Heimsieg! 75:62 gegen Hagen!

Vor großer Kulisse von 4125 Zuschauern schlägt die TBB Trier den Tabellennachbarn Phoenix Hagen mit 75:62. – Das junge Trierer Team ließ sich nicht von Hagens hektischer Spielweise anstecken und spielte im dritten Viertel und in der Schlussphase seine Stärken aus. Hagens 62 Punkte sind die schlechteste Ausbeute der Gäste in dieser Saison. Adin Vrabac Topscorer mit 15 Punkten. 

TBB Trier-Phoenix Hagen

Da war es wieder, das Duell der Systeme: Hier die Trierer Zonenverteidigung, die Tempokontrolle, das Wegnehmen von guten Offensivoptionen der gegnerischen Mannschaft. Dort das Hagener Run-and-Gun – schnell abschließen, möglichst viele erste Chancen erhalten, durch Offensivrebounds auch möglichst viele zweite, den Gegner durch schnelle Beine nerven. Seit dem Hagener Aufstieg 2009 beziehungsweise seit dem Beginn der “Ära Rödl” in Trier geht das zweimal im Jahr so – und jedes Mal ergibt es ein hochinteressantes Basketeballspiel. So auch in diesem Jahr.

Positives bereits vor dem ersten Sprungball: Trier kann den steigenden Zuschauerschnitt von über 4000 pro Partie bestätigen – 4.125 Besucher sehen das Spiel gegen Hagen. Dabei muss die TBB ohne die verletzten Ricky Harris (anhaltende Rückenbeschwerden) und Tony Canty (“Nackenschlag” aus dem Bremerhaven-Spiel) auskommen, zieht aber trotzdem von Anfang an ihre Zonenverteidigung hoch. Und die zeigt gleich Wirkung: Nach dem Dreier von David Bell zum 2:3 bekommt Hagen keine guten Würfe mehr angeboten, Trier steht gut. Zudem arbeitet die TBB sehr engagiert im Rebound, erarbeitet sich die zweiten Chancen, die Hagen gerne hätte. Die Intensität und das Tempo stimmen auf Trierer Seite: Stefan Schmidt bedient Vitalis Chikoko zum 6:3; Adin Vrabac verwirft zwar zwei Freiwürfe, erkömpftsich aber den Ball zurück und ermöglicht wieder Chikoko das 8:5. So zieht Trier nach zwei Freieren von Mathis Mönninghoff und Jermaine Anderson bis auf 14:9 davon – ein gelungener Start. Doch Hagen antwortet: Niklas Geske trifft den Dreier und Urule Igbavboa, dessen Einsatz wegen Rückenproblemen fraglich gewesen war, attackiert das Trierer Brett zum 14:16. Zum Viertelende trifft Dennis Kramer nach schönem Anspiel von Adin Vrabac zum 16:16-Ausgleich.

Auf Trierer Seite drückte jetzt Youngster Adin Vrabac dem Spiel seinen Stempel auf, der Bosnier glänzte als Vorbereiter, Rebounder und Scorer – wie beim 20:18, einem schönen coast-to-coast-Dribbling nach eigenem Rebound, mit Energie abgeschlossen. Hagen wirkte fahrig, verzettelte sich oft im eigenen Tempo und traf vor allem seine Distanzwürfe nicht. Das brachte die Trierer zwar voran, richtig absetzen konnten die Hausherren sich indes nicht. Auch eine 31:24-Führung nach dem Dreier von Jermaine Bucknor konnte Hagen kontern, bis zur Halbzeit haben die Feuervögel sich wieder auf 35:34 herangemogelt. Trier fehlte bisher noch die Deutlichkeit. Die Richtung stimmte allerdings, bereits zur Halbzeit ging das Reboundduell mit 22:16 an die Mosel.

Auch in die zweite Hälfte startete Trier mit viel Energie, ein Dreipunktspiel von Vrabac bedeutet das 38:34. Trier arbeitete jetzt gründlicher, Bucknor mit zwei Dreiern und Lukovic bauen die Führung mit 51:41 erstmals zweistellig aus. Am Ende eines starken Trierer Viertels steht es 54:43, die Gastgeber gewannen langsam aber sicher die Oberhand.

Doch Hagen war, natürlich, noch nicht weg: David Bell, bis dahin von der Trierer Defense ordentlich kaltgestellt, begann mit einem Dreier zum 54:46, ließ kurz darauf einen weiteren zum 56:51 folgen. Als Keith Ramsey weiter auf 56:54 verkürzte, wurde es kritisch – gegen Hagen kann so ein Spiel blitzschnell umschlagen. Es war, nach starken Vorstellungen verschiedener Trierer Spieler, schließlich Jermaine Anderson, der Trier auf die Zielgerade brachte: Erst trifft der Trierer Point Guard drei Freiwürfe zum 59:54, dann zwei Dreier – das 70:61 ist dir Vorentscheidung. Die TBB ließ sich das Spiel nicht mehr nehmen, an der Freiwurflinie entsteht der Endstand von 75:62. Für Trier ist das nach den gewonnen Spielen gegen Bayreuth und den FC Bayern der dritte Heimsieg in Folge.

Für Trier: Dahlem (n.e.), Lukovic (13), Schmidt (0), Fritzen (n.e.), Mönninghoff (7), Samenas (0), Chikoko (11), Vrabac (15), Leonhardt (n.e.), Bucknor (13), Kramer (2), Anderson (14).

Rebounds: 43:33.
Zuschauer: 4125.

