Aktion “Unser Herz schlägt grün”

Kampagne zur Rettung des Basketballstandortes Trier – Auftakt am Samstag mit öffentlichem Training an historischem Tag – große Fan-Choreo gegen Göttingen geplant

Unser Herz schlägt grün

Die TBB Trier rechnet nach dem emotionalen 60:80-Sieg in Oldenburg beim Heimspiel am Sonntag gegen die BG Göttingen (20:00 Uhr, Arena Trier) mit einer großen Kulisse und einer besonderen Atmosphäre. Die Treveri Basketball Supporter wollen gemeinsam mit dem Fanclub Fastbreak auch von Fanseite ein Zeichen setzen: „Egal was war – jetzt geht es nur noch darum den Basketballstandort Trier zu rette und auch wir Fans wollen ein Zeichen setzen! Wir haben daher eine große Choreo für Sonntag geplant“, erklärt Initiator Enzo Sarnelli, der noch nicht zu viel verraten möchte, aber alle Interessierten einlädt mit anzupacken. Treffpunkt ist am Samstag ab 15:00 Uhr in der Arena Trier.

Eine von vielen Aktionen, die in den nächsten Wochen unter dem Motto „Unser Herz schlägt grün“ durchgeführt werden. Ziel ist es, die Unterstützung, die uns aus der Region und aus ganz Basketballdeutschland erreicht, zu bündeln und so wichtige Akzente im Sanierungsprozess setzen zu können.

Die Auftaktveranstaltung findet am Samstag ab 19:00 Uhr in die Arena Trier statt. Ein historischer Tag: Am 28.3.1990, also am Samstag vor exakt 25 Jahren, gelang Wolli Esser mit dem TVG Trier der Aufstieg in die Bundesliga. Die TBB will zusammen mit ihren Anhängern und mit diversen Beteiligten aus der langen BBL-Geschichte diesen Tag feiern.

Nach dem öffentlichen Training des Teams können Sie die Erinnerungen aus den letzten 25 Jahren aus unserer Ausstellung im Umgang der Arena noch einmal bestaunen. Raum für Fragen und Unterstützung wird auch hier gegeben sein, auch der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt ist vor Ort.

„Wir befinden uns in intensiven Vorbereitungen für das Heimspiel am Sonntag und sehen eine positive Prognose, den Spielbetrieb bis zum Saisonende fortführen zu wollen“, erklärt Guido Joswig, der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters. Die Entscheidung des Lizenzligaausschusses der Beko BBL wird morgen bekannt gegeben. Im Hinblick auf die Partie gegen die BG Göttingen gibt Joswig eine klare Parole aus: „Die Hütte muss brennen!“

Um jedem zu ermöglichen die Mannschaft vor Ort zu unterstützen werden in jedem Fall auch Stehplätze angeboten. Hierzu können am Samstagabend die Mitarbeiter der Arena Trier beim Aufbau der Stehplatztribünen unterstützt werden.

Bei der TBB gehen aktuell unzählige Anfragen von Menschen ein, die in der aktuellen Situation selbst einen Beitrag leisten wollen. Wer Ideen für „Unser Herz schlägt grün“ oder Fragen zur aktuellen Situation hat, kann sich gerne per E-Mail an mirsinntrier@tbb-trier.de wenden, es ruft Sie auch gerne jemand zurück.

Zur Unterstützung der Jugendarbeit gibt es ein Spendenkonto der TBB e.V., der bis Saisonende zur Deckung aller Kosten noch einen Betrag in Höhe von rund 40.000 Euro benötigt.

Kontodaten:
Trierer Basketball e.V.
DE31 5856 0103 0000 1311 66
GENODED1TVB

Spendenbescheinigungen können aus organisatorischen Gründen ab einem Betrag von 25 Euro ausgestellt werden. Schreiben Sie dazu bitte eine kurze E-Mail mit Namen und Adresse an info@tbb-junior-team.de.


Treveri Basketball AG meldet Insolvenz an

Die Treveri Basketball AG wird am Freitagvormittag beim Amtsgericht Trier Antrag auf Insolvenz stellen. Entscheidung über Fortführung des Spielbetriebs fällt am Freitag der Lizenzligaausschuss der Beko BBL.

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Die Treveri Basketball AG, die die Beko BBL-Lizenz der TBB Trier innehat, wird am Freitagvormittag beim Amtsgericht Trier Insolvenz anmelden.

