Bitter! 74:69-Niederlage in Ludwigsburg!

Die TBB Trier kämpft sich nach schwachem Start mit einer starken Energieleistung zurück in ein hart umkämpftes Spiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Partie ist lange mehr als offen, am Ende fehlt Trier das berühmte Quäntchen Glück. Ludwigsburg trifft in der Schlussphase die wichtigen Würfe und gewinnt schlussendlich 74:69. Mathis Mönninghoff war krankheitsbedingt in Trier geblieben.

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Am Ende war es knapp. Sehr knapp. Und nichts sah danach aus, dass die TBB das erste Viertel dieses Spiels deutlich abgegeben hatte. 20 Sekunden vor Schluss stand es nach einem Dreier des bärenstark aufspielenden Marko Lukovic (18 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists!) 70:69 für die Hausherren. Und es war alles drin.

Das war nicht immer so: Beide Mannschaften hatten Mühe, in die Partie zu finden, die Anfangsphase war nichts für Basketball-Ästheten. Die ersten sechs Trierer Punkte gingen auf das Konto von Vitalis Chikoko, der sein komplettes Repertoire gegen Jon Brockman zeigte: Hinten der Block, vorne der Hookshot über den NBA-Veteranen, 4:6. Der Nachteil des Ganzen: Chikoko musste schon früh im ersten Viertel mit zwei Fouls auf die Bank. Ludwigsburg witterte die Chance, die sich da bot, zog die Zügel in der Verteidigung deutlich an und erzwang Trierer Ballverluste. Offensiv nutzt Brockman den Platz zum 14:10, John Stockton trifft den Dreier zum 17:10 – auch eine Trierer Auszeit konnte den Ludwigsburger Run nicht stoppen. Zur ersten Viertelpause stand ein 28:15 für die Hausherren auf der Tafel, zum Viertelende hatte sich das Spiel zwischenzeitlich an die Freiwurflinie verlagert.

Erst die Rückkehr von Chikoko aufs Parkett stabilisierte das Trierer Spiel wieder. Doch es war nicht Chikoko alleine, vor allem Marko Lukovic brachte viel Energie ans offensive Brett, markierte mit einem schönen Floater das 29:19 und zwang John Patrick in die erste Ludwigsburger Auszeit.Der starke Chikoko trat nun auch als Vorbereiter in Erscheinung, wie beim 32:23, als er Stefan Schmidt per Durchstecker bedient – wieder kommt direkt die Auszeit von John Patrick, der sich Sorgen um seinen Vorsprung machte. Die Trierer Zonenpresse hatte zuvor 24 Sekunden gegen die Ludwigsburger Offensive dicht gehalten.

Dann eine Trierer Schrecksekunde: Shawn Huff räumt Vitah Chikoko auf dem Weg zum Korb von hinten ab, die “Hand aus Simbabwe” fällt unsanft auf die Schulter und zieht sich eine schmerzhafte Prellung zu. Chikoko muss wieder auf die Bank, kann aber in der zweiten Halbzeit wieder ins Geschehen eingreifen. Doch Trier hatte den Kampf angenommen, Jermaine Anderson und Anthony Canty brachten mit viel Energie den Ball gegen eine harte Ludwigsburger Ganzfeldpresse nach vorne, offensiv gelangen jetzt die “Big points”. Jermaine Bucknor, Marko Lukovic und Ricky Harris führen Trier auf 39:36 heran. Es ist Shawn Huff per Dreier, der den Halbzeitstand von 42:36 herstellt, Trier hatte den schwierigen Start abgeschüttelt.

Den Elan aus dem zweiten Viertel können die Gäste mit in die zweite Spielhälfte nehmen, es kommt ihnen sicher zugute, dass Jon Brockman, Top-Rebounder der Liga und Autorität an den Brettern kurz vor der Pause verletzt ausgewechselt wurde. Trier kämpft sich jetzt Zug um Zug an Ludwigsburg heran, wieder läuft viel über Lukovic: Ein Assist auf Chikoko, der den krachenden Dunk zum 42:38 abliefert, ein Distanzwurf gegen die zu laxe Defense von DJ Kennedy zum 44:40. Zwei Dreier von Bucknor und ein weiterer Dunking von Chikoko bringen endlich den Ausgleich, Rödls Entscheidung, Chikoko trotz seiner mittlerweile drei Fouls nicht auszuwechseln, hatte sich ausgezahlt. Sogar die Führung kam kurzzeitig zustande, vor dem entscheidenden Durchgang stand es 58:57, die Partie war sperrangelweit offen.

Trier hielt die Intensität oben, noch ein Block von Chikoko und ein Dreier von Adin Vrabac bedeuten das 62:60. Nach gut drei Minuten im letzten Viertel wurde es ein wenig zu intensiv, Tony Canty und Jermaine Bucknor mussten kurz nacheinander mit 5 Fouls vom Feld – das schwächte die TBB merklich. Offensiv wollte jetzt lange nichts gelingen. Beide Teams lassen bis in die Crunchtime hinein minutenlang Punkte liegen, bis Ludwigsburgs Chris McNaughton 47 Sekunden vor Schluss mit dem 70:66 eine Vorentscheidung erzielt. Doch noch war es nicht vorbei, Marko Lukovic schießt Trier wieder auf Tuchfühlung – 70:69, Auszeit, noch zwanzig Sekunden. Trier foult Kennedy, der macht beide Freiwürfe. Wieder Auszeit, die TBB hat noch 18 Sekunden und braucht den Dreier für die Verlängerung. Doch die Ludwigsburger Defense steht, Ricky Harris trifft so nur die Korbanlage.

