Zähne zeigen gegen Tigers

TBB Trier trifft am Samstag um 20:30 Uhr auf die WALTER Tigers Tübingen – “Wir sind zuhause starker als auswärts – wir wissen wie wichtig das Spiel ist” – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 20:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 18:30 Uhr.

tüb Team titel

Wenn am Samstagabend die TBB Trier und die WALTER Tigers Tübingen aufeinandertreffen, stehen sich zwei Teams in einer ähnlichen Situation gegenüber. Beide Mannschaften haben sieben Siege auf dem Konto und sind somit direkte Tabellennachbarn. Beide Mannschaften wollen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Und beide wissen, dass heute ein Vier-Punkte-Spiel ansteht, in dem es nur einen Sieger geben kann, das verspricht einiges an Brisanz.

Das Hinspiel am Neckar stand unter keinem guten Stern. Bei der Ankunft hatte der Trierer Mannschaftsbus eine unsanfte Begegnung mit der Tübinger Paul-Horn-Arena. Auch im Spiel gegen die heimstarken Tiger lief es für die TBB nicht perfekt: Lange war die Partie hochspannend, zur Halbzeit stand es 35:35, nach dem dritten Viertel 57:57. Die Dreier von Jimmy McKinney und Michael Cuffee brachen Trier das Genick, am Ende stand ein unbefriedigendes 85:76.

Tübingen ist mit fünf Niederlage in die Beko BBL-Saison gestartet, den ersten Sieg gab es gegen Braunschweig, gleich ein deutlicher mit 93:76. Außerdem konnte man gegen Crailsheim und Bremerhaven gewinnen. Zum Lieblingsgegner der Tübinger wurden diese Saison aber die MHP RIESEN Ludwigsburg. Im Derby der beiden nur 70 Kilometer entfernten Teams gewann das Team von Igor Perovic zweimal gegen die RIESEN, die aktuell auf einem Playoff-Platz stehen. Tübingen hatte lange den 17. Tabellenplatz inne, konnte diesen dann aber an die Eisbären Bremerhaven abgeben. Vor zwei Wochen nahmen die Tübinger die unangenehme Rolle als Sparringspartner beim Dreier-Rekord des FC Bayern München ein, 23 Distanztreffer und 117 Punkte kassierte man in eigener Halle.

In Tübingen legt man Wert auf Kontinuität auf der Trainerposition: Igor Perovic steht seit 2009 in Diensten der Tigers, vorher hatte er bereits vier Jahre als Point Guard das Spiel der Tübinger gelenkt. Er genießt das Vertrauen von Geschäftsführer Robert Wintermantel, selbst ehemaliger Tigers-Spieler. Die Zusammenarbeit läuft gut, trotz niedrigem Budget kann der Abstieg seit Jahren erfolgreich verhindert werden.

Perovics verlängerter Arm ist Branislav „Bane“ Ratkovica. Der Aufbauspieler kam bereits 2008 nach Tübingen, legte von 2011 bis 2013 ein Pause mit Stationen in der Türkei und der Ukraine und bereichert nun wieder die Tigers mit seinem klugen Passspiel: 7 Assists pro Spiel gehen auf das Konto von Ratkovica, mehr schafft keiner in der Beko BBL. Dazu kommen 10.8 Punkte. Für noch mehr Erfahrung sorgt Aleksandar Nadjfeji. Er kehrte 2013 eigentlich als Co-Trainer nach Tübingen zurück, wo er schon 2009/2010 unter Vertrag stand. Der 38-jährige Power Forward erlebt aktuell aber seinen zweiten Frühling und ist immer noch für 8.5 Punkte im Schnitt gut.

Topscorer im Team ist Jimmy McKinney (15.6 Punkte, 2.9 Rebounds, 1.9 Assists). Er kam erst im Dezember nach Tübingen und sorgt seitdem für Offensivpower. Besonders an der Dreierlinie darf man ihn nicht aus den Augen lassen, hier trifft der ehemalige Frankfurter 46.4% seiner Würfe. Augustine Rubit ist der effektivste Spieler von Igor Perovic. Der Power Forward kommt auf 13.7 Punkte und 7.3 Rebounds, seine Trefferquote von 60% aus dem Zweierbereich ist die beste im Team.

Mit Jonathan Wallace (9.8 Punkte, 3 Assists) verfügen die Tübinger neben Ratkovica und McKinney über einen weiteren starken Guard. Wallace, der von 2010 bis 2012 für den FC Bayern die Basketballschuhe schnürte, war in der Hinrunde lange verletzt, ist jetzt aber wieder voll da. Michael Cuffee (10.1 Punkte, 5.7 Rebounds), Nachwuchstalent Bogdan Radosavljevic (8.2 Punkte, 3.4 Rebounds), Anatoly Kashirov (7.9) und Vladimir Mihailovic (7.5) komplettieren die Rotation.

Tübingen gilt nicht gerade als Defensivmannschaft: 87.8 Punkte kassieren die Neckarstädter pro Spiel, mehr als jede andere Mannschaft der Liga. Die Historie spricht für die TBB: 14 der 26 bisherigen Begegnungen gingen an die TBB, in der Arena waren es sogar acht von zwölf.

TBB-Headcoach Henrik Rödl weiß, dass Tübingen mit einem starken Kader antritt: „Tübingen ist eine Mannschaft, die vor allem auf den Guard Positionen sehr viel Qualität hat. McKinney, Wallace, Ratkovica und Cuffee, das ist schon eine sehr gute Guard Line die auch in den letzten Spielen gut gespielt hat.“

Rödl muss weiterhin auf Tony Canty verzichten, alle anderen Spieler sind fit und bereit für das wichtige Spiel: „Es ist eine angespannte Situation, das wissen wir alle. Aber wir bereiten uns immer so gut wie möglich auf das nächste Spiel vor, deshalb ist der Unterschied nicht so groß. Aber es ist schon ein Fünkchen mehr Fokus da, weil wir wissen wie wichtig das Spiel ist. Wir wollen uns auf die Sachen konzentrieren, die uns den Sieg bringen.