Sascha Beitzel, Vorstand der Treveri Basketball AG: „Es ist uns nicht gelungen, das Loch in unserem Etat zu stopfen. Unsere Verhandlungen waren zum Teil erfolgreich, wir konnten den Betrag, der uns fehlt um die Saison bis zum Ende zu finanzieren, reduzieren. Dennoch fehlen uns zum jetzigen Zeitpunkt rund 350.000 Euro, um den Geschäftsbetrieb in den jetzigen Strukturen fortzuführen und weitere Maßnahmen zu ergreifen. Aus diesem Grund mussten wir diesen schweren Schritt gehen. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalte die Fortsetzung des Profibasketballs in Trier erreichen können.“

Über die Entscheidung wurden die Verantwortlichen der Beko BBL fristgerecht informiert.

Über das weiter sportliche Geschehen entscheidet am morgigen Freitag der Lizenzausschuss der Beko BBL, der ab 11:30 Uhr tagt. Die Statuten der Beko BBL sehen für den Fall einer Insolvenz während der laufenden Saison einen Punktabzug von vier Positivpunkten sowie eine Geldstrafe vor. Damit könnte die TBB Trier die Saison zu Ende spielen, der Kampf um den Klassenerhalt würde aber erheblich erschwert werden.

Das Amtsgericht Trier wird  nach Eingang des Insolvenzantrags prüfen, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und wird anschließend einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmen.

Das Insolvenzverfahren dient in erster Linie dazu, die Schulden gegenüber den Gläubigern zu bedienen. Die Gehälter aller Mitarbeiter werden für einen Zeitraum von drei Monaten durch die Bundesagentur für Arbeit übernommen. Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens besteht die Möglichkeit, die Treveri Basketball AG zu sanieren und so den Spielbetrieb auch in Zukunft möglich zu machen. Darüber entscheidet der Insolvenzverwalter.


Stellungnahme zur finanziellen Situation

“Wir kämpfen um die Zukunft des Trierer Basketballs!” – TBB Trier in finanziellen Schwierigkeiten – Sanierungskonzepte in Arbeit – Pressekonferenz am Donnerstag um 19:00 Uhr

Während die Mannschaft auf dem Parkett leidenschaftlich um den sportlichen Klassenerhalt kämpft, arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund an der finanziellen Zukunftssicherung des Bundesliga-Basketballs in Trier. “Es ist korrekt, dass wir uns in einer ernsten finanziellen Lage befinden”, bestätigte Sebastian Merten einen Bericht der Fachzeitschrift BIG. Wir haben die Liga frühestmöglich über unsere Situation informiert. Wir arbeiten rund um die Uhr an verschiedenen Lösungsansätzen.” Die Verantwortlichen der TBB stehen dabei in engem Kontakt zu Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Bis Donnerstagabend, 18:00 Uhr, muss die TBB der Beko BBL ein Sanierungskonzept vorlegen, am Freitag tagt dann der Lizenzausschuss der Liga.
“Wir bitten um Verständnis, dass wir zunächst unsere Aktionäre auf der Jahreshauptversammlung über die aktuelle Situation informieren wollen und uns erst im Anschluss näher zur Sachlage äußern werden”, ergänzt Merten. Die TBB Trier hat für Donnerstagabend um 19:00 Uhr zu einer Pressekonferenz in der Arena Trier geladen.



Heiße Phase: Die letzten zehn!

Für die TBB Trier stehen die letzten zehn Saisonspiele an. Fünfmal noch dürfen die Trierer in der heimischen Arena ran, das erste Mal bereits am Samstagabend im immens wichtigen Spiel gegen Tübingen. Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme. Wie ist die Ausgangslage? Wie ist die Stimmung im Team? Was ist rund um das Spiel geplant?

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Es wird heiß: Noch zehn Saisonspiele warten auf die Trierer Bundesliga-Basketballer, am Ende steht das große Ziel Klassenerhalt. Und die Reise beginnt mit dem Spiel gegen die WALTER Tigers Tübingen, wohl eines der wichtigsten Heimspiele der letzten Jahre. Schon jetzt ist die Spannung deutlich zu spüren. Auch wenn die Saison noch knapp zwei Monate dauert: Dieses Spiel sollte gewonnen werden. Der Druck ist hoch, keine Frage – aber letztlich sind das die Spiele, die den Reiz des Sports ausmachen.