Ludwigsburg gewinnt 74:69 und klettert so auf Platz 11 der Tabelle, Trier bleibt auf Platz 15.

Henrik Rödl (TBB Trier): “Glückwunsch an Ludwigsburg, das war ein heiß umkämpftes Spiel, am Ende hat Ludwigsburg gut getroffen. Wir hatten gute Chancen, haben dann aber Korbleger daneben gelegt. Ich muss meiner Mannschaft aber ein großes Lob aussprechen, wir sind erst schlecht ins Spiel gekommen, danach haben wir uns reingebissen. Die Einstellung war klasse. Mathis Mönninghoff hat uns natürlich gefehlt. Dazu haben die Foulpropbleme in der Anfangsphase Kraft gekostet, und Bucknors und Cantys fünftes Foul haben das am Ende natürlich nicht unbedingt besser gemacht. Marko Lukovic hat alles gegeben, um Bucknor am Ende auf der vier zu vertreten, er hat ein tolles Spiel gemacht.”

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Es war ein hart umkämpftes Spiel und ich denke am Ende waren wir einen Tick glücklicher. Trier hatte auch die Chance das Spiel zu gewinnen, trotzdem bin ich sehr stolz, dass wir trotz schwacher Dreierquote diesen wichtigen Sieg einfahren konnten. Ein besonderes Kompliment geht an Christopher McNaughton, der heute acht ganz wichtige Punkte erzielt und seine Qualität gezeigt hat.“

Für Trier: Harris (14), Canty (4), Dahlem (0), Lukovic (18), Schmidt (3), Chikoko (10), Vrabac (7), Bucknor (9), Kramer (2), Anderson (2).

Rebounds: 36:31.
Zuschauer: 3721.



Freitag: TBB gastiert in Ludwigsburg

TBB Trier fährt zum Rückspiel zu den MHP RIESEN Ludwigsburg – “Wir müssen in der Verteidigung besser stehen.” – Tip Off Freitag, 20:00 Uhr – Liveübertragung auf www.telekombasketball.de und Telekom Entertain ab 19:45 Uhr.

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Die TBB Trier steht vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe: Am Freitag ab 20:00 Uhr kommt es in der Ludwigsburger MHP Arena zum Duell gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Die Gastgeber belegen derzeit Tabellenplatz 13, das Hinspiel am 3 Januar in Trier entschieden die Ludwigsburger mit 60:75 für sich. Hauptverantwortlich für den Sieg in Trier: die (damalige) Neuverpflichtung DJ Kennedy. Kennedy, zugleich Topscorer der Beko BBL mit 22.2 Punkten im Schnitt, war von der Trierer Verteidigung nicht zu halten und legte seine durchschnittlichen 22 Punkte auf. Mit Kerron Johnson (15.5) und Jon Brockman (11.1) punkten zwei weitere RIESEN über die bisherige Saison zweistellig, Brockman ist zudem noch der Top-Rebounder der Liga, er greift sich 10.2 Abpraller pro Spiel.

Im Hinspiel konnte sich Ludwigsburgs Coach John Patrick außerdem auf die Qualitäten von Shawn Huff und John Little verlassen.

Henrik Rödl will die Hinspielniederlage denn auch nicht an DJ Kennedy alleine fest machen: “Er war ohne Zweifel stark. Aber im Hinspiel haben auch viele andere gut gespielt. Die Mannschaft hat den Ball gut bewegt und hochprozentig gegen unsere Zone getroffen. Da müssen wir morgen in der Verteidigung besser stehen. Das Spiel gegen Ludwigsburg war eines der Spiele, in denen wir eine Chance auf den Sieg hatten, auch wenn es sicher keines unserer besseren Spiele war.”

Ludwigsburg hat seit dem Spiel in Trier zwei Spiele bestritten, zu Buche stehen ein deutlicher 70:53-Sieg gegen den MBC sowie eine 83:76-Niederlage im Schwabenderby bei den Walter Tigers Tübingen. Und nach Trier kommt ein hartes Restprogramm: Oldenburg, München und Berlin heißen die übernächsten Gegner der Ludwigsburger. Entsprechend motiviert dürften die RIESEN zu Werke gehen.

An Motivation sollte es auch den Gästen nicht mangeln – ein Zittersieg gegen die Eisbären Bremerhaven mit Buzzer Beater von Jermaine Bucknor sorgte in Trier zuletzt für jede Menge Emotionen. Henrik Rödl: “Es ist ein Auswärtsspiel, das ist eine Situation, in der wir diese Saison noch nicht viel Erfolg hatten. Ich hoffe, dass die Mannschaft mit viel Elan in das Spiel geht, auch mit dem wichtigen Heimsieg im Rücken, um auswärts vielleicht auch mal die Überraschung zu schaffen.”

Trier steht derzeit vor Tübingen, Bremerhaven und dem nächsten Heimspielgegner Crailsheim (6. Februar) auf Tabellenplatz 15. Ein Sieg in Ludwigsburg wäre in jedem Fall dazu geeignet, sich weitere Luft nach unten zu verschaffen.