Henrik Rödl (TBB Trier): “Das war ein extrem schweres Spiel. Hagen spielt unorthodox, sie können sehr gut werfen, rebounden gut. 13 Punkte Differenz ist zu viel. Es war sehr knapp, wir konnten den Abstand erst am Ende größer machen, als er eigentlich war. Hagen hat in den letzten Wochen stark gespielt, aber ähnlich wie wir Spiele liegen lassen. Aber wir haben heute in der Verteidigung gut gestanden. Insgesamt bin ich sehr glücklich über den Sieg. Es ist korrekt, Jermaine Anderson hervorzuheben, der uns am Schluss mit seiner Ruhe und den wichtigen Dreiern sehr geholfen hat.”

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): “Glückwunsch an Henrik und sein Team. Am Ende haben sie das Spiel verdient gewonnen. Wir hatten uns eingestellt auf diese Trierer Zone, das hat über weite Strecken geklappt. Dadurch haben sie uns aber unser Spiel weggenommen, weil wir nicht so schnell spielen konnten, wie gewohnt. Trotzdem waren wir im letzten Viertel immer noch im Spiel. Es gingen Runs hin und her, aber Trier konnte nicht wegziehen. Als wir eine gute Phase hatten, war Anderson der entscheidende Faktor. Er trifft Freiwürfe, läuft heiß, schießt zwei Dreier und entscheidet das Spiel für Trier. Daher war es verdient. Wir müssen jetzt weiter nach vorn kommen und müssen bis zum ALLSTAR DAY noch Spiele gewinnen, um weiter dran zu bleiben.”


Morgen: TBB Trier empfängt Phoenix Hagen

TBB Trier trifft am Freitag, 19. Dezember um 20:00 Uhr auf Phoenix Hagen – “Wir müssen hellwach in dieses Spiel gehen – Liveübertragung auf telekombasketball.de ab 19:45 Uhr – Volksbank Trier unterstützt im Rahmen der Aktion “BE GREEN!” die Jugendarbeit der TBB Trier mit 50 Cent pro grün gekleidetem Besucher! – Tickets: Hotlines 0651-9790777 und 00352-20301011, www.tbb-trier.de/tickets sowie an über 500 Vorverkaufsstellen von Ticket Regional. 

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Seit dem Aufstieg in die Beko Basketball Bundesliga macht Phoenix Hagen durch seinen extrem offensiven Spielstil von sich reden. Hagens Coach Ingo Freyer beschreibt das mit den Worten “schnell, dynamisch und kreativ”, TBB-Assistenztrainer Thomas Päch sagte dagegen über Hagen einmal “Erwarte das Unerwartete”. Und meinte: “Sie attackieren über die vollen 40 Minuten, egal ob sie mit 20 führen oder hinten liegen”. Das Ergebnis des Hagener Stils sind Spiele mit hohen Endergebnissen. Die Feuervögel schießen aus allen Rohren und zielen darauf ab, am Ende einen Korb mehr zu haben als der Gegner. Wer dieses Tempo mitgeht, sollte wissen, worauf er sich einlässt.

Dieses Spektakel brachte die Mannschaft, die bereits in der ProA von Ingo Freyer trainiert wurde und 2010 ins Oberhaus aufstieg, auf den Radar der deutschen Basketball-Szene und im Jahr 2013 sogar in die Playoffs. Zwar war gegen den späteren Deutschen Meister Brose Baskets in der ersten Runde Schluss – aber die legendäre Enervie Arena, früher Ischelandhalle, kochte bei immerhin zwei Playoff-Heimspielen fast über. Im Jahr darauf reichte es zwar “nur” zu Platz 10, dennoch sind die Hagener Scharfschützen längst eine feste Größe in der Beko BBL.

Für dieses Jahr hat man in Hagen vorsichtigere Saisonziele ausgegeben – “mindestens Platz 16, gerne besser” ist eine bescheidene Prognose. Das hat Gründe: Zum Saisonstart hatte Hagen aus finanziellen Gründen seine Kaderplanung einschränken müssen – anstatt der ligaüblichen sechs ausländischen Akteure nahm Phoenix-Geschäftsführer (und ex-TBB-Spieler) Oliver Herkelmann nur deren fünf unter Vertrag. Die Finanzierung des sechsten Mannes war zunächst nicht sicher.

Freyer und Co. bauten ein Team aus bewährten Kräften wie David Bell (Topscorer mit 16.3 Punkten), Larry Gordon und Keith Ramsey und “Neuentdeckungen” wie Power Forward Urule Igbavboa (der Mann mit der markanten Frisur kam von Absteiger RASTA Vechta) und Zamal Nixon (kam aus der österreichischen “Wundertüten-Liga”, die Trier auch schonmal einen Nate Linhart bescherte, und macht in Hagen 15.7 Punkte im Schnitt). Die restlichen Spots füllte man mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchsprogramm auf: Jonas Grof, Fabian Bleck und Niklas Geske sind fester Bestandteil der Hagener Rotation.

Dann lieferte das Management seinen Fans vor ein paar Tagen ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Als sechster Ausländer nahm man Dino Gregory unter Vertrag – den absoluten Publikumsliebling der Spielzeiten 2012 und 2013. Phoenix-Sponsoren gaben zusätzliches Geld, damit Gregory nach einem Jahr in Polen zurück an die Volme kommen konnte. Er soll auf den großen Positionen für mehr Stabilität sorgen, denn bislang hatte Hagen ohne klassischen Center agiert. Und der 25-jährige enttäuschte Fans und Umfeld nicht: bereits in seinem Comeback-Spiel am vergangenen Sonntag gegen Aufsteiger Göttingen markierte Gregory 13 Punkte und 10 Rebounds (7 davon offensiv).

Das Spiel ging trotzdem mit 88:93 verloren – wie übrigens jedes Heimspiel der Feuervögel im bisherigen Saisonverlauf. Die Ischelandhalle kämpft tatsächlich mit einem Heimfluch: gegen Bremerhaven, München, Oldenburg, Braunschweig, Berlin Bayreuth und zuletzt Göttingen verlor Hagen zuhause zum Teil deutlich, zum Teil denkbar knapp. Die vier Siege gelangen in Frankfurt (104:105), Ulm (74:90), Ludwigsburg (85:87) und Bonn (80:92) – ein deutliches Warnsignal für die TBB Trier am Freitagabend.