Wir haben gesammelt, was es sonst noch zum Spiel zu sagen gibt:

Die Ausgangslage
Die TBB hat eine ordentliche Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt: Wie schon in der gesamten Saison haben die Trierer einen Tabellenplatz inne, der am Ende des Saison den Verbleib in der Beko BBL bedeuten würde. In den letzten zehn Spielen warten sechs Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Besonders die Heimspiele werden entscheidend sein: Die TBB trifft auf Tübingen, Göttingen, Frankfurt, Ulm und Weißenfels. Hier gilt es, die Heimstärke unter Beweis zu stellen: Bisher wurde die Hälfte der Spiele vor eigenem Publikum gewonnen. Tickets für die entscheidenden Spiele gibt es unter www.tbb-trier.de/tickets

Der Trainer
TBB-Headcoach Henrik Rödl zeigt sich vor dem wichtigen Spiel gegen Tübingen kämpferisch: „Alle sind sich der angespannten Lage bewusst. Aber wir haben schon in vielen Situationen bewiesen, dass wir unter Druck gute Spiele machen können. Wir setzen auf den Heimvorteil, gerade zuhause können wir sehr gute Spiele machen. Wir wollen angreifen!“

Der Captain
Ein wichtiger Faktor wird Jermaine Bucknor sein. Der Kapitän ist aktuell in Hochform. Seine Erfahrung gepaart mit seinem eiskalten Dreier machen ihn zum Anführer, der die jungen Spieler mitreißt.
„Buck“ richtet das Wort an die Fans: „Ich möchte mich bei all den Fans bedanken, die uns in den letzten Wochen unterstützt haben. Ich weiß, dass es eine schwere Zeit für sie war, trotzdem waren sie bei jedem Spiel und haben uns angefeuert. Für sie spielen wir.
Wir wollen das Spiel am Samstag gewinnen, wir wissen alle wie wichtig es ist. Wir tun alles, was in unserer Macht steht. Die Stimmung ist sehr wichtig für uns. Je mehr Unterstützung wir kriegen, desto besser.“

Ticketaktion „High Five“
Fünf Freunde sollt ihr sein – auch wenn mancher den Spruch vielleicht anders kennt, dieses Motto gilt für das Spiel am Samstag. Die TBB Trier bietet für das Spiel gegen Tübingen ein Sonderangebot für Gruppen von fünf Personen an. Fünf zusammenhängende Tickets sind zum Preis von vier erhältlich (aus organisatorischen Gründen nur gültig in den Kategorien IV und V).
Also ladet eure Freunde, Verwandten, Kollegen ein, am Samstag kann die Mannschaft jeden Unterstützer in der Arena gebrauchen!
Das Angebot gilt nur im Vorverkauf am Donnerstag und Freitag im Fanshop der TBB (Cläre-Prem-Straße), Reservierung auch telefonisch unter 0651/3000440 zu den Öffnungszeiten des Fanshops.

Fans
Die TBB-Fans planen für Samstag einige Aktionen im Fanblock P. Wer sich beteiligen möchte und die Mannschaft mit vollem Einsatz im lautesten Block der Halle unterstützen will, sollte sich Tickets für Block P sichern.

Parkplatzsituation
Wegen der Neueröffnung des Baumarktes neben der Arena Trier ist das Parkdeck am Samstag nur von der Herzogenbuscher Straße über den Vorplatz der Arena zu erreichen.



Gekämpft und verloren: 74:80 gegen Bonn!

Die TBB Trier verliert ihr Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn am Samstag mit 74:80. Topscorer für Trier war Jermaine Bucknor, für die Gäste war Angelo Caloiaro mit 18 Punkten, darunter den entscheidenden Körben in der Schlussphase, am Erfolgreichsten. – “Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen.” – Nächstes Spiel gegen FC Bayern München.

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Das hätte er sein können, der lang ersehnte Befreiungsschlag, ein Schritt nach oben aus dem Tabellenkeller für die TBB Trier. Und über dreieinhalb Viertel war er es auch: Die TBB bot dem Tabellenvierten, den Telekom Baskets Bonn, vor 4530 Zuschauern in einem stimmungsvollen Basketball-Spiel die Stirn, führte zu jeder Viertelpause (19:15, 39:38, 62:60), hatte phasenweise sogar die Kontrolle über die Partie. Doch am Ende stand ein 12:0-Run der Gäste aus dem Rheinland, die Trier mit einer Energieleistung in der Defense effektiv am Scoren hindern konnten – und damit nichts Zählbares für die Hausherren.