Wir müssen gut verteidigen, Tübingen läuft sehr gut, sie haben gute Werfer. Da müssen wir immer dran sein und eng verteidigen. Wir müssen im Angriff den Ball kontrollieren und gut laufen lassen, gute Würfe kriegen um das Spiel zu kontrollieren und am Ende zu gewinnen. Wir sind zuhause viel stärker als auswärts, das wissen wir. Das kommt natürlich von unseren Fans, die uns in schweren Situationen immer unterstützt haben. Selten war es nötiger als am Samstag. Wir hoffen dass dann wieder alle hinter uns stehen.“

Ticketaktion „High Five“
Fünf Freunde sollt ihr sein – auch wenn mancher den Spruch vielleicht anders kennt, dieses Motto gilt für das Spiel am Samstag. Die TBB Trier bietet für das Spiel gegen Tübingen ein Sonderangebot für Gruppen von fünf Personen an. Fünf zusammenhängende Tickets sind zum Preis von vier erhältlich (gültig in den Kategorien IV und V).
Also ladet eure Freunde, Verwandten, Kollegen ein, am Samstag kann die Mannschaft jeden Unterstützer in der Arena gebrauchen!
Das Angebot gilt aus organisatorischen Gründen nur im Vorverkauf am Donnerstag und Freitag im Fanshop der TBB (Cläre-Prem-Straße), Reservierung auch telefonisch unter 0651/3000440 zu den Öffnungszeiten des Fanshops.


Heiße Phase: Die letzten zehn!

Für die TBB Trier stehen die letzten zehn Saisonspiele an. Fünfmal noch dürfen die Trierer in der heimischen Arena ran, das erste Mal bereits am Samstagabend im immens wichtigen Spiel gegen Tübingen. Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme. Wie ist die Ausgangslage? Wie ist die Stimmung im Team? Was ist rund um das Spiel geplant?

Fans_590

Es wird heiß: Noch zehn Saisonspiele warten auf die Trierer Bundesliga-Basketballer, am Ende steht das große Ziel Klassenerhalt. Und die Reise beginnt mit dem Spiel gegen die WALTER Tigers Tübingen, wohl eines der wichtigsten Heimspiele der letzten Jahre. Schon jetzt ist die Spannung deutlich zu spüren. Auch wenn die Saison noch knapp zwei Monate dauert: Dieses Spiel sollte gewonnen werden. Der Druck ist hoch, keine Frage – aber letztlich sind das die Spiele, die den Reiz des Sports ausmachen.

Wir haben gesammelt, was es sonst noch zum Spiel zu sagen gibt:

Die Ausgangslage
Die TBB hat eine ordentliche Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt: Wie schon in der gesamten Saison haben die Trierer einen Tabellenplatz inne, der am Ende des Saison den Verbleib in der Beko BBL bedeuten würde. In den letzten zehn Spielen warten sechs Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Besonders die Heimspiele werden entscheidend sein: Die TBB trifft auf Tübingen, Göttingen, Frankfurt, Ulm und Weißenfels. Hier gilt es, die Heimstärke unter Beweis zu stellen: Bisher wurde die Hälfte der Spiele vor eigenem Publikum gewonnen. Tickets für die entscheidenden Spiele gibt es unter www.tbb-trier.de/tickets

Der Trainer
TBB-Headcoach Henrik Rödl zeigt sich vor dem wichtigen Spiel gegen Tübingen kämpferisch: „Alle sind sich der angespannten Lage bewusst. Aber wir haben schon in vielen Situationen bewiesen, dass wir unter Druck gute Spiele machen können. Wir setzen auf den Heimvorteil, gerade zuhause können wir sehr gute Spiele machen. Wir wollen angreifen!“

Der Captain
Ein wichtiger Faktor wird Jermaine Bucknor sein. Der Kapitän ist aktuell in Hochform. Seine Erfahrung gepaart mit seinem eiskalten Dreier machen ihn zum Anführer, der die jungen Spieler mitreißt.
„Buck“ richtet das Wort an die Fans: „Ich möchte mich bei all den Fans bedanken, die uns in den letzten Wochen unterstützt haben. Ich weiß, dass es eine schwere Zeit für sie war, trotzdem waren sie bei jedem Spiel und haben uns angefeuert. Für sie spielen wir.
Wir wollen das Spiel am Samstag gewinnen, wir wissen alle wie wichtig es ist. Wir tun alles, was in unserer Macht steht. Die Stimmung ist sehr wichtig für uns. Je mehr Unterstützung wir kriegen, desto besser.“

Ticketaktion „High Five“
Fünf Freunde sollt ihr sein – auch wenn mancher den Spruch vielleicht anders kennt, dieses Motto gilt für das Spiel am Samstag. Die TBB Trier bietet für das Spiel gegen Tübingen ein Sonderangebot für Gruppen von fünf Personen an. Fünf zusammenhängende Tickets sind zum Preis von vier erhältlich (aus organisatorischen Gründen nur gültig in den Kategorien IV und V).
Also ladet eure Freunde, Verwandten, Kollegen ein, am Samstag kann die Mannschaft jeden Unterstützer in der Arena gebrauchen!
Das Angebot gilt nur im Vorverkauf am Donnerstag und Freitag im Fanshop der TBB (Cläre-Prem-Straße), Reservierung auch telefonisch unter 0651/3000440 zu den Öffnungszeiten des Fanshops.

Fans
Die TBB-Fans planen für Samstag einige Aktionen im Fanblock P. Wer sich beteiligen möchte und die Mannschaft mit vollem Einsatz im lautesten Block der Halle unterstützen will, sollte sich Tickets für Block P sichern.

Parkplatzsituation
Wegen der Neueröffnung des Baumarktes neben der Arena Trier ist das Parkdeck am Samstag nur von der Herzogenbuscher Straße über den Vorplatz der Arena zu erreichen.


Nichts zu holen beim Meister

Die TBB Trier hat beim amtierenden Meister der Beko BBL eine 92:51-Niederlage einstecken müssen. Den Trierern gelang es nicht, die Bayern, die wo so oft in den letzten Wochen zur Höchstform aufgelaufen sind, entscheidend zu stören. Bester Trierer war Kapitän Jermaine Bucknor mit 16 Punkten (4/9 Dreier) und 9 Rebounds.

