Morgen: Inklusiver Basketball-Tag

Sportler von Special Olympics und Lebenshilfe gehen am Donnerstag, 27. November in der Arena Trier mit den TBB-Profis auf Korbjagd – Zuschauer sind herzlich willkommen.

Lebenshilfe_Basketball_590

Im Rahmen der Europäischen Basketballwoche von Special Olympics lädt Special Olympics Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Lebenshilfe Trier am Donnerstag, den 27. November zahlreiche Sportler mit und ohne geistige Behinderung zum inklusiven Basketball-Tag in die Arena Trier ein.

Ab 10:45 Uhr steht ein gemeinsames Training mit der TBB Trier auf dem Programm. Dabei erhalten Athleten mit oder ohne Handicap die Möglichkeit, einige Korbjäger des Bundesligisten hautnah zu erleben und professionelle Basketball-Luft zu schnuppern. Seinen Höhepunkt findet der Tag mit einem inklusiven Basketballturnier in der Arena, zu dem 70 Sportler erwartet werden. Es wird ein traditioneller Special Olympics Mannschaftswettbewerb sowie ein inklusiver Unified® Wettbewerb ausgespielt.

Zum Basketball-Tag in der Arena Trier sind Zuschauer herzlich willkommen. Weitere Infos unter www.rlp.specialolympics.de oder unter presse@so-rlp.de

Medieninfo Special Olympics RLP
Text: Wilfried Kootz, Medien Special Olympics RLP 


Dunk of the Month October: Vitah Chikoko

Dunkin` Donuts Trier präsentiert die schönsten Spielzüge der TBB Trier. Drei Wochen lang konnten die Fans über die beste Aktion des Monats Oktober abstimmen, das Ergebnis ist eindeutig:

1. Platz: Vitah Chikoko – 66,6% stimmten für den krachen Dunk von Chikoko gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Die “Hand aus Simbabwe” legte im Oktober in sechs Partien im Schnitt 9,7 Punkte, 3,8 Rebounds, 1,1 Blocks und 1,8 Assists bei einer Trefferquote von 54,2% aus dem Feld auf.

2. Platz: Vitah Chikoko – 15,0 % sahen Chikokos Play of the Day gegen die Brose Baskets Bamberg ganz vorne.

3. Platz: Mathis Mönninghoff – 13,3% gaben dem A2 Nationalspieler für seine Aktion im Auswärtsspiel bei der BG Göttingen ihre Stimme.


TBB verliert mit 71:88 zu deutlich in Bonn

Hohe Auswärtsniederlage nach starkem Beginn und großer Aufholjagd – “Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wider, der Sieg für Bonn ist aber trotzdem verdient.” – Laurynas Samenas bester Trierer mit 17 Punkten und ohne Fehlwurf.

Samenas_Bonn_590

Am Ende waren sich beide Trainer in einer Sache einig. Nein, 88:71 gibt nicht wieder, wie eng diese Partie eigentlich war, zumindest phasenweise. Eine 17-Punkte-Niederlage mit 12 Punkten Rückstand zur Halbzeit zeigt nicht den starken Trierer Beginn und die couragierte Aufholjagd, die das Team von Henrik Rödl im dritten Viertel aufs Parkett legte, als es auf einmal erst 59:57 und dann nach zwölf Punkten des starken Laurynas Samenas 64:62 stand. Und das Endergebnis 88:71 alleine zeigt nicht, was hätte sein können, wenn nicht Steve Wachalski acht Dreier von zehn Versuchen getroffen hätte – 26 Punkte un 15 Minuten, den Großteil davon in der Schlussphase.

Trier hatte Bonn zu Beginn glatt überlaufen, war schnell mit 0:6 in Führung gegangen. Bonn wirkte fahrig, es dauerte fast drei Minuten, bis Dirk Mädrich per Freiwurf den ersten Bonner Punkt an die Tafel brachte. Erst ein Acht-Sekunden-Pfiff gegen Trier wendete das Blatt, Benas Veikalas und Andre Mangold schossen Bonn per Dreier zum 7:6 in Führung. Trier spielte dennoch unbeschwert und mit viel offensiver Energie auf, vor allem Adin Vrabac hatte jetzt eine starke Phase: Erst schickt der 20jährige Bosnier Jermaine Anderson per langem Pass zum Fastbreak und erzwingt so beim Stand von 7:13 die erste Bonner Auszeit. Dann nimmt er das Offensivfoul von Angelo Caloiaro an. Trier hielt die Gastgeber mit guter Zonenverteidigung in Schach und setzte seinerseits die Big Points: Anderson mit dem Buzzer “für drei” zum 10:16, Harris ebenfalls per Dreier mit Bonusfreiwurf zum 14:22. Laurynas Samenas packte zum 16:25 noch einen Dreier drauf, den Steve Wachalski mit dem ersten seiner später vielzitierten acht beantwortete. Beim Stand von 19:25 kam die erste Viertelpause, bis dahin hatte Trier eine Trefferquote von 71% aus dem Feld vorzuweisen.

