TBB verliert 78:83 gegen Ulm

Die TBB Trier hält ihr Heimspiel gegen ratiopharm ulm am Freitag lange offen, verliert am Ende aber mit 78:83. Damit steht die TBB Trier nach dem durch die Insolvenz verursachten Punktabzug rechnerisch als zweiter Absteiger aus der Beko BBL (neben den Crailsheim Merlins) fest. – “Ich bin stolz auf die letzten fünf Jahre!” – Jermaine Bucknor Topscorer mit 14 Punkten. 

TBB Trier - Fraport Skyliners

16 Sekunden vor Ende war die Partie entschieden – erst dann konnte Nationalspieler Per Günther sein Team ratiopharm ulm mit einem Freiwurf uneinholbar auf 78:83 davonschießen, den nächsten Rebound schnappte sich sein Teamkollege Tim Ohlbrecht. Trier hatte sich nach schwachem Start mit Zähnen und Klauen gegen die drohende Niederlage (und den damit verbundenen Abstieg) gestemmt, hatte nach einer Saison voller Nackenschläge alles gegeben. Aber es reichte nicht gegen eine Ulmer Mannschaft, die vor allem im Rebound ihre Überlegenheit ein ums andere Mal ausspielen konnte.

Ulm war schnell in Führung gegangen, vor allem der wieselflinke und sprunggewaltige Will Clyburn stellte Trier vor arge Probleme (0:7, 2:9), auch Tim Ohlbrecht ließ es zum 2:11 erstmals ordentlich krachen – Auszeit Trier. Die half nur im Ansatz, die TBB musste sich ihre Punkte hart verdienen; Ulms Center Ian Vougioukas dominierte gemeinsam mit Ohlbrecht die Zone. Zwei Dreier in Folge von Samenas brachten endlich ein wenig mehr Schwung ins Trierer Spiel, dennoch endete das erste Viertel mit 14:27, Vougioukas hatte ein schönes Zuspiel von Jaka Klobucar verwertet.

Im zweiten Viertel fand Trier schließlich wie schon so oft über seine Verteidigung ins Spiel: Die “Zone” erzwang Ulmer Ballverluste, vorne brachte unter anderem Jermaine Bucknor mit einem sehenswerten Alley Oop-Anspiel auf Laurynas Samenas das Publikum ins Spiel: 21:29 und Stimmung in der Arena. Die wurde dann sukzessive immer noch besser: Ein Korbleger von Stefan Schmidt mit Foul von Isaiah Fillmore zum 28:32 wurde frenetisch bejubelt – auch wenn der Bonusfreiwurf sein Ziel verfehlte. Trier hat den Ausgleich noch vor der Halbzeit auf der Hand, doch Ulm wusste sich zu helfen: Per Günther markiert in den richtigen Momenten erst den Dreier zum 30:40, dann zwei Freiwürfe zum 36:44-Pausenstand.

Trier kämpfte in einer immer noch nervösen Partie weiter vorbildlich gegen den auf dem Papier besseren Gegner – und schmolz den Rückstand Zug um Zug ein. Ein Dreier und ein schönes Solo von Harris  brachten das 44:52, ein Dreier von Anderson das 47:52 und eine Ulmer Auszeit. Das Highlight des Abends gelang Mathis Mönninghoff zum Auftakt ins vierte Viertel: Ein Vierpunktspiel zum 60:61. Doch die Führung wollte an diesem schicksalhaften Abend einfach nicht gelingen, zu punktgenau kamen die Ulmer Antworten auf Trierer Stärkephasen. Der 67:67-Ausgleich durch Dennis Kramer nach schönem Anspiel von Anderson hätte fünf Minuten vor Spielende die späte Wende markieren können. Doch in der Schlussphase nahm erst Ian Vougioukas mit vier Punkten in Folge das Heft wieder in die Hand (67:71), dann übernahm Per Günther, der sich auch durch einen offenen Dreier von Kramer zum 72:74 nicht beeindrucken ließ. Der Point Guard der Deutschen Nationalmannschaft führte sein Team sicher durch die crunch time und sorgte mit seinen Freiwürfen für den 78:83 Endstand.

Trier ist damit 16 lange Sekunden vor Ende des Spiels aufgrund des Punktabzugs rechnerisch abgestiegen – doch die Trierer Fans singen zum Abschluss “Wir sind stolz auf unser Team” und “Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da”.

Die TBB hat noch zwei Spiele vor sich: Bereits am Sonntag geht es nach Braunschweig (Tip Off: 17:00 Uhr). Am Donnerstag, den 30. April steht dann das letzte Heimspiel in der Beko BBL an, Gegner ist der Mitteldeutsche BC (Tip Off: 20:00 Uhr).

Für die TBB: Harris (12), Dahlem (n.e.), Lukovic (10), Schmidt (4), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (4), Samenas (10), Breiling (n.e.), Vrabac (4), Bucknor (14), Kramer (7), Anderson (13).

Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier): “Ich bin natürlich sehr enttäuscht über diese Niederlage und den damit feststehenden Abstieg. Aber ich möchte betonen, dass die Mannschaft gekämpft hat, dass ich stolz darauf bin, wie sie sich präsentiert hat. Wir haben leider in der Anfangsphase nicht ins Spiel gekommen, das ging dann übe Leidenschaft und Kampf, so dass wir die Partie offen halten konnten. Ich blicke auf fünf Jahre zurück, in denen wir viele gute Sachen gemacht haben. Ich bin stolz auf das, was wir in vielen Bereichen auf die Beine gestellt haben. Und ich bin traurig, dass es zu Ende geht, aber das kann man nicht mehr ändern. Ich wünsche Thorsten und seiner Mannschaft viel Erfolg in den Playoffs.”

Thorsten Leibenath (Headcoach ratiopharm ulm):  “Wie so oft ist es in Trier sehr schwer für uns gewesen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben Wenn wir verloren hätten, hätten wir uns nicht beschweren dürfen, Trier hat aufopferungsvoll gekämpft, war in den meisten Bereichen ebenbürtig, in manchen vielleicht sogar besser. Das Rebounding hat den Ausschlag gegeben, da haben wir einen guten Job gemacht. Wir haben uns schon öfter nach einem guten Start zu sicher gefühlt und dabei den Gegner vergessen – einen Gegner der kämpft. Wir fangen dann an behäbig und arrogant zu spielen, und so passieren 21 Ballverluste. Triers Defense ist gut – aber das ist nicht ansatzweise unser Anspruch. Wir hatten am Schluss die richtigen Spieler auf dem Feld, Per ist eminent wichtig für uns. Insgesamt war das keine gute Leistung, wir sind froh, gegen eine gute Trierer Mannschaft gewonnen zu haben.”

Zuschauer: 3484.


Vorletztes Heimspiel: TBB gegen Ulm!

Vorletztes Heimspiel der Saison 2014/15  für die TBB Trier: Am Freitag, 24. April um 20:00 Uhr heißt der Gegner in der Arena Trier ratiopharm ulm. “Sie sind sehr stabil.” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 19:45 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:00 Uhr.

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Hier verpasst Ihr keinen Ballverlust“, so bewirbt Telekom Basketball das eigene A ngebot in den Live-Übertragungen der Beko BBL. Zu sehen ist Per Günther, wie er Bälle reihenweise verliert. Natürlich nur ein humorvoller Zusammenschnitt, denn der Ulmer Aufbauspieler muss sich keine Sorgen machen, im Fernsehen ein schlechtes Bild abzugeben: Mit 14 Punkten pro Spiel ist er nicht nur Topscorer seines Teams, sondern auch der beste deutsche Punktesammler der Liga. Auch seine 5 Assists sind Bestwert unter den deutschen Spielern, 2.1 Ballverluste ebenfalls kein Grund zur Beunruhigung.

Beachtenswert aber ist: Günthers Vertrag läuft im Sommer aus – und der 27-Jährige hat sich noch nicht entschieden, für welchen Club er zukünftig die Sneakers schnüren möchte. Seinen Traum von der Euroleague kann Ulm ihm wohl nicht erfüllen, andererseits ist er hier der Star des Teams. Keine Frage, Günther steht auf der Wunschliste aller Topclubs und hat im Sommer die Qual der Wahl.

Dass Ulm einen deutschen Topscorer hat, ist ligaweit einzigartig. Aber nicht nur das, mit Tim Ohlbrecht hat auch der zweitbeste Punktesammler einen deutschen Pass. Ohlbrecht ist mit seinen gerade 26 Jahren schon ein Bundesligaroutinier. Drei Jahre Bamberg, zwei Jahre Bonn und eine Spielzeit in Frankfurt stehen bereits in seiner Vita. Als die Karriere zu stagnieren drohte, wagte Ohlbrecht den Schritt in die USA, spielte erfolgreich in der NBA D-League, wo er zum Allstar gewählt wurde. Auch der Sprung in die beste Liga der Welt gelang vorübergehend, dreimal kam er für die Houston Rockets zum Einsatz. Im Sommer dann die Rückkehr nach Deutschland, für ratiopharm ulm legt er 13.3 Punkte, 5.8 Rebounds und 1.3 Blocks auf.

Ulms Headcoach Thorsten Leibenath (“zusammen mit Henrik Rödl der emotionalste Coach der Liga” sagte Johannes Herber anlässlich seiner Lesung in Trier im vergangenen Sommer über ihn) stehen aber nicht nur diese beiden Spieler mit zweistelliger Punktausbeute zur Verfügung: Insgesamt sechs Akteure holen mehr als 10 Punkte pro Spiel. Will Clyburn (12.7), der slowenische Nationalspieler Jaka Klobucar (11.3), Brion Rush (11.2), und Center Ian Vougioukas (10.3) sind mit Günther und Ohlbrecht der Motor der gut geölten Ulmer Offensivmaschine.

Im Hinspiel wurde, folgerichtig, die Trierer Defense vor große Probleme gestellt. Boris Savovic (mittlerweile nach Montenegro gewechselt) war mit 21 Zählern der erfolgreichste Ulmer. Dennoch war das Spiel lange knapp, nach drei Vierteln führte sogar die TBB. Das Schlussviertel aber endete mit 31:12, das Spiel daher mit 93:77.