In der vergangenen Saison konnte Phoenix Hagen beide Spiele für sich entscheiden. Im November verlor Trier sein Heimspiel mit 82:88, nachdem Ingo Freyer im dritten Viertel auf Zonenverteidigung umstellte und so eine hohe Trierer Führung eindampfte. Auch das Rückspiel ging an Hagen, das beim 73:57 einen Sahnetag erwischt hatte.

TBB-Headcoach Henrik Rödl kennt den nächsten Gegner: “Hagen ist extrem athletisch und spielt im Prinzip das selbe Spiel wie in den letzten Jahren – im Kern ist die Mannschaft ja auch zusammen geblieben. Sie sind offensiv extrem schnell und stark im Offensivrebound, erst recht nach der Rückkehr von Dino Gregory, der dem Kader Tiefe verleiht. Diese Mannschaft gibt ihrem Gegner quasi in jedem Ballvortrag sehr viele Aufgaben, die er lösen muss. Wir müssen extrem wach und aufmerksam in dieses Spiel gehen.”


86:66-Niederlage an der Küste

Die Stadthalle Bremerhaven ist kein gutes Pflaster für die TBB Trier: Am Sonntag verlor die Mannschaft von Henrik Rödl ihr Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven deutlich mit 86:66. Topscorer für Trier war Vitalis Chikoko (Foto) mit starken 25 Punkten. Trier fand allerdings kein Mittel gegen eine kompakt auftretende Bremerhavener Mannschaft, die in Tyrus McGee (18 Punkte / 6 Assists), Lorenzo Williams (17 / 8) und Devon Searcy (15 / 9 Rebounds) ihre stärksten Akteure hatte. Ricky Harris war mit Rückenproblemen in Trier geblieben.

Foto: Hartmut Adelmann.

Für die Eisbären Bremerhaven war einiges zu holen an diesem Sonntagnachmittag im Advent: die Serie aus bisher sechs teils unglücklichen Niederlagen sollte endlich reißen. Trier war dagegen mit reichlich Motivation aus dem Sieg gegen den Deutschen Meister FC Bayern München am vergangenen Wochenende an die Küste gereist. Um es vorwegzunehmen: Die Bremerhavener Serie riss, Trier konnte den Schwung aus dem Bayern-Heimsieg nicht mit ins Spiel nehmen.

Die TBB musste ohne Ricky Harris in die Partie gehen, der 27-jährige war mit Rückenproblemen in Trier geblieben, er soll aber kommende Woche wieder ins Training einsteigen.

Trier startete energisch, die Zonenverteidigung produzierte zunächst Bremerhavener Ballverluste, die Vitah Chikoko zum 0:4 nutzen konnte. Der Trierer Center aus Zimbabwe attackierte beherzt das Bremerhavener Brett und war mehrmals nur durch Fouls zu stoppen. Nach vier verwandelten Freiwürfen in Folge steht es 3:6. Doch Bremerhaven sortiert sich schnell, findet gegen die Zone mit klugen Pässen den freien Distanzschützen. Der heißt erst Tyrus McGee (3:6), dann nicht zum letzten Mal Moses Ehambe (6:6). Danach attackiert Bremerhaven das Brett, Nick Schneiders und Devin Searcy kommen zu frei zum Zug: 10:6, Auszeit Trier.

Bremerhaven verlässt sich weiter überwiegend auf seinen Distanzwurf und wird dafür belohnt: Ehambe zum 13:8, nochmal Ehambe zum 18:13, dann Lorenzo Williams zum 23:13, dazwischen kommen Sven Schultze und Devon Searcy auch innen durch. Zum Viertelende hat Trier nochmals Chancen und zeigt vor allem die nötige Motivation: Jermaine Bucknor verkürzt mit einem wuchtigen Dunking auf 25:18, Marko Lukovic per Dreipunktspiel auf 26:21. Doch ein Offensivfoul gegen Laurynas Samenas, der sich bei der Aktion auch noch am Kopf verletzt, und zwei Punkte von Jake O’Brien bedeuten das 28:21 nach dem ersten Abschnitt.

Zu Beginn des zweiten Viertels dann das fast exakt gleiche Bild: Ehambe und McGee treffen ihre schnell herausgespielten Dreier (31:21, 34:22), Trier antwortet mit schnellen Offensivaktionen von Vitalis Chikoko (36:26), dem weder Schultze noch Schneiders viel entgegensetzen können. Auch defensiv gegen Searcy leistet Chikoko jetzt gute Arbeit, hält Devin Searcy beim Stand von 36:29 aus der Trierer Zone heraus und führt Trier so zurück in die Spur. Adin Vrabac kann in dieser Phase zweimal nach schönem Baseline-Drive einlegen, es steht somit 36:33, und Calvin Oldham nimmt die nächste Auszeit. Trier hatte mit starker Moral einen 11:2-Run aufs Parkett gelegt.

Doch diese Auszeit stoppte den Trierer Aufschwung – erst ist es Williams per Dreier und dann mit einem Ballgewinn (43:33), dann kurz vor der Halbzeit Tyrus McGee, ebenfalls mit fünf Punkten in Folge (50:35), die die Führung der Eisbären zur Pause deutlich ausbauen. Nach zwei Vierteln liegt die Dreierquote der Gastgeber bei starken 60%.