Im zweiten Viertel fanden die Telekom Baskets in die Spur und vor allem zu ihrem gefürchteten Offensivspiel, die Trierer Punkte von Ricky Harris zum 23:29 sollten für eine ganze Weile die vorerst letzten sein. Bonn lässt den Ball immer wieder blitzschnell um die Dreierlinie laufen und findet am Ende den freien Mann, der in diesem Spielabschnitt meistens Dirk Mädrich heißt. Der Center trifft entweder direkt oder per Freiwurf. Erst Adin Vrabac kann mit einem beherzten Zug zum Korb den Bonner 10:0-Lauf unterbinden und legt zum 35:31 ein. Danach spielt wieder nur Bonn, nach dem selben Schema: mit einer guten Mischung aus Inside und Outside, aus Angriffen in der Trierer Zone und Distanzwürfen. Am Ende dieser Bonner Sturm-und-Drang-Phase steht ein 21:2-Lauf und das 44:31. Trier kann den Rückstand nochmals unter 10 drücken (45:36), doch für die Gäste kommt neben einigen nervösen Ballverlusten dann auch noch Pech dazu, wie in der letzten Aktion des zweiten Viertels: Bei 1,2 Sekunden Restzeit hat Bonn Einwurf, der Ball erreicht Veikalas, der legt mit Foul den Ball auf den Ring. Und der Ball dreht sich bei genau null Sekunden in den Trierer Korb. Veikalas trifft auch den Bonusfreiwurf: 48:36.

Doch vorbei war hier, natürlich, noch nichts. Die TBB machte sich gleich nach Beginn es dritten Viertels daran, das Spiel zurück nach Trier zu holen. Es entwickelte sich eine Trierer Aufholjagd, bei der vor allem Laurynas Samenas voranging. Sinnbildlich war der abgestoppte Dreier des Litauers aus vollem Lauf zum 53:49; doch auch im Zug zum Korb war Samenas erfolgreich und scorte aus der Nahdistanz oder ging an die Freiwurflinie, wo er sich keine Blöße gab. Mit dem Buzzer zum letzten Viertel schaffte Mickey McConnell wieder etwas Distanz, es stand 64:59.

Immer noch war Trier nah genug dran, wieder ist es Samenas der den Abstand auf 64:62 verkürzt. Doch dann schlägt die Stunde von Steve Wachalski: Drei Dreier in Folge netzt der Bonner Forward ein, alle nach dem gleichen, schnellen Muster herausgespielt – jedes Mal steht Wachalski goldrichtig in der Ecke. Das bricht den Trierer Widerstand, es steht 6 Minuten vor Schluss 75:65. Trier bleibt durch zwei erfolgreiche Fastbreaks von Vrabac und Anderson zwar noch kurz dran (75:65) – doch Wachalski trifft einfach noch drei Mal, bis zum Endstand von 88:71, der nicht zuletzt Wachalskis aberwitziger Quote von 80% geschuldet ist.

Für Trier: Harris (10). Canty (3), Lukovic (2), Schmidt (4), Mönninghoff (2), Samenas (17),  Chikoko (8), Vrabac (13), Kramer (0), Anderson (12).

Henrik Rödl (Trainer TBB Trier): „Glückwunsch an Bonn. Das Ergebnis ist nicht ganz indikativ für das Spiel, das Bonn dennoch vollkommen zurecht gewonnen hat. Wir waren im dritten und auch am Anfang des vierten Viertels im Spiel. Dann haben wir zu viele Fehler gemacht, zuviele Offensivrebounds weg gegeben. Ich mag die Mannschaft der Telekom Baskets, die toll zusammengestellt ist, es ist schön zu sehen, wie sie den freien Mann finden. Wir hatten ein beherztes Comeback, aber wir konnten in der zweiten Hälfte den Druck, der uns bis auf zwei Punkte herangebracht hat, nicht aufrecht erhalten und mussten deswegen am Ende abreißen lassen. Der Sieg für Bonn geht in Ordnung.“