Zuletzt lief es nicht hundertprozentig rund für ratiopharm ulm. Leibenaths Team reist mit drei verlorenen Spielen in Folge an die Mosel – die allerdings gegen die “bel etage” der Liga: 66:80 gegen Tabellenführer ALBA BERLIN, 74:66 auswärts beim Pokalsieger Oldenburg,76:87 zuhause gegen Meister Bayern München.

“Das sind drei Niederlagen, die Ulm wohl nicht weiter belasten dürften”, findet auch TBB-Headcoach Henrik Rödl, “sie sind als Fünfter sicher in den Playoffs und spielen offensiv sehr gut organisierten Basketball. Vor allem durch den neuen griechischen Center Vougioukas sind sie nochmals stabiler geworden.”

Die Ulmer sind in der Tat bereits sicher für die Playoffs qualifiziert, doch es geht noch darum, sich das Heimrecht zu sichern – Tabellenplatz vier wäre dafür das erklärte Ziel. Die Telekom Baskets aus Bonn haben die Münsterstädter am letzten Wochenende von dieser Wunschplatzierung verdrängt. Die beiden Teams werden also in der ersten Playoffrunde höchstwahrscheinlich aufeinander treffen, zu klären ist nur noch, wer das erste Spiel in eigener Halle austragen darf.

Henrik Rödl über die letzten Auftritte der TBB Trier: “Wir haben in den letzten beiden Spielen gegen Frankfurt und Hagen einiges an Selbstvertrauen zurückbekommen. Auch wenn es gegen Frankfurt nicht gereicht hat, in  Hagen hat die Mannschaft gezeigt, dass sie noch Spiele gewinnen will und auch kann. Das hat uns großen Spaß bereitet, und ich hoffe den Fans auch. gegen Ulm werden wir einen besonderen Tag brauchen, um dagegen zu halten.”

 


JBBL-Tryout am Samstag

Tryout-Training für talentierte Spieler der Jahrgänge 2000 bis 2002 – Samstag, 25. April, 15:30 Uhr, AVG/MPG-Halle – „Wir wollen den Nachwuchsstandort Trier weiter ausbauen“

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Die TBB U16 und U19 haben ihre Saisons in der höchsten deutschen Nachwuchsspielklasse noch nicht beendet, da laufen schon die Planungen für die nächste Spielzeit.

Für die kommende JBBL-Saison veranstaltet der TBB e.V. daher ein Tryout-Training. Talentierte Spieler der Jahrgänge 2000 bis 2002 sind herzlich eingeladen, ihr Können vor den Augen der TBB-Nachwuchstrainer unter Beweis zu stellen. Die Trainingseinheit findet am Samstag, 25. April, von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr in der AVG/MPG-Halle statt.

Alle interessierten Kinder bringen bitte ein helles und ein dunkles Shirt sowie ausreichend Wasser mit. Die Verantwortlichen des TBB e.V. stehen den Eltern und Vereinstrainern natürlich für Fragen zur Verfügung.

Ronny Höpfner, geschäftsführender Vorstand des TBB e.V.: „Wir werden auf jeden Fall weiter für Nachwuchsbasketball auf Leistungsniveau arbeiten. Wir wollen die Insolvenz der TBB AG auch als Chance begreifen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Nachwuchsbereich lenken. Hier haben wir noch einiges geplant und wollen den Nachwuchsstandort Trier weiter ausbauen.“


Harris holt Sieg gegen Hagen

Die TBB Trier hat ihr Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen mit 70:77 gewonnen. Die Trierer lagen von Beginn an zurück, bewiesen einmal mehr Kampfgeist und drehten das Spiel im letzten Viertel. Bester Trierer war Jermaine Bucknor mit 19 Punkten, die wichtigen Punkte in der entscheidenden Phase erzielte Ricky Harris.

Phoenix Hagen vs. TBB Trier

Bei Hagen fehlte Topscorer David Bell, für ihn war Nachwuchstalent Niklas Geske in die Starting Five gerückt. Und der bewies gleich mal, dass auch er ein guter Schütze ist, traf den Distanzwurf zum 3:0. Dino Gregory legte nach, Keith Ramsey ließ es ordentlich krachen, 7:0. Dann traf Jermaine Anderson für die TBB von draußen. Hagen war weiter heiß und traf jeden Wurf, schnell stand es 12:3, was Henrik Rödl zur ersten Auszeit zwang. Danach zog die TBB mehr zum Korb, Mathis Mönninghoff konnte ein Foul ziehen und von der Freiwurflinie verkürzen. Marko Lukovic legte nach Assist von Mönninghoff zum 14:7 ein. Jermaine Anderson fand den freien Jermaine Bucknor, der für drei traf. Ricky Harris bewies schnelle Hände, nahm Todd Brown im Fastbreak den Ball ab. Jermaine Bucknor traf einen schnellen Sprungwurf aus der Mitteldistanz, aber Fabian Bleck erhöhte wieder auf 18:13. Bucknor hatte ein ganz weiches Handgelenk, versenkte auch seinen nächsten Wurf von draußen, Zamal Nixon traf zwei Freiwürfe zum 20:16-Stand nach dem ersten Viertel.