Die Trierer hatten dabei den deutlich besseren Start in die Partie – die Erkältungswelle war in der Trainingswoche offensichtlich ausgeschwitzt worden. So setzte die TBB gleich zu Beginn Highlights, die die Arena aus den Sitzen rissen, wie das and1 von Mathis Mönninghoff zum 5:3 oder Adin Vrabac mit dem sehenswerten “coast-to-coast-Block: Kaum trifft der Bosnier den Dreier zum 8:5, da sprintet er auch schon quer über das ganze Feld, um einen Fastbreak von Eugene Lawrence zu verhindern, indem er dessen Ball in letzter Sekunde ans Brett drückt. Bonn wiederum hat ebenfalls sehenswerten Basketball zu bieten: Angelo Caloiaro, der viel später der Mann der Schlussphase werden sollte, verwertet einen weiten Offensivrebound per “eingeflogenem Dunking” zum 13:9. Doch Triers Zone stand gut, Bonn fand nicht wirklich ein Mittel gegen eine wache Trierer Verteidigung, das erste Viertel endete 19:15.

Auch in den zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber ordentlich – nämlich mit einem Dreipunktspiel des gewohnt energisch auftretenden Marko Lukovic und einem Dreier von Laurynas Samenas zum 25:15. Ein Ballgewinn von Jermaine Anderson ist Anlass für Mathias Fischer die Auszeit für Bonn zu nehmen. Marko Lukovic kann zwar noch auf 33:22 erhöhen, doch insgesamt schient Fischers Ansage zu fruchten, vor allem in der Defensive: Bonn gelingt ein 0:11-Run und schließlich der 33:33-Ausgleich durch Dirk Mädrich per Dreier. Mit der Halbzeitsirene trifft Jermaine Anderson zum 39:38, die TBB nimmt einen hauchdünnen Vorsprung mit in die Pause.

Der Beginn des dritten Viertels gehört wieder der TBB, Stefan Schmidt, der in der Anfangsphase bereits durch Präsenz im Rebound aufgefallen war, erzielt vier Punkte in Folge zum 43:42. Es kommt zum berühmten offenen Schlagabtausch, sowohl am Brett als auch an der Dreierlinie, beide Teams setzen Akzente. Jermaine Bucknor kann mit zwei Dreiern in Folge eine leichte Trierer Führung herausarbeiten (62:58), Laurynas Samenas zeigt zum Viertelende nochmals starken Einsatz, der aber nicht von Punkten gekrönt ist – mit 62:60, also immer noch eng, geht es in die letzte Pause.

Trier spielt mit viel Energie weiter, kann auch zunächst die “big points” setzen: Lukovic zum 64:60, Samenas “für drei” zum 67:60 und schließlich Vrabac mit Foul aber leider ohne Freiwurf zum 69:60. Nach etwas mehr als einer Minute im Schlussviertel nimmt Bonn die nächste Auszeit – mit Erfolg, auch die Telekom BAskets treffen jetzt ihre Dreier, drei Stück in Folge bedeuten schließlich das 74:71. Und dann waren bei den Gästen die Energiereserven größer: Bonn erlaubt Trier über die letzten gut fünf Minuten keine Punkte mehr, scort dafür selbst. Angeführt vom starken Mickey McConnell ziehen die Gäste an Trier vorbei, Angelo Caloiaro markiert bereits zwei Minuten vor Ende die 74:78-Vorentscheidung. Denn Trier kommt trotz zweier Auszeiten nicht mehr zu Abschlüssen, während Bonn geduldig die Uhr herunterspielt. Den Endstand markiert McConnell an der Freiwurflinie: Die TBB Trier verliert nach großem Kampf etwas unglücklich mit 74:80.

Dahlem (n.e.), Lukovic (11), Schmidt (6), Mönninghoff (8), Samenas (9), Chikoko (9), Vrabac (6), Bucknor (19), Kramer (0), Anderson (6).

Rebounds: 34:35.

Zuschauer: 4530.