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets Bonn): „Danke für die Glückwünsche. Ich muss Hemrik zustimmen, das Ergebnis spiegelt nicht das Spiel wieder. Die Partie war über weite Strecken offen, auch wenn wir zwischenzeitlich zweistellig geführt haben – aber eben zwischenzeitlich auch nur mit zwei Punkten. Kompliment an Trier, sie haben sich nie aufgegeben, 49 Minuten ihre Chance gesucht und in der zweiten Hälfte tatsächlich noch fast die Wende geschafft – das zeugt vom Charakter dieser Mannschaft. Wir haben viel durchrotiert, den Ball viel nach innen gebracht und daraus für das Team kreiert, aber auch von außen geworfen. So haben wir gut gegen die Zone ausgesehen. Es war enorm wichtig, dass alle dabei geholfen haben die heiße Hand Steve Wachalskis zu finden. Denn diese haben wir gebraucht, um heute den Sieg nach Hause zu bringen.“


Das Derby: TBB Trier fährt nach Bonn

TBB Trier gastiert am Samstag, 22. November bei den Telekom Baskets Bonn – “Der Derbycharakter macht das Spiel besonders. Bonn ist stark und ganz schwer zu spielen!” –Tip Off um 20:30 Uhr, Liveübertragung ab 20:15 Uhr auf www.telekombasketball.de und Telekom Entertain.

Telekom_Baskets_Bonn_590

Es ist nicht nur wegen der räumlichen Nähe ein besonderes Spiel für die TBB Trier – auch wegen der langen Historie hat sich das Derby gegen die Telekom Baskets Bonn zu einem speziellen Termin im Trierer Spielplan entwickelt. Am Samstag, den 22. November ist es mal wieder soweit: Im Telekom Dome auf dem Bonner Hardtberg trifft die TBB auf den aktuellen Tabellensiebten vom Rhein. Die Telekom Baskets feiern in dieser Saison ihr 20-jähriges Bestehen, seit 1996 spielen sie in der ersten Liga – Trier ist dort fünf Jahre länger vertreten, und die Liste der großen Spiele gegen Bonn ist lang. Von insgesamt 48 Partien konnte die TBB immerhin 21 für sich entscheiden. TBB-Fans denken sicher gerne an den letztjährigen zweiten Weihnachtsfeiertag zurück, an diesem Datum deklassierte Trier Bonn im Telekom Dome mit 68:88 und einem gewissen Andreas Seiferth gelangen 27 Punkte und 13 Rebounds.

Dieses Jahr trifft man sich früher in der Saison und in einer für Bonn recht anstrengenden Phase: Die Telekom Baskets spielen im Eurocup und haben so gerade eine Serie aus drei Auswärtsspielen hinter sich; bei Strasbourg IG setzte es für die Mannschaft von Headcoach Mathias Fischer eine bittere 76:48-Niederlage. In der Beko BBL läufts dagegen gut: Nach leichten Startschwierigkeiten (zum Beispiel einer 84:71-Niederlage in Frankfurt) trat Bonn souverän auf und besiegte die Artland Dragons, Aufsteiger Göttingen, medi bayreuth und die Brose Baskets.  Die Serie riss erst gegen ratiopharm ulm, dort ging das Auswärtsspiel mit 82:77 verloren. Unterm Strich bedeutet das bisher eine positive Bilanz mit fünf Siegen aus neun Spielen und Playoff-Platz 7 mit Anschluss nach oben.

Den Telekom Baskets gelingt das mit einem auf Angriff gepolten Team: Angeführt von Point Guard Eugene Lawrence (5.3 Assists pro Spiel), der bereits im letzten Jahr zeigen konnte, wie wichtig er für die Bonner ist, wird sehr vielseitiger Offensivbasketball gespielt. Benas Veikalals und Ryan Brooks sind ebenfalls vom letzten Jahr als gute Offensivspieler bekannt, mit Angelo Caloiaro kam der letztjährige Top-Performer der Liga dazu, er wechselte vom MBC an den Rhein. Auf der Center-Positon spielt mit dem erfahrenen Litauer Tadas Klimavicius der aktuelle Topscorer der Baskets: Er markiert 12.6 Punkte und 5.1 Rebounds pro Partie. Abgerundet wird das Bild durch starke Bankspieler wie Steve Wachalski, Andrej Mangold und Neuzugang Dirk Mädrich (kam von Absteiger RASTA Vechta).

Henrik Rödl will denn auch keinen herausheben, um die Bonner und ihr Spiel zu beschreiben: “Bonn ist offensiv sehr variabel. Wir alle wissen, dass sie gut werfen können, Veikalas, Wachalski, Caloiaro, Brooks, das sind vier ausgezeichnete Schützen. Sie haben sich im Vergleich zum letzten Jahr auf der Point Guard-Position nochmals verstärkt. Eugene Lawrence ist schon sehr gut, mit Mickey Connell ist ein Aufbau dazu gekommen, der auch Akzente setzt. Insgesamt eine sehr vielseitige Mannschaft, die richtig schwer zu verteidigen ist. Ich finde Bonn in den letzten Wochen sehr stark, am Anfang haben sie Zeit gebraucht sich zu finden. Aber Sie haben Artland geschlagen, Bamberg geschlagen, auch auswärts sehr gut gespielt. Sie sind in der Liga sehr stabil und gehören für mich zu den Topteams.”