Dennis Kramer eröffnete Abschnitt zwei mit einem langen Zweier, Zamal Nixon konterte aber per Dreier, 23:18. Bucknor verkürzte von der Freiwurflinie, der Kapitän hatte jetzt schon 10 Punkte auf dem Konto. Fabian Bleck und Todd Brown erzielten jetzt zu einfache Punkte für die Gastgeber, dann traf Brown auch noch für drei, 30:22. Das Spiel schien der TBB langsam zu entgleiten, die in dieser Saison eigentlich sehr heimschwachen Hagener spielten mit großem Selbstbewusstsein. Todd Brown traf aus der Halbdistanz, nur Sekunden später erzielte Dino Gregory gleich die nächsten Punkten, sein Dunk im Fastbreak bedeutete das 37:28. Marko Lukovic konnte sich jetzt schön im Lowpost durchsetzen, aber Todd Brown sammelte seine nächsten drei Punkte, 40:30. Lukovic mit zwei Punkten nach Offensivrebound, Larry Gordon machte es wieder zweistellig. Die TBB ließ sich zu sehr auf den Tempobasketball der Hagener ein, die daher leichtes Spiel hatten. Zur Halbzeit stand es 44:34.

Larry Gordon erzielte die ersten Punkte nach der Pause. Stefan Schmidt und Marko Lukovic reduzierten den Trierer Rückstand auf acht Zähler. Mathis Mönninghoff versenkte einen artistischen Korbleger, beim 46:40 ging Phoenix Hagen in die Auszeit. Die bewirkte wenig, Trier blieb im Aufwind. Jermaine Bucknor schloss per Dunk ab, Marko Lukovic mit seinem Hook-Shot. Fabian Bleck traf zum 50:44, aber Jermaine Bucknor versenkte seinen nächsten Dreier. Die beiden Kanadier in Reihen der TBB waren es einmal mehr, die Verantwortung übernahmen. Auch Jermaine Anderson traf für drei, 52:50. Trier ließ jetzt zwei Offensivrebounds zu, was Niklas Geske schließlich bestrafte. Dino Gregory und Todd Brown erhöhten die Hagener Führung, Laurynas Samenas traf zum 59:54, Viertelpause.

Adin Vrabac setzte sich mit schönem Drive zum Korb durch, Dino Gregory stellte die fünf Punkte Differenz wieder her. Erneut punktete Vrabac, die Trierer Defense legte zu, die Hagener bekamen jetzt immer wieder Probleme mit der Angriffszeit. Vrabac war heiß, traf jetzt auch den Dreier, Ausgleich! Den Hagenern merkte man an, dass sie zuhause schon zu viele Spiele verloren hatten. Sechseinhalb Minuten erzielten die Gastgeber keine Punkte. Der TBB gelang es unterdessen, gleich zwei Spieler unter dem Korb freizuspielen, von denen Stefan Schmidt unbedrängt zum 61:63 einlegen konnte. Die TBB blieb cool, spielte ruhig ihre Angriffe, bis der freie Mann gefunden war. Immer wieder war das jetzt Ricky Harris, der, nachdem er sich warmgeworfen hatte, auch die nicht ganz so freien Würfe versenkte. So fand der schwere Dreier zum 64:71 sein Ziel. Die Fans beider Teams sorgten jetzt für eine großartige Basketballatmosphäre in der Enervie Arena. Todd Brown konnte eineinhalb Minuten vor Schluss noch von der Freiwurflinie verkürzen, danach gelang Hagen zu wenig, Trier ging an die Linie und erhöhte weiter. Ein Steal und die Fastbreakpunkte von Ricky Harris entschieden das Spiel endgültig, die TBB besiegte Phoenix Hagen mit 70:77.

Henrik Rödl: „Wir hatten zuletzt nicht viel zu lachen, da tut so ein Sieg gut. Wir haben gut gespielt, ich bin stolz auf mein Team, das hart gearbeitet hat. Es ist ein schönes Gefühl, mal für zwei Stunden abzuschalten. Mit David Bell hat Hagen heute ein wichtiger Spieler gefehlt, der vielleicht Antworten auf unsere Zonenverteidigung gehabt hätte. Es sind immer komische Spiele gegen Hagen. Diesmal haben wir beide Partien gewonnen, letztes Jahr haben wir beide Spiele verloren. Wir haben großen Respekt voreinander. Es ist unglaublich, was Hagen mit dem schmalen Budget leistet. Es ist stark, dass Hagen und Trier mit den beschränkten Möglichkeiten seit Jahren in der Liga geblieben sind. Schade für uns, dass es vorerst wahrscheinlich kein weiteres Spiel gegen Hagen geben wird.“

Ingo Freyer: „Wir haben das Spiel auf eine ähnliche Art verloren wie einige andere Spiele zuvor. Am Ende fehlte die Qualität, auch weil David Bell nicht dabei war. Wir wollen und müssen die jungen Spieler fördern, doch das klappt nicht immer gleich gut. Dann wird zu viel gepasst, es fehlt das Selbstvertrauen, Schüsse werden nicht genommen. Wir konnten unser Spiel heute nicht durchsetzen, hatten keine Ballgewinne und Schnellangriffe. Trier hat uns ins Setplay gezwungen, damit hatten wir Probleme. Es tut mir sehr leid, was in Trier passiert. Wir stehen eigentlich Jahr für Jahr nebeneinander in der Tabelle. Das gemeinsame Ziel hieß immer, die Klasse zu halten.“

Harris (13), Lukovic (10), Schmidt (4), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (4), Samenas (4), Vrabac (7), Bucknor (19), Kramer (4), Anderson (12).