BEKO BBL,  HAUPTRUNDE , 24. SPIELTAG , FC BAYERN MUENCHEN   - TBB TRIER , SAISON 2014/2015

Foto: Hans Rauchensteiner

Auswärtsspiel im Audi Dome, das ist für jedes Team der Beko BBL wohl die schwierigste Aufgabe des Jahres. Der FC Bayern fährt den teuersten Kader der Liga auf, an der Seitenlinie wütet Trainerlegende Svetislav Pesic und auch das Publikum in der Heimhalle der Bayern ist bedrohlich laut – kein Vergleich zu den Anfangstagen des Bayern-Projekts.

Trotzdem hatte sich die TBB vorgenommen, den übermächtigen Gegner ein wenig zu ärgern. Ricky Harris wurde noch geschont, das war die wichtigste Nachricht im Vorfeld der Partie der TBB beim FC Bayern. Die Starting Five somit Anderson, Mönninghoff, Vrabac, Chikoko und Schmidt.

Mathis Mönninghoff eröffnete die Partie mit einem Korbleger, bei dem auch Stefan Schmidt noch seine Finger im Spiel hatte. Der FC Bayern konterte in Person von Dusko Savanovic, der fünf Punkte in Folge erzielte. Die TBB in der Anfangsphase mit zu vielen Ballverlusten, die Hausherren ließen den Ball von Beginn an gut laufen, John Bryant hat in der Zone leichtes Spiel und legt zum 9:2 ein. Stefan Schmidt packte jetzt den Hook Shot aus, Jermaine Anderson traf von der Dreierlinie, 12:7. Die Münchner machten schnell klar, dass sie sich für die Hinspielniederlage revanchieren und dabei keine Gefangenen machten wollten. Die Ganzfeldpresse machte der TBB das Leben schwer, auf der Gegenseite fielen nun die Dreier, sodass Bayern auf 28:12 davon zog.

Dreier waren jetzt auch bei der TBB das Mittel der Wahl, die Würfe fielen aber nicht. Erst nachdem fast drei Minuten vergangen waren und Jagla und Stimac auf 33:12 erhöht hatten, traf Jermaine Bucknor von draußen. Energizer Adin Vrabac wollte sich augenscheinlich nicht mit dem hohen Rückstand zufrieden geben und setzte ein Ausrufezeichen: Sein Dunk gegen Vasilije Micic war das Highlight der Partie. Bucknor traf von der Freiwurflinie zum 37:20, danach legten die Gastgeber einen 10:0-Lauf hin, Daniel Mayr, der sein Bundesligadebüt für den FC Bayern gab, markierte das 47:20. Vitah Chikoko erzielte nun seine ersten Punkte, Mathis Mönninghoff traf für drei, Robin Benzing stellte den 50:25-Halbzeitstand her.

Nach der Pause dann einige schöne Szenen auf Trierer Seite: Die TBB schaffte es jetzt immer wieder, mit dem Extra-Pass den freien Mann zu finden. Jermaine Bucknor traf gleich zweimal aus der Distanz, Vitah Chikoko netzte für zwei ein. Danach fehlte es erstmal wieder am offensiven Output, bis Jermaine Anderson mit dem Fuß auf der Dreierlinie zum 62:35 traf. Bayern dagegen fand immer wieder Lucca Staiger, der neun Punkte im dritten Viertel erzielte. Es blieb bei Dreiern auf beiden Seiten: Micic für den FCB, Chikoko und Anderson für Trier.

72:43 stand es zu Beginn des Schlussviertels, das nur wenig Spannung versprach. Zwar warfen sich die Trierer immer wieder dem Ball hinterher und machten auch beim Rebound einen wesentlich besseren Job als in der ersten Hälfte, aber im Angriff machte das Team von Henrik Rödl zu viele Fehler. Die Ballverluste wurden von den Münchner gnadenlos ausgenutzt, Bayern spielte wie eine gut geölte Maschine. Die letzten vier Trierer Punkte erzielte Mathis Mönninghoff, am Ende stand es 92:41.

Henrik Rödl: „Glückwunsch an Svetislav und seine Mannschaft, wir haben besonders in der ersten Halbzeit eine Demonstration der Stärke der Bayern gesehen. Ich bin enttäuscht, dass meine Mannschaft nicht in der Lage war, die Leistungen zu zeigen, die wir zuletzt abrufen konnten. Nur im dritten Viertel hatten wir einige gute Momente, wo wir Esprit gezeigt und uns gewehrt haben. Insgesamt war es ein deutlicher Sieg von München.“

Svetislav Pesic: „Wir haben die Woche gut genutzt, um uns zu regenerieren und zu trainieren. Für uns waren diese Tage sehr wichtig vor den anstehenden Aufgaben. Wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt. Da kann man nicht viel meckern.“

Bei der TBB geht der Blick nun nach vorne: Am Samstag kommen die WALTER Tigers Tübingen, das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten wird eines der wichtigsten der Saison. Mathis Mönninghoff nach der Partie in München: „Wir müssen uns jetzt auf Tübingen konzentrieren. Da brauchen wir jede Unterstützung!“

Lukovic (1), Schmidt (4), Mönninghoff (9), Samenas (0), Breiling (0), Chikoko (9), Vrabac (2), Bucknor (16), Kramer (0), Anderson (10).


Schwere Hürde – mit Mut zu den Bayern

TBB Trier tritt auswärts beim Deutschen Meister FC Bayern München Basketball  an – “Wir wollen an die Leistungen aus dem Bonn-Spiel anknüpfen und Bayern ärgern” – Tip Off am Samstag, 28. Februar um 18:30 Uhr, Liveübertragung auf telekombasketball.de bzw. Telekom Entertain ab 18:15 Uhr

 teamfoto_FCBB_590

„Ja, das war ein ganz Wichtiger“, grinst TBB-Headcoach Henrik Rödl in die TV-Kameras. Wir schreiben den 7. Dezember 2014, es ist 18:50 Uhr. Rödl ist stolz auf seine Mannschaft. Mit einer großartigen Energieleistung machte die TBB sich selbst und ihren Fans verfrühte Weihnachtsgeschenke: die Trierer schickten den Deutschen Meister mit 79:74 zurück in die bayrische Landeshauptstadt.

