Highlights vs. Brose Baskets

Ab sofort stellen wir alle wichtigen visuellen Medien-Inhalte zu unseren Heimspielen im Überblick zusammen, produziert von Stream Solutions.

Die schönsten Highlights im Spielbericht:

Der twitter-Rückblick:

Play of the Day und Stimmen zum Spiel:

 

Fotogalerie: (Fotos: Thewalt)

Pressemitteilung zum Spiel

Boxscore & Stats

Re-Stream auf TelekomBasketball

 


DUNK OF THE DAY: Vitah Chikoko

Der Dunkin Donuts Dunk of the day kommt dieses Mal von Vitah Chikoko. Die Hand aus Simbabwe war gegen die Brose Baskets Bamberg Topscorer mit 13 Punkten und 3 Rebounds. Die TBB Trier verlor ihr drittes Heimspiel gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten mit 61:74.

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Produktion: Strream Solutions
Schnitt: David Vilter
Redaktion: Chris Schmidt


61:74 gegen Brose Baskets

Die TBB Trier verliert ihr Heimspiel gegen die Brose Baskets aus Bamberg mit 61:74. Chikoko mit 13 Punkten erfolgreichster Trierer, Lukovic mit 8 Punkten und 10 Rebounds. – “Wir haben gekämpft, aber um Bamberg zu schlagen, sind wir noch nicht bereit.”

Am Ende siegte der Favorit deutlich, und der neue Bamberger Coach sagte “Ich bin nicht zufrieden, aber wir machen Fortschritte”. Zufrieden konnte Coach Trinchieri auch allenfalls mit dem Ergebnis sein, denn um ein Haar hätten seine Brose Baskets zugelassen, dass das Spiel im vierten Viertel noch gekippt wäre. Doch wie Henrik Rödl am Ende feststellte, war Trier am Samstag “noch nicht bereit, eine Mannschaft wie Bamberg zu schlagen.”

TBB Trier-Artland Dragons

Dabei war der Start in die Partie ein guter für die Hausherren: 5:0 führten die Trierer gleich zu Beginn, Bamberg wirkte nach dem Auswärtsspiel in Bologna unter der Woche noch etwas müde. Das sollte allerdings die höchste Trierer Führung bleiben, ein an der Seitenlinie tobender Andrea Trinchieri brachte sein Team schnell in die Spur zurück, Trevor Mbakwe und Ryan Thompson verkürzten auf 5:4, die Brose Baskets ziehen vor allem in der Verteidigung das Tempo merklich an. Mit einem Dreier ist es wieder Thompson, der die Bamberger Führung herstellt. Trier kämpfte wacker, musste jedoch viel investieren. Am Ende des ersten Viertels steht es 20:26, Marko Lukovic war pünktlich mit dem Buzzer über die Baseline durchgekommen.

Vitalis Chikoko eröffnete das zweite Viertel mit einem Dunking zum 22:26 – Grund genug für eine Auszeit von Trinchieri, die allerdings nichts half; über lange Sekunden hielt die TBB Trier die Bamberger vom Korb weg, bis Tony Canty mit einem Fuß auf der Dreierlinie traf: 24:26. Trier war wieder drin, kam dann aber nach einem technischen Foul gegen die Trierer Bank wieder aus dem Konzept. Brad Wanamaker verwandelt den fälligen Freiwurf, macht dann zwei weitere Punkte zum 24:29, den Rest besorgte ein vor allem aus der Distanz starker Ryan Thompson. Dennoch hatte man zunächst nicht den Eindruck, als könne Bamberg sich endgültig befreien. Erst eine Sekunde vor der Halbzeitpause gelang es den Brose Baskets ein Ausrufezeichen zu setzen, Carlon Brown trifft den Dreier zum 29:40 – bitter für Trier.

Die Gäste verlegten sich auch im dritten Viertel auf einen Mix aus starker Defense und umspektakulärer Offense – das reichte um den Vorsprung bis zum Viertelende auf 17 auszubauen. Am Bamberger Brett war gegen Theis und Mbakwe nicht allzuviel zu holen. Zum Viertelende dann eine kurze Bamberger Schwächephase – diese wird Trinchieri gemeint haben, als er am Ende von “37 Minuten guter Verteidigung” sprach: Adin Vrabac gelingt im Verbund mit Jermaine Anderson ein Vierpunktspiel (ein Freiwurf von Vrabac, danach der eigene Rebound und ein Dreier), Marko Lukovic setzt direkt danach mit Foul noch einen drauf. Auf einmal sind es vor dem letzten Viertel nur noch zehn Punkte Rückstand, 3598 Zuschauer in Trier glauben kurzzeitig an die Sensation.

Wieder legt Bamberg zum Viertelstart vor, führt mit 46:60, wieder zieht Trier nach – beim 50:60 nimmt Trinchieri die “Zehn-Punkte-aber-nicht-weniger-Auszeit”, Trier kommt tatsächlich wieder in den einstelligen Bereich. Insgesamt bleibt Bamberg zwar zu stabil, als dass Trier das Spiel kippen kann – doch wieder sieht es kurz danach aus, denn die letzten Minuten hatten es in sich: Andrea Trinchieri bekommt ein Technisches Foul, weil er zum wiederholten Mal mitten im Feld stand; Chikoko und Anderson halten die TBB nahe der magischen Zehnpunkte-Marke, Anderson trifft den Dreier zum 58:68. Mathis Mönninghoff weckt nochmals große Hoffnungen, als er seinerseits den Dreier zum 61:69 trifft. 90 Sekunden hätte die TBB noch für die Sensation, doch dafür müsste alles richtig laufen. Das tat es nur für die Gäste, Elias Harris kontert zum 69:72, dann brennt bei den Franken nichts mehr an. Am Ende gewinnt der Meister von 2013, ohne dabei großen Glanz zu versprühen – ein Arbeitssieg für Bamberg, eine verzeihliche Niederlage für hart kämpfende Trierer.

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): “Wir hatten eine lange Anreise zu diesem Spiel, weil wir vorher drei Auswärtsspiele in sieben Tagen hatten. Ich glaube, dass wir in der Verteidigung heute das bisher beste Saisonspiel hatten – vielleicht weil wir so viel Zeit zusammen auf der Straße verbracht haben. Wir haben zehn neue Spieler, die müssen zusammen wachsen. Wir haben gewonnen, weil wir heute für 37 oder 38 Minuten solide verteidigt haben. Trier ist ein sehr gefährliches  Team, sie können in drei Minuten ein Spiel drehen – so wie sie es heute fast getan haben. Ich bin nicht zufrieden, aber wir machen Fortschritte.”