15 Punkte zur Halbzeit sind immer schon eine hohe Hypothek gewesen. Vitalis Chikoko leistete für die TBB Trier überragende Arbeit, um diese Hypothek abzuzahlen. Von seinen Teamkollegen gesucht und gefunden, gelang dem 23-jährigen jetzt so gut wie alles, bis hin zum Dreier zum 56:54. Doch die Würfe seiner Kollegen fallen nicht, und den offensiven Drive der Eisbären kann Trier weiterhin nicht aufhalten. Bis auf 58:48 kann die TBB sich im dritten Viertel heranarbeiten, enger wird es nicht mehr. Für die Gastgeber hatte jetzt auch Myles Hesson in die Partie gefunden, der das letzte Viertel mit einem Buzzer Beater zum 70:50 eröffnete und  das Spiel danach mit seinen Kollegen Searcy, Williams und McGee mit der mittlerweile etablierten Mischung gut über die Zeit brachte.

Am Ende steht ein verdientes 86:66 für die Eisbären Bremerhaven.

Henrik Rödl, TBB Trier:

“Glückwunsch an Calvin und sein Team. Sie haben uns in allen Belangen dominiert, das Spiel geht zu Recht an Bremerhaven. Vielleicht kurz, am Anfang des zweiten Viertels, konnten wir so spielen wie wir es in den letzten Wochen getan haben. So kann man hier nicht gewinnen, Glückwunsch an Bremerhaven zu einem guten Spiel.”

Calvin Oldham, Eisbären Bremerhaven:

“Es ist lange her, dass wir gewonnen haben, entsprechend glücklich sind wir. Man hat den Fortschritt gesehen, den die Mannschaft gemacht hat – auch schon in den letzten Wochen. Das Spiel war wichtig, wir haben den Druck ausgehalten und haben ein Team mit 20 Punkten geschlagen, dass ohne seinen Topscorer angereist war. Wir haben unsere Dreier getroffen, damit Selbstvertrauen gewonnen und die Rebounds geholt. Wr waren konzentriert. Natürlich sind wir jetzt  sehr glücklich, aber es gibt noch viel Arbeit.”

Für Trier: Canty (0), Lukovic (7), Schmidt (0), Mönninghoff (6), Samenas (5), Chikoko (25), Vrabac (10), Bucknor (6), Kramer (2), Anderson (5).


Mit den Eisbären gleichauf

TBB Trier reist zum schweren Auswärtsspiel nach Bremerhaven – Gastgeber ist direkter Tabellennachbar auf dem zwölften Tabellenplatz  – “Die Tabelle trügt – Bremerhaven ist physisch, athletisch und kampfstark.” –  Liveübertragung am Sonntag, 14. Dezember, ab 14:30 Uhr auf telekombasketball.de und Telekom Entertain.  

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Für die Eisbären Bremerhaven läuft es momentan noch nicht richtig rund: Vor der Partie gegen die TBB Trier blickt Bremerhaven auf eine Serie von fünf Niederlagen zurück. Begonnen hat die Durststrecke für die Seestädter bei ihrem Auswärtsspiel gegen medi bayreuth, als ihnen ein Negativrekord gelang: Im ersten Viertel konnte kein Spieler auf Bremerhavener Seite punkten – diese zehn Minuten gingen mit einem historischen 0:22 in die Geschichtsbücher ein. Von nun an sollte nicht mehr viel zusammen laufen – sechs Niederlagen aus den letzten sieben Begegnungen stehen zu Buche.

Auch wenn der fulminante Sieg über den FC Bayern München bei den Fans der TBB Trier für große Euphorie gesorgt hat, so steht die TBB statistisch gesehen nicht viel besser da. Beide Mannschaften konnten bisher vier Spiele für sich entscheiden, mussten aber auch acht Niederlagen einstecken. So begegnen sich am Sonntag Platz 12 und Platz 13 – ein wegweisendes Spiel auf beiden Seiten. Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen ist trotz der Niederlagenserie fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft die sportliche Kurve kriegt. „Ich mache mir keine Sorgen. Wir werden um die Playoffs mitspielen. Davon bin ich überzeugt.“, sagte er vergangene Woche im Sportblitz von Radio Bremen, eine Aussage, die für Diskussionsstoff bei den Fans sorgte. Rathjen beruft sich vor allem auf die steigende Formkurve und nennt fehlende Erfahrenheit als Grund für das ein oder andere verlorene Spiel zu Beginn der Saison.

Fehlende Erfahrenheit kann man Sven Schultze nicht vorwerfen – er kommt auf über 300 BBL- und 121 Länderspielen sowie zahlreichen Einsätzen in Europas Top-Ligen. Der 36-jährige Routinier hatte in den letzten drei Jahren bei ALBA BERLIN zehn Minuten oder weniger Spielzeit. Doch Schultze wollte unter Beweis stellen, dass er durchaus noch eine größere Rolle spielen kann und wechselte zu Beginn der Saison zu den Eisbären. Dort hat der Forward, auf und neben dem Feld, Verantwortung und konnte seine Einsatzzeit mehr als verdoppeln.

Eine weitere dieser tragende Rollen kommt Moses Ehambe zu. Der 28-jährige US-Amerikaner spielte bereits zwei Jahre in Spanien auf europäischem Topniveau. Ehambe ist der beste Dreipunktschütze in der Geschichte der NBA-D-League, aktuell ist er mit durchschnittlich 14,75 Punkten pro Spiel der treffsicherste Schütze der Eisbären. Doch noch ein weiterer Eisbär liefert Topwerte ab: Devin Searcy. Er ist der einzige Ausländer, der den Bremerhavenern aus der letzten Saison erhalten geblieben ist. Searcy ist eine Konstante und zählt auch in diesem Jahr zu einem der besten Verteidigern der Liga. Er sichert sich 8.8 Rebounds im Schnitt, was den zweitbesten Ligawert bedeutet.

Henrik Rödl gibt erfahrungsgemäß nichts auf Tabellenstände – und ist damit eher bei Jan Rathjen: “Bremerhaven ist eine Mannschaft, die in den letzten Wochen viele schwere Spiele hatte, drei davon gingen auch noch sehr knapp verloren. Die könnten durchaus ein Playoff-Team sein, der Tabellenplatz trügt – sie sind physisch, athletisch, kämpferisch stark. Das wird schwer.”