Jermaine Bucknor steuerte 18 Punkte und 8 Rebounds bei, vier von sieben Dreiern versenkte der Kanadier. Er stach damit aus einem starken TBB- Kollektiv heraus, bei dem vier Spieler zweistellig punkteten. Unvergessen auch die Energieleistung des jungen Bosniers Adin Vrabac, der im zweiten Viertel gleich zwei Bayern-Angriffe in Folge per Steal beendete und den Fastbreak per Dunk abschloss.

Vor dem Rückspiel ist die Ausgangslage klar:  Trier ist beim Spiel in München klarer Außenseiter, auch wenn die TBB gegen den deutschen Meister eine beachtliche Bilanz aufzuweisen hat: drei von sieben Begegnungen konnte das Team von Henrik Rödl für sich entscheiden. Aus dem Audi Dome, der Heimspielstätte des FC Bayern, konnte Trier allerdings noch nie die Punkte entführen.

Aus der medizinischen Abteilung gibt es vor dem Spiel größtenteils positive Nachrichten. Das Lazarett lichtet sich, die Grippegeplagten sind wieder im Training, auch Topscorer Ricky Harris ist wahrscheinlich wieder einsatzbereit. Weiterhin fehlen wird allerdings Tony Canty, der einen Muskelfaserriss auskuriert.

Als Tabellensechzehnter zu Gast beim amtierenden Meister, man kann befreit und ohne Druck aufspielen – ist es also das leichteste Spiel des Jahres?
Natürlich nicht. „Wir versuchen zu gewinnen, die Frage stellt sich gar nicht. Also liegt ein schweres Spiel vor uns“, erklärt Henrik Rödl. „Es geht in ein Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft, die im Moment geradezu schwindelerregenden Basketball spielt. Bayern ist wirklich sehr gut drauf, sie befinden sich in einer ganz anderen Phase als noch in der Hinrunde, sie schlagen ja im Moment jede Mannschaft in der Liga deutlich. Sie sind eine Topmannschaft, die Aufgabe wird noch schwerer als im Hinspiel.“

Die Münchner leisten sich einen Kader aus 14 Profis, von denen jeder in der Lage ist, einem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Am ehesten als Nachwuchstalent könnte man wohl Paul Zipser bezeichnen, aber auch der 21-Jährige war beim Sieg in Tübingen im Januar Topscorer mit 20 Punkten und 6/6 Dreiern.

Ansonsten setzt Trainerlegende Svetislav Pesic gerne auf Spieler, die die harte Basketball-Ausbildung in den Balkanstaaten genossen haben. Topscorer ist der derzeit verletzte Bosnier Nihad Djedovic (14.5 Punkte, 3.6 Rebounds, 2.3 Assists), die Serben Dusko Savanovic (12 Punkte, 4.5 Rebounds, 2 Assists) Vasilije Micic (9.2 Punkte, 2.2 Rebounds, 4.3 Assists) und Vladimir Stimac (8.9 Punkte, 5.5 Rebounds) komplettieren das Balkan-Quartett. Unter dem Korb arbeitet der 127-Kilo-Mann „Big John“ Bryant (14,1 Punkte, 7.8 Rebounds). Kapitän des Teams ist Bryce Taylor (8.5 Punkte, 51.5% Dreier).

Komplettiert wird der Bayern-Kader  von der halben deutschen Nationalmannschaft. Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan Jagla, Lucca Staiger und Yassin Idbihi sind oder waren A-Nationalspieler. Und dann ist da noch Anton Gavel (9.2 Punkte, 4.3 Assists), slowakischer Nationalspieler mit deutschem Pass, der mit 27:13 Minuten im Schnitt die meiste Einsatzzeit hat.
„Anton Gavel gehört für mich zusammen mit Bryce Taylor zu den Schlüsselspielern. Sie hatten beide am Anfang der Saison Verletzungsprobleme, sind jetzt fit und machen einen großen Unterschied“, so Rödl.

In der BBL sind die Bayern seit sechs Spielen in Folge ungeschlagen, den Einzug ins TOP FOUR des Beko BBL-Pokals verpasste die Mannschaft allerdings jüngst durch ein 74:69 bei ALBA BERLIN.
92,7 Punkte erzielt München im Schnitt und ist damit das beste Offensivteam der Liga. Dreimal in den letzten fünf Spielen wurde sogar die 100 geknackt, am härtesten erwischte es Phoenix Hagen, die 124 Punkte eingeschenkt bekamen.

Henrik Rödl: „München spielt sehr schnell, wir müssen gut zurücklaufen. Es muss alles passen um eine Chance zu haben, wir dürfen keine Fehler machen gegen die engagierte Defense, die viel Druck macht. Wir wollen an die gute Leistung aus dem Spiel gegen Bonn anknüpfen und versuchen Bayern ein bisschen zu ärgern.“

Spielbeginn im Audi Dome ist um 18:30 Uhr. Das Spiel wird ab 18:15 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.



Gekämpft und verloren: 74:80 gegen Bonn!

Die TBB Trier verliert ihr Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn am Samstag mit 74:80. Topscorer für Trier war Jermaine Bucknor, für die Gäste war Angelo Caloiaro mit 18 Punkten, darunter den entscheidenden Körben in der Schlussphase, am Erfolgreichsten. – “Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen.” – Nächstes Spiel gegen FC Bayern München.

Anderson_Bonn_590

Das hätte er sein können, der lang ersehnte Befreiungsschlag, ein Schritt nach oben aus dem Tabellenkeller für die TBB Trier. Und über dreieinhalb Viertel war er es auch: Die TBB bot dem Tabellenvierten, den Telekom Baskets Bonn, vor 4530 Zuschauern in einem stimmungsvollen Basketball-Spiel die Stirn, führte zu jeder Viertelpause (19:15, 39:38, 62:60), hatte phasenweise sogar die Kontrolle über die Partie. Doch am Ende stand ein 12:0-Run der Gäste aus dem Rheinland, die Trier mit einer Energieleistung in der Defense effektiv am Scoren hindern konnten – und damit nichts Zählbares für die Hausherren.