Das beliebteste Auswärtsspiel

Zwei Spiele an einem Wochenende: Die TBB Trier tritt am Sonntag bei Phoenix Hagen an – „Richtiges Training war unmöglich, aber wir werden sehen, was passiert“ – Hagens Topscorer Bell fällt aus – Tip Off ist um 17:00 Uhr, Telekom Basketball übertragt live ab 16:45 Uhr

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“Kämpfen Trier” – Ein Tag nachdem die TBB Trier Insolvenzantrag gestellt hatte, prangten diese Worte ganz oben in der Hagener Enervie Arena, besser bekannt unter ihrem alten Namen Ischelandhalle. Oben auf dem „Heuboden“, wo die lautesten Fans von Phoenix Hagen sitzen. Und früher die von Brandt Hagen und SSV Hagen, dem Gründungsmitglied der Bundesliga.

Das Banner des Fanclubs „Tornados Hagen“ bildete den Auftakt einer Welle der Solidarität, die über den in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Bundesligisten von der Mosel schwappte.

Nicht nur deshalb reist die TBB am Sonntag gerne in die Basketball-Hochburg Hagen. Kein anderes Team der Liga ist in diesem Jahr so gastfreundlich, was die Überlassung der Punkte angeht. In der Heim-Tabelle belegt Phoenix den letzten Platz, nur zwei Siege wurden in der Enervie Arena eingefahren. Schaut man genauer hin, wird es noch deutlicher: Einer der beiden Siege wurde am grünen Tisch erzielt, weil die Crailsheim Merlins im Schneechaos feststeckten und gar nicht antreten konnten.

Auswärts hingegen ist man deutlich stärker. Neun Siege wurden in der Fremde eingefahren, nur ALBA BERLIN und der FC Bayern gelangen mehr. Nicht erfolgreich war man allerdings an der Mosel, im Hinspiel siegte die TBB 75:62. Gelingt Phoenix nun die Revanche oder bleibt der Fluch in eigener Halle bestehen?

Geht es nach Ingo Freyer, wird es wohl zu einem Heimsieg kommen. Der Phoenix-Coach steht seit 2007 an der Seitenlinie der Hagener und ist damit der dienstälteste Trainer in der Beko BBL.

Die Hagener haben einen vergleichsweise kleinen Kader, der Ruhrpott-Club muss sparen. Die sechs Ausländer-Plätze müssen mit Bedacht besetzt werden, jeder der US-Amerikaner muss konstant gute Leistungen abliefern. Das funktioniert auch in diesem Jahr gut, besonders David Bell zeigte sich offensiv wieder in unbestechlicher Form. 17.7 Punkte erzielt der Point Guard, dazu kommen 3.8 Assists. Bell fällt nach einer Ellenbogen-Operation allerdings für den Rest der Saison aus. Auf der Flügelposition spielt Larry Gordon (13.7 Punkte, 5.8 Rebound). Im Hagener Kader fehlt ein echter Center, auch hier war man sparsam – jeder Zentimeter kostet Geld. Um die Rebounds muss man sich trotzdem keine allzu großen Sorgen machen, Keith Ramsey (11.3 Punkte, 6.4 Rebounds, 1.2 Blocks) und Dino Gregory (9.1 Punkte, 5.0 Rebounds, 1.4 Blocks) strahlen Präsenz unter den Körben aus. Ramsey, der bereits von 2012 bis 2014 im Hagener Kader stand, war zu Saisonbeginn noch in Polen, kehrte im Dezember aber zu Phoenix zurück. Todd Brown (11.7 Punkte, 3.4 Rebounds) und Zamal Nixon (10.5 Punkte 3.5 Assists) scoren ebenfalls zweistellig.

Die Deutschen spielen im Hagener Kader eine eher untergeordnete Rolle, dafür setzt man auf die eigene Jugend. Hier ist besonders Niklas Geske hervorzuheben. Der Aufbauspieler hat in der aktuellen Spielzeit einen großen Sprung gemacht, leitet den Spielaufbau souverän. Er setzte auch das Hagener Highlight der Saison: Im Spiel bei medi bayreuth traf er den Buzzerbeater von deutlich hinter der Mittellinie zum 73:76-Sieg.

Wie immer spielt Hagen sehr schnellen Offensivbasketball und erzielt im Schnitt 80.3 Punkte, kassiert mit 83,9 Zählern aber auch die drittmeisten.