Henrik Rödl (TBB Trier): “Glückwunsch an Coach Trinchieri und sein Team. Wir haben heute wieder Lehrgeld gezahlt. Ich muss meinem Kollegen recht geben, Bamberg hat heute die solideste Leistung der bisherigen Saison abgeliefert, hat defensiv sehr gut gestanden, physisch gespielt und wenig Fehler gemacht, viel Ballkontrolle in der Offense. Für uns war es sehr schwer, dieses Spiel für uns zu entscheiden, wir hatten Chancen dazu. Aber um so ein Spiel zu drehen, müssen offene Würfe reinfallen, man darf auch keine Freiwürfe liegen lassen. Mit so einem Spiel kann man so eine Mannschaft nicht schlagen. Meine Mannschaft hat gekämpft, wie immer, aber um Bamberg zu schlagen, sind wir noch nicht bereit. Der Sieg geht in Ordnung, wir müssen stabiler werden, aber wir sind noch am Anfang der Saison und arbeiten hart daran – das nächste Spiel gegen Crailsheim ist sehr wichtig für uns.”

Harris (4), Canty (2), Dahlem (n.e.), Lukovic (8 / 10 Rebounds), Schmidt (3), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (11), Chikoko (13), Vrabac (1), Leonhardt (n.e.), Bucknor (8), Anderson (11).
Rebounds:  35:40.

Zuschauer: 3598.


TBB Trier empfängt Brose Baskets

Die TBB Trier trifft am fünften Spieltag der Beko BBL-Saison 2014/15 auf den Titelkandidaten Brose Baskets aus Bamberg– Spielbeginn am Samstag, 18. Oktober um 20:30 Uhr – “Diese Mannschaft ist gespickt mit individuellem Talent – ich hoffe, es dauert noch ein wenig, bis sie endgültig zusammenfinden.” – Liveübertragung auf Telekom Basketball. - Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

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Das nächste Heimspiel für die TBB Trier steht am Samstag um 20:30 Uhr an – und wieder geht es zu Hause gegen einen extrem starken Favoriten: Die Brose Baskets aus Bamberg kommen. Zuletzt hatte die TBB in der heimischen Arena mit den Artland Dragons aus Quakenbrück gut mitgehalten, am Ende den kaltschnäuzigen Tabellenführer aber ziehen lassen müssen (69:77). Am vergangenen Sonntag folgte dann ein “Vier-Punkte-Spiel” beim Aufsteiger Göttingen. Die TBB Trier behielt die Nerven und kippte das hart umkämpfte Spiel im vierten Viertel zu ihren Gunsten: 73:87 hieß es am Ende für die Mannschaft von Henrik Rödl.

Nun also die Brose Baskets – und die haben einiges hinter sich. Die Nachrichten aus Bamberg tönten wie Paukenschläge durch die vergangene Sommerpause: Erfolgscoach Chris Fleming, der Mann, der die Brose Baskets zu vier Meistertiteln in Folge geführt hatte, der den Threepeat, also drei Doubles aus Meistertitel und Pokalsieg hintereinander, möglich gemacht hatte, würde nach dem Sommer nicht nach Franken zurückkehren. Die Gründe waren naheliegend, immerhin waren die erfolgsverwöhnten Brose Baskets in der Saison 2013/14 früh aus den europäischen Wettbewerben ausgeschieden, hatten das Pokalfinale verpasst und waren im Playoff-Viertelfinale an den Artland Dragons gescheitert. Dass danach aber SO gründlich unstrukturiert werden würde, kam doch überraschend.

Mit Fleming verließen fast alle bisherigen Spieler Bamberg, darunter altgediente Haudegen und Publikumslieblinge wie Anton Gavel (wechselte zum FC Bayern München) John Goldsberry und Casey Jacobsen (beendeten beide die Karriere). Ex-Trierer Maik Zirbes schloss sich Roter Stern Belgrad an, Assist-König Jared Jordan ging nach Spanien.

Neben dem Parkett änderte sich ebenfalls eine wichtige Personalie: Wolfgang Heyder, der langjährige “Macher” der Brose Baskets trat vom Amt des Geschäftsführers zurück, gab später auch den Posten des Sportdirektors ab und kümmert sich jetzt hauptberuflich um das Bamberger Nachwuchsprogramm. Die oft überstrapazierte Redensart vom “Ende einer Ära” trifft hier vollkommen zu – in Bamberg blieb diesen Sommer kein Stein auf dem anderen.

Folgerichtig gibt es einen bis auf zwei Spieler komplett neuen Kader. An Bord geblieben ist Karsten Tadda, Nationalspieler und starker Verteidiger – er ist damit der letzte Spieler, der noch mit Bamberg Meister wurde. Ebenfalls noch da ist Elias Harris, der im Dezember 2013 von den LA Lakers an die Regnitz kam.

Was an Spielern neu dazu kam, ist europäisches Topniveau und absolut dazu geeignet, die Saison 2013/14 vergessen zu machen – sonst wäre der Umbruch auch nichts wert. Mit Carlon Brown kam ein Shooting Guard mit NBA-Ambitionen von Hapoel Tel Aviv, mit Brad Wanamaker einer der besten Scorer und Vorbereiter aus der ersten italienischen Liga. Browns Statistiken bleiben noch ein wenig hinter den Erwartungen zurück (9.5 Punkte, 37,5% Trefferquote), er konnte aber verletzungsbedingt auch erst zwei Spiele absolvieren. Wanamaker dagegen ist bereits eingeschlagen: Er ist mit 15 Punkten Bambergs Topscorer, verteilt dabei noch 4.8 Vorlagen. Ebenfalls neu sind Ryan Thompson (kam aus Oostende) und der lettische Scharfschütze Janis Strelnieks, der zuvor in Kiev und St. Petersburg aktiv war.

