Bitburger zurück auf dem TBB Trikot!

Bitburger beteiligt sich am neuen Trikotsponsoring-Konzept der TBB Trier und belegt die Trikotbrust bei mehreren Spielen – “Wir freuen uns, in unserem Jubiläumsjahr einen starken und langjährigen Partner auch wieder auf dem Trikot zu präsentieren.” – Werbung für Bitburger 0,0% beim Spiel gegen ALBA BERLIN.

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TBB Trier gegen ALBA BERLIN – das weckt Erinnerungen an viele große Spiele in der Halle am Mäushecker Weg und in der Arena Trier. Am kommenden Sonntag heißt der Gegner wieder ALBA BERLIN, ebenso wie in Trier feiert man auch in Berlin in diesem Jahr 25-jährige Zugehörigkeit zur Beko BBL. Und wenn die TBB Trier am Sonntag in die Arena einläuft, wird das “Gesamtbild” noch ein wenig mehr an die lange Tradition erinnern. Denn mit Bitburger ist am Sonntag einer der wichtigsten Partner aus den letzten 25 Jahren zurück auf der Trikotbrust – fast wie auf den gelben Spielhemden aus der Carl Brown-Ära.

“Wir freuen uns sehr, dass unser langjähriger Partner Bitburger bei unserem neuen Trikotsponsor-Konzept ohne zu zögern mitgemacht hat. Es passt perfekt, Bitburger ausgerechnet im Jubiläumsjahr wieder auf dem Trikot zu haben, erst recht beim ‘Spiel der Spiele’. Vielleicht gelingt uns so ja eine ähnliche Show wie 1998″, so Sebastian Merten, Geschäftsführer der TBB Trier.

Wie schon in Crailsheim werden die TBB-Profis auch gegen Alba Berlin mit einem Werbeschriftzug für Bitburger 0,0% auf ihren Trikots auflaufen.

 


Der Klassiker: TBB Trier vs. ALBA BERLIN

Spiele gegen ALBA BERLIN sind aus Trierer Sicht fast immer ein dramatischer Fall für die Geschichtsbücher – der erste Auswärtssieg 1997, “Charlys Spiel” 1998, der Sieg gegen die Übermannschaft von der Spree 2004 (inklusive Rangelei auf dem Spielfeld), die “hergeschenkten” Heimspiele mit Verlängerung 2005 und 2012. Und schließlich der sensationelle 88:91 Auswärtssieg im April 2013 in der O2 World. Wir werfen anlässlich unseres 25jährigen Bundesliga-Jubiläums einen Blick zurück auf einige Trierer Spielerlegenden und zwei ganz große TBB-Siege gegen ALBA BERLIN!


ALBA BERLIN: “Ein echter Hammergegner!”

TBB Trier erwartet am 2. November um 17:00 Uhr Tabellenführer ALBA BERLIN – “Zurzeit die stärkste Mannschaft der Liga – das ist ein Hammergegner für uns!” – ALBA BERLIN ebenfalls 25 Jahre ununterbrochen erstklassig und diese Saison noch ungeschlagen. - Liveübertragung auf Sport1. - Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

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Das war ein Coup: Bereits 2013 hatte ALBA BERLIN sich ein NBA-Team in die Berliner o2-World eingeladen und damit nicht nur in sportlicher, sondern auch in organisatorischer Hinsicht ein Ausrufezeichen gesetzt. Schließlich fahren Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks nicht überall hin – doch nach Berlin kamen sie gerne, siegten im Oktober 2013 mit 84:89 und boten dabei beste Unterhaltung.

2014 packte das ALBA-Management noch einen drauf und lud den amtierenden NBA-Champion San Antonio Spurs in die Arena am Ostbahnhof. Und diesmal machte das Team von Sasa Obradovic den Traum war: ALBA BERLIN besiegte mit einem Buzzer Beater von Jamel McLean die San Antonio Spurs mit 94:93 – das gab’s noch nie. Das eiligst in Auftrag gegebene “NBA-Sieger-Besieger”-Fanshirt wurde zwar nach Einspruch der NBA genau so eilig wieder einkassiert – dennoch dürfte nicht nur McLean noch sehr lange daran zurückdenken, wie er am 08.10.2014 den Champion abgeschossen hat.

