TBB Trier reagiert auf massiven Anstieg im Zuschauerinteresse: erstes Basketball-Spiel unter freiem Himmel im Moselstadion – “Wir freuen uns jetzt schon auf diesen historischen Moment!” – 10.000 Tickets demnächst im Vorverkauf, Reservierungen möglich.

Basketball unter Flutlicht, Parkett statt Rasen – Ende März 2014 soll es zum ersten Mal soweit sein. Foto: Haubrich.
Das hat es nicht nur in Trier noch nie gegeben: Wie die TBB Trier am Ostermontag mitteilte, wird der Verein in der Saison 2013/14 sein Heimspiel gegen den FC Bayern München unter freiem Himmel, und zwar im Trierer Moselstadion austragen. Grund: Beim letzten Gastspiel der Bayern in der Arena Trier am 17. März (Endstand: 90:84 für Trier) war das Zuschauerinteresse so groß, dass die TBB interessierte Fans wegschicken musste – die Arena war total ausverkauft.
“Das hat uns trotz aller Euphorie über dieses Spiel natürlich sehr Leid getan: Erst setzen wir alles daran, dass Leute unser Spiel sehen können, und dann haben nicht alle Platz. Das war tragisch.”, so TBB-Vorstand Sascha Beitzel bei einer ersten Ortsbegehung im Moselstadion am Samstagnachmittag. Auf der Treppe vor dem Arena-Eingang hätten sich, so Beitzel, “dramatische Szenen abgespielt: weinende Kinder, händeringende Fans, die dreistellige Beträge für die letzten Stehplatzkarten geboten haben. So etwas habe ich noch nie erlebt!” Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Arena Trier und damit quasi Hausherr bei TBB-Spielen, stimmt zu: “Ja, das war extremer als damals bei den größten Spielen im Mäushecker Weg. Natürlich wollten wir keinen wegschicken, aber irgendwann ist mal Schluss. Da habe ich den Sascha angeschaut und gesagt: ‘Da muss was passieren!’”
Gesagt, getan: Bereits am Tag nach dem Bayern Spiel nahm die TBB Kontakt zum Sportamt der Stadt Trier und zu Eintracht Trier auf. Sascha Beitzel erklärt: “Die Eintracht macht es ja im DFB-Pokal vor: 10.000 begeisterte Fans im Moselstadion, tolle Atmosphäre – das ist die Lösung!” Und so reservierten die TBB-Verantwortlichen bereits jetzt die altehrwürdige Spielstätte der Eintracht Trier für das Wochenende 28. – 30. März 2014 – hier steht im vorläufigen Rahmenspielplan der nächsten Saison die Paarung TBB Trier gegen FC Bayern München, der genaue Tag entscheidet sich noch.
Ein mutiger, aber richtiger Schritt. Immerhin verzeichnet die TBB Trier in dieser Saison Zuwachsraten von über 18% im Zuschauerschnitt, Tendenz weiter steigend, zumal der Verein sich immer noch nach oben orientieren könnte: Mit einem Sieg gegen Hagen am kommenden Wochenende wäre zum Beispiel der Anschluss an die einstelligen Tabellenplätze wieder hergestellt.
Auch Headcoach Henrik Rödl war beeindruckt von der Bayern-Euphorie und freut sich auf das Mega-Event im nächsten Jahr: “Dass Trier basketballverrückt ist, wissen wir ja alle. Schon zu Zeiten der ‘Mäushecker Halle’, die ich noch als Spieler kenne, war das zu spüren – und in den letzten Jahren ist das alles noch größer geworden. Da sollten wir auch das Stadion voll bekommen und den Bayern wieder einen heißen Tanz unter freiem Himmel liefern können.”
Basketball unter freiem Himmel? Wolfgang Esser erklärt, wie das gehen kann: “Wir verlegen das Parkett ja auch vor jedem Heimspiel neu, haben zwei Böden zur Verfügung, auch die Korbanlage ist transportabel, Bestuhlung sowieso. Natürlich sind wir ein bisschen abhängig vom Wetter – aber so schlimm wie dieses Jahr zu Ostern wird es ja nicht noch mal werden!” (Anmerkung: Die Ortsbegehung am vergangenen Samstag fand bei Temperaturen um den Gefrierpunkt statt und erforderte viel Phantasie). “Dank spontaner Zusagen verschiedener Sponsoren sind wir auch in der Lage, die Spielfläche im Stadion bei Bedarf zu heizen – das sollte alles funktionieren.”, gibt sich auch Beitzel optimistisch.
Seit dem heutigen Ostermontag ist der Deal mit der Eintracht als Hauptmieter im Moselstadion im Kasten; Ticketreservierungen werden bereits über das Formular am unteren Seitenrand entgegen genommen. A propos Tickets: “Ich freue mich besonders darüber, dass wir aufgrund der erhöhten Kapazität anders kalkulieren können als sonst: Wir haben uns zu Einheitspreisen von 5 Euro für den Stehplatz, 10 Euro für den Sitzplatz und 50 Euro für das VIP-Ticket entschlossen.”, so Beitzel, dem die diebische Freude über seine Idee auch noch Tage später anzumerken ist. “Auch Gruppenbuchungen sind möglich – wer daran Interesse hat, sollte sich schnell bei unserer Marketingagentur PYRAMID SPORTS MARKETING SE melden”.
Reservierungen sind ab sofort online möglich – der genaue Termin wird schnellstmöglich bekannt gegeben.