Auch auf den großen Positionen hatte Bamberg einen klangvollen Einkaufszettel. Power Forward Josh Duncan, der beste Dreierschütze der israelischen Liga, verletzte sich allerdings noch in der Vorbereitung und wird derzeit von Mindaugas Katelynas vertreten. Auf der Centerposition lauert mit Trevor Mbakwe ein ausgewiesenes “Blockmonster” auf den Ball – eine Topverpflichtung von Virtus Roma. Einer der spannendsten Transfers der Brose Baskets betrifft allerdings einen jungen Deutschen: Daniel Theis wechselte aus Ulm nach Bamberg, der Power Forward zählt im Moment zu den besten deutschen Spielern in der Liga und legt in Bamberg 11.8 Punkte und starke 6.5 Rebounds auf.

Trinchieri_250Und der Coach? Der heißt mittlerweile Andrea Trinchieri, stammt aus Mailand und führte zuletzt Unics Kazan ins Finale des Eurocup. Und ist ganz offenbar ein Freund der klaren Worte: Als Bamberg nach Verlängerung mit 77:66 gegen Braunschweig verlor und dabei die Overtime mit 0:11 abgab, nannte Trinchieri seine Mannschaft “unreif und naiv” – eine temperamentvolle Wortwahl für einen richtig teuren Kader. Abgesehen von diesem Ausrutscher kann man sagen “es läuft” für die Bamberger: Tabellenplatz 5 nach zwei überzeugenden Siegen gegen Tübingen und Hagen und einem hauchdünnen 83:82 gegen Bremerhaven zum Auftakt. Die Ziele sind allerdings klar gesteckt: Mindestens um die Meisterschaft mitspielen.

Rödl_Auszeit_590Das ist auch der TBB Trier klar: “Bamberg hat eine Mannschaft, die für den Europacup konzipiert ist. Durch die vielen neuen Spieler, waren sie vielleicht in der Anfangsphase noch nicht so eingespielt waren. Aber sie sind mit großkalibrigem individuellem Talent ausgestattet. Sie gehören sicher zu den Top 4 der Liga. Einen herauszuheben ist quasi unmöglich, ob der jetzt Carlon Brown oder Ryan Thompson heißt – das geht durch die ganze Liste.”, sagt Henrik Rödl. “Jedes Spiel hilft ihnen, sich zu finden. Ich bin sicher, dass ihnen demnächst solche Ausrutscher wie in Braunschweig nicht mehr passieren – und hoffe natürlich, dass das noch ein bisschen dauert.”

Um den Favoriten zumindest zu  ärgern, stehen Henrik Rödl alle Spieler zur Verfügung. “Vitah Chikoko ist nach seiner Ellbogenprellung aus dem Spiel in Göttingen voll einsatzfähig. Dementsprechend hatten wir eine gute Trainingswoche und freuen uns auf das Heimspiel.”

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Trier strickt Rekordschal!

Längster Fanschal Basketball-Deutschlands mit 2660 Metern Gesamtlänge – Zusammenfügen der Einzelteile beim “Näh In” am Donnerstag – Alle Mitstricker zum Heimspiel am 15. November gegen Bayreuth eingeladen.

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Aus einer verrückten Idee zum 25jährigen Jubiläum der TBB Trier ist eine Massenbewegung geworden: innerhalb von nur acht Wochen haben rund 1000 Menschen aus Trier, der Großregion und ganz Deutschland für die TBB Trier den längsten Basketball-Fanschal Deutschlands gestrickt. Am Mittwoch, 15. Oktober, ist die magische Zahl von 2500 Metern Schal überschritten worden. Fünfzehn voll gepackte Kisten lagern nun beim Modehaus Marx, dem Hauptsponsor von TRIER STRICKT. Die Geschäftsführerin Karin Kaltenkirchen ist überwältigt: “Ich bin sehr begeistert und möchte mich bei der TBB Trier für die tolle Idee bedanken. Unabhängig vom nun erreichten Ziel war es toll, was diese Aktion bewegt hat – allein die vielen Gespräche, die ich geführt habe und wie viele Menschen dadurch auch erst ins Gespräch gekommen sind! Wir waren mit unserem Haus sehr gerne dabei.”

Und noch gibt es Einiges zu tun, denn die Einzelstücke müssen jetzt zum Rekordschal zusammengesetzt werden. Dazu findet am 16. Oktober ab 19:00 Uhr ein “Näh-In” im Modehaus Marx statt, bei dem jeder mithelfen kann, die über 2000 Schals von Hand zusammenzunähen. große Vorerfahrung ist dazu nicht nötig, zur besseren Planung wird allerdings um vorherige Anmeldung via eMail an mail@trier-strickt.de gebeten.

Unter den “Strickpaten” waren auch einige Prominente, wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Triers Oberbürgermeister und Schirmherr Klaus Jensen, Helmut Leyendecker oder die Basketballkommentatoren Frank Buschmann und Mike Körner. Den größten Anteil am Rekordschal leisteten jedoch die Bewohner/innen und Mitarbeiter vom Seniorenhaus “Zur Buche”, die allein 88 Schals gestrickt haben. Die Lebenshilfe Trier, steuerte bisher 62 Schals bei – beim Charity-Partner der TBB wurde sogar in Kindergärten mitgestrickt.

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PYRAMIDE SPORTS MARKETING SE, die Vertriebs -und Marketingagentur der TBB Trier, hat die Aktion umgesetzt, Projektverantwortlicher war Chris Schmidt: “Wir sind wirklich überwältigt welche Kreise die Aktion gezogen hat, TRIER STRICKT ist schnell zum Stadtgespräch geworden. Egal ob Jung oder Alt – alle waren mit Begeisterung dabei! Durch diese Eigendynamik war die Wolle so schnell vergriffen, dass wir gar nicht mehr weiter dafür werben mussten.”

Die TBB Trier dankt allen Teilnehmern für ihr Engagement. “Wir haben über diese Aktion viele Menschen erreicht, die sich vorher nie mit Basketball beschäftigt haben und jetzt etwas Positives mit der TBB Trier verbinden. Wenn man bedenkt, dass selbst geübte Menschen mindestens 3-4 Stunden an einem Schal stricken, dann wird einem erst bewusst, wie viel Freizeit und Herzblut hier für unseren Verein investiert wurde. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken”, freut sich TBB Geschäftsführer Sebastian Merten, der genau wie Vorstand Sascha Beitzel und das gesamte Office der TBB Trier die Aktion tatkräftig unterstützt hat.