Henrik Rödl: “Wir haben zwei sehr fokussierte Mannschaften gesehen, die unbedingt gewinnen wollten. Ich muss meine Mannschaft loben, die letzten Wochen waren nicht einfach und die nächsten werden nicht einfach. Wir wissen, wo wir stehen. Trotzdem hat die Mannschaft mit viel Ruhe und Enthusiasmus gespielt, gegen eine Mannschaft, die sich offensiv mit jeder anderen in der Liga messen kann und defensiv auch gut steht. Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen. Es geht um die Wurst, das wissen wir, und wir müssen die Energie bündeln, um aus dem Keller raus zu kommen.”

Mathias Fischer: “Wir haben eine sehr spannende Partie gesehen. Trotz der beiden Ausfälle hat Trier uns in allen Belangen gefordert, hat mit unglaublichen Quoten sehr gut gespielt. Sie hatten immer eine Antwort. Aber wir haben die Partie irgendwie gedreht, mit der Betonung auf irgendwie. Wir haben solide verteidigt und die big points gemacht. Aber es war heute nicht leicht, im Gegenteil. Henrik hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt und uns viele Optionen weg genommen. Wir haben lange nicht mehr hier gewonnen, heute war der Level sehr hoch, ich würde fast sagen es war eine Playoff-Partie. Ich bin sehr froh, dass meine Mannschaft sich nicht aufgegeben hat und das Spiel – irgendwie – nach Hause gebracht hat.”

 


Derby! Jetzt gilt’s! Trier vs. Bonn!

TBB Trier trifft am Samstag um 18:30 Uhr auf den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn – “Das ist ein besonderes Spiel – der Derbycharakter gibt Energie, die wir brauchen können.” – Canty und Harris verletzt –  Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 18:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 16:30 Uhr.

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TBB Trier gegen Telekom Baskets Bonn. Der historisch versierte Trierer Basketballfan (und das sind nach Besuch der großen TBB-Jubiläumsausstellung natürlich fast alle) denkt bei Erwähnung dieser Paarung an große Basketball-Spiele. An wahre Schlachten bei bester Stimmung, die früher in Hallen wie dem “Sportzentrum Hardtberg” und der “Halle am Mäushecker Weg” geschlagen wurden und heutzutage in der Arena Trier bzw. im Telekom Dome stattfinden.

Man erinnert sich in Trier in der jüngeren Vergangenheit an die Playoff-Serie 2004, an das Bonner 65:48-Debakel im Oktober 2010, an Maik Zirbes’ Dunking zum 71:70 Anfang 2012, natürlich an Nate Linharts unfassbaren Gamewinner nach Offensivrebound im Februar 2013. An das 66:86-Weihnachtsspiel in Bonn 2013 mit Gala-Vorstellung (27/13!) von Andi Seiferth. Und an ein hart umkämpftes 75:71 im April 2014 mit einem Zirkuswurf im Rückwärtsfallen von Trevon Hughes. Die ewige Statistik verzeichnet seit dem Bonner Aufstieg 1996 insgesamt 42 Begegnungen, 25 davon gewannen die Telekom Baskets. Allerdings ist die Trierer Heimbilanz aktuell positiv: elf Siegen stehen neun Niederlagen gegenüber – Trier ist, historisch gesehen, für die “Riesen vom Rhein” also kein allzu gutes Pflaster.

Auch in der aktuellen Saison kommen die Telekom Baskets Bonn wieder als Favorit an die Mosel. Die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer, der seit Mai 2013 an der Bonner Seitenlinie steht, belegt aktuell nach drei gewonnenen Spielen gegen Göttingen, die Artland Dragons und den Mitteldeutschen BC Platz 4 der Tabelle – und befindet sich damit auf sehr gutem Weg in Richtung sichere Playoff-Teilnahme. Das ist, mindestens, auch erklärtes Saisonziel. Coach Fischer sagte vor Saisonbeginn “In Bonn ist noch mehr möglich”, und bezog sich damit auf das Erreichen des Viertelfinales in der letzten Saison, der Frage “Wer wird Meister?” wich er geschickt aus (“Man muss im Frühjahr seinen besten Basketball spielen”).

Insgesamt 14 Siege stehen für Fischer und sein Team zu Buche. Unter anderem schlug Bonn die Brose Baskets und die Basketball Löwen Braunschweig und gewann im November auch das Hinspiel gegen Trier, zu deutlich, mit 88:71. Hauptverantwortlich für den 16. Heimsieg gegen Trier war Steve Wachalski, der der TBB ganze acht Dreier einschenkte – höchste Vorsicht ist also am “Perimeter” geboten, damit das nicht nochmal passiert.