“Aus PR-Sicht natürlich ein Volltreffer”, so TBB-Headcoach und ex-Albatros Henrik Rödl, “du hast die Halle voll und schlägst den World Champion. Ob es sportlich so aussagekräftig ist, kann man schwer sagen, die Spurs waren noch in der Vorbereitung und ALBA bereits mitten drin. Aber es zeigt, wie nah Europa an der NBA dran sein kann – und wieviel Berlin schon drauf hat.”

Mittlerweile ist aber auch in Berlin der Liga-Alltag eingekehrt – und so geht es am Sonntag um 17:00 Uhr gegen die TBB Trier und nicht gegen die Spurs. ALBA BERLIN kommt mit weißer Weste an die Mosel, fünf Siege aus fünf Spielen stehen zu Buche. Das bedeutet die Tabellenführung, denn Meister Bayern München hat bereits ein Spiel gegen die BG Göttingen liegen gelassen. Gegen den Aufsteiger sah ALBA gleich am ersten Spieltag besser aus, löste die Pflichtaufgabe mit 110:74. Dann folgten deutliche Siege gegen Bayreuth, Bonn, Ulm und Crailsheim. Am meisten Mühe dürfte Obradovics Team noch gegen Bonn gehabt haben – beim 74:83-Auswärtssieg im Telekom Dome lag der Sensationssieg gegen San Antonio aber auch erst zwei Tage zurück. Der erste Titel der Saison steht übrigens auch schon im Regal: Am 27. September gewann ALBA BERLIN als Pokalsieger den Champions Cup gegen den amtierenden Deutschen Meister FC Bayern München.

Henrik Rödl weiß sehr genau, was sein ehemaliger Arbeitgeber in diesem Jahr kann: “ALBA ist für mich im Moment die stärkste Mannschaft der Liga, vor allem defensiv sehr aggressiv und tief besetzt. Wie in den letzten Jahren auch hatten sie einen guten Saisonstart. In Berlin sind die Ansprüche immer hoch, man muss abwarten, wie sich das über die Saison ausspielt – aber im Moment sehen sie sehr gut aus und sind für uns natürlich ein echter Hammergegner.”

Ohne Zweifel will man an der Spree dieses Jahr eine Münchner Titelverteidigung verhindern. Headcoach Sasa Obradovic, charismatischer Ex-Teamkollege von Henrik Rödl, Meister mit Köln, und mehrfacher Pokalsieger mit ALBA BERLIN, kann dazu zum großen Teil auf sein eingespieltes Team aus der Vorsaison zurückgreifen: Mit Clifford Hammonds (gilt als bester Verteidiger der Liga – “der Schlüsselspieler, extrem aggressiv und mannschaftsdienlich”, sagt Rödl), Reggie Redding (ist ein absoluter Allrounder für die Positionen 1-3), Vojdan Stojanovski (kennt den Coach noch von früheren Stationen und gilt als dessen verlängerter Arm) und Leon Radosevic (ist ein beweglicher Center mit viel Erfahrung) sind wichtige Leistungsträger an Bord geblieben. Mit Sven Schultze und Jan Jagla verließen allerdings auch zwei alte Hasen Berlin: Schultze, mit seinen 36 Jahren immer noch ein Energizer vor dem Herrn, ging nach Bremerhaven, Jagla schloss sich nach 2013 erneut dem FC Bayern München an. Auch Levon Kendall und David Logan blieben nur ein Jahr an der Spree.

