“: Tickets für alle drei April-Heimspiele der TBB  (gegen Bonn, Berlin und Bamberg) plus Schal & Fahne zum Sparpreis!