Neben Wachalski muss die Trierer Verteidigung am Samstagabend ein scharfes Auge auf Tadas Klimavicius und Angelo Caloiaro haben. Der litauische Center-Routinier Klimavicius macht 13.2 Punkte und holt 5.8 Rebounds pro Spiel; Caloiaro, vor der Saison als effizientester Spieler der Liga aus Weißenfels nach Bonn gewechselt, kommt auf 11.8 Punkte, 4.4 Rebounds und starke 1.5 Steals. Der Vorzeigeathlet Ryan Brooks (11.2) und Benas Veikalas (10.7), der zweite Litauer im Team, punkten im Schnitt ebenfalls zweistellig. Die Fäden der Bonner Offensivmaschine zieht Point Guard Eugene Lawrence mit 5.4 Assists pro Spiel – stark! Auch Lawrence’ Back Up Mickey McConnell weiß mit 9 Punkten und 4.2 Assists durchaus zu überzeugen. Mit Dirk Mädrich und dem bereits erwähnten Steve Wachalski kommt jede Menge Erfahrung auf den großen Positionen von der Bank, Andrej Mangold ist ein starker Verteidiger, der der Mannschaft, ähnlich wie Wachalski, jederzeit einen Energieschub geben kann. Insgesamt konnten Coach Fischer und sein Assistent Carsten Pohl den Weggang von Jamel McLean (wechselte nach Berlin und gilt dort als heißer Anwärter auf den MVP-Titel 2014/15) offensichtlich sehr gut kompensieren.

Eine bemerkenswerte Statistik “aus der zweiten Reihe”: dreimal mussten die Telekom Baskets in dieser Saison bereits in die Verlängerung, so oft wie kein anderes Team der Beko BBL.

Henrik Rödl lobt die Telekom Baskets für eine “super Saison” – und die hat Gründe: “Sie sind gut zusammengestellt, und die Entscheidung, mit McConnell einen zweiten Point Guard mit diesem Format dazu zu holen, hat ihnen gut getan, damit haben sie zwei Aufbauspieler, die gerne passen, aber auch scoren können. Bonn lässt den Ball laufen wie vielleicht keine andere Mannschaft in der Liga, alle können werfen, alle können Situationen lesen. Sie stehen auf dem Feld eng zusammen, entsprechend wird unser Defensive am Samstag gefordert sein.”

Dabei hat Rödl schon wieder Kaderprobleme – nach der Erkältungswelle aus den letzten Spielen sind jetzt neue Verletzungen dazu gekommen: Ricky Harris zog sich im Spiel in Bamberg eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu und fällt für das kommende Wochenende sicher aus. Schlimmer erwischte es Tony Canty, er erlitt im Training einen Muskelfaserriss in der Leiste – Zwangspause über “einige Wochen”, so Rödl am Donnerstag.

Trotzdem freut sich der Coach auf das Aufeinandertreffen mit dem Derbygegner: “Spiele gegen Bonn sind immer besonders, die Derbystimmung bringt gute Energie. Die können wir natürlich gut brauchen. Die Mannschaft hat gut und vor allem in Ruhe trainiert, trotz der erneuten Ausfälle. Wir hoffen, dass wir an die guten Leistungen anknüpfen können, die wir während dieser Saison schon gezeigt haben. Wir werden alles geben und an die Siegchance glauben.”


84:44 beim neuen Tabellenführer

Perfekter Abend für die Brose Baskets, bittere Auswärtsschlappe für die TBB Trier: mit 84:44 gewinnen die Franken gegen angeschlagene Gäste von der Mosel. Weil ALBA BERLIN zeitgleich zu Hause den EWE Baskets Oldenburg unterliegt, springt für die Brose Baskets nicht nur der 12. Liga-Sieg in Serie, sondern auch die Tabellenführung dabei heraus. Vitah Chikoko war mit 10 Punkten stärkster Trierer.

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Die Vorzeichen standen in so gut wie allen Kategorien schlecht: historisch, aktuell, medizinisch. Seit 1999 ist Trier in Bamberg kein Auswärtssieg mehr gelungen, zu stabil präsentierten sich die dortigen Mannschaften über die Jahre – diese Geschichte wird jetzt fortgeschrieben. Aktuell sind die Brose Baskets die Mannschaft der Stunde, vor der diesjährigen Partie gegen Trier standen 11 Siege in Serie zu Buche. Und zu allem Übel hatte die TBB Trier in der Woche vor dem Spiel in Bamberg mit einer hartnäckigen Erkältungswelle zu kämpfen – an komplettes Mannschaftstraining war nicht zu denken, an echte Energieleistungen im Spiel ebenfalls nicht.