Das Spiel wird ab 19:45 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.

 


TBB II siegt 80:88 bei Crailsheim II

Die TBB II hat ihr auf den gestrigen Mittwoch verlegtes Auswärtsspiel beim Tabellensiebten TSV Crailsheim II mit 80:88 gewonnen. Beste Trierer: Benedikt Breiling mit 27 Punkten und 10 Rebounds sowie Sebastian Herrera mit 26 Punkten und perfekten Quoten: 100% Zweier, 9/9 Freiwürfen und 62,5% Dreier!

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Die Gastgeber erwischten den besseren Start in der Crailsheimer Hakro-Arena. Die Leonhardt-Brüder erzielten die ersten sechs Punkte für die TBB, Crailsheim brachte es in derselben Zeit allerdings schon auf 15 Zähler. Tim Leonhardt und Sebastian Herrera begannen jetzt die Aufholjagd, Benedikt Breiling, der von der Bank gekommen war, traf per Dreier zum 18:14. Ex-Bundesligaspieler Christoph Tetzner erhöhte für zwei, die letzten Minuten des Viertels gehörten aber den Trierern, genauer gesagt Marian Dahlem: Der Aufbauspieler traf per Dreier, sicherte sich einen Ballgewinn und verkürzte im Fastbreak auf 20:19.

Wieder traf Tetzner für zwei, Trier hatte aber die richtige Antwort parat: Sebastian Herrera, auf den die Merlins wohl nicht richtig vorbereitet gewesen waren, durfte ziemlich frei von der Dreierlinie werfen, und erzielte den 22:22-Ausgleich. Im Fastbreak traf Breiling zur ersten Trierer Führung. Die TBB blieb dank einiger Treffer aus der Distanz erstmal vorne, Breiling ließ sich auch unter den Körben nicht aufhalten. Sergej Exler erzielte jetzt sechs Punkte für die Gastgeber und stellte damit die 43:41-Führung zur Halbzeit her.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte kam Crailsheim besser ins Spiel, Michael Heck erhöhte auf 46:41. Und wieder waren es die Dreier, die Trier zurück brachte. Fritzen, Breiling und Herrera trafen von draußen, 48:51. Christoph Tetzner brachte mit eine Technischen Foul das Momentum endgültig auf die Seite der Gäste, die auf 50:57 erhöhen konnten. Leider bekamen die Trierer in den nächsten Minuten einige Fouls, vor allem in der Offense, gepfiffen. So kam Crailsheim langsam wieder ran und konnte auch ausgleichen, die Führung blieb den Merlins aber verwehrt. Max Befort erlöste die Trierer mit seinem Treffer aus der Mitteldistanz zum 57:59. Es blieb aber knapp, vor dem letzten Abschnitt stand es 62:63.

Crailsheim glich aus, Benedikt Breiling traf von der Dreierlinie. Luca Breu legte noch einen Freiwurf drauf, Heck und Tetzner erzielten aber wieder den Ausgleich für die Merlins. Jetzt zeigte sich, dass die Trierer noch einige Ausdauer-Reserven hatte, während die Gastgeber hin und wieder einen Schritt zu langsam waren. So traf Sebastian Herrera erneut aus der Distanz, Kilian Dietz legte zum 67:72 ein. Nach einem weiteren Herrera-Dreier konnte Daniel Ivanov für Crailsheim auf 75:78 verkürzen, danach versuchten die Merlins, die Uhr zu stoppen. Trier aber war perfekt von der Linie, Tim Leonhardt und Sebastian Herrera trafen je vier von vier Freiwürfen, Crailsheim gelang im Angriff nichts. So hatte die TBB auf 78:88 erhöht, die Partie endete mit 80:88.

Josip Bosnjak: „Das war ein sehr schweres Spiel, beide Mannschaften haben versucht, dem Spiel ihr Tempo zu geben. Wir waren mit zwölf Leuten da, deshalb hatten wir am Ende mehr Kraft. Entscheidend waren unsere gute Dreierquote und die Offensivrebounds. Und wir waren von der Freiwurflinie sehr gut getroffen, in der entscheidenden Phase waren wir hier nervenstark. Das war nicht unser bestes Spiel, aber ich bin zufrieden, obwohl wir nicht so gespielt haben, wie wir es können. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, die nächsten drei Spiele werden schwer.“


Henrik Rödl bleibt A2-Bundestrainer

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Der Bundestrainer der A2-Herren-Nationalmannschaft heißt auch in diesem Jahr Henrik Rödl. Nach seinem „Debüt“ im vergangenen Jahr gab der ehemalige Nationalspieler (178 Länderspiele) und jetzige Headcoach von Bundesligist TBB Trier seine Zusage für einen weiteren Sommer.

Und der hat es wahrlich in sich, denn als Höhepunkt steht für die A2 die Teilnahme an der Universiade in Gwangju (Südkorea, 2.-12. Juli 2015) auf dem Programm. Eng zusammen arbeiten wird Rödl dabei mit Herren-Bundestrainer Chris Fleming. Beide Teams werden nach der identischen Spielkonzeption vorgehen.