Alleine muss die TBB Trier diese Aufgabe nicht angehen – der Trierer Fanclub Fastbreak wird mit sich mit einem ausverkauften Fanbus auf die kürzeste Auswärtsreise der Saison machen. Das bleibt auch Rödl und seinem Team nicht verborgen: “Es ist immer ein besonderes Spiel in Bonn – es hat diesen Derbycharakter mit hoch motivierten Fans und guter Stimmung. Wir müssen dort eine besondere Leistung abrufen, um eine Chance zu haben.”

Tip Off in Bonn ist um 20:30 Uhr, Telekom Basketball überträgt die Partie live unter www.telekombasketball.de oder über Telekom Entertain.


TBB Trier verlängert mit Ricky Harris

Vertrag bis Saisonende – “Wir freuen uns, einen Spieler von seiner Qualität weiter in unserem Kader zu haben. Das war eine Entscheidung für die Mannschaft als Ganzes.”

Rickyharris_Contract_590

Die TBB Trier kann weiter auf die Dienste von Ricky Harris bauen. Der Basketball-Erstligist von der Mosel und der 27-jährige Combo Guard aus Baltimore, USA, einigten sich auf einen Vertrag bis Saisonende.

TBB-Vorstand Sascha Beitzel über die Verpflichtung: “Wir haben abgewogen, ob es wirtschaftlich darstellbar ist, Ricky hier zu behalten. So etwas ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison eine Herausforderung, die wir uns aber zutrauen und auch mit Hilfe stemmen können. Nach dem Bayreuth-Spiel sind einige Partner auf uns zugekommen und haben ihre Bereitschaft signalisiert, zu helfen; das ist super, aber wir werden noch weitere Partner akquirieren müssen um weiteren Spielraum zu haben. Über diese und weitere Unterstützung freuen wir uns natürlich sehr.”

Sebastian Merten, Geschäftsführer der Treveri Basketball AG, stimmt zu: “Wir sind ständig dabei unser Partner-Netzwerk auszubauen, es sind in den letzten Wochen einige Sponsoren und Paten des Trierer Wegs neu dazu gekommen. Wir wollen, unter anderem durch Rickys Weiterverpflichtung, auch in Zukunft spektakulären Basketball bieten und den Standort stärken. Das wird in den kommenden Jahren eher schwieriger als einfacher werden, aber wir arbeiten hart daran.”

“Ich bin froh, dass wir einen Spieler von seiner Qualität weiter in unserem Team haben werden”, kommentierte Henrik Rödl, Headcoach der TBB Trier, die Verpflichtung am Mittwoch. “Ricky hat uns am Anfang der Saison immens unterstützt. Diese Verpflichtung wird uns dabei helfen, im Rhythmus zu bleiben, sie macht unser Spiel variabler.”



Harris hatte in bisher sieben Spielen für die TBB Trier 13.1 Punkte im Schnitt erzielt. Er war kurz vor der Saisonvorbereitung von der TBB Trier mit einem Zweimonatsvertrag ausgestattet worden, um den damals verletzten Laurynas Samenas zu ersetzen. Der ursprüngliche Vertrag endete am 15. November. Samenas ist mittlerweile wieder fit und spielbereit. Henrik Rödl weiter: “Es war ganz klar eine Entscheidung für die Mannschaft als Ganzes, nicht für oder gegen einen Spieler.”


Freitag: 2. Basketball-Grundschultag!

Am Freitag, 21. November ab 9:00 Uhr ist es wieder soweit: 220 Kinder aus Trierer Grundschulen treffen sich in der Arena Trier und lernen spielerisch Basketball-Grundlagen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sportunterricht mal anders: Insgesamt 13 Schulklassen aus 11 Trierer Grundschulen werden am Freitagvormittag in der Arena Trier erwartet. Die Kinder lernen an verschiedenen Stationen spielerisch die Grundlagen des Basketball-Sports kennen. Bereits im letzten Jahr hatte die TBB Trier über 200 Kindern die Grundlagen des “Laufen, passen, dribbeln, schießen” nahe gebracht. Am Ende der Veranstaltung gibt es ein “Basketball-Diplom” für jeden Teilnehmer.

 


Geschafft: Ein Schal quer durch die Stadt!

Eine verrückte Idee wurde erst zu einem Aufruf zum Stricken, dann nach und nach zu einem 2,8 Kilometer langen Schal. Am Samstag wurde das Produkt von “Trier strickt”, der längste Fanschal Basketball-Deutschlands in den TBB-Vereinsfarben grün und weiß, von der Porta Nigra bis zur Arena Trier ausgerollt. 