Als kleines Dankeschön lädt die TBB Trier alle Teilnehmer, die einen Fanschal gestrickt und beim Modehaus Marx abgegeben haben, zum Heimspiel am 15. November gegen medi bayreuth ein (Sprungball: 20:30 Uhr).
Die Karten können per eMail an mail@trier-strickt.de reserviert werden.

Das Finale von TRIER STRICKT ist ebenfalls am 15. November geplant, dann soll der Rekordschal von der Porta Nigra bis zur Spielstätte der TBB, der Arena Trier hochgehalten werden. Entsprechende Gespräche mit der Stadtverwaltung, dem Straßenverkehrsamt und der Polizei für die notwendigen Genehmigungen und Maßnahmen laufen. Anschließend werden Teile des Rekordschals in der großen Ausstellung zur Geschichte des Trierer Basketballs im Rheinischen Landesmuseum in Trier zu sehen sein.

Die Aktion TRIER STRICKT im Netz: www.trier-strickt.de
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Auswärtssieg! 73:87 in Göttingen!

Die TBB Trier behält in einem hart umkämpften Spiel die Nerven und besiegt die BG Göttingen dank eines starken Schlussviertels vor 2621 Zuschauern mit 73:87. Topscorer war Mathis Mönninghoff mit 19 Punkten und 5/8 Dreiern. Ricky Harris gelangen 18 Punkte. – “Wir sind mit dem Kopf im Spiel geblieben und hatten nach hinten raus mehr Energie.” – Wermutstropfen: Vitah Chikoko verletzte sich am Ellenbogen, eine Diagnose steht noch aus. 

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Foto: Swen Pförtner.

 

Die Partie begann ihrer Wichtigkeit entsprechend: Nervös. Beide Teams wussten, dass es hier gleich um vier Punkte für den Klassenerhalt auf einmal gehen würde – und so punktete der Tabellenzehnte Trier gegen den Tabellenzwölften Göttingen erst nach über neunzig Sekunden. Vor 2621 Zuschauern, die allerdings nach deutlich mehr klangen, netzte Jermaine Anderson einen Freiwurf zum 1:0 ein. Es entwickelte sich ein Spiel auf absoluter Augenhöhe: Harper Kamp für Göttingen und Stefan Schmidt für Trier waren die Männer der ersten Minuten, jeweils gesucht und gefunden von ihren Point Guards Khalid El-Amin und Jermaine Anderson. Den besseren Start hatten dabei die “Veilchen” aus Göttingen, die mit vier Punkten von Kamp das 7:3 markierten. Doch Trier blieb cool, agierte als Kollektiv und glich immer wieder aus: 7:7, 9:9, 15:15. Göttingens Antworten hießen Kamp oder El-Amin: Triers Ricky Harris zieht schön zum Korb und legt zum 15:17 ein, El-Amin trifft den Dreier zum 18:17. Am Ende eines kurzweiligen ersten Viertels stand ein gerechtes 20:20 auf der Anzeigetafel.

Wieder sind es die Hausherren, die den bessern Viertelstart erwischen: Jamal Boykin macht vier Punkte in Folge, Trier kommt nicht zu Abschlüssen. Henrik Rödl nimmt beim Stand von 24:20 seine erste Auszeit. Die fruchtet zunächst nicht: Khalid El-Amin gelingt zweimal hintereinander dieselbe Bewegung über die Baseline, der EX-NBA-Profi setzt seine Mannschaft erstmals weiter ab, es steht 30:22. Doch Trier behält wieder die Nerven, schaltet um auf Zonenverteidigung, und die ist für Ballgewinne und Defensivrebounds gut. Am offensiven Brett übernahm jetzt Vitah Chikoko die Regie, war in der Göttinger Zone immer anspielbar. So verkürzte Trier erst auf 33:31 und ging dann mit dem nötigen Selbstvertrauen zu Werke: Ein Dreier von Mönninghoff zum 35:34, danach schickt Mönninghoff Bucknor per langem Pass in den Fastbreak, der Kanadier bedankt sich mit der 35:36-Führung – Auszeit Göttingen, noch zwei Minuten bis zur Halbzeitpause. Trier machte in dieser Phase deutlich mehr Druck, das Viertelende gehörte dennoch den Hausherren: Khalid El-Amin findet mit einem cleveren Durchstecker Harper Kamp, der legt mit dem Buzzer ein zum 41:38 – immer noch hauchdünn.

Wichtiges Thema in der TBB-Kabine: Die eigene Reboundarbeit und die damit verbundene bisherige Überlegenheit der Göttinger unter den Körben. Der Effekt war deutlich zu erkennen: Triers big men packten härter zu, gestatteten Kamp und Co. weniger. Offensiv lief im dritten Viertel zunächst viel von außen – mit Erfolg: Jermaine Bucknor und Mathis Mönninghoff trafen von jenseits der 6,75 Meter, es stand 45:46. Mönninghoff drückte der Partie jetzt seinen Stempel auf, einerseits mit guter Defensivarbeit gegen Veichen-Star und Publikumsliebling El-Amin, andererseits mit drei Dreiern in Folge. Beim Stand von 52:56 nimmt Göttingen die Auszeit, erfolglos. Trier arbeitete immer noch deutlich besser im Rebound als zu Beginn der Partie, und Mönninghoff profitierte weiter davon. Ein weiterer Dreier des 22-jährigen und ein Steal mit eigenem Fastbreak bedeuten das 54:61, Trier kann sich erstmals absetzen. Doch auch Göttingen ließ sich nicht so einfach abschütteln, zwei Dreier von El-Amin verringern den Rückstand wieder, es steht 60:61 und ein sichtlich erregter Henrik Rödl nimmt die nächste Auszeit. Mit einer knappen 65:66-Führung für die Gäste ging es in die letzte Runde.