„Ich bin sehr zufrieden, dass Henrik Rödl als Headcoach bei der A2-Nationalmannschaft bleibt. Er ist ein absoluter Toptrainer und hat bewiesen, dass er junge Talente entwickeln kann. Außerdem besitzt er eine große internationale Erfahrung, das ist für die Universiade sicher ganz wichtig. Viele Spieler werden in diesem Sommer erst bei der A2 spielen, danach aber eine gute Chance haben, auch in den A-Kader zu kommen. Insofern freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Henrik“, sagt Chris Fleming.

„Ich blicke mit großer Vorfreude auf die anspruchsvolle Aufgabe mit der Universiade als Höhepunkt. Ich möchte mich ausdrücklich bei Emir Mutapcic für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanken und bin sicher, dass ich auch Chris Fleming bei seiner Arbeit sehr gut unterstützen kann. Es geht ja besonders auch um die möglichst gute Vorbereitung der A2-Spieler für den A-Kader, das halte ich für sehr wertvoll“, meint Henrik Rödl.

(Pressemitteilung: Deutscher Basketballbund, Christoph Büker.)


Haarscharf: 85:84 gegen Bremerhaven!

TBB Tier schlägt Eisbären Bremerhaven in dramatischer Partie mit 85:84 – Jermaine Bucknor erzielt mit der Schlusssirene das 85:84 – “Der Wurf war schwer – und er hat ihn reingeeiert.” – TBB bleibt auf Tabellenplatz 15.

TBB Trier - Eisbären Bremerhaven

Jermaine Bucknor ist bescheiden, kein Lautsprecher, kein Selbstdarsteller, das weiß man in Trier. Und ein Balotelli ist er schon gar nicht. So mutet das Bild, das sich den 3811 Gästen der Arena Trier am Samstagabend nach einem hauchdünnen 85:84-Heimsieg gegen die Eisbären Bremerhaven bot, durchaus untypisch an: Bucknor steht in eindeutiger Siegerpose im Fanblock und lässt sich feiern. Doch das unwirkliche ist nur die Momentaufnahme: Sekunden später folgt ihm seine Mannschaft und feiert mit ihm und den Fans, bricht sich die Anspannung eines hochdramatischen Basketballspiels Bahn, das der kanadische Publikumsliebling für die TBB Trier mit der Schlusssirene entschieden hat. “Buck hat sein Herz in beide Hände genommen – der wollte einfach nicht verlieren” sagt Co-Trainer Thomas Päch hinterher. Headcoach Henrik Rödl sprach von einem schwierigen Wurf, den Bucknor “reingeeiert habe” – und das kam so:

Trier und Bremerhaven lieferten sich einen  Kampf bis aufs Messer. Bremerhaven hatte wie im Hinspiel von seiner starken Dreierquote profitiert, Lorenzo Williams und Typus McKee schießen die Eisbären mit 2:6 in Front. Mathis Mönninghoff, der heute mit viel Energie auftrat, setzte dem ein Dreipunktspiel zum 8:6 entgegen. Doch wieder treffen die Gäste von außen, Moses Ehambe ist zweimal erfolgreich (8:12). Am Ende des ersten Viertels steht es 23:24, die Eisbären führen knapp, die Trierer Zone Verteidigung lässt sich auf ein “high scoring game” ein.

Im zweiten Viertel ähnliche Bilder, Ricky Harris hält die TBB jetzt mit guten Aktionen im Spiel, auch Adin Vrabac macht zum Viertelende auf sich aufmerksam. Doch die Bremerhavener Dreierschützen finden immer noch zu gut die Lücke, Jusuf El-Domiaty sorgt per Dreier für den Halbzeitstand von 45:46 – unverändert knapp.

Die Halbzeit brachte eine entscheidende Veränderung: Henrik Rödl ließ ab dem dritten Viertel Mann-Mann-Verteidigung spielen – und die funktionierte nach leichten Startschwierigkeiten gut. Eine frühe Auszeit zu Beginn des dritten Viertels bringt die TBB auf diesen Kurs, Rödls Mannschaft macht aus einem 45:50 ein 54:52 und schließlich dank eines Dreipunktspiels von Vitah Chikoko sogar ein 57:52. Defensiv gelingen Ballgewinne, gegnerische Offensivfouls, der Bremerhavener Lauf ist zunächst aufgehalten. Bis auf 64:53 kann Trier die Führung erhöhen, mit 66:60 geht es in den letzten Abschnitt. Bremerhavens “big men” hatten eifrig Fouls gesammelt, es sah alles danach aus, als würde das Spiel weiter auf die Trierer Seite kippen.

Doch im letzten Abschnitt raffen sich die Gäste nochmals auf, ein überragender Tyrus McGee (am Ende hat er 27 Punkte) hatte etwas dagegen, die Partie einfach herzugeben. Der US-Amerikaner führte die Eisbären wieder Stück für Stück heran. Dazu kam das fünfte Foul gegen Vitah Chikoko, der sich bis dahin die Arbeit am Brett mit Dennis Kramer geteilt hatte – Stefan Schmidt saß mit Rückenproblemen auf der Bank. Die Eisbären drückten, Trier hielt dagegen, das Spiel war wieder am Anfang: 73:72, dann 75:75, schließlich 80:82. Die Partie war an Spannung nicht zu überbieten. Ricky Harris trifft den wichtigen Dreier zum 83:82, Auszeit Bremerhaven, noch 14 Sekunden – und Lorenzo Williams kommt drei Sekunden vor Schluss zum Korb durch, es steht 83:84. Die TBB scheint um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.