SchalPorta_590

Es war ein waghalsiges Projekt, das am Samstag vor dem Trierer Wahrzeichen Porta Nigra seinen Abschluss fand: Über Monate hatten rund 1000 Menschen aus der Region Trier, aber auch aus ganz Deutschland dabei geholfen, den “längsten Fanschal Basketball-Deutschlands” zu stricken. Passend zum 25jährigen Bundesligajubiläum der TBB Trier sollte dieser grün-weiße Schal mit Unterstützung des Trierer Traditionsunternehmens Modehaus Marx eine Länge von 2500 Metern haben, über 2800 Meter sind es am Ende geworden.

Am Samstag folgte dann der planmäßige Höhepunkt: Der komplette Schal, der zwischenzeitlich noch mit Plastikfolie wetterfest gemacht wurde, wurde von der Porta Nigra bis zur Arena Trier ausgelegt und von hunderten TBB-Fans über die ganze Strecke hochgehalten – ein ganz klares Statement, dass die TBB Trier in der Stadt starken Rückhalt genießt. Das sieht auch Triers Sportdezernentin Angelika Birk so, die in Vertretung von Schirmherr Oberbürgermeister Klaus Jensen die TBB-Fans per Megaphon von der Porta Nigra aus begrüßte. “Ich finde das eine Superleistung, die außerdem zeigt, wie sehr die TBB Trier in der Stadt Trier verankert ist. Es haben ja viele ihre Freizeit geopfert und mitgestrickt, die sonst auch nicht immer zu den Spielen kommen, zum Beispiel Mitarbeiter der Stadtverwaltung bis hin zu unserer Ministerpräsidentin – das ist ja nur ein Indiz dafür, wie viele Menschen sich wirklich beteiligt haben.”, so Angelika Birk.

Von der Porta aus ging es zunächst mit zwei Steiger-Kränen der TBB-Partner Verkehrstechnik Wöffler und Seeger Kranarbeiten über die Theodor-Heuss-Allee – ein kritischer Moment, schließlich durfte der Verkehr nicht behindert werden. Doch der in 4,50 Metern Höhe geknüpfte Knoten hielt. Ab dem Mercure-Hotel lief der Schal dann ebenerdig über den Bürgersteig – alle paar Meter sorgfältig von TBB-Fans, Vereinsmitarbeitern und Jugendspielern hochgehalten. Nur die TBB-Profis waren entschuldigt, sie hatten am Abend noch das schwere Heimspiel gegen medi bayreuth vor der Brust.

A propos Heimspiel: Alle Mitstricker waren zum Heimspiel gegen Bayreuth eingeladen, gut 500 sind der Einladung gefolgt und sahen einen knappen 78:75-Erfolg ihrer TBB Trier.

Auch TBB-Geschäftsführer Sebastian Merten ist froh über den erfolgreichen Abschluss der Aktion: “Wir sind sehr glücklich, dass das Wetter mitgespielt hat. Es war sehr schön zu sehen, dass so viele Menschen in und um Trier hinter uns stehen. Wir wussten das ja schon während der ‘Strickphase’ – aber dass die Fans jetzt alle an einem Tag für uns auf die Straße gehen und, im wahrsten Sinn des Wortes, Verbundenheit demonstrieren, war ein sehr schönes Bild. Vielen Dank dafür!”

Der Schal wurde anschließend natürlich auch wieder eingesammelt und macht sich bald auf seine nächste Reise: Ein großer Teil geht ins Rheinische Landesmuseum, wo er Teil der Ausstellung zum 25-jährigen Erstliga-Jubiläum der TBB wird. Der Rest wird wieder auseinandergenommen dient einem guten Zweck: Ein Teil davon wird zugunsten der TBB-Jugendarbeit verkauft (erste Teile gingen bereits direkt nach der Aktion “über den Tisch”), außerdem sollen einzelne Schals an Obdachlose gespendet werden.


HEIMSIEG! 78:75 gegen Bayreuth!

Die TBB Trier siegt vor 3564 Zuschauern am Samstagabend mit viel Kampf, guten Quoten und vor allem starken Nerven gegen medi bayreuth. Endstand: 78:75. Topscorer Ricky Harris mit 19, Vitalis Chikoko mit 14 und Jermaine Anderson mit 12 Punkten. 

TBB Trier-Bayreuth

Ein mehr als gelungener Samstag: Erst mobilisierte die TBB Trier hunderte Fans, die den längsten Fanschal Basketball-Deutschlands von Triers Wahrzeichen Porta Nigra bis zur Arena Trier ausrollten und hochhielten; dann siegten die Trierer Basketballer dank starker Nerven mit 78:75 gegen den Tabellenachten medi bayreuth.