Trier wollte die Entscheidung jetzt erzwingen – und diesmal ging wieder ein anderer voran: Ricky Harris markierte neun seiner insgesamt 18 Punkte im letzten Abschnitt, trug Trier quasi im Alleingang durch diese kritische Phase. Ob gegen zwei Mann über die Baseline zum 65:70 oder mit Freiwürfen zum 67:72, Harris brachte Energie aufs Parkett, die Göttingen zunehmend auszugehen schien. Eine weiterhin konsequente Trierer Verteidigung erzwang jetzt auch Göttinger Ballverluste. Jermaine Bucknor markierte per Dreier erstmals eine zweistellige Führung für Trier (67:77), ab jetzt kippte das Spiel unerbittlich in Richtung der Gäste. Nach dem 67:82 durch einen wunderschönen Baby Hook von Stefan Schmidt folgt noch eine Göttinger Auszeit, wieder spielt Trier danach unbeeindruckt eine gute Zonenverteidigung. Das reichte, Mönninghoff und David Godbold trafen noch je einen Dreier, dann stand das Endergebnis fest: Die TBB Trier gewinnt, letztlich souverän, mit 73:87 beim Aufsteiger BG Göttingen.

Henrik Rödl, Headcoach TBB Trier: “Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, der erste Auswärtssieg der Saison, der zudem in eine sehr schwierige Phase fällt. Der enge Spielplan trifft vor allem Teams wie uns und Göttingen, die mit engem Budget planen müssen. Es war eine Frage der Kraft, davon hatten wir am Ende vielleicht ein bisschen  mehr. Ich bin daher sehr froh, dass wir diesen Sieg holen konnten – hier in Göttingen werden noch einige Mannschaften stolpern.” 

Johan Roijakkers, Headcoach BG Göttingen: “Glückwunsch an die TBB Trier, dieser Sieg war wohlverdient. Sie hatten am Ende einfach mehr Sprit im Tank, sind zudem sehr aggressiv und sehr gut gecoacht hier aufgetreten. Bei uns haben zwei wichtige Spieler gefehlt, um hier mitzuhalten, geschweige denn zu gewinnen, der Rest musste insgesamt zuviele Minuten gehen. Der Sieg ist absolut in Ordnung.”

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Harris (18), Canty (0), Lukovic (8), Schmidt (8/7), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (19), Chikoko (11), Vrabac (0), Bucknor (15/6), Anderson (8 / 8 Assists).
Rebounds: 36:29 für Göttingen.
Zuschauer: 2621.


Highlights vs. Artland Dragons

Ab sofort stellen wir alle wichtigen visuellen Medien-Inhalte zu unseren Heimspielen im Überblick zusammen, produziert von Stream Solutions.

Die schönsten Highlights im Spielbericht:

Der twitter-Rückblick:

Play of the Day und Stimmen zum Spiel:

 

Fotogalerie: (Fotos: Thewalt)

Pressemitteilung zum Spiel mit Kommentar von Henrik Rödl

Boxscore & Stats

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Dragons zu stark: TBB verliert 69:77

Die TBB Trier hat ihr Heimspiel gegen den Tabellenführer Artland Dragons am Mittwochabend mit 69:77 verloren. – “Wir haben Lehrgeld gezahlt. Aber gegen Artland zu verlieren, ist keine Schande.” -Beste Trierer waren Ricky Harris mit 15 und Jermaine Bucknor und Jermaine Anderson mit je 11 Punkten. Die Artland Dragons hielten über das gesamte Spiel ihre Trefferquoten hoch, Chad Topper traf 4 von 6 Dreiern. Topscorer für die Gäste war Antonio Graves mit 17 Punkten.

Foto: Thewalt.

Foto: Thewalt.

Am Ende reichte es nicht: Trotz dreier einigermaßen ausgeglichener Viertel kann die TBB Trier sich nicht gegen den souverän aufspielenden Tabellenführer Artland Dragons durchsetzen. 2945 Zuschauer sahen eine umkämpfte Partie, in der die abgeklärten Gäste auf alle Trierer Versuche die richtige Antwort hatten – meistens von der Dreierlinie, vor allem aber durch gutes Passspiel und engagierter Reboundarbeit.

Der erste Abschnitt sah eine Trierer Mannschaft, die mit den favorisierten Gästen aus dem Artland gut mithalten konnte. Stefan Schmidt war der Mann der ersten Minuten, der Trierer Center setzte sich erst mit viel Körpereinsatz gegen Anthony King zum 4:2 durch, traf dann per Dreipunktspiel zum 7:7-Ausgleich. Es entwickelte sich der berühmte offene Schlagabtausch: Der spätere Topscorer Antonio Graves per Dreier zum 7:10 – Mathis Mönninghoff kontert zum 10:10. King zum 10:12, Schmidt gleicht aus. Artland erhöht per weiterem Dreier auf 12:17 – Jermaine Anderson macht per Dreier und Freiwürfen fünf Punkte in Folge zum 17:17. Den Niedersachsen wollte scheinbar alles gelingen, Trier arbeitete hart, um das zu vermeiden. Am Ende des ersten Viertels stand es 23:25, die Dreierquote der Gäste lag bei über 70%. Ex-Trierer Andi Seiferth wurde durch konsequentes Doppeln fast komplett aus dem Spiel genommen, musste sich angesichts der Treffsicherheit seiner Kollegen aber auch keine wirklichen Sorgen machen.

 

Im zweiten Viertel dann ähnliche Bilder – die TBB mühte sich redlich, ging durch Marko Lukovic und Ricky Harris mit 27:25 in Führung – und wurde durch zwei blitzsaubere Dreier von Scharfschütze Chad Topper und ein Dreipunktspiel von Andi Seiferth wieder auf 27:35 zurückgeworfen. Die Dreierquote bei Artland war weiterhin traumhaft hoch – Topper hatte am Ende mit 4 Treffern aus 6 Versuchen maßgeblichen Anteil daran. Andi Seiferth musste kurz darauf mit einer Platzwunde über dem Auge ausgewechselt werden, die vom Trierer Mannschaftsarzt Chris Fink mit drei Stichen genäht wurde – er konnte wenig später aber wieder ins Geschehen eingreifen. Artland hatte weiterhin das Heft in der Hand, ein kurzes Trierer Aufbäumen unterband Tyron McCoy mit einer Auszeit beim Stand von 34:39. Danach zogen die Gäste die Zügel an und gingen mit einem 37:44 in die Halbzeit.