Es folgt die Szene des Abends. Auszeit Trier – der Ball soll zu Bucknor und von da zu Anderson, der soll den letzten Wurf kriegen. Alternativ hat Bucknor die Option, es selbst zu machen, vorausgesetzt, er bekommt den Platz. “Auf dem Weg zum Einwurf sagte Anderson zu mir, ich solle den Ball behalten – sie würden mir sicher genug Platz lassen weil sie switchen würden.”, so Bucknor hinterher. Und Anderson behält Recht: Die Bremerhavener Defense fällt auf Bucknors Finte herein, der 31-jährige geht mit langen Schritten zum Korb, der Ball verlässt die Hand Bruchteile von Sekunden vor der Schlusssirene – und fällt zum 85:-84-Endstand ins Netz. Bucknor zieht durch bis auf die Tribüne und wird dort frenetisch gefeiert. “Die Fans haben uns bisher, auch heute, so großartig unterstützt – ich wollte ihnen nach diesem Spiel etwas zurückgeben, die Euphorie zu ihnen tragen. Deshalb bin ich da hin gelaufen.”

Henrik Rödl (TBB Trier): “Es war eine sehr enge Geschichte, bis zur letzten Sekunde. Ich hatte den Eindruck, dass wir mit viel Energie aus der Pause kamen. Wir haben dann nur noch Manndeckung gespielt, unsere Mannschaft hat das mit viel Energie getan. Das hat lange gut funktioniert. Man muss immer wieder sagen, dass Bremerhaven eine sehr toughe Mannschaft ist. Sie haben mit viel Herz die Big Points gemacht – aber am Ende hatten wir glücklicherweise den Ball in unseren Händen und Bucknor hat mit einem schweren Wurf das Spiel für uns gewonnen, er hat ihn reingeeiert, anders kann man das kaum sagen. Natürlich war das ein Glückssieg, aber natürlich bin ich auch stolz auf die Mannschaft, wie sie sich zurückgekämpft hat.”

Calvin Oldham (Eisbären Bremerhaven): “Wir haben schon wieder ein knappes Spiel verloren, es scheint in dieser Saison einfach so zu sein – deshalb sind wir jetzt in dieser Situation. Aber ich möchte zuerst Henrik und seinem Team gratulieren. Sie sind am Ende cool geblieben, haben einen guten Spielzug gemacht und haben am so gewonnen. Wir hatten eine hohe Foulbelastung, das Fehlen von Myles Hessin hat uns am Korb weh getan. Trotzdem haben wir mehr Rebounds geholt und gut getroffen. Am Ende war Trier aber einen Tick besser. Wir haben gut gekämpft, aber so ist Basketball manchmal. Wenn man knapp verliert, ist das sehr ärgerlich. Aber Nächte Woche geht es weiter, wir konzentrieren und jetzt aufs nächste Spiel.”

Für Trier: Harris (21), Canty (5), Dahlem (n.e.), Lukovic (5), Mönninghoff (12), Breiling (n.e.), Chikoko (9), Vrabac (9), Leonhardt (n.e.), Bucknor (10), Kramer (2), Anderson (12).
Rebounds: 25:35.
Zuschauer: 3811 (davon 2285 in grün).


TBB empfängt Eisbären Bremerhaven

Die TBB Trier trifft am Samstag, 24. Januar (20:30 Uhr) auf den Tabellenvorletzten Eisbären Bremerhaven. – “Sie haben länger nicht gewonnen, aber sehr gut gespielt. Wir erwarten ein sehr schwieriges Spiel.” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 20:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:30 Uhr.

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Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste – das ist eine Binsenweisheit im Profisport. Auch dass Tabellenstände nur von sekundärem Interesse sind, hat man schon oft gehört. Die Aussagekraft von Platzierungen ist sicher Auslegungssache. Spielt der nächste Gegner so, wie sein Tabellenplatz vermuten lässt? Ist er nicht eigentlich besser oder vielleicht auch schlechter? Gehört er “dort unten” oder “dort oben” wirklich hin? Falls nein, wann klettert bzw. fällt er dort raus? Fragen, die in der Spievorbereitung nicht viel wert sind, denn am Ende zählt, was auf dem Parkett passiert – so auch beim nächsten Heimspiel der TBB Trier gegen Bremerhaven. Allerdings: Wichtig, und zwar auch WEGEN des Tabellenstands ist dieses Spiel allemal. Denn die Eisbären Bremerhaven stehen mit fünf Siegen auf Platz 17 der Tabelle, dem ersten Abstiegsplatz; die TBB belegt mit nur einem Sieg mehr Platz 15. Es ist eng am unteren Ende des Tableaus – und mit einer Revanche könnte Trier einen gefährlichen Konkurrenten auf Distanz halten.

Die Voraussetzungen dafür: nicht einfach. Das Hinspiel in Bremerhaven ging 86:66 verloren, die Distanzwürfe der Bremerhavener fielen nach kurzer Anlaufphase einfach zu gut. Dazu sicherte sich Devin Searcy wichtige Rebounds und nahm Trier so viele zweite Chancen weg. Wie bereits in den Jahren zuvor war Bremerhaven für Trier keine Reise wert, die Eisbären zeigten sich in heimischer Halle gegen Trier stark und selbstbewusst.