Trier möchte natürlich den Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigen und die positive Stimmung nach dem Sensationssieg gegen den FC Bayern am letzten Sonntag nutzen. In Bremerhaven weiß man sicher um den Ernst der Lage, denn allmählich müssen Punkte her. Rödls Trainerkollege Calvin Oldham ist allerdings optimistisch: “Zugzwang kann positiv sein”, lässt der 53-jährige verlauten.

Eine kämpferische Partie an der Küste steht also bevor. Die TBB reist bereits am Samstag nach Bremerhaven.


Geschenktipps aus dem TBB-Fanshop!

Noch genau 14 Tage, dann ist Weihnachten! Ein verfrühtes Geschenk gab es bereits am letzten Sonntag, als die Mannschaft die Heimbilanz gegen den FC Bayern München mit einem starken 79:74-Sieg auf 3:1 hochschraubte. Heimsiege lassen sich aber leider so schlecht unter den Baum legen – daher wollen wir Euch hier ein paar Klassiker und Neuigkeiten aus unserem Fanshop vorstellen, mit denen Ihr bei keiner Bescherung schlecht aussehen werdet…

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Alle hier vorgestellten Artikel sind online unter fanshop.tbb-trier.de erhältlich – außerdem in unserem Shop in der Cläre-Prem-Straße 1 sowie bei Heimspielen am Fanstand hinter Block C!

Von links nach rechts:


Die TBB-Basecap -
 € 24,90.

Cap_100Ein Klassiker in Fankultur und Streetwear: Unsere Cap. Erhältlich in grün oder schwarz, mit aufgesticktem TBB-Logo und Snapback.
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Der TBB-Fansong “Bis zum Letzten”, erstmals auf CD – € 15,00

CD_100Einige Fans werden sich an die Aktion erinnern: Im Spätsommer 2010 lud der Trierer Komponist Sebastian Matz die TBB-Fans in sein Tritone-Studio ein, um zum eigens für die TBB Trier produzierten Fansong „Bis zum letzten“ die Chorgesänge beizusteuern. Viele folgten der Einladung und gaben mit Stimmbändern, Pauken und Tröten alles. Der Fansong wurde im Oktober 2010 beim Heimspiel gegen Bonn zum ersten Mal gespielt, seitdem ist er fester Bestandteil der TBB-Hallenshow und unserer Videoproduktionen. Auch in der Telefonwarteschleife in der neuen Geschäftsstelle hört man Sebastian singen.

Sebastian Matz, der übrigens auch privat TBB-Fan war und viele Spiele mit seiner Familie oder Freunden besucht hat, ist im Juni 2013 im Alter von 40 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Seine musikalischen Wegbegleiter haben ihm zu Ehren im Juni 2014 die Doppel-CD „MatzoForte“ veröffentlicht, die einen Überblick über Sebastians Schaffen enthält. Der TBB-Fansong ist in seiner Beliebtheit ein wichtiger Teil davon, so dass er auf der Doppel-CD seinen Platz gefunden hat.
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Der TBB-Turnbeutel, designed by hongandfriends – € 14,90

Turnbeutel_100Stylish, praktisch, fair: Das junge Modelabel hongandfriends aus Trier-Süd, das sich vor allem durch die Verwendung von ökologisch und ethisch einwandfreien Textilien und Druckfarben auszeichnet, hat bereits letzte Saison eine T-Shirt- und Hoodie-Kollektion für uns entworfen. Der neueste Streich von Hong ist der klassische Turnbeutel aus 100% Baumwolle mit TBB-Aufdruck, zwei Buttons gibt’s gratis dazu.
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Das TBB-Shirt von PEAK in grün – € 19,90

Shirt_100“BE GREEN” heißt das Motto – und mit diesem Shirt lässt sich das ganz einfach umsetzen: Ein grünes PEAK-Shirt mit Schriftzug “TBB Trier Basketball” und dezentem “Mir sinn Trier”-Logo! Erhältlich in allen Größen von XS bis 4XL, weitere Größen auf Bestellung!
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TBB vs. FCB: Die Presseschau

Kaum ein TBB-Heimspiel sorgt für soviel Rummel wie die Partie gegen den FC Bayern München – erst recht, wenn daraus ein Heimsieg wird. Die TBB gewinnt am Sonntagnachmittag mit 79:74 gegen den Deutschen Meister. Hier kommt die Presseschau dazu.

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“Das (Vor)-Weihnachtswunder von Trier” titelt der Trierische Volksfreund und schenkt uns zu solch einer festlichen Gelegenheit sogar den Aufmacher auf Seite 1.

Die Überschrift im Sportteil des TV ist ebenfalls sehr treffend: “Sensation: TBB Trier schlägt den Deutschen Meister Bayern München” – “Das, was die 5900 Zuschauer in der ausverkauften Arena nach der Pause von den Grün-Weißen zu sehen bekamen, war unglaublich. Nein, es war sensationell, ach quatsch: Es war überirdisch. So überirdisch, dass Bayern-Coach Svetislav Pesic nach dem Spiel fassungslos zugeben musste: „Trier hat exzellent gespielt, die haben sich von uns nicht beeindrucken lassen.“ Aber dazu gleich mehr. Wir fangen erst mal vorne an, das ist besser für den Blutdruck.”