Trier kam gut aus der großen Pause, konnte durch aufmerksame Verteidigung gut drei Minuten lang die eigene Zone sauber halten und auf 41:44 verkürzen. Wenig später stand es sogar 47:48. Doch auch hier kam die Antwort der Drachen postwendend: gutes Offensivspiel mit weiterhin hoher Treffsicherheit. Der zuletzt starke Vitalis Chikoko musste derweil mit vier Fouls auf die Bank. Nach Ende des dritten Viertels war der Trierer Rückstand erstmals zweistellig, es stand 55:66.

Bis auf 56:70 konnten die Gäste davonziehen, aber die TBB hatte das Spiel noch nicht abgehakt. Jermaine Bucknor konnte noch zwei Glanzlichter setzen: Zuerst verlud er Andreas Seiferth auf Höhe der Dreierlinie, zog durch zum Korb und legte millimetergenau auf den in der Zone lauernden Vita Chikoko ab, der zum 58:70 vollendete. Kurz darauf machte er es nach einem Defensivrebound alleine, fand die Quakenbrücker Zone einigermaßen menschenleer vor und setzte zu einem harten Dunking an: 62:70 und ein Hoffnungsschimmer in der Arena, knapp fünf Minuten vor dem Ende.

Doch die Dragons gaben die Partie nicht mehr her, auch wenn Trier noch einmal auf 69:75 herankam. Am Ende reichte es nicht für die TBB, die nach dem 69:77 und drei Spielen aktuell auf Platz neun steht. Die Dragons bauen damit die Tabellenführung aus.

Harris (15), Canty (n.e.), Dahlem (n.e.), Lukovic (10), Schmidt (9), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (6), Wenzl (0), Chikoko (4), Vrabac (3), Bucknor (11), Anderson (11).

Rebounds: 33:36.

Henrik Rödl, Headcoach TBB Trier:
“Ich denke, man hat heute die Klasse der Dragons gesehen, Glückwunsch an Ty und seine Mannschaft. Immer wenn man das Gefühl hatte, der Funke könnte überspringen, dass wir herankommen könnten, dann hat einer von ihnen getroffen. Das war ein sehr abgeklärtes Spiel von Artland und dementsprechend ein verdienter Sieg. Diese Abgeklärtheit fehlt uns, es ist aber auch keine Überraschung, dass unser junges Team in solchen Situationen nicht so abgeklärt wirken kann. Vor allem wenn wir wenig Zeit zum Trainieren haben. Der Sieg geht ganz klar in Ordnung. Wir müssen jetzt schnell regenerieren und alles geben, damit wir am Sonntag in Göttingen ein sehr wichtiges Spiel gewinnen und den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren. Das ist die nächste große Aufgabe für uns.”

Tyron McCoy, Headcoach Artland Dragons:
“Ich bin sehr erfreut, dass wir heute hier gewonnen haben. Viele Mannschaften werden dieses Jahr nach Trier kommen und mit einer Niederlage wieder nach Hause fahren. Ich war besorgt, dass wir nach der kurzen Zeit seit dem letzten Spiel am Montag nicht bereit sein würden. Im dritten Viertel konnten wir endlich das Spiel offener halten, vorher hat Trier in der Verteidigung hervorragende Arbeit geleistet, um uns die Möglichkeiten im Aufbau zu nehmen. Ab dann haben wir endlich in der Tranisition bessere Möglichkeiten gesehen. Die zweite Fünf, die zu dem Zeitpunkt auf dem Feld war, war der Schlüssel, sie hat uns abgesetzt. Als wir mit zehn Punkten geführt haben, wussten wir, dass es möglich war zu gewinnen.”

Zuschauer: 2.945.
Davon grün gekleidet: 873.
Aktueller Stand der Aktion BE GREEN: 1481 grüne Fans = € 740,50 zugunsten der TBB-Nachwuchsabteilung!


Mittwoch: TBB empfängt Artland Dragons

Die TBB Trier trifft am dritten Spieltag der Beko BBL-Saison 2014/15 auf den Tabellenführer Artland Dragons – Spielbeginn am Mittwoch um 20:30 Uhr – “Die Dragons sind für mich ein Kandidat fürs Halbfinale oder sogar das Finale!” – Wiedersehen mit Andi Seiferth und Bastian Doreth. – Liveübertragung auf Telekom Basketball. - Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

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TBB Trier gegen Artland Dragons – das ist eine Paarung, die rein statistisch gesehen schon so gut wie entschieden wäre: Erst dreimal konnte die TBB Trier seit dem Bundesliga-Aufstieg der Quakenbrücker gegen die Dragons gewinnen, 19 Spiele von insgesamt 22 entschieden die heutigen Gäste für sich. Aber: Punkte mit der Post schicken ist verboten, auch am Mittwoch muss erst noch gespielt werden.

Das Artland, für die, die es nicht kennen, besteht aus den vier Ortschaften Quakenbrück, Menslage, Nortrup und Badbergen – zusammen nennt sich das die “Samtgemeinde Artland” und klingt nicht gerade nach Spitzensport. Ist es aber ohne Zweifel. Denn die Dragons vermarkten sich stolz und clever als kleinsten Bundesliga-Standort und machen so aus Nöten Tugenden: Spieler schätzen (dem Vernehmen nach) die familiäre Atmosphäre im Umfeld, um sich ganz dem Sport widmen zu können. Und: “Steckt man ganz Quakenbrück in die Berliner o2-World, bleiben 1000 Plätze leer”, heißt es im offiziellen Pressematerial des Vereins – Quakenbrück hat somit 12.452 Einwohner. Die allerdings gehen fleißig zum Basketball: Die Artland Arena mit ihren 3000 Sitzplätzen ist traditionell dauerausverkauft. Und die 3000 Dauergäste sehen durchaus großen Sport: 2007 wurden die Dragons Vizemeister, 2008 Pokalsieger, 2011 Vierter, 2012 Dritter, und 2014 wieder Vierter der Abschlusstabelle.