Umso erfreulicher aus Trierer Sicht dann das erste Viertel der Partie: Nach einem klassischen Fehlstart mit einigen Unkonzentriertheiten, die den Gastgebern die Tür viel zu weit aufmachten, stand es zwar schnell 8:0. Doch eine Auszeit von Henrik Rödl brachte die TBB wieder in die Spur. Dem Krankenstand war auch geschuldet, dass Triers aktuell bester Spieler, Vitalis Chikoko, nicht in der Startaufstellung stand und erst nach einigen Minuten eingewechselt wurde. Mit Chikoko und Jermaine Anderson auf dem Parkett schob die TBB Trier sich bis auf 14:11 heran, Dolibor Bagaric erledigte den 16:11 Viertelstand für die Bamberger.

Zwei Freiwürfe von Marko Lukovic zum Auftakt ins zweite Viertel bedeuten das 16:13 – und damit den kleinsten Rückstand des Abends. Denn jetzt legte Bamberg zum ersten Mal einen höheren Gang ein. Ryan Thompson marschierte mit drei Dreiern in Folge voran, seine Kollegen um Trevor Mbakwe zogen mit, ein 13:0-Run der Gastgeber ist die Folge: 29:13. Lediglich Ricky Harris kann für Trier offensiv dagegenhalten, allerdings mit Einzelaktionen – mehr ist nicht drin. Mit einem ernüchternden 46:22 geht es in die große Pause, Brose-Coach Trinchieri hatte, gründlich, nach dem 44:22 von Ricky Harris nochmals eine Auszeit genommen.

Auch der Start in die zweite Halbzeit gefiel Trinchieri nicht – Trier hatte mit schnellen Abschlüssen leicht auf 46:26 verkürzt. Die TBB versuchte sich weiter in Schadensbegrenzung, doch Bamberg spielte gnadenlos und präzise. Defensiv wurde früh das Setplay der Gäste verhindert, offensiv lief der Ball schnell bis zum freien Mann. Dieser Intensität konnte Trier in der aktuellen Verfassung  nicht genug entgegen setzen, die TBB suchte notgedrungen ihr Heil aus der Distanz. Bagaric sorgt mit dem 62:31 für die Vorentscheidung, Laurynas Samenas trifft den Dreier zum 62:43 nach drei Vierteln.

Das letzte Viertel hält dann folgerichtig keine großen Überraschungen mehr bereit. Trinchieri baut für die letzten Minuten eine komplett “deutsche 5″ aus Thiemann, Obst, Schmidt, Tadda und Theis, die holt den Bamberger Kantersieg nach Hause.

Henrik Rödl (TBB Trier): “Glückwunsch an Bamberg. Wir haben uns von Anfang an wenig Chancen ausgerechnet. Bamberg hat viel Druck gemacht und gut getroffen. Durch die fehlenden Kräfte waren wir verunsichert. Ich hoffe, der Virus hat sich jetzt ausgetobt, so dass wir nächstes Wochenende bei unserem Heimspiel eine gesunde Mannschaft haben, und normale Energie aufs Feld bringen können.”

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): “Wir haben heute als Team gut gespielt und solide verteidigt. Es war ein gutes Spiel für uns, in dem jeder gute Leistung gebracht hat. Es war ein wichtiges Spiel für uns. Am Mittwoch haben wir ein bedeutendes Spiel in Ulm. Wir müssen fokusiert bleiben um in der Spur zu bleiben damit wir weiterhin erfolgreich sind.”

 


Angeschlagen nach Bamberg

TBB Trier fährt als klarer Außenseiter zum Tabellenzweiten Brose Baskets nach Bamberg – “Sie sind ganz klar eine der besten Mannschaften in Deutschland!” – Tip Off am Sonntag, 15. Februar um 17:00 Uhr, Liveübertragung auf telekombasketball.de bzw. Telekom Entertain ab 16:45 Uhr.