Henrik Rödl: „Hagen spielt extrem schnellen Basketball, sie sind sehr klein, sehr athletisch und werfen gut. Sie versuchen einen mit verschiedenen Verteidigungen aus der Ruhe zu bringen. Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Frankfurt, Hagen hat eine komplett andere Spielweise. Wir müssen schnell umschalten und mit hoher Aufmerksamkeit spielen, weil sie viele Dinge verändern und immer attackieren. Wir haben im Hinspiel sehr gut gespielt, aber Hagen ist gut drauf, sie haben nur knapp in Berlin verloren. Mal sehen, was passiert“

Nach dem gestrigen Spiel gegen Frankfurt ist die Vorbereitung auf das Spiel schwierig: „Richtiges Training ist da unmöglich. Wir sprechen ein paar Sachen durch, aber das reicht natürlich nicht. Hagen hat schon am Mittwoch gespielt, sie haben also deutlich mehr Zeit sich zu erholen und vorzubereiten, das macht schon einen Unterschied.“


Auf den letzten Metern gescheitert

Die TBB Trier hat ihr Heimspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS mit 58:75 verloren. In einer besonders in der ersten Hälfte starken Partie hielten die Trierer lange mit, erst in den letzten Minuten wurde der Abstand größer. Bester Trierer war Jermaine Anderson mit 17 Punkten und 6 Rebounds.

Beko BBL Hauptrunde 2014-15 / 30. Spieltag

Es war ein Traumstart für die TBB im drittenletzten Heimspiel der Saison: Nach zwei Minuten war Frankfurt bereits in der ersten Auszeit, zu diesem Zeitpunkt lag die TBB nach Punkten von Anderson und Samenas schon mit 7:2 in Führung gelegen. Quantez Robertson verkürzte von der Dreierlinie, aber Dennis Kramer setzte sich gegen Danilo Barthel durch, traf den Hook Shot zum 9:5. Die TBB spielte aggressiv, ließ es nicht zu, dass die Frankfurter ihr Spiel aufzogen. So legte man weiter vor, vergrößerte den Abstand auf 12:5. Frankfurt ließ jetzt mal den Ball schön laufen, am Ende kam Justin Cobbs frei zum Dreier und traf zum 12:8. Johannes Voigtmann verkürzte zwar auf 13:12, Jermaine Bucknor und Mathis Mönninghoff netzten aber nochmal von außen ein, 19:14 zum Viertelende.

Johannes Voigtmann machte einmal mehr deutlich, warum er als ganz großes Centertalent gilt, und stopfte den Ball zum 19:16 durch die Reuse. Aber die Trierer Defense war weiter stark, Marko Lukovic stealte den Ball und traf im Fastbreak. Quantez Robertson riss das Frankfurter Spiel an sich, erst mit einem Assist auf Voigtmann, dann mit fünf eigenen Punkten zum 23:23-Ausgleich. Marko Lukovic traf aus der Halbdistanz, aber Sean Armand versenkte den Dreier zur ersten Frankfurter Führung (25:26). Bei Trier funktionierte jetzt das Pick and Roll lehrbuchmäßig, Anderson hatte gegen Voigtmann den Geschwindigkeitsvorteil und legte zum 27:26 ein. Frankfurt bekam nun langsam die Oberhand, legte einen 8:0-Lauf hin, an dem erneut vor allem Johannes Voigtmann beteiligt war (27:34). Stefan Schmidt tat sich mit einigen guten Aktionen hervor, gemeinsam mit Jermaine Anderson schmolz er den Rückstand ein, zur Halbzeit wie die TBB wieder voll im Spiel, 35:36 stand es beim Gang in die Kabinen.

Voigtmann und Anderson, die jeweiligen Topscorer ihrer Teams, tauschten zu Beginn der zweiten Hälfte Punkte aus, Sean Armand traf schließlich zum 37:41. Es folgte eine chaotische Phase mit Ballverlusten auf beiden Seiten, bevor Quantez Robertson weiter erhöhte. Ricky Harris scorte für Trier zum 40:46, aber Mike Morrison konterte per Dunking. Stefan Schmidt zog erneut ein Foul, versenkte die beiden Freiwürfe zum 42:48. Jermaine Anderson legte auf dieselbe Weise nach. Johannes Voigtmann setzte sich einmal mehr in der Zone durch, aber Ricky Harris brachte die TBB mit einem Dreier wieder auf 47:50 ran. Obwohl Mathis Mönninghoff zwei Freiwürfe versenkte, konnte Sean Armand wenig später auf fünf Punkte erhöhen, 49:54.

Auch im letzten Viertel lief der erste Angriff der SKYLINERS über Johannes Voigtmann, der die Punkte zum 49:56 erzielte. Laurynas Samenas traf einen sehr langen Dreier „ins Gesicht“ von Armand, 52:56. Beide Teams blieben jetzt einige Minuten ohne erfolgreichen Abschluss, dafür gab es schöne Defensivaktionen zu sehen, unter anderem von Stefan Schmidt, der Danilo Barthel in die Schranken wies. Dann erwachte Frankfurt plötzlich, Voigtmann und Robertson erzielten innerhalb weniger Sekunden vier Punkte, Henrik Rödl war gezwungen die Auszeit zu nehmen. Jermaine Anderson traf danach zum 55:61 von draußen, aber Sean Armand war ebenso treffsicher. Damit begann der letzte und entscheidende Run der Gäste. Die drei Hauptakteure an diesem Abend, Voigtmann, Robertson und Armand, erzielten 10 Punkte in Folge; beim 55:71 war klar, wer das Parkett als Sieger verlassen würde. Laurynas Samenas traf noch einmal von außen, der sonst sehr blass gebliebene Justin Cobbs markierte den 58:75-Endstand.