Am heutigen Dienstag haben sich die Gemüter ein wenig beruhigt: Der Volksfreund arbeitet die Sensation mit einem Hintergrundbericht auf und fängt ein paar Stimmungsbilder ein: “TBB-Sensationssieg: Baum mit weiser Voraussicht, Pesic ist ratlos und Canty platt” – “Überraschung? Von wegen: Frank Baum hat den sensationellen 79:74-Heimsieg der TBB gegen Bayern München am vergangenen Sonntag vorausgesagt. „Ich habe vor dem Spiel zu Tom Rüdell (TBB-Pressesprecher, Anm. d. Red.) gesagt, wir gewinnen – und zwar mit fünf Punkten“, sagt der sportliche Leiter der Trierer am Montag. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl, aber natürlich war es dann umso schöner, als es tatsächlich geklappt hat.“ Es freue ihn besonders für das junge Team, dass vor voller Halle eine unglaubliche kämpferische Leistung gezeigt habe. „Die Jungs präsentieren sich als Einheit, das ‚Ich’ steht hinten an.“ Ein Extra-Lob gibt’s vom Sportdirektor für die erfahrenen Kanadier Jermaine Anderson und Jermaine Bucknor sowie für Vitah Chikoko. „Auch die Leistung von Adin Vrabac muss man hervorheben. Wie er die Zuschauer mit seinen Aktionen mitgerissen hat, war echt klasse.“ An ihm, so Baum, werde man in den kommenden Jahren noch viel Spaß haben. “

Auch lokalo.de kann nicht umhin das Ganze als Sensation zu begreifen und zitiert den Dauerbrenner-Fangesang, den der Legende nach der ehemalige Stadionsprecher des FCK in den Siebzigern erfand: “Sensation in der Arena – TBB zieht Bayern die Lederhosen aus” – “Längst hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. 1:11 Minuten vor Schluss führte Trier mit 74:69. Noch 50 Sekunden: Mathis Mönninghoff verwandelt einen Freiwurf zum 75:69. Zehn Sekunden später verkürzt Anton Gavel per Dreier auf 75:72. Noch 23 Sekunden – Jermaine Anderson legt einen Zweier nach. Die Halle kocht. Robin Benzing macht es mit zwei verwandelten Freiwürfen nochmals spannend: 77:74. Jetzt wird die Zeit für die Münchener knapp, sie müssen foulen. Zwar zittern dem sonst so souveränen Jermaine Anderson an der Linie die Hände, aber zwei von vier finden den Weg ins Ziel. Dann verliert der Meister noch einmal den Ball – der Sieg ist perfekt.”

Völlig recht hat auch 5vier.de mit seiner Überschrift: “Mehr geht nicht!” – “Allerdings brachen die Trierer in den vergangenen zwei Partien zum Schluss ein. Sollte das wieder geschehen? Schließlich ist der heutige Gegner noch besser besetzt als Bonn oder Ulm. Die Antwort lautet Nein. Und wie! Erneut der Kanadier von Downtown, und die Rebounds hinten werden mit aller Macht eingesammelt. Diesmal sind es die Grün-Weißen, die vorne die Abpraller verwerten. Das veranlasst Pesic zu einer Auszeit, die aber im folgenden Angriff in einem Steal samt Punkten von Anderson endet – Auszeit Nummer Zwei der Münchener innerhalb einer Angriffssequenz. Und was passiert danach? Nächste Balleroberung der Römer, Mönninghoff erhöht den Vorsprung auf fünf Punkte. Gavel antwortet mit einem Dreier, doch der kleinere Kanadier aus Trier übernimmt nun Verantwortung und zieht mit allem was er hat zum schwierigen Korbleger – erfolgreich. Danach wird er dann wiederholt an die Freiwurflinie geschickt, um die Uhr anzuhalten. Von dort zeigt Anderson sogar ungeahnte Schwächen, verwandelt nur zwei seiner vier Versuche. Doch die beherzte Defense des immer noch nicht ausgefoulten Mönninghoff gegen Schaffartzik lassen die Sensation perfekt werden. Der Sieger lautet tatsächlich TBB Trier, das 79:74 strahlt von der Anzeigetafel so hell wie lange nicht mehr. Wer von den 5.900 Menschen wartet, bis die Lederhosen nochmal nach Trier kommen, um ein Basketballspiel zu verfolgen, wird in diesem Leben wohl kein Basketball-Fan mehr.”

Das Jugendmagazin “SHOT Schweich” schreibt: “Die Lederhosen sind ausgezogen” - “Trier siegte mit Glanz, was Gäste-Coach Svetislav Pesic auch zugeben musste. Mit diesem Sieg setzte die TBB ein Ausrufezeichen an ganz Basketballdeutschland und vor allem an die 5 900 Zuschauer, die ja nicht alle regelmäßig gucken kamen – das wird sich ab Sonntag hoffentlich ändern.”

Bewegte Bilder kommen von der SWR-Landesschau: “Trier siegt gegen die großen Bayern“.

Und schließlich der neue “Trier-Reporter” mit einer fast schon poetischen Einordnung: “Mit einem schönen Gruß an den Uli” - “Als die Bayern merkten, welcher Film in der Arena ablief, war es schon zu spät. Verzweifelt suchten sie nach dem Schalter, den sie umlegen wollten, fanden ihn aber nicht. Daran konnten auch die beiden Auszeiten von Pešić kurz vor dem Ende nichts ändern. Der Serbe drang einfach nicht mehr zu seinen Spielern durch. Nur wenige Meter von der Bayern-Bank entfernt hämmerte Rödl seinen Männern den Glauben an die eigenen Fähigkeiten stakkatoartig in die Köpfe: Das hier wird euer Tag! “Ja, es war ein besonderer Abend für uns”, stellte der Offenbacher hernach in seiner typischen, rein analytischen Art fest, nachdem er seinen Lehrmeister bezwungen hatte. Triers Trainer ist stets geerdet. Sicher sei dies die beste Leistung der Saison gewesen, “aber der Aufwärtstrend ist schon seit dem Spiel gegen Bayreuth zu erkennen”. Beim Sieg über die Bayern seien noch “Leidenschaft und das Feuer der Halle” hinzugekommen. “So kann man eben auch einen ganz Großen schlagen.”