Die Trierer hatten dabei den deutlich besseren Start in die Partie – die Erkältungswelle war in der Trainingswoche offensichtlich ausgeschwitzt worden. So setzte die TBB gleich zu Beginn Highlights, die die Arena aus den Sitzen rissen, wie das and1 von Mathis Mönninghoff zum 5:3 oder Adin Vrabac mit dem sehenswerten “coast-to-coast-Block: Kaum trifft der Bosnier den Dreier zum 8:5, da sprintet er auch schon quer über das ganze Feld, um einen Fastbreak von Eugene Lawrence zu verhindern, indem er dessen Ball in letzter Sekunde ans Brett drückt. Bonn wiederum hat ebenfalls sehenswerten Basketball zu bieten: Angelo Caloiaro, der viel später der Mann der Schlussphase werden sollte, verwertet einen weiten Offensivrebound per “eingeflogenem Dunking” zum 13:9. Doch Triers Zone stand gut, Bonn fand nicht wirklich ein Mittel gegen eine wache Trierer Verteidigung, das erste Viertel endete 19:15.

Auch in den zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber ordentlich – nämlich mit einem Dreipunktspiel des gewohnt energisch auftretenden Marko Lukovic und einem Dreier von Laurynas Samenas zum 25:15. Ein Ballgewinn von Jermaine Anderson ist Anlass für Mathias Fischer die Auszeit für Bonn zu nehmen. Marko Lukovic kann zwar noch auf 33:22 erhöhen, doch insgesamt schient Fischers Ansage zu fruchten, vor allem in der Defensive: Bonn gelingt ein 0:11-Run und schließlich der 33:33-Ausgleich durch Dirk Mädrich per Dreier. Mit der Halbzeitsirene trifft Jermaine Anderson zum 39:38, die TBB nimmt einen hauchdünnen Vorsprung mit in die Pause.

Der Beginn des dritten Viertels gehört wieder der TBB, Stefan Schmidt, der in der Anfangsphase bereits durch Präsenz im Rebound aufgefallen war, erzielt vier Punkte in Folge zum 43:42. Es kommt zum berühmten offenen Schlagabtausch, sowohl am Brett als auch an der Dreierlinie, beide Teams setzen Akzente. Jermaine Bucknor kann mit zwei Dreiern in Folge eine leichte Trierer Führung herausarbeiten (62:58), Laurynas Samenas zeigt zum Viertelende nochmals starken Einsatz, der aber nicht von Punkten gekrönt ist – mit 62:60, also immer noch eng, geht es in die letzte Pause.

Trier spielt mit viel Energie weiter, kann auch zunächst die “big points” setzen: Lukovic zum 64:60, Samenas “für drei” zum 67:60 und schließlich Vrabac mit Foul aber leider ohne Freiwurf zum 69:60. Nach etwas mehr als einer Minute im Schlussviertel nimmt Bonn die nächste Auszeit – mit Erfolg, auch die Telekom BAskets treffen jetzt ihre Dreier, drei Stück in Folge bedeuten schließlich das 74:71. Und dann waren bei den Gästen die Energiereserven größer: Bonn erlaubt Trier über die letzten gut fünf Minuten keine Punkte mehr, scort dafür selbst. Angeführt vom starken Mickey McConnell ziehen die Gäste an Trier vorbei, Angelo Caloiaro markiert bereits zwei Minuten vor Ende die 74:78-Vorentscheidung. Denn Trier kommt trotz zweier Auszeiten nicht mehr zu Abschlüssen, während Bonn geduldig die Uhr herunterspielt. Den Endstand markiert McConnell an der Freiwurflinie: Die TBB Trier verliert nach großem Kampf etwas unglücklich mit 74:80.

Dahlem (n.e.), Lukovic (11), Schmidt (6), Mönninghoff (8), Samenas (9), Chikoko (9), Vrabac (6), Bucknor (19), Kramer (0), Anderson (6).

Rebounds: 34:35.

Zuschauer: 4530.

Henrik Rödl: “Wir haben zwei sehr fokussierte Mannschaften gesehen, die unbedingt gewinnen wollten. Ich muss meine Mannschaft loben, die letzten Wochen waren nicht einfach und die nächsten werden nicht einfach. Wir wissen, wo wir stehen. Trotzdem hat die Mannschaft mit viel Ruhe und Enthusiasmus gespielt, gegen eine Mannschaft, die sich offensiv mit jeder anderen in der Liga messen kann und defensiv auch gut steht. Es ist bitter, ein solches Spiel zu verlieren, in das man so viel investiert hat. Aber auf dieser Leistung kann man aufbauen. Es geht um die Wurst, das wissen wir, und wir müssen die Energie bündeln, um aus dem Keller raus zu kommen.”

Mathias Fischer: “Wir haben eine sehr spannende Partie gesehen. Trotz der beiden Ausfälle hat Trier uns in allen Belangen gefordert, hat mit unglaublichen Quoten sehr gut gespielt. Sie hatten immer eine Antwort. Aber wir haben die Partie irgendwie gedreht, mit der Betonung auf irgendwie. Wir haben solide verteidigt und die big points gemacht. Aber es war heute nicht leicht, im Gegenteil. Henrik hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt und uns viele Optionen weg genommen. Wir haben lange nicht mehr hier gewonnen, heute war der Level sehr hoch, ich würde fast sagen es war eine Playoff-Partie. Ich bin sehr froh, dass meine Mannschaft sich nicht aufgegeben hat und das Spiel – irgendwie – nach Hause gebracht hat.”

 


Derby! Jetzt gilt’s! Trier vs. Bonn!

TBB Trier trifft am Samstag um 18:30 Uhr auf den Tabellenvierten Telekom Baskets Bonn – “Das ist ein besonderes Spiel – der Derbycharakter gibt Energie, die wir brauchen können.” – Canty und Harris verletzt –  Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 18:15 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. – Die Arena Trier öffnet um 16:30 Uhr.