Henrik Rödl hatte gesehen, woran es in den letzten Spielen gekrankt hatte und beorderte seine beiden Center Vitah Chikoko und Stefan Schmidt zusammen in die Startformation. Das Rebounding müsste und würde sich verbessern, hatte Triers Coach versprochen. Und seine erste Fünf setzte das in die Tat um: Zwar erwischten die Gäste dank eines glänzend aufgelegten Brandon Bowman (9 Punkte im ersten Viertel) den besseren Start (2:7), doch Trier kämpfte sich mit viel Elan in die Partie. Vor allem Chikoko sorgt für Präsenz in der Zone, die zu Ballgewinnen führt. So kann Trier hochprozentig abschließen und ein 2:7 in ein 10:9 umdrehen – Auszeit Bayreuth.

Die erste richtig starke Trierer Phase kommt zum Viertelende: Chikoko blockt Palyza und schickt Mönninghoff zum 16:11, holt dann direkt den nächsten Rebound und bedient Bucknor. Weil der beim Dreier mit dem Fuß auf der Linie steht, kommt in Trier zum ersten Mal die neue Instant-Replay-Technik zum Einsatz, die dem Schiedsdrichtergespann bei solch strittigen Fragen zur Verfügung steht. Bucknors Wurf zählt nur zwei Punkte, es steht 18:11. Bayreuth zieht wieder auf 19:19 gleich, mit der Pausensirene trifft Ricky Harris zum 22:19.

Jetzt übernahm Harris die Verantwortung. Der 27-jährige Guard, dessen Zweimonats-Vertrag als Ersatz für Laurynas Samenas am Samstag nach dem Spiel auslief, lieferte sich ein heißes Duell mit ex-Trierer Trevon Hughes und schoss Trier bis auf 29:24 davon. Bayreuth hielt sich mit einer guten Freiwurfquote im Spiel, dazu traf Simon Schmitz gegen eine ansonsten konsequent agierende Trierer Zonenverteidigung dreimal “für 3″ bis zum 38:38. Vorher hatte Triers Jermaine Anderson mit vier Punkten in Folge zum 38:35 die nächste Bayreuther Auszeit verursacht. Auch Jermaine Bucknor hatte seinen Touch wieder gefunden, sein Dreier bedeutete das 41:40 zur Pause. Zur Freude der 3564 Zuschauer hatte die TBB die allermeisten Schwächen der letzten Spiele behoben.

Dennoch gehörte der Anfang des dritten Viertels den Gästen, die immer wieder Wege gegen die Trierer Defense fanden und selbst gut verteidigten. Trier blieb oft nur die Einzelaktion. Beim Stand von 45:52 hatte Henrik Rödl genug gesehen und nahm die Auszeit. Mit Erfolg: Zwei schöne Anspiele von Adin Vabac können Stefan Schmidt zu einfachen Punkten verwerten, es steht 49:52 und der Bayreuther Lauf ist unterbunden. Mit 54:56 gehen die Mannschaften ins entscheidende Viertel.

Die TBB kam stark aus der letzten Unterbrechung und tat alles um Gästecoach Mike Koch zur Weißglut zu bringen: Zuerst trifft Tony Canty den ebenso frechen  wie wichtigen Dreier, dann kann Bowman Lukovic nur mit Foul stoppen, aber natürlich die beiden Freiwürfe nicht verhindern. Und dann trifft Bucknor den nächsten Dreier – 62:56, Auszeit Koch, die erste. Dann folgt ein Highlight: Vitalis Chikoko dreht sich hart am Mann um Davon McCrea herum und dunkt einhändig über ihn hinweg zum 64:56 – die Halle tobt. Als ausgerechnet Tony Canty ein Offensivfoul von Trevon Hughes annimmt (also von dem Mann, über den Canty letztes Jahr noch sagte, es gebe in der Liga keinen, der ihn vor sich halten könne), muss Koch die nächste Auszeit nehmen. Und ein weiterer Dreier von Harris zum 69:58 bedeutet einen 12:2-Run der Hausherren – vorentscheidend. Ex-Trierer Hughes stemmte sich gegen die Niederlage und nahm den Trierer Korb unter Dauerfeuer. Das machte das Spiel nochmals spannend, reichte aber nicht mehr. Wichtig am Ende: Chikoko, Lukovic und Mönninghoff treffen ihre Freiwürfe. So kommt Bayreuth zwar noch auf 78:75 heran und hat gleich mehrmals den letzten Wurf – aber Triers Defense steht, Hughes’ letzter Versuch verhungert. Trier gewinnt hochverdient mit 78:75.