Dafür hat Berlin wieder clever eingekauft. Prominentester Neuzugang in diesem Jahr dürfte sicher Niels Giffey sein. Über ihn wurde nicht umsonst viel geschrieben, denn der 23-jährige gebürtige Berliner ist Nationalspieler sowie zweifacher NCAA-Champion mit den UConn Huskies. In Berlin soll er auf beiden Flügelpositionen zum Einsatz kommen, bisher kommen dabei 8.4 Punkte zusammen. “Spurs-Killer” Jamel McLean wechselte zur Saison 2014/15 aus Bonn nach Berlin – und auch wenn er gerade nicht Geschichte schreibt, macht er hervorragende Arbeit: 12,7 Punkte und 7.2 Rebounds, dazu 3 Assists, das Ganze in 23 Minuten sind Zahlen, die Obradovic gefallen dürften. Im Moment kein Faktor sind Jonathan Tabu (kam aus Belgien) und Martin Seiferth, der jüngere Bruder von Andreas Seiferth, für den ALBA BERLIN die erste Profistation nach seiner College Karriere bei den Eastern Washington Eagles ist: beide verletzten sich noch in der Vorbereitung, Tabu plagt ein Sehnenabriss im Brustmuskel, bei Seiferth brach bereits im August das Kahnbein der linken Hand.

Das Publikumsinteresse am “Hammergegner” Berlin ist seit eh und je ungebrochen, der Vorverkauf läuft – Fans sind gut beraten, zum Beispiel die Tickethotline 0651-9790777 zu nutzen, um am Sonntag lange Wartezeiten zu sparen.


Mantelsonntag: ALBA-Tickets sichern!

Der kommende Sonntag, 26. Oktober, ist in Trier verkaufsoffen – man nennt ihn auch Mantelsonntag. TBB-Fans haben am Mantelsonntag die Chance, sich vergünstigte Tickets für den Klassiker gegen ALBA BERLIN (2. November, 17:00 Uhr) zu sichern. 

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Am Kornmarkt in der Trierer Innenstadt wartet am Sonntag das Ticketmobil des TBB-Partners Ticket Regional auf Kundschaft. Zu kaufen gibt es Eintrittskarten für alle TBB-Spiele der regulären Saison, aber vor allem Tickets für den Klassiker gegen ALBA BERLIN zum Aktionspreis! Besonderes Bonbon: Die ersten 50 Kunden erhalten, passend zum nächsten Heimspielgegner, einen Berliner zum “vernaschen”!

Außerdem im Sortiment: Ausgewählte grüne Fanartikel, um die Aktion “BE GREEN” angemessen voranzutreiben. Von 15:00 bis 16:00 Uhr werden außerdem die beiden TBB-Profis Adin Vrabac und Marko Lukovic am Ticketmobil vorbeischauen und natürlich für Small Talk und Autogramme zur Verfügung stehen.

 


TBB Trier gastiert bei Crailsheim Merlins

Gastgeber warten auf ersten Sieg – “Ein richtungsweisendes Spiel für beide Teams!” – Wiedersehen mit ex-Trierern Joshiko Saibou und Jonathan Moore. – Liveübertragung am Samstag ab 18:15 Uhr auf www.telekombasketball.de und Telekom Entertain. 

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Pflichtsieg, Vierpunkte-Spiel oder auch “Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste” – wenn die TBB Trier am Samstag auf den Aufsteiger Crailsheim Merlins trifft, stimmt wohl jede dieser Floskeln. Für Trier ist die Partie sicher ein Pflichtsieg, was nicht bedeutet, dass sie die Aufgabe leicht nimmt – im Gegenteil. Aber Crailsheim gehört zu den Mannschaften, die Trier schlagen muss, um sich frühzeitig Luft nach unten zu verschaffen – gegen Göttingen, den zweiten Aufsteiger hat das für die TBB Trier bereits funktioniert.

Die Crailsheim Merlins indes dürften das alles ähnlich sehen: Die Schwaben warten noch auf ihren ersten Sieg in der Beko BBL und belegen mit 0:10 Punkten den letzten Tabellenplatz. Merlins-Coach Willie Young sah diesem Treiben nicht tatenlos zu und besserte personell nach: die Verträge von Justin Tubbs und Jared Newton wurden aufgelöst, mit Chad Timberlake kam zunächst ein alter Bekannter neu dazu, er spielte 2012/13 bereits für den Mitteldeutschen BC. Gegen ALBA BERLIN gelangen ihm am vergangenen Wochenende gleich 11 Punkte für die Merlins. Einen weiteren Neuzugang präsentierten die Merlins nun mit Flügelspieler Sean Mosley, der aller Wahrscheinlichkeit nach gegen Trier sein Bundesliga-Debüt feiern wird – Henrik Rödl ist gewarnt: “Ricky Harris kennt ihn von früher und sagt: ‘Das ist ein richtig Guter!’”.