Samenas_Bonn_590

TBB Trier gegen Telekom Baskets Bonn. Der historisch versierte Trierer Basketballfan (und das sind nach Besuch der großen TBB-Jubiläumsausstellung natürlich fast alle) denkt bei Erwähnung dieser Paarung an große Basketball-Spiele. An wahre Schlachten bei bester Stimmung, die früher in Hallen wie dem “Sportzentrum Hardtberg” und der “Halle am Mäushecker Weg” geschlagen wurden und heutzutage in der Arena Trier bzw. im Telekom Dome stattfinden.

Man erinnert sich in Trier in der jüngeren Vergangenheit an die Playoff-Serie 2004, an das Bonner 65:48-Debakel im Oktober 2010, an Maik Zirbes’ Dunking zum 71:70 Anfang 2012, natürlich an Nate Linharts unfassbaren Gamewinner nach Offensivrebound im Februar 2013. An das 66:86-Weihnachtsspiel in Bonn 2013 mit Gala-Vorstellung (27/13!) von Andi Seiferth. Und an ein hart umkämpftes 75:71 im April 2014 mit einem Zirkuswurf im Rückwärtsfallen von Trevon Hughes. Die ewige Statistik verzeichnet seit dem Bonner Aufstieg 1996 insgesamt 42 Begegnungen, 25 davon gewannen die Telekom Baskets. Allerdings ist die Trierer Heimbilanz aktuell positiv: elf Siegen stehen neun Niederlagen gegenüber – Trier ist, historisch gesehen, für die “Riesen vom Rhein” also kein allzu gutes Pflaster.

Auch in der aktuellen Saison kommen die Telekom Baskets Bonn wieder als Favorit an die Mosel. Die Mannschaft von Trainer Mathias Fischer, der seit Mai 2013 an der Bonner Seitenlinie steht, belegt aktuell nach drei gewonnenen Spielen gegen Göttingen, die Artland Dragons und den Mitteldeutschen BC Platz 4 der Tabelle – und befindet sich damit auf sehr gutem Weg in Richtung sichere Playoff-Teilnahme. Das ist, mindestens, auch erklärtes Saisonziel. Coach Fischer sagte vor Saisonbeginn “In Bonn ist noch mehr möglich”, und bezog sich damit auf das Erreichen des Viertelfinales in der letzten Saison, der Frage “Wer wird Meister?” wich er geschickt aus (“Man muss im Frühjahr seinen besten Basketball spielen”).

Insgesamt 14 Siege stehen für Fischer und sein Team zu Buche. Unter anderem schlug Bonn die Brose Baskets und die Basketball Löwen Braunschweig und gewann im November auch das Hinspiel gegen Trier, zu deutlich, mit 88:71. Hauptverantwortlich für den 16. Heimsieg gegen Trier war Steve Wachalski, der der TBB ganze acht Dreier einschenkte – höchste Vorsicht ist also am “Perimeter” geboten, damit das nicht nochmal passiert.

Neben Wachalski muss die Trierer Verteidigung am Samstagabend ein scharfes Auge auf Tadas Klimavicius und Angelo Caloiaro haben. Der litauische Center-Routinier Klimavicius macht 13.2 Punkte und holt 5.8 Rebounds pro Spiel; Caloiaro, vor der Saison als effizientester Spieler der Liga aus Weißenfels nach Bonn gewechselt, kommt auf 11.8 Punkte, 4.4 Rebounds und starke 1.5 Steals. Der Vorzeigeathlet Ryan Brooks (11.2) und Benas Veikalas (10.7), der zweite Litauer im Team, punkten im Schnitt ebenfalls zweistellig. Die Fäden der Bonner Offensivmaschine zieht Point Guard Eugene Lawrence mit 5.4 Assists pro Spiel – stark! Auch Lawrence’ Back Up Mickey McConnell weiß mit 9 Punkten und 4.2 Assists durchaus zu überzeugen. Mit Dirk Mädrich und dem bereits erwähnten Steve Wachalski kommt jede Menge Erfahrung auf den großen Positionen von der Bank, Andrej Mangold ist ein starker Verteidiger, der der Mannschaft, ähnlich wie Wachalski, jederzeit einen Energieschub geben kann. Insgesamt konnten Coach Fischer und sein Assistent Carsten Pohl den Weggang von Jamel McLean (wechselte nach Berlin und gilt dort als heißer Anwärter auf den MVP-Titel 2014/15) offensichtlich sehr gut kompensieren.

Eine bemerkenswerte Statistik “aus der zweiten Reihe”: dreimal mussten die Telekom Baskets in dieser Saison bereits in die Verlängerung, so oft wie kein anderes Team der Beko BBL.

Henrik Rödl lobt die Telekom Baskets für eine “super Saison” – und die hat Gründe: “Sie sind gut zusammengestellt, und die Entscheidung, mit McConnell einen zweiten Point Guard mit diesem Format dazu zu holen, hat ihnen gut getan, damit haben sie zwei Aufbauspieler, die gerne passen, aber auch scoren können. Bonn lässt den Ball laufen wie vielleicht keine andere Mannschaft in der Liga, alle können werfen, alle können Situationen lesen. Sie stehen auf dem Feld eng zusammen, entsprechend wird unser Defensive am Samstag gefordert sein.”

Dabei hat Rödl schon wieder Kaderprobleme – nach der Erkältungswelle aus den letzten Spielen sind jetzt neue Verletzungen dazu gekommen: Ricky Harris zog sich im Spiel in Bamberg eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu und fällt für das kommende Wochenende sicher aus. Schlimmer erwischte es Tony Canty, er erlitt im Training einen Muskelfaserriss in der Leiste – Zwangspause über “einige Wochen”, so Rödl am Donnerstag.