Für das mittlerweile zwölfte Jahr im Basketball-Oberhaus haben sich die Drachen vorgenommen, an ihre bisherige Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel anzuhängen: Die Runde der letzten vier dürfte es sicher gerne wieder sein, das Personal für die Titeljagd ist vorhanden. Headcoach Tyron McCoy hatte vor der letzten Saison seinen ehemaligen Chef Stefan Koch beerbt und direkt ein glückliches Händchen bewiesen; in dieser Saison kann er zu großen Teilen auf den letztjährigen Kader zurückgreifen. Mit Brandon Thomas, Antony King, Lawrence Hill und Antonio Graves ist ein starkes US-amerikanisches Quartett an Bord geblieben, Spielmacher David Holston, der wegen seiner Körpergröße von 1,68 Metern den Spitznamen “Zauberzwerg” völlig zurecht trägt, legte beim ersten Spiel der Drachen gegen Tübingen gleich 23 Punkte und 6 Assists auf. Mit Dennis Horner (kam aus der D-League von Bakersfield Jam) und Isaiah Hartenstein (Sohn von Drachen-Urgestein Florian Hartenstein, kam aus der eigenen Jugend) hat McCoy Masse im Front Court dazu bekommen, David McCray stieß aus Bonn dazu.

Center-Hüne Kenny Frease wechselte in die Türkei – und hier erfolgte der Königstransfer der Dragons, nicht nur aus Trierer Sicht: Andi Seiferth, der Mann, der in Trier zum Nationalspieler und Starting Center reifte, schloss sich im Sommer den Quakenbrückern an. Hier wartet unter anderem die europäische Bühne und jede Menge Arbeit auf den gebürtigen Berliner, denn die Dragons spielen dieses Jahr im Eurocup gegen klangvolle Namen wie Pallacanestro Cantu, Herbalife Gran Canaria oder Telenet Oostende – macht mindestens acht zusätzliche Spiele in der Hauptrunde mehr für Seiferth und Co. Und auch Playoffs und Pokal sind in Quakenbrück natürlich fest eingeplant.

Mit Basti Doreth spielt ein weiterer ehemaliger Trierer für die Drachen. Der gebürtige Franke und ex-Bayer war nach seiner Ausleihe nach Trier 2013 vom FC Bayern ins Artland “weiterverschickt” worden – und die gaben ihm dann dieses Jahr endlich einen eigenen Vertrag. Seinem Instagram-Account (“bastid”) nach zu urteilen gefällt es Basti in der niedersächsischen Provinz, auf dem Parkett drückte sich das letzte Saison mit 4.1 Punkten, 2 Assists und der gewohnt bissigen Verteidigung aus. Im Auftaktspiel gegen Tübingen markierte Doreth 6 Punkte und 3 Vorlagen.

Die Artland Dragons gehen auch dieses Jahr als klarer Favorit in die Partie, es läuft in Quakenbrück einfach seit Jahren sehr viel richtig, das wird auch dieses Jahr wieder so sein. Trier hat dagegen den Aufwind aus einer starken Teamleistung gegen Braunschweig im Rücken, die man sicher vor heimischem Publikum erneut abrufen will.

Henrik Rödl ist sich bewusst, mit wem seine Mannschaft es zu tun bekommt. “Für mich sind die Dragons eine der besten Mannschaften auf deutschem Boden, ein klarer Halbfinal- oder Finalkandidat. Extrem tief besetzt und athletisch, mit sehr guten deustchen Akteuren. Mit Basti Doreth und Andi Seiferth, der bisher eine gute Rolle spielt, freuen wir uns auf zwei Rückkehrer. Das wird eine extrem schwere Aufgabe für uns, eventuell sind sie ein bisschen müde, weil sie einen Tag weniger hatten, um zu regenerieren, aber darauf sollten wir uns nicht verlassen. Wir brauchen unser bestes Spiel morgen Abend und ich hoffe, dass das Publikum uns dabei unterstützen wird.

In der Tat hatten die Dragons einen Tag weniger zur Verfügung, sie reisten direkt von ihrem 70:83-Auswärtsieg gegen Aufsteiger Göttingen am Montag weiter nach Trier. Zuvor hatte das Team von Tyron McCoy zum Saisonauftakt Tübingen zuhause deutlich mit 97:64 besiegt. Zusammen ergibt das die momentane Tabellenführung für die Basketballer aus der Samtgemeinde. Trier steht nach einem Heimsieg gegen Braunschweig (79:65) und einer knappen Auswörtsniederlage beim Mitteldeutschen BC (77:74) auf Platz 5.

Die unglückliche Niederlage in Weißenfels am Sonntag sei kein Thema mehr, so Rödl: “Wir mussten uns schnell umstellen, manchmal ist das auch gut, wenn man sich schnell auf etwas neues konzentrieren muss. Wir haben das geklärt und gegen frei in das Spiel gegen Artland.”


Hauchdünn: TBB verliert 77:74 beim MBC

Nach einer verrückten Schlussphase verliert die TBB Trier ihr Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC mit 77:74. Jermaine Anderson hätte mit seinen zwei Dreiern in Folge zum 72:72-Ausgleich der Matchwinner werden können – doch neun Sekunden vor Ende stahl ihm Patrick Richard vom MBC die Show, indem er seinerseits einen eng verteidigten Dreier zum 75:72 einnetzte. Das konnte die TBB nicht mehr kompensieren. Überragend auf Seiten der Gastgeber war Christian Standhardinger, der in seinem ersten Heimspiel für die Wölfe 23 Punkte und 9 Rebounds auflegte. Für Trier war Marko Lukovic mit 17 Punkten, 6 Rebounds und 3 Assists in 23 Minuten am erfolgreichsten.

Foto: Matthias Kuch.

Es war das erwartet enge Spiel: Die Gastgeber beim ersten Heimspiel der Saison motiviert bis in die Haarspitzen, Trier mit Rückenwind aus der gewonnenen Heimpremiere gegen Braunschweig. Triers erste Fünf aus Anderson, Mönninghoff, Vrabac, Bucknor und Schmidt erwischte den besseren Start, ging mit Punkten von Adin Vrabac und Stefan Schmidt mit 2:5 in Führung, ein Dreier von Jermaine Anderson bedeutet das 5:8 nach drei Minuten. Doch die Wölfe wehrten sich, vor allem Neuzugang Christian Standhardinger bekamen die Gäste von der Mosel nicht in den Griff – und was Standhardinger nicht schaffte, besorgte sein Centerkollege Djordje Pantelic. Die beiden Innenspieler des MBC bekamen in dieser Phase zuviel Freiheiten – so drehten die Gastgeber das erste Viertel von 7:10 auf 19:10 – ein 12:0-Lauf, dem Trier insgesamt zu wenig entgegensetzte. Erst Jermaine Andersons nächster Dreier brach den Bann, das Viertel endete schließlich 21:17.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte die TBB sich dann gefangen, das lag nicht zuletzt am mittlerweile eingewechselten Marko Lukovic. Neun Punkte in Folge gelangen Triers 22-jährigem Neuzugang, der schon im Heimspiel gegen Braunschweig durch ebenso abgeklärte wie emotionale Spielweise aufgefallen war. Unter anderem holte er sich nach einem verworfenen Bonusfreiwurf den eigenen Rebound und machte aus dem Dreipunkt- ein Vierpunktspiel zum 22:21, kurz darauf holte er beim 22:23 die Führung zurück nach Trier. Auch die Defensive stand jetzt besser, es war für die Wölfe längst nicht mehr soviel Raum am Trierer Brett wie im ersten Abschnitt. Ein weiteres Dreipunktspiel von Lukovic bringt die TBB mit 22:26 in Front.