Überhaupt ist in Trier niemand gewillt, dieses Aufeinandertreffen auf die leichte Schulter zu nehmen: “Diese Partie ist für beide Mannschaften ein Schlüsselspiel – sie entscheidet über den weiteren Verlauf der Anfangsphase, die jetzt langsam zu Ende geht. Entsprechend wichtig nehmen wir das Spiel.”, sagt Henrik Rödl.  “Die Neuzugänge sind schwer einzuschätzen – so etwas kann einer Mannschaft wie Crailsheim einen enormen Schub geben.”

Saibou_Crailsheim_800Gut einschätzen kann Rödl hingegen den derzeitigen Crailsheimer Topscorer: Joshiko Saibou spielte zwei Jahre lang unter Rödl in Trier, beide kennen sich schon länger aus Berliner Zeiten – und erst letzten Sommer war Saibou noch Rödls erste Wahl auf der Aufbauposition der A2-Nationalmannschaft. “Joshiko spielt eine sehr gute Saison bisher, er hat sich nochmals weiterentwickelt und spielt mit viel Mut und noch mehr Kontrolle als bisher.”, sagt Saibous ex-Coach. Saibou gelingen zurzeit 15.4 Punkte im Schnitt, dazu kommen 3.2 Assists.

Ein weiterer alter Bekannter ist Jonathan Moore – allerdings schon vor sieben Jahren, noch unter Coach Joe Whelton, spielte Moore in Trier, für die Crailsheim Merlins macht der Power Forward mit deutsch-amerikanischem Doppelpass ordentliche 8.2 Punkte und 5.3 Rebounds. Außer Moore sind aus der ProA-Aufstiegsmannschaft mit Stevie Johnson, dem 36-jährigen Publikumsliebling, und Shooting Guard Josten Crow (9.2. Punkte, 47% Dreierquote) nur zwei Spieler mit in die Beko BBL gekommen – Willie Young ließ sich das Beispiel von RASTA Vechta offensichtlich zur Warnung gereichen. Der Aufsteiger des Vorjahres stieg direkt wieder ab, war allerdings auch zur Freude der Fans fast mit der kompletten Zweitliga-Mannschaft angetreten.

Crailsheim dürfte alles daran setzen, im sechsten Spiel den ersten Sieg zu holen – bisher reichte es nicht gegen Bayreuth, Oldenburg, Göttingen (dort war es mit 80:84 zumindest knapp), Ludwigsburg und Berlin. Trier belegt vor der Abreise in die “Arena Hohenlohe in Ilshofen” (15 Kilometer von Craislheim entfernt) Platz neun.

Tip Off in Ilshofen ist um 18:30 Uhr, Telekom Basketball überträgt die Partie live unter www.telekombasketball.de oder über Telekom Entertain.


TBB-Malwettbewerb – jetzt mitmachen!

TBB Trier und Mayersche Interbook präsentieren Malwettbewerb für Kinder bis 14 Jahre – Zehn Siegerbilder werden im Rheinischen Landesmuseum ausgestellt. – Bilder in der Buchhandlung Mayersche Interbook abgeben oder auf facebook.com/tbbtrier posten und tolle Preise gewinnen!

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Die große Ausstellung  im Rheinischen Landesmuseum Trier zum 25-jährigen Bundesliga-Jubiläum wirft ihre Schatten voraus – alte Fotos werden gesichtet, Ausstellungsstücke zusammengesucht und auch der längste Fanschal Basketball-Deutschlands wird einen festen Platz im Museum bekommen. Eine ganz besondere Abteilung wird es hier aber auch geben: die TBB Trier ruft zusammen mit der Buchhandlung Mayersche Interbook zum großen Malwettbewerb auf! Kinder bis 14 Jahre können teilnehmen und ein selbstgemaltes Bild mit einem TBB-Motiv einreichen – entweder direkt in der Buchhandlung Mayersche Interbook (Am Kornmarkt 3) oder digital auf der Facebook-Seite der TBB Trier.