Harris (19), Canty (5), Dahlem (n.e.), Lukovic (5), Schmidt (2), Mönninghoff (8), Chikoko (14), Vrabac (2), Bucknor (11), Kramer (0), Anderson (12).
Rebounds: 28:31.

Mike Koch (medi bayreuth): “Glückwunsch an Henrik und Trier zu einem verdienten Sieg, der sicher höher hätte ausfallen müssen. Wenn man Basketball spielt, sollte man das mit Herz und Freude tun. Und wenn man danach die Kabine verlässt sollte man in den Spiegel geschaut haben und sich fragen, ob man alles getan hat, um das Spiel zu gewinnen. Das haben wir heute nicht getan. Wir waren mit einer Leistung zufrieden, die das Spiel lange offen gehalten hat. Aber wir haben erst guten Basketball gespielt, wie ich ihn mir vorstelle, als das Spiel entschieden war. Das reicht in unserer Liga nicht, deshalb haben wir zurecht verloren.“ 

Henrik Rödl (TBB Trier): “Für uns war das nach den letzten Wochen ein unglaublich wichtiger Sieg. Mein Glückwunsch geht an meine komplette Mannschaft, man kann keinen herausheben, weil alle ihren Teil dazu beigetragen haben. Gerade in der zweiten Halbzeit war die Bank sehr wichtig, um das Spiel zu drehen und in Führung zu gehen. Mit Harris, Canty und Lukovic waren in dieser Phase drei Bankspieler auf dem Feld. Wir haben viel Zone gespielt, hatten eine andere Startaufstellung mit Vitah und Stefan. Wir haben das Reboundduell zwar wieder verloren, aber man hat der Mannschaft den Willen angesehen. Also sehe ich gute Ergebnisse unserer Veränderungen, das ist ein guter Anfang für die nächsten Wochen.“

Zuschauer: 3564.

Ausführlicher Bericht folgt!


TBB vs. Bayreuth: “Vorsicht, bissiger Hund!”

TBB Trier trifft am Samstag, 15. November um 20:30 Uhr auf medi bayreuth – Wiedersehen mit Trevon Hughes – “Wir müssen den enormen Druck aushalten, den sie machen – und besser rebounden als zuletzt.” – Liveübertragung auf telekombasketball.de – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

Teamfoto_Bayreuth_590

Bei medi bayreuth hatte man sich im letzten Jahr vieles anders vorgestellt: Dank des neu akquirierten Namenssponsors medi war der Kader für 2013/14 nicht “auf Kante genäht” – die Neuverpflichtungen Kyle Weems, Ronnie Burrell und Brian Qvale waren absolute Qualitätsspieler. Und die sollten, nein WÜRDEN  Bayreuth sicher in die Playoffs bringen. Doch entscheidend ist die Form auf dem Parkett, nicht die auf dem Papier, und so kam es anders: medi bayreuth schloss die Saison 2013/14 auf Platz 14 ab. Der Weg dahin war ein langer, schwieriger Ritt durch viele Höhen und Tiefen. Nach einer Serie von nur einem Sieg aus 13 Spielen ersetzten die Verantwortlichen ihren zwar renommierten, aber in diesem Fall erfolglosen Coach Predrag Krunic durch Mike Koch.

Für Koch war es eine Rückkehr in die Wagnerstadt, hier war er 1989 Meister und Pokalsieger geworden. Sein erstes Spiel als Bayreuther Coach bestritt er am 3. Januar 2014 ausgerechnet in Trier – und verlor. Die zum Klassenerhalt nötigen Siege holte Koch trotzdem – unter anderem im Rückspiel in Bayreuth gegen Trier, vor allem aber mit einer starken Phase im letzten Frühjahr.

All das ist Vergangenheit, sorgt aber dafür, dass das Bayreuther Saisonziel in diesem Jahr nicht mehr ganz so eindeutig ist. Mit dem Abstieg wird Bayreuth sicher nichts zu tun haben, die Playoffs als Ziel ausgeben mag dieses Jahr aber wohl auch niemand so wirklich. Dabei sind die ohne Zweifel in Reichweite.

Denn derzeit läuft es gut für Mike Koch und sein neues Team, das er im Sommer nach seinen Vorstellungen formen durfte: Die nächsten Gäste der TBB Trier belegen mit einer ausgeglichenen Bilanz aus vier Siegen und vier Niederlagen Platz 8 der Tabelle. An seiner alten Wirkungsstätte Bonn ging Koch zwar als Verlierer vom Platz, seine Bayreuther unterlagen deutlich mit 77:59. Gewonnen wurde bisher gegen Aufsteiger Crailsheim, die Eisbären Bremerhaven, die FRAPORT SKYLINERS und zuletzt souverän gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (89:69). “Wir haben zum ersten Mal den bissigen Hund aus dem Kasten gelassen!”, beschrieb Koch hinterher das, was den MHP RIESEN da in der Oberfrankenhalle widerfahren war.