Doch die Wölfe schlagen zurück, Dreier von Malte Schwarz und Simones Serapinas bedeuten einen weiteren Führungswechsel zum 32:30, dann trifft Harris den Dreier, nachdem die Wölfe zwei Offenisvrebounds hintereinander abgegeben hatten: 32:33. Am Ende eines ereignisreichen zweiten Viertels steht eine 41:37-Halbzeitführung für die Gastgeber, die sich die besseren Chancen erarbeitet und diese auch genutzt hatten.

Das dritte Viertel startete wild, beide Teams wollten viel. Das bessere Ende dieses nervösen Beginns hatten die Gäste für sich: Lukovic bedient den freien Dreierschützen Mönninghoff, der trifft zum 41:40; Vitah Chikoko holt den Offensivrebound von Jermaine Bucknor: 41:42, alles wieder offen. Doch wie schon öfters an diesem Abend kam der MBC um so stärker aus dieser kurzen Schwächephase zurück, jetzt waren es wieder Standhardinger und Pantelic, die die Trierer Defense vor arge Probleme stellten, auch Point Guard Patrick Richard brachte sich jetzt ins Weißenfelser Offensivspiel ein. Und wieder wurde daraus ein Lauf, auch eine Trierer Auszeit konnte einen 12:0-Run der Hausherren nicht verändern, die in dieser kritischen Phase bis auf 53:42 davonziehen konnten.  Bei diesen elf Punkten Distanz blieb es vor der letzten Pause: 59:48, bei Trier waren zuwenig Würfe auch tatsächlich gefallen.

 

Verloren war aber noch lange nichts für das Team von Henrik Rödl: Stefan Schmidt mit zwei Freiwürfen und Lukovic mit dem nächsten Dreipunktspiel verkürzen auf 59:53, auch Adin Vrabac kam jetzt nach foulbedingter Pause konzentriert zurück und markierte das 59:55. Die TBB hatte in dieser Phase wieder zu ihrem Offensivspiel gefunden, Lukovic schickt Schmidt per elegantem Bodenpass zum 59:57, kurz darauf bedient er Harris zum 63:61 – nur Ausgleich oder  Führung wollten nicht gelingen. Dem stand zunächst wieder eine starke Phase der Wölfe entgegen, die sich weiter über ihre beiden Besten Standhardinger und Pantelic bis auf 70:63 absetzen konnten, und das drei Minuten vor Ende – Crunch Time in Weißenfels.

Was dann folgte ist Fluch und Segen dieser Sportart: Mathis Mönninghoff trifft den wichtigen Dreier zum 70:66. Jermaine Anderson trifft mit Millisekunden auf der Schussuhr den noch wichtigeren Dreier zum 72:69. Eine Minute vor Ende trifft Anderson den noch viel wichtigeren Dreier mit Brett zum 72:72-Ausgleich – Trier hat alle Karten in der Hand, es geht hin und her. Neun Sekunden vor Ende landet der Ball bei Patrick Richard – und der klaut Anderson die Matchwinner-Krone, indem er den hart verteidigten Dreier zum 75:72, den wichtigsten Schuss des Abends trifft. Die Entscheidung. Trier muss foulen, der MBC trifft, am Ende steht es 77:74.

Henrik Rödl, Headcoach TBB Trier:

“Es war das erwartet intensive, bis zum Ende knappe Spiel, das dann durch die kleinen Sachen entschieden wurde. Wir haben gekämpft und ausgeglichen, und dann schießt Richard diesen gut verteidigten Dreier rein. Wir haben in der ersten Hälfte zu viele Offensivrebounds abgegeben. Insgesamt ist mein Eindruck, dass Weißenfels den besseren Rhythmus hatte, wir waren nur phasenweise richtig in diesem Spiel drin. Vor allem Christian Standhardinger hat uns mit seinen bekannten Qualitäten, seinem Ehrgeiz und seinen Punkten das Leben heute sehr schwer gemacht, insgesamt hat der MBC sehr viel Kampfgeist aufs Parkett gebracht. Es ist hier nie leicht, zu gewinnen, heute haben wir verloren.”

Silvano Poropat, Headcoach Mitteldeutscher BC:

„Es ist immer unglaublich schwer, den ersten Sieg in der Saison zu erreichen. Noch schwerer ist es, wenn man eine Mannschaft mit so vielen neuen Spielern hat wie wir, und wenig Zeit, in einen Rhythmus zu kommen. Aber die Jungs haben gekämpft, alles gegeben und große Fortschritte in der Spielweise im Vergleich zum Spiel in München gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit mehreren Sachen: Zum einen, dass wir gegen einen Gegner gewonnen haben, der uns in der Vergangenheit nicht gelegen hat, und bei dem Henrik Rödl seit Jahren eine Mannschaft zusammenstellt, die weiß, wie man richtig Basketball spielt. Zum anderen, weil wir langsam wieder anfangen, die Identität zu zeigen, die den MBC schon immer ausgemacht hat. Es freut mich sehr, dass wir mit einer neuen Mannschaft wieder schaffen, diesen Zusammenhalt und Kampfgeist zu wecken.“

Harris (11), Canty (0), Lukovic (17), Schmidt (11), Mönninghoff (6), Wenzl (2), Chikoko (6), Vrabac (4), Bucknor (3), Anderson (14).

Rebounds: 37:38 aus Sicht der Gastgeber.

Zuschauer: 2150.

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