Trotzdem freut sich der Coach auf das Aufeinandertreffen mit dem Derbygegner: “Spiele gegen Bonn sind immer besonders, die Derbystimmung bringt gute Energie. Die können wir natürlich gut brauchen. Die Mannschaft hat gut und vor allem in Ruhe trainiert, trotz der erneuten Ausfälle. Wir hoffen, dass wir an die guten Leistungen anknüpfen können, die wir während dieser Saison schon gezeigt haben. Wir werden alles geben und an die Siegchance glauben.”


84:44 beim neuen Tabellenführer

Perfekter Abend für die Brose Baskets, bittere Auswärtsschlappe für die TBB Trier: mit 84:44 gewinnen die Franken gegen angeschlagene Gäste von der Mosel. Weil ALBA BERLIN zeitgleich zu Hause den EWE Baskets Oldenburg unterliegt, springt für die Brose Baskets nicht nur der 12. Liga-Sieg in Serie, sondern auch die Tabellenführung dabei heraus. Vitah Chikoko war mit 10 Punkten stärkster Trierer.

Bucknor_Bamberg_590

Die Vorzeichen standen in so gut wie allen Kategorien schlecht: historisch, aktuell, medizinisch. Seit 1999 ist Trier in Bamberg kein Auswärtssieg mehr gelungen, zu stabil präsentierten sich die dortigen Mannschaften über die Jahre – diese Geschichte wird jetzt fortgeschrieben. Aktuell sind die Brose Baskets die Mannschaft der Stunde, vor der diesjährigen Partie gegen Trier standen 11 Siege in Serie zu Buche. Und zu allem Übel hatte die TBB Trier in der Woche vor dem Spiel in Bamberg mit einer hartnäckigen Erkältungswelle zu kämpfen – an komplettes Mannschaftstraining war nicht zu denken, an echte Energieleistungen im Spiel ebenfalls nicht.

Umso erfreulicher aus Trierer Sicht dann das erste Viertel der Partie: Nach einem klassischen Fehlstart mit einigen Unkonzentriertheiten, die den Gastgebern die Tür viel zu weit aufmachten, stand es zwar schnell 8:0. Doch eine Auszeit von Henrik Rödl brachte die TBB wieder in die Spur. Dem Krankenstand war auch geschuldet, dass Triers aktuell bester Spieler, Vitalis Chikoko, nicht in der Startaufstellung stand und erst nach einigen Minuten eingewechselt wurde. Mit Chikoko und Jermaine Anderson auf dem Parkett schob die TBB Trier sich bis auf 14:11 heran, Dolibor Bagaric erledigte den 16:11 Viertelstand für die Bamberger.

Zwei Freiwürfe von Marko Lukovic zum Auftakt ins zweite Viertel bedeuten das 16:13 – und damit den kleinsten Rückstand des Abends. Denn jetzt legte Bamberg zum ersten Mal einen höheren Gang ein. Ryan Thompson marschierte mit drei Dreiern in Folge voran, seine Kollegen um Trevor Mbakwe zogen mit, ein 13:0-Run der Gastgeber ist die Folge: 29:13. Lediglich Ricky Harris kann für Trier offensiv dagegenhalten, allerdings mit Einzelaktionen – mehr ist nicht drin. Mit einem ernüchternden 46:22 geht es in die große Pause, Brose-Coach Trinchieri hatte, gründlich, nach dem 44:22 von Ricky Harris nochmals eine Auszeit genommen.

Auch der Start in die zweite Halbzeit gefiel Trinchieri nicht – Trier hatte mit schnellen Abschlüssen leicht auf 46:26 verkürzt. Die TBB versuchte sich weiter in Schadensbegrenzung, doch Bamberg spielte gnadenlos und präzise. Defensiv wurde früh das Setplay der Gäste verhindert, offensiv lief der Ball schnell bis zum freien Mann. Dieser Intensität konnte Trier in der aktuellen Verfassung  nicht genug entgegen setzen, die TBB suchte notgedrungen ihr Heil aus der Distanz. Bagaric sorgt mit dem 62:31 für die Vorentscheidung, Laurynas Samenas trifft den Dreier zum 62:43 nach drei Vierteln.

Das letzte Viertel hält dann folgerichtig keine großen Überraschungen mehr bereit. Trinchieri baut für die letzten Minuten eine komplett “deutsche 5″ aus Thiemann, Obst, Schmidt, Tadda und Theis, die holt den Bamberger Kantersieg nach Hause.

Henrik Rödl (TBB Trier): “Glückwunsch an Bamberg. Wir haben uns von Anfang an wenig Chancen ausgerechnet. Bamberg hat viel Druck gemacht und gut getroffen. Durch die fehlenden Kräfte waren wir verunsichert. Ich hoffe, der Virus hat sich jetzt ausgetobt, so dass wir nächstes Wochenende bei unserem Heimspiel eine gesunde Mannschaft haben, und normale Energie aufs Feld bringen können.”

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): “Wir haben heute als Team gut gespielt und solide verteidigt. Es war ein gutes Spiel für uns, in dem jeder gute Leistung gebracht hat. Es war ein wichtiges Spiel für uns. Am Mittwoch haben wir ein bedeutendes Spiel in Ulm. Wir müssen fokusiert bleiben um in der Spur zu bleiben damit wir weiterhin erfolgreich sind.”

 


Angeschlagen nach Bamberg

TBB Trier fährt als klarer Außenseiter zum Tabellenzweiten Brose Baskets nach Bamberg – “Sie sind ganz klar eine der besten Mannschaften in Deutschland!” – Tip Off am Sonntag, 15. Februar um 17:00 Uhr, Liveübertragung auf telekombasketball.de bzw. Telekom Entertain ab 16:45 Uhr.

Brose_Baskets_590

“Normalerweise hänge ich nicht an die große Glocke, wenn die Mannschaft gesundheitliche Probleme hat – weil es einfach kein Thema ist. Aber nach den Leistungen der letzten Woche muss man einfach ansprechen, dass wir die Grippe in der Mannschaft haben und einige diese Woche noch überhaupt nicht trainiert haben.”