Aus allen bis 15. November eingereichten Meisterwerken wählt die Jury um Headcoach Henrik Rödl die besten zehn Bilder aus – und die werden dann ein Teil der Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum. Außerdem warten tolle Preise auf die Gewinner, zum Beispiel Gutscheine der Mayerschen Interbook, ein Kurzurlaub für die ganze Familie in einem Ferienpark von Landal GreenParks und viele mehr. Mehr Informationen unter www.25-trier.de.


Highlights vs. Brose Baskets

Ab sofort stellen wir alle wichtigen visuellen Medien-Inhalte zu unseren Heimspielen im Überblick zusammen, produziert von Stream Solutions.

Die schönsten Highlights im Spielbericht:

Der twitter-Rückblick:

Play of the Day und Stimmen zum Spiel:

 

Fotogalerie: (Fotos: Thewalt)

Pressemitteilung zum Spiel

Boxscore & Stats

Re-Stream auf TelekomBasketball

 


DUNK OF THE DAY: Vitah Chikoko

Der Dunkin Donuts Dunk of the day kommt dieses Mal von Vitah Chikoko. Die Hand aus Simbabwe war gegen die Brose Baskets Bamberg Topscorer mit 13 Punkten und 3 Rebounds. Die TBB Trier verlor ihr drittes Heimspiel gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten mit 61:74.

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Produktion: Strream Solutions
Schnitt: David Vilter
Redaktion: Chris Schmidt


61:74 gegen Brose Baskets

Die TBB Trier verliert ihr Heimspiel gegen die Brose Baskets aus Bamberg mit 61:74. Chikoko mit 13 Punkten erfolgreichster Trierer, Lukovic mit 8 Punkten und 10 Rebounds. – “Wir haben gekämpft, aber um Bamberg zu schlagen, sind wir noch nicht bereit.”

TBB Trier-Artland Dragons

Am Ende siegte der Favorit deutlich, und der neue Bamberger Coach sagte “Ich bin nicht zufrieden, aber wir machen Fortschritte”. Zufrieden konnte Coach Trinchieri auch allenfalls mit dem Ergebnis sein, denn um ein Haar hätten seine Brose Baskets zugelassen, dass das Spiel im vierten Viertel noch gekippt wäre. Doch wie Henrik Rödl am Ende feststellte, war Trier am Samstag “noch nicht bereit, eine Mannschaft wie Bamberg zu schlagen.”

Dabei war der Start in die Partie ein guter für die Hausherren: 5:0 führten die Trierer gleich zu Beginn, Bamberg wirkte nach dem Auswärtsspiel in Bologna unter der Woche noch etwas müde. Das sollte allerdings die höchste Trierer Führung bleiben, ein an der Seitenlinie tobender Andrea Trinchieri brachte sein Team schnell in die Spur zurück, Trevor Mbakwe und Ryan Thompson verkürzten auf 5:4, die Brose Baskets ziehen vor allem in der Verteidigung das Tempo merklich an. Mit einem Dreier ist es wieder Thompson, der die Bamberger Führung herstellt. Trier kämpfte wacker, musste jedoch viel investieren. Am Ende des ersten Viertels steht es 20:26, Marko Lukovic war pünktlich mit dem Buzzer über die Baseline durchgekommen.