Henrik Rödl: “Glückwunsch an Gordon Herbert und sein Team, sie sind der verdiente Sieger. Die Frankfurter Mannschaft hat eine Konstanz, die wir im Moment nicht abrufen können. Trotzdem bin ich stolz auf unseren Auftritt, wir haben mit sehr viel Energie und Disziplin angefangen und bis 7 Minuten vor Schluss das Spiel offen gehalten. Einige schwere Würfe, die Frankfurt getroffen hat, haben uns dann das Genick gebrochen. Wir haben über das gesamte Spiel Voigtmann nicht richtig unter Kontrolle bekommen. Ich fand uns engagiert, aber nicht immer glücklich. In der Endphase ist uns offensiv nicht viel eingefallen, um einfache Punkte zu bekommen. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Frankfurt eine der am besten verteidigenden Mannschaften ist und nicht umsonst auf einem Playoff-Platz steht. Dafür wünsche ich ihnen viel Glück.”

Gordon Herbert: “Respekt an Henrik Rödl und sein Team. Quantez Robertson hat einige wichtige Würfe getroffen, Sean Armand ebenfalls. Wir haben es gut geschafft, den Ball unter den Korb zu bringen. Johannes Voigtmann konnte da ein paar einfache Punkte erzielen. In der ersten Hälfte war Trier die besser Mannschaft, wir hatten Glück, dass das Spiel zur Halbzeit so knapp war.”

Harris (5), Dahlem (n.e.), Lukovic (4), Schmidt (7), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (5), Samenas (10), Vrabac (2), Bucknor (5), Kramer (2), Anderson (17)


Auf dem Weg nach oben

Die TBB Trier erwartet am Freitag um 20:00 Uhr die FRAPORT SKYLINERS im drittletzten Heimspiel der Saison. “Eine schwere Aufgabe” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 19:45 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:00 Uhr.

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Die FRAPORT SKYLINERS schreiben eine der interessantesten Geschichten der Beko BBL. 2004 Deutscher Meister, Vizemeister 2005 und 2010, dazwischen immer mal wieder Abstiegskampf. Kein Team ist so häufig im Aufzug durch die Liga unterwegs. 2013 war es sogar richtig knapp geworden: Erst am letzten Spieltag sicherte man sich den Klassenerhalt mit einem Heimsieg gegen Ludwigsburg.

Dennoch lässt sich ein klares Konzept erkennen. Während bei der Kaderzusammenstellung gespart wurde, investierte man kräftig in den Nachwuchs. Die Aktion „Basketball macht Schule“ ist Vorbild für viele andere Clubs, jede Saison lernen rund 3000 Kinder die schönste Sportart der Welt in Basketball-AGs kennen.

Auch auf Leistungsebene legte man vor: Das ProB-Team der SKYLINERS entwickelt seit Jahren junge deutsche Spieler, die Ergebnisse können sich sehen lassen. Konstantin Klein, Johannes Voigtmann, Danilo Barthel – sie alle haben in der zweiten Mannschaft ihre Karriere begonnen, lernten hier, Verantwortung zu übernehmen. Das zahlt sich aus: Die Frankfurter haben jede Menge deutsche Spieler, die mehr als nur Rollenspieler sind.

Mit diesem Trumpf in  der Hinterhand will die Mannschaft vom Main nun wieder richtig angreifen. Schon in diesem Jahr stehen die Zeichen auf Playoffs, das Team ist heiß und kann auch in der KO-Runde für Überraschungen sorgen. Im nächsten Jahr soll es dann ganz nach oben gehen: „Wir wollen um die Meisterschaft mitspielen“, das sieht der Drei-Jahres-Plan von Gunnar Wöbke, dem geschäftsführenden Gesellschafter der SKYLINERS, vor.

Ein wichtiger Teil des Plans ist auch der Coach. Gordon Herbert war bereits von 2001 bis 2004 und von April 2010 bis Sommer 2011 an der Seitenlinie der Frankfurter tätig. Der Meistertitel fiel in seine Amtszeit, auch jetzt ist er als Garant für den Erfolg eingeplant.

Dabei hatte die Saison gar nicht so gut begonnen. Nur ein Sieg aus den ersten sieben Spielen konnte eingefahren werden, auch bedingt durch großes Verletzungspech. Kurzzeitig Aufatmen konnten die Frankfurter mit dem 65:57-Heimsieg gegen die TBB. Als alle Aufbauspieler ausfielen, verpflichtete man Justin Cobbs – ein echter Glücksgriff, der die Wende brachte. 14.5 Punkte und 4.6 Assists pro Spiel gehen auf sein Konto. Besonders der Februar lief erfolgreich für das Team aus der Bankenmetropole: Viermal in Folge siegten die SKYLINERS; Berlin, Bayreuth, Oldenburg in der MBC mussten dran glauben.