Verantwortlich für zahlreiche dieser “Hundebisse”: Trevon Hughes. Der hochtalentierte 27-jährige New Yorker ist die spannendste Bayreuther Neuverpflichtung, und das nicht nur aus Trierer Sicht. In Trier war er im letzten Jahr Top-Performer mit 14.9 Punkten und 3.6 Assists. Auch in Bayreuth führt Hughes die Statistik an, derzeit gehen 15.9 Punkte, 4.9 Assists und 4.9 Rebounds auf sein Konto. Gegen Ludwigsburg gelangen ihm 23 Punkte. Seine schnellen Hände haben sich im Vergleich zu seiner Trierer Zeit nochmals verbessert: 2.4 Ballgewinne verzeichnet Hughes im Schnitt, das ist Ligaspitze. Keine Frage: Hughes macht Bayreuth besser und vor allem schneller.

Zurecht weit oben auf Kochs Einkaufszettel stand auch Power Forward Brandon Bowman, ihn kennt der Coach aus Bonner Zeiten – und auch bei der nächsten gemeinsamen Station liefert Bowman ordentlich ab: 13 Punkte und 5.4 Rebounds in 28 Minuten. Mehr Rebounds holt nur Javon McCrea. Trotz seiner für einen Center geringen Körpergröße von 2,01 Meter gelingen dem Rookie 6 Rebounds und 10.7 Punkte – in 21 Minuten und mit einer Erfolgsquote aus dem Feld von 55 Prozent.

Mit dem tschechischen Nationalspieler Lukas Palyza und dem deutschen A2-Nationalspieler David Brembly ist Bayreuth auf der Small Forward-Position jung, aber doch erfahren besetzt. Vor allem der 21-jährige Brembly macht derzeit mit knapp acht Punkten und vier Rebounds eine gute Figur.

Der Kern des Teams blieb zusammen: Mit Kapitän Simon Schmitz, Peter Zeis und Philipp Heyden sind deutsche Integrationsfiguren an Bord, Brian Bailey und Ronald Burrell waren bereits im letzten Jahr Leistungsträger.

Henrik Rödl lobt die Arbeit seines Kollegen Koch: “Bayreuth ist sehr gut zusammengestellt – das sind gute Individualisten, die zur Zeit aber auch zusammen funktionieren. Dass Trevon Hughes sie stark macht, sollte uns Trierer nicht überraschen. Auch Bowman ist keine Überraschung. Aus meiner Sicht macht Bailey einen großen Unterschied, der letztes Jahr verletzungsbedingt gefehlt hat und dieses Jahr die Mannschaft vor allem defensiv prägt.  Dieses Team gehört für mich zu den klaren Playoff-Kandidaten. Wir müssen den Druck, den ihre Guards machen, aushalten. Wir müssen unsere Systeme zu Ende laufen. Außerdem müssen in der Verteidigung mannschaftlich geschlossen auftreten und vor allem im Rebound besser sein als zuletzt.”

Damit spielt der Trierer Coach auf das verlorene Spiel in Frankfurt an – das Reboundverhalten seiner Mannschaft und die vielen Ballverluste hatten ihm in der FRAPORT ARENA nicht gefallen.  Rödl ist realistisch – aber auch zuversichtlich: “Die Mannschaft ist nach vier Niederlagen verunsichert – und wir sind nach einem guten Beginn in einer schwierigen Phase. Wir haben in vielen Situationen Schwächen – der Ball muss besser laufen, in der Verteidigung müssen wir besser stehen. Aber solche Phasen gibt es. Man kommt da nur über großen Kampf, Teamspirit und harte Arbeit raus – aber man kommt raus. Und ich glaube, dass die Mannschaft sich da herausarbeiten wird.” [zum kompletten Interview geht’s HIER]

Ob es Trier gelingt, den “bissigen Hund” Bayreuth an die Kette zu legen wird sich zeigen – in jedem Fall gilt die Grundregel: Keine Angst vor großen Tieren – erst recht nicht, wenn man sie von früher kennt.

Vor der Partie wird es erneut die neue “3D-Pregame Show” der TBB Trier geben – mit freundlicher Unterstützung von Pro Musik und Mediawork-X!

 


“Die Mannschaft kommt da wieder raus!”

Henrik Rödl im ausführlichen Interview über die aktuelle sportliche Situation, die Harris/Vrabac/Samenas-Konstellation und die Möglichkeiten für seine Mannschaft, aus dem momentanen Tief herauszukommen: “Es geht nur über großen Kampf, Teamspirit und gute Arbeit!”

Interview: Tom Rüdell.