Gehört der heutige Gegner also zu Beginn der Rückrunde auf Tabellenplatz 17? Seit ihrem Heimsieg gegen die TBB Mitte Dezember steht für die Eisbären erneut eine Niederlagenserie von fünf Spielen zu Buche; zuletzt ging das Auswärtsspiel beim FC Bayern München mit 90:84 verloren, davor setzte es eine 20-Punkte-Klatsche gegen den Tabellenführer ALBA BERLIN (75:95). Besonders bitter für Calvin Oldham und sein Team sind über den Saisonverlauf aber eher die knappen Niederlagen: 83:82 in Bamberg gleich zum Auftakt, 86:88 gegen Ulm, 74:76 gegen Braunschweig und 80:84 gegen Tübingen, den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – das war ein “Vierpunktespiel”. Siege gelangen lediglich in Hagen (ebenfalls knapp: 84:85), gegen Ludwigsburg (70:64), die FRAPORT SKYLINERS (71:62), Crailsheim (76:68) und Trier.

Dabei hat Beko BBL-Legende Calvin Oldham seinen Kader komplett umgekrempelt und dabei ein Team zusammengestellt, das sich statistisch sicher nicht zu verstecken braucht: Point Guard Lorenzo Williams (kam aus Lettland von BK Ventspils) verteilt starke 6.4 Assists, ist damit zweitbester Passgeber der Liga und macht selbst auch noch 12.6 Punkte. Moses Ehambe wechselte aus der spanischen Liga an die Nordsee, der beste Dreierschütze in der Geschichte der amerikanischen D-League kommt auf 13.8 Punkte und eine fast 50%ige-Dreierquote.

Tyrus McGee (kam ebenfalls aus Spanien) und Devin Searcy (der einzige Spieler mit ausländischem Pass, der letztes Jahr schon bei den Eisbären war) überzeugen durch über 50% aus dem Feld. Searcy holt dazu noch 8.3 Rebounds, auch das reicht für Platz 2 im Liga-Ranking, mehr Abpraller greift sich nur Ludwigsburg Jon Brockman. Der 36-jährige Sven Schultze füllt die ihm auf seine “alten Tage” zugedachte Rolle als “erfahrener Energizer” von der Bank perfekt aus, mit Jake O’Brien, dem Eigengewächs Jussuf El-Domiaty und dem Center-Riesen Nick Schneiders (2,21 Meter) komplettieren solide Rollenspieler den Kader.

Henrik Rödl ist sich denn auch sicher: “Bremerhaven hat zwar seit der letzten Begegnung mit uns keine Siege eingefahren, aber sie haben sehr gut gespielt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass diese Mannschaft sehr gefährlich ist, dass sie Leute haben, die sehr gut werfen können. Wir werden defensiv alle Hände voll zu tun haben. Das wird ein schweres und spannendes Spiel, wir hoffen natürlich, dass da der Heimvorteil wieder greift und unsere Fans uns zum Sieg tragen.”

Platz 17 ist also sicher zu wenig für Bremerhaven, immerhin wollte Eisbären-Coach Oldham vor der Saison “besser abschneiden als im Vorjahr” (da wurde es am Ende Platz 12 vor Trier auf Platz 13). Vor dem Hinspiel verbreitete Oldham Zweckoptimismus und sagte “Zugzwang kann positiv sein”. Damals gab ihm der Erfolg recht.


81:69-Niederlage in Quakenbrück

Die Sensation bleibt aus: Auch in dieser Saison kann die TBB nicht im Artland gewinnen, starke Leistungen von Vitalis Chikoko (21 Punkte) und Jermaine Bucknor (15) reichten nicht. Am Samstagabend unterliegt Trier den Artland Dragons mit 81:69. Ausschlaggebend dafür war ein schwaches erstes Viertel (32:11), die disziplinierte Aufholjagd der TBB, die die folgenden drei Viertel für sich entschieden konnte, kam zu spät. 

Foto: Rolf Kamper.

Foto: Rolf Kamper.

Die TBB Trier hat in über zehn Jahren erst einmal bei den Artland Dragons gewinnen können – und sie konnte am Samstagabend diese Quote nicht verbessern. Die Hausherren brauchten nur wenige Minuten und eine traumwandlerische Dreierquote zu Beginn des Spiels (11/18 zur Halbzeit!), um sich einen Vorsprung zu erspielen, den die Gäste von der Mosel über die restliche Spielzeit nicht kompensieren konnten. TBB-Coach Henrik Rödl musste anschließend zurecht konstatieren: “Wir haben das erste Viertel verschlafen.”

Den Anfang machte Brandon Thomas, der seinen Drachen mit zwei schnellen Dreiern in Folge zum 6:2 einen guten Start ermöglichte. Ex-Trierer Andi Seiferth und David Holston erhöhten auf 11:4, Seiferth konnte die Führung mit zwei Freiwürfen sogar auf 13:4 ausbauen. Die Gastgeber trafen ihre Distanzwürfe fast nach Belieben, die Trierer Zonenverteidigung war machtlos gegen die effiziente Quakenbrücker Offensive. Vitalis Chikoko stemmte sich auf Seite der TBB als erster dagegen, auch Jermaine Bucknor traf. Doch nach dem 16:11 durch Chikoko spielten nur noch die Dragons: Ein 16:0-Lauf bis zum Viertelende war quasi die frühe Vorentscheidung – 32:11 nach zehn Minuten, sieben Dreier aus neun Versuchen, die Dragons im Rausch, die Trierer schockiert.