Das ist, wie er selbst völlig richtig sagt, nicht die übliche Art wie Henrik Rödl Fragen nach dem nächsten Spiel beantwortet. Zurzeit bleibt ihm aber relativ wenig Auswahl – an Antworten ebensowenig wie an Spielern, die gesund genug sind, um im Training vor dem kommenden Auswärtsspiel gegen die Brose Baskets in Bamberg (Sonntag, 17:00 Uhr) mitzumachen. Bereits in der Vorwoche hatte sich die Grippewelle angedeutet, im letzten Viertel gegen Crailsheim fehlte schlicht und ergreifend die Energie für den letzten großen Angriff. Das Spiel ging bekanntlich verloren – allerdings nicht nur deswegen, wie Rödl ausdrücklich betont.

Fragt man den Headcoach der TBB Trier also dieser Tage nach den Brose Baskets Bamberg, bekommt man zunächst einmal zu hören, dass die Trainingshalle leerer ist als üblich: “Wir suchen im Moment eher nach Energie und Gesundheit, als uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten.”

Was sich über die Brose Baskets dennoch sagen lässt: Sie haben – mit einer kurzen Unterbrechung in der Euroleague, wo sie eine herbe 83:67-Schlappe gegen den FC Bayern München erlitten – einen Lauf aus elf gewonnenen Spielen vorzuweisen. Sie belegen derzeit Platz 2 der Tabelle – der Vorsprung von Spitzenreiter ALBA BERLIN schmilzt nach dessen Patzer gegen die FRAPORT SKYLINERS und beträgt mittlerweile nur noch 2 Punkte. Und weitere zwei Punkte dahinter folgt der FC Bayern.

Die elf Siege in Serie haben die Brose Baskets mit einer extrem geschlossenen Mannschaftsleistung erreicht, die ihre Scorerqualitäten gut in Szene setzt: Ganze sechs Spieler scoren zweistellig, Ryan Thompson führt die Liste mit 14.6 Punkten pro Spiel an, Point Guard Brad Wanamaker folgt mit 14.4, Josh Duncan komplettiert den “Club der Vierzehner” mit 14.1 Zählern pro Partie. Josh Duncan greift dazu noch 6.3 Rebounds pro Spiel ab – jede Menge Arbeit in der Trierer Zone ist zu erwarten. Seit mittlerweile drei Spielen greift außerdem der ehemalige Frankfurter Dawan Robinson ins Geschehen ein und gibt den Brose Baskets mit 11.7 Punkten noch mehr Tiefe. Mit Daniel Theis und Elias Harris stehen zwei der größten deutschen Talente der letzten Jahre im Team von Headcoach Andrea Trinchieri, der lettische Scharfschütze Janis Strelnieks und das Bamberger “Urgestein” Karsten Tadda runden das Bild ab.

Bamberg ist also klar auf aufsteigendem Kurs, die TBB Trier dagegen nicht nur wegen der Grippewelle Außenseiter – das untermauert die ewige Statistik aus 35 Begegnungen und nur sechs Trierer Siegen. Und das sieht auch Henrik Rödl ähnlich:

“Bamberg ist ganz klar eine der besten Mannschaften Deutschlands, die mittlerweile sehr organisiert spielt”, so der Trierer Headcoach. “Sie haben, wie so oft nach einem Trainerwechsel, eine kleine Anlaufzeit gebraucht, aber mittlerweile zeigt sich die Qualität dieses Teams. Sie sind gut zusammengestellt, spielen körperlich und extrem diszipliniert auf allen Positionen. In der Bundesliga hat Bamberg gerade eine starke Serie hingelegt, für mich sind sie mit Bayern und Berlin eine der Top-Mannschaften der Liga.”

Lieber im Bett bleiben also? Natürlich nicht, sagt Rödl, dem man derlei auch nicht zutrauen würd. Es wird normal weitergearbeitet: “Die, die gesund sind, arbeiten hart und trainieren gut – aber ich bin zurzeit noch nicht in der Lage zu sagen, wer am Wochenende spielen kann.”

Die Mannschaft macht sich am Samstag auf den Weg nach Bamberg. Das Spiel wird ab 16:45 Uhr live auf www.telekombasketball.de bzw. im Telekom Entertain-Paket übertragen.


TBB-Malwettbewerb: Gewinne überreicht

Gewinner des TBB Kids Club Malwettbewerbs vor Heimspiel gegen Crailsheim prämiert – Ausstellung im Schaufenster von Sport Simons.

Lebenshilfe_Malwettbewerb_590

Zugegeben, der Freitagabend hätte aus Trierer Sicht erfreulicher verlaufen können. Gewinner gab es aber trotzdem: Im Vorfeld des Heimspiels gegen die Crailsheim Merlins hatte der TBB Kids Club die Gewinner seines großen Malwettbewerbs eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Arena Trier zu werfen. TBB-Headcoach (und Chefjuror) Henrik Rödl schaute auf dem Weg zu seinem Fernseh-Interview zum Gruppenfoto mit den kleinen Künstlern vorbei, in der Halbzeitpause überreichte Geschäftsführer Sebastian Merten dann die Gewinne:

Einen Gratis-Kurzurlaub in einem ausgewählten Ferienpark von Landal GreenPark erhielt Henrik (14 Jahre, Lebenshilfe).
Über Warengutscheine der Buchhandlung Mayersche Interbook Trier freuten sich Sascha (5 Jahre) aus der Inselgruppe Kita Petrisberg, Mike (11 Jahre) von der Port-Nigra-Schule und Sammy (6 Jahre). Ein signierter Ball mit Unterschriften der TBB-Profis ging an Jason (13) von der Porta-Nigra-Schule.  Vanessa (10 Jahre) erhielt ein signiertes Trikot von Jermaine Bucknor.

Die große Spieltagsrundführung mit Blick hinter die Kulissen und Sitzplätzen direkt hinter der Trierer Bank schließlich ging an die Vorschulkinder Charline, Julia, Sophie und Julian (alle 5 Jahre) aus der Gruppe der Feuerkäfer der Kita Petrisberg.

Die Bilder werden ab Dienstag im Schaufenster von Sport Simons ausgestellt und können dort bewundert werden. Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei der Buchhandlung Mayersche Interbook und Landal Green Parks für die Bereitstellung der Preise!