Vitalis Chikoko eröffnete das zweite Viertel mit einem Dunking zum 22:26 – Grund genug für eine Auszeit von Trinchieri, die allerdings nichts half; über lange Sekunden hielt die TBB Trier die Bamberger vom Korb weg, bis Tony Canty mit einem Fuß auf der Dreierlinie traf: 24:26. Trier war wieder drin, kam dann aber nach einem technischen Foul gegen die Trierer Bank wieder aus dem Konzept. Brad Wanamaker verwandelt den fälligen Freiwurf, macht dann zwei weitere Punkte zum 24:29, den Rest besorgte ein vor allem aus der Distanz starker Ryan Thompson. Dennoch hatte man zunächst nicht den Eindruck, als könne Bamberg sich endgültig befreien. Erst eine Sekunde vor der Halbzeitpause gelang es den Brose Baskets ein Ausrufezeichen zu setzen, Carlon Brown trifft den Dreier zum 29:40 – bitter für Trier.

Die Gäste verlegten sich auch im dritten Viertel auf einen Mix aus starker Defense und umspektakulärer Offense – das reichte um den Vorsprung bis zum Viertelende auf 17 auszubauen. Am Bamberger Brett war gegen Theis und Mbakwe nicht allzuviel zu holen. Zum Viertelende dann eine kurze Bamberger Schwächephase – diese wird Trinchieri gemeint haben, als er am Ende von “37 Minuten guter Verteidigung” sprach: Adin Vrabac gelingt im Verbund mit Jermaine Anderson ein Vierpunktspiel (ein Freiwurf von Vrabac, danach der eigene Rebound und ein Dreier), Marko Lukovic setzt direkt danach mit Foul noch einen drauf. Auf einmal sind es vor dem letzten Viertel nur noch zehn Punkte Rückstand, 3598 Zuschauer in Trier glauben kurzzeitig an die Sensation.

Wieder legt Bamberg zum Viertelstart vor, führt mit 46:60, wieder zieht Trier nach – beim 50:60 nimmt Trinchieri die “Zehn-Punkte-aber-nicht-weniger-Auszeit”, Trier kommt tatsächlich wieder in den einstelligen Bereich. Insgesamt bleibt Bamberg zwar zu stabil, als dass Trier das Spiel kippen kann – doch wieder sieht es kurz danach aus, denn die letzten Minuten hatten es in sich: Andrea Trinchieri bekommt ein Technisches Foul, weil er zum wiederholten Mal mitten im Feld stand; Chikoko und Anderson halten die TBB nahe der magischen Zehnpunkte-Marke, Anderson trifft den Dreier zum 58:68. Mathis Mönninghoff weckt nochmals große Hoffnungen, als er seinerseits den Dreier zum 61:69 trifft. 90 Sekunden hätte die TBB noch für die Sensation, doch dafür müsste alles richtig laufen. Das tat es nur für die Gäste, Elias Harris kontert zum 61:72, dann brennt bei den Franken nichts mehr an. Am Ende gewinnt der Meister von 2013, ohne dabei großen Glanz zu versprühen – ein Arbeitssieg für Bamberg, eine verzeihliche Niederlage für hart kämpfende Trierer.

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): “Wir hatten eine lange Anreise zu diesem Spiel, weil wir vorher drei Auswärtsspiele in sieben Tagen hatten. Ich glaube, dass wir in der Verteidigung heute das bisher beste Saisonspiel hatten – vielleicht weil wir so viel Zeit zusammen auf der Straße verbracht haben. Wir haben zehn neue Spieler, die müssen zusammen wachsen. Wir haben gewonnen, weil wir heute für 37 oder 38 Minuten solide verteidigt haben. Trier ist ein sehr gefährliches  Team, sie können in drei Minuten ein Spiel drehen – so wie sie es heute fast getan haben. Ich bin nicht zufrieden, aber wir machen Fortschritte.”

Henrik Rödl (TBB Trier): “Glückwunsch an Coach Trinchieri und sein Team. Wir haben heute wieder Lehrgeld gezahlt. Ich muss meinem Kollegen recht geben, Bamberg hat heute die solideste Leistung der bisherigen Saison abgeliefert, hat defensiv sehr gut gestanden, physisch gespielt und wenig Fehler gemacht, viel Ballkontrolle in der Offense. Für uns war es sehr schwer, dieses Spiel für uns zu entscheiden, wir hatten Chancen dazu. Aber um so ein Spiel zu drehen, müssen offene Würfe reinfallen, man darf auch keine Freiwürfe liegen lassen. Mit so einem Spiel kann man so eine Mannschaft nicht schlagen. Meine Mannschaft hat gekämpft, wie immer, aber um Bamberg zu schlagen, sind wir noch nicht bereit. Der Sieg geht in Ordnung, wir müssen stabiler werden, aber wir sind noch am Anfang der Saison und arbeiten hart daran – das nächste Spiel gegen Crailsheim ist sehr wichtig für uns.”