 


Highlights vs. FC Bayern

Ab sofort stellen wir alle wichtigen visuellen Medien-Inhalte zu unseren Heimspielen im Überblick zusammen, produziert von Stream Solutions.

Die schönsten Highlights im Spielbericht:

Der twitter-Rückblick:

Stimmen zum Spiel:

Play of the day:

Fotogalerie: (Fotos: Thewalt)

Pressemitteilung zum Spiel

Boxscore & Stats

Re-Stream auf TelekomBasketball


Weihnachtswunder! 79:74 gegen Bayern!

Die TBB Trier zwingt den Deutschen Meister in einem unglaublich intensiven Spiel in die Knie und gewinnt am Ende mit 79:74. – “Das war auf beiden Seiten, offensiv wie defensiv, unser bestes Spiel dieser Saison. Dieser Sieg gibt der Mannschaft Selbstvertrauen.” – Jermaine Bucknor mit 18 Punkten und 8 Rebounds bei 4/7 Dreiern, Jermaine Anderson mit Verantwortung in der Schlussphase.

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Vitalis Chikoko lieferte mit 12 Punkten und 6 Rebounds eine starke Partie ab. Foto: Thewalt.

Trier ging mit einem hohen Energie-Level in die Partie. Das war naheliegend, es konnte heute nur als Kollektiv funktionieren, und auch nur, wenn der Underdog und Tabellensechzehnte 110% geben würde. So zog die TBB ihre bewährte Zonenverteidigung auf, um die Gäste aus München zu schlechten Distanzwürfen zu zwingen. Die Bayern interessierte das allerdings zunächst wenig, sie brachten den Ball wiederholt ans Brett; Jan Jagla erzielt per Dreipunktspiel das 6:9, sein neuer Kollege Bo McCalebb erhöht mit unwiderstehlichem Drive und einem hohen Korbleger zum 6:11.

Triers Antwort hieß: Adin Vrabac. Der 20-jährige bosnische Nationalspieler agierte hellwach und holte gleich zwei Steals innerhalb von 15 Sekunden – den Abschluss suchte er dann jeweils per Dunking. So kam die mit 5900 Zuschauern ausverkaufte Arena Trier erstmals ins Spiel, es stand 10:11. Jermaine Anderson kann per Dreier zum 13:13 ausgleichen, dennoch tut Trier sich zunächst noch schwer mit der übermäßigen Präsenz in der Münchner Zone – der Ball läuft schnell und sicher, doch beim Abschluss steht dann zu oft John Bryant im Weg. Im Gegenzug dominieren die Münchner den Offensivrebound, holen sich zweite Chancen und ziehen wieder auf 13:17 davon – Auszeit Trier. Die hilft: Die TBB bekommt mehr Struktur in ihre Bemühungen, bleibt jetzt defensiv hart am Mann und zieht offensiv mit viel Herz zum Korb. Der übermächtige John Bryant blockt zwar Vitah Chikoko noch einmal – offensiv darf er aber zunehmend weniger, weil Dennis Kramer und Chikoko ihm zusetzen. Den Zwischenstand von 18:21 nach dem ersten Viertel erledigt Ricky Harris per Dreier.

Trier wollte es dem Meister schwer machen, der allerdings fand Lösungen. Entweder punktete Bayern mit individueller Klasse, so wie Nihad Djedovic bei seinem sehenswerten Dreipunktspiel gegen Adin Vrabac zu 19:26 – oder mit System: Wieder Djedovic, diesmal per Dreier zum 21:31 nach einer Münchner Auszeit. Doch Trier ließ sich nicht abschütteln, vor allem Jermaine Bucknor und Vitah Chikoko hielten jetzt dagegen – die Bayern haderten immer noch mit ihrer Dreierquote, Bucknor und Chikoko sammelten die Abpraller. Chikoko prägte das Trierer Spiel jetzt auch in der Offensive mit sechs Punkten in Folge. Tony Canty stellt den bis dahin starken Bo McCalebb kalt, ein Dreier von Mathis Mönninghoff bedeutet das 34:38 nur 40 Sekunden vor der Halbzeit. Doch der unnachahmliche Schaffartzik-Dreier fällt im Gegenzug: 34:42 zur großen Pause.

Bis hierhin hatte die Arena eine Bayern-Mannschaft gesehen, die mit Trier nicht allzuviel Mühe hatte und diese Überlegenheit wahrscheinlich auch in die zweite Hälfte würde tragen können. Doch es kam anders: Trier kam wieder mit reichlich Dampf aus der Kabine, hatte jetzt aber auch die kleinen Stellschrauben nachgezogen. Mit den ersten vier Punkten von Stefan Schmidt zum 38:42 spielt sich die TBB in einen Rausch, denn alles läuft jetzt für sie: Anton Gavel leistet sich ein Technisches Foul nach Foul an Harris, der macht zwei von drei Freiwürfen: 40:42. Kurz darauf schießt Harris die TBB per Dreier mit 45:44 in Führung. Pesic nimmt die Auszeit, um seiner Mannschaft die Nachteile eines 11:2-Laufs zu erklären. Doch Trier hörte nicht auf zu spielen, führte nach einem Dreier von Jermaine Bucknor mit 52:48. Am Ende des dritten Viertels stand ein hauchdünnes 55:54 – hier war alles drin.