Danilo Barthel (9.5 Punkte, 5.3 Rebounds, 1.6 Assists) und Johannes Voigtmann (11.9 Punkte, 5.8 Rebounds, 2.5 Assists) gehören zu den Top 5 der effektivsten Deutschen in der Liga. Die meisten Punkte kommen in Frankfurt von der Shooting Guard Position, hier spielen Quantez Robertson (11 Punkte, 3.1 Assists) und Sean Armand, der fast immer von der Bank kommt und starke 12.6 Punkte auflegt. Niemals unterschätzen sollte man auch Jacob Burtschi. Der 30-Jährige, der in der Beko BBL auch schon für Hagen und Bremerhaven gespielt hat, erzielt im Schnitt 9 Punkte, kann aber auch so richtig explodieren: Beim Sieg gegen sein Ex-Team Bremerhaven kam er auf 36 Punkte, seine 10 getroffenen Dreier waren Beko BBL-Saisonrekord.

Aktuell stehen die SKYLINERS auf dem sechsten Tabellenplatz und sind damit von den Playoffrängen kaum noch zu verdrängen.

TBB-Headcoach Henrik Rödl über die SKYLINERS: „Frankfurt ist ein etwas undankbarer Gegner für uns in dieser Zeit. Sie sind ein Team mit sehr großer Physis, besonders unter dem Korb, wo wir ohne Vitah Chikoko Probleme haben. Sie spielen sehr strukturiert und sind auf Playoff-Kurs, ich gehe auch davon aus, dass sie das schaffen können. Sie werden daher sehr motiviert sein gegen uns zu gewinnen. Deshalb ist es eine schwere Aufgabe.“

Die soll natürlich trotzdem mit vollem Elan angegangen werden: „Wir bereiten uns so gut es geht vor. Wir wollen den Fans für die großartige Unterstützung in den letzten Wochen was zurückgeben. Im Moment sind bis auf Tony Canty alle gesund, ich hoffe dass das so bleibt.“


Lizenzantrag für Beko BBL eingereicht

TBB Trier hat den Lizenzantrag für die Beko BBL eingereicht – „Solange die Möglichkeit besteht, planen wir auch für die Bundesliga“ – Am Freitag Heimspiel gegen Frankfurt

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Nach dem Antrag für die zweite Basketball-Bundesliga ProA haben die Verantwortlichen der TBB Trier wie angekündigt nun auch die Lizenz für die Beko BBL beantragt. Die Unterlagen wurden am Mittwoch fristgerecht eingereicht.

Guido Joswig, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Prof. Schmidt: „Solange die Möglichkeit besteht, dass wir den Klassenerhalt schaffen, planen wir selbstverständlich auch in diese Richtung. Die Unterlagen sind im Ligabüro in Köln eingegangen und werden jetzt geprüft. Seitens der vorläufigen Insolvenzverwaltung wurde die Zustimmung zu den Unterlagen erteilt.“

Für die TBB steht derweil ein Doppelspieltag an: Am Freitagabend treffen die Trierer im drittletzten Heimspiel der Saison auf die FRAPORT SKYLINERS. Die TBB hofft im Saisonendspurt auf viele Zuschauer. Schon am Sonntag muss das Team von Henrik Rödl dann in Hagen ran.


TBB erhält zwei Punkte zurück

Beko BBL Schiedsgericht gibt Berufung der TBB Trier in Teilen Recht – Vier-Punkte-Abzug war “nicht angemessen” – Kein vorsätzliches Verhalten der TBB-Verantwortlichen

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Das Schiedsgericht der Beko BBL hat der Berufung der TBB Trier gegen die Entscheidung des Lizenzligaausschusses, zum Teil stattgegeben.

Dies hat zur Folge, dass der TBB Trier nur zwei statt vier positiver Wertungspunkte wegen Verstoßes gegen § 13 des Lizenzstatus (Verstoß gegen die Meldepflicht) abzuziehen sind. Nicht Gegenstand des Schiedsgerichtsverfahrens war außerdem der Punktabzug von vier positiven Wertungspunkten wegen Stellung eines Insolvenzantrags. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist endgültig.

Das Schiedsgericht hat in der Besetzung Wolfgang Schreier (Vorsitzender), Wolfgang Pertek und Manfred Aps getagt. In seiner Begründung machte der Schiedsgerichtsvorsitzende Wolfgang Schreier geltend, dass der vom Lizenzligaausschuss verhängte Punktabzug von vier positiven Wertungspunkten angesichts der vom Lizenzligaausschuss getroffenen Feststellung, die in dem Berufungsverfahren unstreitig waren, „nicht angemessen“ (Schreier) sei. Angesichts des festgestellten grob fahrlässigen Verhaltens von TBB Trier konnte der Strafrahmen des § 13 des Lizenzstatuts in Verbindung mit Ziffer 1.13 des Strafenkatalogs nicht ausgeschöpft werden. Für ein vorsätzliches Verhalten der Verantwortlichen der TBB Trier gab es in dem entschiedenen Verfahren keine Anhaltspunkte.

Prof. Dr. Dr. Schmidt, vorläufiger Insolvenzverwalter der TBB AG: „Wir freuen uns über die Entscheidung, auch wenn wir nicht vollständig durchgedrungen sind. Letztlich müssen wir feststellen, dass der Weg für die TBB Trier aller Voraussicht nach in die ProA führt, auch wenn es gerade im Sport schon einige Wunder gegeben hat. Im Hintergrund laufen bereits produktive Gespräche, um die personellen Weichen für die Zukunft zu stellen.“