Doch die TBB wollte und konnte das so nicht stehen lassen: Dennis Kramer verkürzt per Dreier zum 32:14 und Trier ließ Quakenbrück jetzt auch offensiv nicht mehr ganz so viel durchgehen. Die Dragons kamen kurz aus dem Tritt, als Davon Holston sich beim Stand von 36:16 zu einem Technischen Foul hinreißen ließ, doch Trier konnte sich nur mühsam heranarbeiten. Erst ein heftiger Dunking von Vitalis Chikoko nach Fastbreak-Pass von Jermaine Anderson zum 36:20 fungierte als Weckruf für die TBB – und ließ Tyron McCoy eine Auszeit beantragen. Es waren die Punkte 11 und 12 für Chikoko, der eine starke Partie ablieferte.

 

Jermaine Bucknor und Marko Lukovic führten Trier nach der Auszeit weiter auf 41:27 und schließlich auf 43:31 heran, der Einsatz stimmte. Aber es gelang der TBB nicht, die Drachen nachhaltig zu stören: Antonio Graves, Chad Toppert und schließlich David Holston halten die Quoten der Norddeutschen oben und schießen Quakenbrück mit einem satten 51:31 in die Halbzeitpause.

Trotz schlechter Voraussetzungen sah die TBB allerdings noch keinen Grund, das Spiel verloren zu geben: Ein 7:0-Run der Trierer, darunter wieder ein Dunking von Chikoko, machte das unmissverständlich klar und bedeutete beim 51:38 die nächste Auszeit für die Drachen. Doch wieder konnte Trier nicht genug Kapital aus der Situation schlagen, Brandon Thomas kann mit dem nächsten Dreier zum 54:40 die Quakenbrücker Durststrecke beenden. Zum Viertelende kommt die TBB noch einmal stark zum Zug, Marko Lukovic schneidet mit viel Herz durch die Dragons-Zone und stopft den Ball mit Foul in den Korb. Der anschließende Bonusfreiwurf bedeutet das 65:52 nach drei Vierteln.

Diesen Elan nahmen die Gäste mit in den Schlussabschnitt: Ein Dreier von Tony Canty zum 66:55, ein schönes Solo von Adin Vrabac zum 68:57 und ein Freiwurf von Ricky harris zum 68:58 hielten die Trierer Hoffnungen wach. Doch näher als auf diese zehn Punkte kamen die Gäste den Drachen nicht, zu sicher konnten sich heute Abend die Gastgeber auf ihren Wurf verlassen – und bei Trier fiel nichts rein. Vitah Chikoko schafft noch einmal das 74:64, danach macht Lawrence Hill mit fünf Punkten in Folge die Entscheidung klar: 79:67 mit weniger als einer Minute auf der Uhr bedeuten den Sieg für die Artland Dragons. Trier gewinnt drei von vier Vierteln, kann aber letztlich die Hypothek aus dem katastrophalen ersten Abschnitt nicht zurückzahlen und unterliegt mit 81:69.

Harris (12), Canty (3), Lukovic (9), Mönninghoff (0), Chikoko (21), Vrabac (4), Leonhardt (n.e.), Bucknor (15), Kramer (3), Anderson (2).

Zuschauer: 3000.

Tyron McCoy (Headcoach Artland Dragons):
„Die Arbeit der vergangenen zehn Tage hat sich ausgezahlt. Wir sind mit viel Energie ins Spiel gestartet. Brandon Thomas’ Fähigkeit, Würfe zu treffen, hat uns zu Beginn viel Selbstvertrauen gegeben. Außerdem haben wir eine gute Leistung in der Verteidigung gezeigt. Trier gibt niemals auf, und am Ende waren wir nicht mehr so fokussiert. Aber es war für uns ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben besser auf den Ball aufgepasst. Es ist nicht einfach, 40 Minuten gegen eine Ganzfeld-Press-Verteidigung zu spielen. Trotzdem hatten wir nur neun Ballverluste.“

Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier):
„Wir haben das erste Viertel verschlafen. Brandon Thomas hat sofort getroffen und von Anfang an aggressiv klar gemacht, was die Dragons heute vorhaben. Mein Team konnte da nicht mithalten. Das zweite, dritte und vierte Viertel haben wir gewonnen, was aber auch nichts mehr nutzt, wenn man erst einmal 20 Punkte zurückliegt. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie so zurückgekommen ist. Aber die Dragons haben am Ende ihre Klasse gezeigt.“


“Wir müssen uns warm anziehen!”

Die TBB Trier gastiert am kommenden Wochenende bei den Artland Dragons in Quakenbrück  – “Quakenbrück ist sehr stark besetzt und wird mit Energie aus der Pause kommen – wir müssen uns warm anziehen!” – Tip Off am Samstag, 17. Januar um 20:30 Uhr – Live-Übertragung auf www.telekombasketball.de und Telekom Entertain.

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Mit neuem Elan auf in die Rückrunde: Die TBB Trier verbrachte die ALLSTAR-Day-Pause zur Hälfte der Beko BBL-Saison 2014/15 zunächst mit ein paar freien Tagen. Einige Spieler nutzten die Gelegenheit zu Kurzbesuchen in der Heimat, andere entspannten in Trier oder legten optionale Trainingseinheiten in der Arena Trier ein. Am Donnerstag vor einer Woche begann das Mannschaftstraining wieder – “es war eine gute Trainingswoche”, wie Headcoach Henrik Rödl findet.