Den besseren Start in den Schlussabschnitt hatten die Gäste: Dusko Savanovic traf seinen einzigen Dreier (bei sieben Versuchen) zum 55:57. Die Antwort folgte auf dem Fuß von Jermaine Bucknor, der heute Abend Triers Mann für die “Big Points” war. Trier hatte jetzt das Momentum, getragen von 5900 Zuschauern wollte man das Spiel nicht einfach hergeben. Die TBB kann den Druck hochhalten, ackert im Rebound, kann  immer wieder punkten. Bucknor trifft wichtige Dreier, die Arena feiert. Vitalis Chikoko greift sich den Offensivrebound und tippt zu 72:69 ein, Pesic nimmt nochmals eine Auszeit. Der Basketball-Krimi geht in die letzte Runde. Bereits dreißig Sekunden später unterbricht Pesic wieder, Anderson hatte auf 74:69 erhöht. Anton Gavel verschafft der Arena mit einem Dreier zum 75:72 noch eine Schrecksekunde – vierzig Sekunden vor Ende könnte hier alles kippen. Doch es ist wieder Jermaine Anderson, der sich ein Herz fasst, alleine durch die Münchner Zone schneidet und den Ball butterweich in den Korb legt: 77:72 – ein ausreichendes Polster, um die Schlussphase an der Freiwurflinie zu überstehen.

 

Trier gewinnt dank großer Teamleistung in Offensive und Defensive 79:74 gegen den turmhohen Favoriten FC Bayern München und klettert damit auf Platz 13 der Tabelle.

Ricky Harris (13), Tony Canty (0), Marko Lukovic (1), Stefan Schmidt (4), Mathis Mönninghoff (8), Vitalis Chikoko (12), Adin Vrabac (8), Jermaine Bucknor (18), Dennis Kramer (0), Jermaine Anderson (15).

Zuschauer: 5900. Davon grün gekleidet: 3539.

Henrik Rödl (Headcoach TBB Trier):
“Das ist natürlich ein besonderer Abend, volles Haus, tolle Stimmung. Es zeigt, wie stark die Liga ist, dass man auch die ganz Großen schlagen kann, wenn man über sich hinauswächst. Das war auf beiden Seiten, offensiv wie defensiv, unser bestes Spiel dieser Saison. Um so einen Gegner zu schlagen, muss man besondere Momente haben, wir hatten heute sehr viele davon. Wir waren hochkonzentriert, auch wenn es nicht lief, haben wir schwere Würfe getroffen. Seit dem Bayreuth-Spiel ist ein Aufwärtstrend zu erkennen, es ist natürlich toll, dass der ausgerechnet heute Abend in so einem Spiel mündet. Dieser Sieg gibt der Mannschaft Selbstvertrauen.”

Svetislav Pesic (Headcoach FC Bayern München):
“Mein Statement ist sehr klar und eindeutig: Trier war auf allen Positionen mannschaftlich sehr gut und in Bewegung. Wir haben alles versucht, in der Defense irgendwie in den Rhythmus zu kommen und daraus Punkte zu machen. Aber Trier hat offensiv exzellent gespielt, sie waren überhaupt nicht beeindruckt, weder von unseren Namen noch von unserem Spiel, obwohl wir gut und aggressiv verteidigt haben. Die Trierer waren diszipliniert, wussten zu jeder Zeit, was sie wollten. Wir wollten unbedingt gewinnen und haben dann verloren, weil Trier mit guter Einstellung immer neue Kraft gefunden hat. Ich kann Henrik dafür nur Komplimente machen, der Sieg war verdient. Wir müssen weiter an unserem Spiel arbeiten – und die Frage klären, WIE wir verloren haben, nicht nur die Frage nach dem Warum.”


Neue TBB-Partner: Burger King und Dunkin’ Donuts

Michael Berger Gruppe neuer Sponsor der TBB Trier – “Profisport in Trier ist eine großartige Sache, die wir unterstützen möchten!” – Werbeaktionen auf und neben dem Parkett vereinbart.

Foto: Lisa Löwe.

Foto: Lisa Löwe.

Wenn am Sonntag die ausverkaufte Arena die TBB Trier bei ihrem Heimspiel gegen den Deutschen Meister FC Bayern München anfeuert, darf einer nicht fehlen: Der Whopper! Die Symbolfigur der Fastfood-Kette Burger King dreht seit diesem Jahr in den Spielpausen seine Runden über das Basketball-Parkett, und das hat seinen Grund: Die Michael Berger Gruppe, Betreiberfirma von insgesamt sechs Burger King-Filialen in Trier, Bitburg, Saarbrücken und Luxemburg, ist seit dieser Spielzeit offizieller Partner der TBB Trier. Damit nicht genug: Auch Dunkin’ Donuts gehört mit den beiden Shops am Trierer Kornmarkt und an der Luxemburger “Aire de Capellen” zur Michael Berger Gruppe  – und damit zum Unterstützerkreis der Trierer Basketballer.

Diese neue Partnerschaft zeigt sich aber nicht nur in der Halle, wo der Whopper das TBB-Maskottchen AGGY unterstützt und fleißig Gutscheine verteilt. So präsentiert zum Beispiel Dunkin Donuts das Videoformat “Play of the Day”, bei dem TBB-Fans nach Spielen über das beste Highlight abstimmen und so die Titel “Dunk of the Month” bzw. “Korb des Monats” und Korb des Jahres” vergeben können. In den verschiedenen Filialen wird außerdem mit zahlreichen Maßnahmen und Formaten aktiv für die Spiele der TBB Trier geworben – auch hier laufen zum Beispiel die Video-Highlights.

Michael Berger, Burger King-Franchisenehmer seit über 20 Jahren,  beschreibt sein Engagement im Sponsorenkreis der TBB Trier: “Ich bin Trierer und finde  es großartig, dass es in meiner Stadt Profisport gibt. Ich wollte dabei helfen, dass das auch weiter so bleibt. Das Projekt TBB ist absolut sympathisch und unterstützenswert und gehört zu Trier.”

Am 11. Dezember bekommt die Michael Berger Gruppe weiteren Zuwachs: Dann eröffnet auf der “Aire de Wasserbillig”, also am Grenzübergang an der Autobahn von Luxemburg nach Trier, der nächste Dunkin’ Donuts Shop.