Harris (4), Canty (2), Dahlem (n.e.), Lukovic (8 / 10 Rebounds), Schmidt (3), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (11), Chikoko (13), Vrabac (1), Leonhardt (n.e.), Bucknor (8), Anderson (11).
Rebounds:  35:40.

Zuschauer: 3598.


TBB Trier empfängt Brose Baskets

Die TBB Trier trifft am fünften Spieltag der Beko BBL-Saison 2014/15 auf den Titelkandidaten Brose Baskets aus Bamberg– Spielbeginn am Samstag, 18. Oktober um 20:30 Uhr – “Diese Mannschaft ist gespickt mit individuellem Talent – ich hoffe, es dauert noch ein wenig, bis sie endgültig zusammenfinden.” – Liveübertragung auf Telekom Basketball. - Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

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Das nächste Heimspiel für die TBB Trier steht am Samstag um 20:30 Uhr an – und wieder geht es zu Hause gegen einen extrem starken Favoriten: Die Brose Baskets aus Bamberg kommen. Zuletzt hatte die TBB in der heimischen Arena mit den Artland Dragons aus Quakenbrück gut mitgehalten, am Ende den kaltschnäuzigen Tabellenführer aber ziehen lassen müssen (69:77). Am vergangenen Sonntag folgte dann ein “Vier-Punkte-Spiel” beim Aufsteiger Göttingen. Die TBB Trier behielt die Nerven und kippte das hart umkämpfte Spiel im vierten Viertel zu ihren Gunsten: 73:87 hieß es am Ende für die Mannschaft von Henrik Rödl.

Nun also die Brose Baskets – und die haben einiges hinter sich. Die Nachrichten aus Bamberg tönten wie Paukenschläge durch die vergangene Sommerpause: Erfolgscoach Chris Fleming, der Mann, der die Brose Baskets zu vier Meistertiteln in Folge geführt hatte, der den Threepeat, also drei Doubles aus Meistertitel und Pokalsieg hintereinander, möglich gemacht hatte, würde nach dem Sommer nicht nach Franken zurückkehren. Die Gründe waren naheliegend, immerhin waren die erfolgsverwöhnten Brose Baskets in der Saison 2013/14 früh aus den europäischen Wettbewerben ausgeschieden, hatten das Pokalfinale verpasst und waren im Playoff-Viertelfinale an den Artland Dragons gescheitert. Dass danach aber SO gründlich unstrukturiert werden würde, kam doch überraschend.

Mit Fleming verließen fast alle bisherigen Spieler Bamberg, darunter altgediente Haudegen und Publikumslieblinge wie Anton Gavel (wechselte zum FC Bayern München) John Goldsberry und Casey Jacobsen (beendeten beide die Karriere). Ex-Trierer Maik Zirbes schloss sich Roter Stern Belgrad an, Assist-König Jared Jordan ging nach Spanien.

Neben dem Parkett änderte sich ebenfalls eine wichtige Personalie: Wolfgang Heyder, der langjährige “Macher” der Brose Baskets trat vom Amt des Geschäftsführers zurück, gab später auch den Posten des Sportdirektors ab und kümmert sich jetzt hauptberuflich um das Bamberger Nachwuchsprogramm. Die oft überstrapazierte Redensart vom “Ende einer Ära” trifft hier vollkommen zu – in Bamberg blieb diesen Sommer kein Stein auf dem anderen.