Die wird auch nötig sein, denn zu Beginn der Rückrunde liegt eine bekannt harte Nuss vor Rödl und seiner TBB Trier: Es geht nach Quakenbrück, dort steht am Samstag das Auswärtsspiel gegen die Artland Dragons auf dem Programm. Erst dreimal insgesamt konnte die TBB seit 2003 gegen Artland gewinnen, auch das Hinspiel im Oktober ging mit 69:77 verloren – dabei war Trier in dieser Partie über weite Strecken nah an den Gästen dran, am Ende entschied die Abgeklärtheit, die die Dragons an den Tag legten.

Diese Abgeklärtheit, die Fähigkeit, Spiele zu gewinnen, scheint den Gastgebern irgendwie abhanden gekommen zu sein: Der Tabellenvierte der Vorsaison steht mit zuletzt sechs verlorenen Spielen in Serie “nur” auf Platz sieben. Umso mehr dürfte sich die Dragons die ALLSTAR-Pause herbeigesehnt haben, um wieder auf andere Gedanken zu kommen.

Henrik Rödl weiß um den Tabellenstand (Trier steht zwar acht Plätze, aber auch “nur” zwei Siege hinter den Dragons auf Platz 15), sieht darin aber keinen Anlass zu übertriebenem Optimismus: “Das ist einer der besten Kader der Liga – nach wie vor. Die Dragons hatten eine schwere Phase vor der Pause. Aber in dieser Mannschaft steckt zuviel Qualität, als dass man davon ausgehen könnte, dass das so weitergeht. Die werden mit sehr viel Energie in dieses erste Rückrundenspiel gehen – wir werden uns warm anziehen müssen.”

Die von Rödl benannte Qualität hat viele Namen: Antonio Graves (13.1), Brandon Thomas (11.4), Davon Holston (11.2), Anthony King (10.8) und Lawrence Hill (10.2) punkten zweistellig im Schnitt, King greift sich dazu 5 Rebounds, “Zauberzwerg” David Holston verteilt 5.4 Assists pro Partie. Der nur 1,68 Meter kleine Aufbauspieler vertrat die Drachen auch beim Beko BBL ALLSTAR Day am 10. Januar in Ulm.

Mit den beiden ex-Trierern Andi Seiferth und Basti Doreth hat Hedcoach Tyron McCoy zwei deutsche Nationalspieler im Kader, dazu kommt mit dem Deutsch-Amerikaner Chad Toppert ein gefährlicher Dreierschütze.

“Die Mannschaft ist im Kern zusammen geblieben, hat viel Athletik und gute Spieler. Sie spielen gut zusammen, sind offensiv schwer auszurechnen, viele können pro Spiel einfach mal zwanzig Punkte machen. Auch defensiv sind sie gut organisiert. Was sie hier in Trier gezeigt haben, war sehr stark – die Dragons sind definitiv ein Kandidat für die letzten Vier.”, urteilt Henrik Rödl weiter.

Die Übertragung auf telekombasketball.de oder im Entertain-Paket der Telekom beginnt am Samstag um 20:15 Uhr.


Wiedersehen mit Marin Petric

Nur nicht aus dem Takt kommen: Einen Tag nach dem Beko BBL ALLSTAR Day spielt die TBB Trier ein Trainingsspiel bei den RheinStars Köln. “Wir werden da sicher nicht ergebnisorientiert spielen oder extra trainieren – es geht um den Rhythmus.” – Tip Off ist am Sonntag um 18:00 in der ASV-Halle in Köln, Tickets kosten € 5,00.

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“Unverhofft kommt oft” oder “Wozu sind alte Freunde da?”: Die TBB Trier tritt am Sonntag, 11. Januar, um 18:00 Uhr zum Testspiel in Köln an. Gegner sind die RheinStars Köln (1. Regionalliga), Sinn der relativ kurzfristig anberaumten Partie: Nach der ALLSTAR-Pause zurück in den Rhythmus finden, bevor es für die TBB am darauffolgenden Samstag (17. Januar) auswärts gegen die Artland Dragons geht. Ein Wiedersehen wird es dabei mit Marin Petric geben: Der Kölner Aufbauspieler lief in der vergangenen Saison noch für die TBB Trier auf.

“Wir freuen uns sehr, dass es mit Köln so schnell geklappt hat, danke nochmal an Stephan Baeck – immerhin spielen die Rheinstars am Samstag noch. Es ist um diese Zeit immer schwierig, einen geeigneten Testspielgegner zu finden – Köln hat in der Vorbereitung auch schon gegen München gespielt und ist geographisch auch naheliegend.”, so TBB-Headcoach Henrik Rödl, der den Chef der RheinStars gut und lange aus gemeinsamen Zeiten in der Nationalmannschaft kennt. “Wir haben der Mannschaft ein paar Tage frei gegeben, da ist es sinnvoll, das ALLSTAR-Wochenende nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Wir werden allerdings natürlich nicht ergebnisorientiert an die Sache herangehen – das ist ein reines Trainingsspiel.”

Das Testspiel ist öffentlich, die ASV-Halle in Köln öffnet um 17:30 Uhr, Karten kosten an der Abendkasse € 5,00.