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“Normalerweise hänge ich nicht an die große Glocke, wenn die Mannschaft gesundheitliche Probleme hat – weil es einfach kein Thema ist. Aber nach den Leistungen der letzten Woche muss man einfach ansprechen, dass wir die Grippe in der Mannschaft haben und einige diese Woche noch überhaupt nicht trainiert haben.”

Das ist, wie er selbst völlig richtig sagt, nicht die übliche Art wie Henrik Rödl Fragen nach dem nächsten Spiel beantwortet. Zurzeit bleibt ihm aber relativ wenig Auswahl – an Antworten ebensowenig wie an Spielern, die gesund genug sind, um im Training vor dem kommenden Auswärtsspiel gegen die Brose Baskets in Bamberg (Sonntag, 17:00 Uhr) mitzumachen. Bereits in der Vorwoche hatte sich die Grippewelle angedeutet, im letzten Viertel gegen Crailsheim fehlte schlicht und ergreifend die Energie für den letzten großen Angriff. Das Spiel ging bekanntlich verloren – allerdings nicht nur deswegen, wie Rödl ausdrücklich betont.

Fragt man den Headcoach der TBB Trier also dieser Tage nach den Brose Baskets Bamberg, bekommt man zunächst einmal zu hören, dass die Trainingshalle leerer ist als üblich: “Wir suchen im Moment eher nach Energie und Gesundheit, als uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten.”

Was sich über die Brose Baskets dennoch sagen lässt: Sie haben – mit einer kurzen Unterbrechung in der Euroleague, wo sie eine herbe 83:67-Schlappe gegen den FC Bayern München erlitten – einen Lauf aus elf gewonnenen Spielen vorzuweisen. Sie belegen derzeit Platz 2 der Tabelle – der Vorsprung von Spitzenreiter ALBA BERLIN schmilzt nach dessen Patzer gegen die FRAPORT SKYLINERS und beträgt mittlerweile nur noch 2 Punkte. Und weitere zwei Punkte dahinter folgt der FC Bayern.

Die elf Siege in Serie haben die Brose Baskets mit einer extrem geschlossenen Mannschaftsleistung erreicht, die ihre Scorerqualitäten gut in Szene setzt: Ganze sechs Spieler scoren zweistellig, Ryan Thompson führt die Liste mit 14.6 Punkten pro Spiel an, Point Guard Brad Wanamaker folgt mit 14.4, Josh Duncan komplettiert den “Club der Vierzehner” mit 14.1 Zählern pro Partie. Josh Duncan greift dazu noch 6.3 Rebounds pro Spiel ab – jede Menge Arbeit in der Trierer Zone ist zu erwarten. Seit mittlerweile drei Spielen greift außerdem der ehemalige Frankfurter Dawan Robinson ins Geschehen ein und gibt den Brose Baskets mit 11.7 Punkten noch mehr Tiefe. Mit Daniel Theis und Elias Harris stehen zwei der größten deutschen Talente der letzten Jahre im Team von Headcoach Andrea Trinchieri, der lettische Scharfschütze Janis Strelnieks und das Bamberger “Urgestein” Karsten Tadda runden das Bild ab.

Bamberg ist also klar auf aufsteigendem Kurs, die TBB Trier dagegen nicht nur wegen der Grippewelle Außenseiter – das untermauert die ewige Statistik aus 35 Begegnungen und nur sechs Trierer Siegen. Und das sieht auch Henrik Rödl ähnlich:

“Bamberg ist ganz klar eine der besten Mannschaften Deutschlands, die mittlerweile sehr organisiert spielt”, so der Trierer Headcoach. “Sie haben, wie so oft nach einem Trainerwechsel, eine kleine Anlaufzeit gebraucht, aber mittlerweile zeigt sich die Qualität dieses Teams. Sie sind gut zusammengestellt, spielen körperlich und extrem diszipliniert auf allen Positionen. In der Bundesliga hat Bamberg gerade eine starke Serie hingelegt, für mich sind sie mit Bayern und Berlin eine der Top-Mannschaften der Liga.”

Lieber im Bett bleiben also? Natürlich nicht, sagt Rödl, dem man derlei auch nicht zutrauen würd. Es wird normal weitergearbeitet: “Die, die gesund sind, arbeiten hart und trainieren gut – aber ich bin zurzeit noch nicht in der Lage zu sagen, wer am Wochenende spielen kann.”

Die Mannschaft macht sich am Samstag auf den Weg nach Bamberg. Das Spiel wird ab 16:45 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.