Folgerichtig gibt es einen bis auf zwei Spieler komplett neuen Kader. An Bord geblieben ist Karsten Tadda, Nationalspieler und starker Verteidiger – er ist damit der letzte Spieler, der noch mit Bamberg Meister wurde. Ebenfalls noch da ist Elias Harris, der im Dezember 2013 von den LA Lakers an die Regnitz kam.

Was an Spielern neu dazu kam, ist europäisches Topniveau und absolut dazu geeignet, die Saison 2013/14 vergessen zu machen – sonst wäre der Umbruch auch nichts wert. Mit Carlon Brown kam ein Shooting Guard mit NBA-Ambitionen von Hapoel Tel Aviv, mit Brad Wanamaker einer der besten Scorer und Vorbereiter aus der ersten italienischen Liga. Browns Statistiken bleiben noch ein wenig hinter den Erwartungen zurück (9.5 Punkte, 37,5% Trefferquote), er konnte aber verletzungsbedingt auch erst zwei Spiele absolvieren. Wanamaker dagegen ist bereits eingeschlagen: Er ist mit 15 Punkten Bambergs Topscorer, verteilt dabei noch 4.8 Vorlagen. Ebenfalls neu sind Ryan Thompson (kam aus Oostende) und der lettische Scharfschütze Janis Strelnieks, der zuvor in Kiev und St. Petersburg aktiv war.

Auch auf den großen Positionen hatte Bamberg einen klangvollen Einkaufszettel. Power Forward Josh Duncan, der beste Dreierschütze der israelischen Liga, verletzte sich allerdings noch in der Vorbereitung und wird derzeit von Mindaugas Katelynas vertreten. Auf der Centerposition lauert mit Trevor Mbakwe ein ausgewiesenes “Blockmonster” auf den Ball – eine Topverpflichtung von Virtus Roma. Einer der spannendsten Transfers der Brose Baskets betrifft allerdings einen jungen Deutschen: Daniel Theis wechselte aus Ulm nach Bamberg, der Power Forward zählt im Moment zu den besten deutschen Spielern in der Liga und legt in Bamberg 11.8 Punkte und starke 6.5 Rebounds auf.

Trinchieri_250Und der Coach? Der heißt mittlerweile Andrea Trinchieri, stammt aus Mailand und führte zuletzt Unics Kazan ins Finale des Eurocup. Und ist ganz offenbar ein Freund der klaren Worte: Als Bamberg nach Verlängerung mit 77:66 gegen Braunschweig verlor und dabei die Overtime mit 0:11 abgab, nannte Trinchieri seine Mannschaft “unreif und naiv” – eine temperamentvolle Wortwahl für einen richtig teuren Kader. Abgesehen von diesem Ausrutscher kann man sagen “es läuft” für die Bamberger: Tabellenplatz 5 nach zwei überzeugenden Siegen gegen Tübingen und Hagen und einem hauchdünnen 83:82 gegen Bremerhaven zum Auftakt. Die Ziele sind allerdings klar gesteckt: Mindestens um die Meisterschaft mitspielen.

Rödl_Auszeit_590Das ist auch der TBB Trier klar: “Bamberg hat eine Mannschaft, die für den Europacup konzipiert ist. Durch die vielen neuen Spieler, waren sie vielleicht in der Anfangsphase noch nicht so eingespielt waren. Aber sie sind mit großkalibrigem individuellem Talent ausgestattet. Sie gehören sicher zu den Top 4 der Liga. Einen herauszuheben ist quasi unmöglich, ob der jetzt Carlon Brown oder Ryan Thompson heißt – das geht durch die ganze Liste.”, sagt Henrik Rödl. “Jedes Spiel hilft ihnen, sich zu finden. Ich bin sicher, dass ihnen demnächst solche Ausrutscher wie in Braunschweig nicht mehr passieren – und hoffe natürlich, dass das noch ein bisschen dauert.”

Um den Favoriten zumindest zu  ärgern, stehen Henrik Rödl alle Spieler zur Verfügung. “Vitah Chikoko ist nach seiner Ellbogenprellung aus dem Spiel in Göttingen voll einsatzfähig. Dementsprechend hatten wir eine gute Trainingswoche und freuen uns auf das Heimspiel.”

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